Live Remix mit Ableton. Wie machen die das?

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von MacGregor, 13. August 2015.

  1. MacGregor

    MacGregor Tach

    Hallo zusammen,

    ich bin DJ und habe mich gefragt wie die ganzen "Live-Acts" mit Ableton spielen?

    1) Haben die ihre fertig gemasterten Tracks in Audio Clips zerschnitten, was ja streng genommen nur ein DJ-Set wäre.

    2) Ich hab auch gehört, dass manche nur ein oder zwei Synthspuren über Midi steuern und der Rest in Audio bleibt, nur wie stellen sie hierbei sicher, dass der Track vom Sound her der gemasterten Version ähnelt, was er viellecht gar nicht muss und sie einen eigenen Limiter auf der Summe haben, evtl. auch als Hardware dabei?

    Oder versteh ich hier grundsätzlich etwas falsch?

    Lieben Gruß
    MacGregor
     
  2. MacGregor

    MacGregor Tach

    Da mir noch niemand geantwortet hat versuch ich das vielleicht mal anders zu formulieren :agent:

    Beispiel: Ich produziere 10 Tracks und möchte diese live performen, insofern man es live nennen kann, wenn man nur einen Controller und von mir aus noch einen Virus über midi steuert. Ich habe soweit alles abgemsicht, nur kann ich als Laie nicht sicherstellen, dass mich im Club nichts böses erwartet wie zum Beispiel das Szenario, dass eine fette Basswelle alle Höhen platt macht, weil die Sachen ja noch nicht gemastert worden sind. Lasse ich sie mastern, habe ich nicht wirklich mehr Möglichkeiten als in einer DJ-Software (Effekte, Loops usw). Oder gibt man nur bestimmte Stems ab, z.B. alle Drums und die Synths bleiben in der Performance Midi, nur möchte man doch auch bei den Drums flexibel bleiben und die Patterns ändern können. Ich hoffe mein Kernproblem kommt so etwas besser heraus. :kaffee:
     
  3. Zolo

    Zolo Tach

    Die meisten spielen ihre ferigen Songs ab, stellen 2 Synthis und ein großes Mischpult dazu welche aber meistens überhaupt gar nicht genutzt werden und spielen einfach drann rumm.

    Das Produkt der Oberflächlichkeit all über die Jahre. Ich sag mal Gelegenheit macht Diebe, ne.
     
  4. TGM

    TGM Tach

    Vereinfacht gibt es zwei Szenarien:

    1. Deine Tracks sind professionell gemixt und gemastert, d. h. da war jemand am Werk, der Erfahrung bzgl. der Clubtauglichkeit hat. Dann kannst du dein Zeugs "auflegen".

    2. Du gehst mit deinem Ableton Live-Set in den Club. Wenn du selbst keinen Plan vom Mixing hast, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du auf Probleme stoßen wirst. Wenn du deine Tracks Stereo ausgibst, musst du in Ableton auf den Mixer zugreifen und z. B. Anpassungen am EQ vornehmen. Das ist für eine Live-Situation ziemlich umständlich, es sei denn, du konfigurierst dir entsprechende Controller vor. Alternativ dazu kannst du die einzelnen Spuren z. B. über einen externen Mixer ausspielen und dann die Einstellungen am Mixer vornehmen.

    Beide Vorgehensweisen gibt es, 2 ist deutlich aufwendiger und bedarf deutlich größeren Aufwands. Dafür bist du bei deiner Performance flexibler. Ein Live-Set muss gut vorbereitet sein: Jeder Handgriff sollte sitzen und Übung macht den Meister. Aber das ist natürlich auch eine Frage des Anspruchs.

    Mehr zum Djing mit Live findest du hier:
    http://www.musotalk.de/video/best-of-mu ... a-sternel/

    Ein gutes Video zum Thema Live-Set:
    https://www.ableton.com/de/blog/minilog ... -possible/
     
  5. Zolo

    Zolo Tach

    Ein guter Mix brauch keine Anpassungen mit EQ :school:

    Mit EQ werden nur Fehler beim Abmischen ausgebügelt. Warum sollte jemand dann beim Mastern fehler hören die er nicht beim Abmischen hört ?

