Liveset organisieren, strukturieren und vorbereiten

Dieses Thema im Forum "Bühne" wurde erstellt von the acid test, 16. August 2010.

  1. Ich schreibe grundsätzlich alles auf. Hab dann daheim beim proben immer ein zettelwirwar. Aber sich alles zu merken wäre zu viel.
    Bei mir is das so das ich spuren mute und die dann selber spiele.
    Das sind drums, synths und auch samples. Stellenweise programiere ich neu, aber im seltensten fall.

    Und ein lied is live sehr umfangreich da ich da parts auf den korg ms 10 spiele und gleichzeitig den microkorg einstellen muss für den nächsten paar. Multi tasking also.
    Is bei den lied "pitch"
     
  2. Bei mir ist der Aspekt Live-Set noch Theorie, aber da will ich hinkommen.

    Bei knapp 60 Synths (bleiben sicher nicht alle) ist das Verwalten und Schalten schon ein Thema.

    Ich habe es als Netzwerk geplant (und verkabelt), so dass ich von jeder Tastatur aus jeden Synth spielen kann. Vernetzt ist die Anlage mit unitor-Geräten (aktuell 8 Stück), deren "in-out"-Verschaltung mit der zugehörigen Software läuft, auch wenn ich über das Handling nicht glücklich bin. Da weiß ich nicht, wie es mit Signal-Laufzeiten innerhalb des Netzes ist :? .

    Getaktet werden alle Instrumente zentral von Cubase. Das funtioniert, soweit ich es ausprobiert habe, was aber bei weitem noch nicht alle Synths und deren Kombinationen betrifft.

    Die aktuellen Sounds für ein Stück sollen via Sounddiver kommen oder Midi Quest von Soundquest Inc. (aber das ist noch das ganz große Stück Theorie, wie auch die Verknüpfung Sounddiver / Midi Quest mit Cubase). Die Sound-Erstellung selbst will ich nicht über Software machen (außer bei Rack-Synths), sondern nur die Sounds abspeichern und dann zum entsprechenden Song laden: 'Midi Quest' which stores, organizes, and edits data from MIDI instruments and devices.

    Wakeman hat - auch nach längerem (und feuchtfröhlichem) Gespräch mit seinem Keyboard-Tech - immer noch "ein Kästchen" aus den 80-ern und kann damit zentral alle Sounds an allen Maschinen und deren Verschaltung mit einem Nummern-Code für einen Song schalten. Die Sounds müssen aber vor dem Auftritt auf den jeweiligen Maschinen sein.

    Bei Schiller letztes mal hängte sich der zentrale Rechner kurz nach Anfang eines Stückes auf, und dann ging gar nichts mehr. Der Neustart dauerte nicht lange und dann funkte wieder alles.

    Den Thread finde ich absolut interessant und ich würde mich über viele Beiträge freuen - danke DamDuram
     
  3. @soundmunich: da haste dir aber viel vorgenommen. Wie willst du das dann auf der bühne machen, is ja sicherlich kein kleines setup, was ja wiederum eine mindestgröße der bühne benötigt.

    Bei mir wird KEIN synth extern von clocks gesteuert. Ich versuche live so nah wie möglich am "live" spielen zu sein. Daher regel ich das überall mit hand. Hat nachteile, aber für mich persönlich mehr vorteile.
     
  4. Ich mache ja kaum was vorbereitetes. Das Grundprinzip wäre also: alle Pattern löschen, Sound-Presets löschen, anfangen. Mit der Zeit hab ich aber fest gestellt, dass es 1.) Fallback-Presets geben sollte, falls irgendwas total daneben ist, und man dann einfach einen Standard dazwischenschummeln kann, und 2.) dass ich schneller (und damit Abwechslungsreicher) bin, wenn ich partiell auf vorgefertigtes zugreifen kann.

    Grundsätzlicher Aufbau:
    * Xbase09, nur für BD und Off Hihat. Es gibt drei oder vier Basis-Pattern.
    * TR808 (mit eingebauter Shufflebox/Restartfunktion). Pattern1 ist leer und wird hauptsächlich verwendet, drei weitere Pattern mit unterschiedlichen Conga-Figuren und leicht variierenden HihatShaker-Mustern als Fallback; 16tel-Trigger, BD_Trigger und Shaker/Clap-Trigger werden teileweise zum Synth triggern verwendet.
    * TR606 (mit externer Shufflebox/Restartfunktion) Pattern1 wird verwendet. Toms werden als Trigger-Sequenzen für SH101 und JX3P verwendet, die Snare ist auf einen 16tel Roll programmiert, der als Wirbel für Breaks genutzt wird. Cymbal auf der off (eird zusammen mit dem 707-Cymbal für Easylistening/jazzigere Sachen benutzt). Früher hatte ich verschiedene Grooves für die Sequenzen auf verschiedenen Pattern der 606, aber letztlich sind die genauso schnell im laufenden Betrieb umprogrammiert.
    * Manchmal dabei: TR707 (Restart über externen Mungosync) Pattern1 ist leer und wird ausschliesslich verwendet. Rimshot-trigger ggf für MonoPoly
    * Ganz selten dabei: TR727. Bei der benutze ich dann nur die Factorypresets(!)

    Tonale Sequenzen kommen bei mir von SH101, JX3P und MonoPoly. Da läßt sich eh nichts ghroßartig sequenz-mäßig vorprogrammieren, aber der JX3P hat zumindest ein paar fertig-Sounds bekommen (Pads mit Filtersweep oder Hardsync-Sweep), dass ich notfalls einfach einen Akkord mit Hold reinschieben kann, dann ggf den Boss-Slicer drauf, und schon tuts wieder so als ob alles vor sich hin grooven würde.
    Die 101 läuft zudem durch einen Vierspur-Audiolooper (Electrix-Repeater). Die Loops werden zwar in Echtzeit erstellt, aber auf SD-Card aufgenommen; falls also die 101-Sequenz ausfällt, kann ich notfalls einfach einen von den bisherigen Loops aus der Repeater hernehmen.

    Manche Ideen schreib ich auch auf Zettel auf meist in einer Form, dass zB Akkorde nur irgendwie durch Notenbuchstaben repräsentiert werden: CDEsG ./. EsFGB EsFBD. Ähnliches mit Sequenzen, die ich mir nicht merken kann.

    Dann gibts noch ein MPX200 in dem ich drei Programme mit unterschiedlichen verschiedene Echo-Pattern gespeichert hab (Delayzeit ist MIDI-Clocksynchron) und im Dynacord DRP15 habe ich zwei verschiedene Hallprogramme, die als immer taugliche Ausgangsbasis dienen.
     
  5. Crabman

    Crabman recht aktiv

    Hab schon alles mögliche probiert (MPC+Hardware only,Ableton+Controller...)aber halbwegs zufrieden stellt mich eigentlich erst folgende Lösung:

    Ableton als Host und 2xMaschine Instanzen.Ableton liefert sonst nur noch 2x Autofilter in den Kanalzügen,keine Clips oder andere Effekte.Wollte eigentlich Logic als Host aber Live Tempoänderungen per Controller veträgt das Programm bzw.das Maschine Plugin irgenwie nicht.Da stolperts dann ganz strange.

    Die beiden Maschines über single outs an einen DJ Mixer,Kaosspad noch dran.Evtl.noch erweitert um irgend`n Synth oder so.Je nach Bedarf.Und kleiner Controller für die Autofilter.

    Während eine Maschine Instanz läuft kann ich auf der anderen bequem ein neues Projekt laden.Ähnlich wie`n DJ nur mit Maschine statt turntables.Dadurch auch keinerlei Speicherplatzprobleme oder Limitierung in der Anzahl der Songs.Mit Maschine stand alone funzt das so leider nicht.Da krieg ich nicht alles untergebracht.

    Muss aber sagen das ich extrem selten Live spiele,mir zu viel Arbeit (Vorbereitung etc.) und ich tauge besser als DJ (auch weil flexibler)
     
  6. Wow super thread suche schon lange sowas.

    Habe bis jetzt noch nie ein Liveset gemacht jedoch wird es bald so weit sein :cool:

    Dieses wird wiefolgt aussehen:

    Wir spielen zu zweit mit klarer Aufgabentrennung.
    Ich Machinedrum (ohne UW) und synthlite 2(für Perkussives und Sirenen :D)
    Er Zwei Korgsche Presetschleudern, nen boss Sampler und nen Boss Looper mit drei Spuren.