    Ansonsten ists halt ungemastert in erster Linie leiser mit mehr Dynamik weil kein Limiter drauf ist.
    Dann dreht man halt den Gain am Mischpult weiter auf und hat sogar besseren Sound weil mehr Dynamik. :phat:
     
  6. MacGregor

    MacGregor Tach

    Vielen Dank für die Antworten :phones:

    Okay, das heißt wenn die Tracks dann irgendwann einigermaßen gut klingen und zum Beispiel auch auf einer Wohnzimmer Anlage mit Subwoofer oder auch im Auto mit Endstufe, Subwoofer usw. hörbar sind im Club funktionieren könnten? Und der Limiter machts letzendlich nur lauter, aber dann würden doch alle hingehen, den Limiter weglassen und den Gain hoch drehen, wenn es so um einiges dynamischer klingt.

    Und seid ihr anfangs einfach in den Club gegangen und habt mal geguckt was da so mit euren Bässen/Höhen Verhältnis passiert? :romeo:
     
  7. Zolo

    Zolo Tach

    Hihi .. . Dein Satz triffts auf den Punkt.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Loudness_war
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Stichwort soundcheck ?

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Soundcheck



    Stichwort erfahrungswerte ?


    Meine allerersten gigs waren soundtechnisch eine katastrophe, ich musste beim soundcheck stets die höhen meiner drumsumme ( MPC) rausnehmen, da waren die hihats und shaker usw dermassen überbetont das es wehtat, oder die bässe eine oktave (!j zu tief das die bassdrum abgesoffen ist.. lag an meiner abhörsituation zuhause bzw eben aus unerfahrenheit.. Im club herrschen dann doch andere bedingungnen... und:

    Jeder club hat eine andere anlage bzw raumakkustik, was zuhause im studio knallt kann im club ziemlich hölzern klingen...

    Allerdings rede ich von ungemasterten sachen, eher von rohen hardware-livetracks...


    Wie zolo schon sagte, am besten man mixt einen track so zusammen, das allein vom frequenzbild der einzelnen spuren kein eq'n mehr nötig ist, wo wir dann wieder, bei einer livesituation, beim soundcheck wären, man entsprechend der raumakkustik im club über den mixer eq die frequenzen der einzelen spuren anpasst und homogen abmischt.. Ein referenztrack macht da sinn, und im vorfeld sorge trägt das alle tracks zumindest im lautstärkeverhältniss und frquenzbild auf einem level sind... Sonst nützt dir der soundcheck wenig, bzw man muss halt die ganze zeit nachregeln was lästig ist.. In nuancen ja, wo man zb einen dynamischen spannungsbogen generiert

    Steams fänd ich da grundsätzlich etwas problematisch, bzw entspricht nicht meiner arbeitsweise... Ich mach auch nix mit bussen..
     
  9. Zolo

    Zolo Tach

    Ich seh das so: jede Anlage klingt anders. Besser, schlechter, druckvoller, muffiger usw.

    Aber trotzdem werden ja auch die sonst so veräffentlichten Songs drauf gespielt :mrgreen:
    Da wird ja auch nicht vor jedem Song ein Soundcheck gemacht wie er jetzt auf dieser Anlage klingt.

    Außerdem klingts leer eh total anders als später.

    Deswegen war für mich Soundcheck immer nur checken ob alles angeschlossen und richtig verkabelt ist.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wenn ich meine 909 auf einzelouts , und die restlichen spuren am mackie 1604 belegt hatte, da hab ich schon allein für die 909 ne viertelstunde soundcheck gemacht, und anschliessend an den mixer eq' s nix mehr verändert.. Und im anderen club waren die einstellungen oftmals total anders.. Gerade was die bassdrum beteifft,


    Aber du hast recht, fertige tracks funktionieren ja auch, aber so ne rohe hardware mischung muss man ja quasi vor ort fertig machen..
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    wobei, meistens während dem set läuft eh alles aus dem ruder und es verselbstständigt sich, entweder läufts gut oder nicht so gut..^^

    am ende sind dann doch alle satt, ausser die freks die ganz genau hinhören und die patzer zählen.. :mrgreen:
     
  12. sushiluv

    sushiluv bin angekommen

    Im club hast du bereits zu 80 prozent gewonnen, wenn die Bassdrum richtig drückt und gut klingt.
    Die Zuhörer/Clubtänzer bekommen ja nur die Hälfte mit, deswegen kannst du die tracks auch wesentlich länger machen, ein kompletter Track in 4 minuten ist da zu schade.
     
  13. MacGregor

    MacGregor Tach

    Gut, dann weiß ich erstmal bescheid und konzentriere mich erstmal weiter auf's produzieren. Danke nochmal! Dieses Forum gefällt mir :heyho:

    Bis demnächst,
    MacGregor
     

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