    In der Praxis (bis jetzt nur bei zahlreichen Jams) siehts dann so aus:

    Ich habe ein Kit auf der Machinedrum vorbereitet und er kennt die Sounds seiner Korgs beinahe Auswendig. der Rest wird dann improvisiert. funktioniert ganz gut abgesehen von kleinen Patzern (Haben es aber noch nie vor Publikum ausprobiert wird aber bald so sein)
    Übergänge gehen teilweise ziemlich schön (natürlich nicht wie von Platte aber es macht spass)
    --> Ich denke wenn man sich die Aufgaben klar aufteilt und viel übt (jamt) geht das ziemlich gut zudem haben wir früher auch zusammen in ner gitarrenband gespielt, gibt vielleicht auch etwas das gefühl füreinander ... alleine hab ich noch keine Erfahrungen ist natürlich schwerer alles zu kontrollieren.

    Rabbit

    bitte mehr :supi:
     
  7. Crabman

    Crabman recht aktiv


    "Nicht anders geht" ist ja so nicht korrekt.Aber es ist die für mich eleganteste Möglichkeit (nicht zuletzt dank des Controllers,kann man sehr gut mit spielen).Clips abfeuern mit Ableton liegt mir nicht.Ich arbeite auch nur mit"Single"sounds.Der Nachteil daran ist das ich die Songs schon auch mit Maschine gemacht haben muss während ich für Ableton ja"nur"meine ganzen Spuren bouncen müsste.Da man die Songs aber ja hinterher auch ausarbeiten und im Host weiternutzen kann ist`s dann auch nicht sooo schlimm.Hab grad erst einen Song released,den ich einfach aus einem Live Mitschnitt rausgeschnibbelt habe.Hatte das Maschine Projekt eigentlich bequem in Logic zusammensetzen wollen und dann erstaunt festgestellt das es im Mitschnitt viel besser klang.Runder und wärmer.Mir ist dann wieder eingefallen das ich diesen kleinen"Bassbosst"Trick am Allen&Heath Mixer (Xone 92)angewandt hatte: HP Filter an,Reso etwa auf 11 Uhr und Cutoff zugedreht.Das gibt einen angenehmen,runden Schub untenrum.


    Grundsätzlich nutze ich die Maschine"Groups"wie Subgruppen an einem Mixer (Ein Projekt=immer ein ganzer Song).Also Percussion,Bass,Hookline(s),Snares/Hats etc.wird alles sinnvoll zusammengefasst.Dadurch kann man auch viele Effekte schaufeln (auf sample-ebene,Group-ebene und Master)und schnell mal ganze Parts muten,solo schalten etc.Ich arbeite auch sehr gern mit Volumefades und in Maschine gibt`s ne Ansicht wo man alle 8 Group Volumes aufeinmal hat.Für mich sehr praktisch.
    Wenn man zwei Maschine Instanzen öffnet taucht oben im Fenster ein kleiner"Lock"button auf,mit dem man dann auswählen kann welche Instanz grade mit dem Controller bedient wird.

    Macbook übrigens.Hier gibt`s zwei kurze und verwackelte clips vom letzten Jahr.Muss auch sagen das Maschine rock solid läuft (alles andere wäre natürlich auch"no go"),das im Video ist noch die erste Version (1.02 oder so).Und ich hab das Teil schon extrem gequält.Auch zu Testzwecken natürlich.Ich gehe auch nie über 50-60% Rechnerlast,um sicher zu gehen,das alles stabil bleibt.Ableton ist nur-leerer- Host (und liefert 2 Spuren mit Autofilter),das ist richtig.

    Rythmusvariationen gibt`s natürlich und Effektquälereien ebenso,bietet sich ja an.Die Maschine Effekte sind schon gut und auch gut zum verwursten von irgendwelchen Sachen.Allerdings entsteht bei mir kaum etwas erst"in dem Moment"(vom Arrangement etc.natürlich abgeshen).Also keine Live "on the fly"neu eingespielten beats z.B.Das mag ich nicht und kann auch schnell nach hinten losgehen wenn man es nicht gewohnt ist oft live zu spielen.Habe gern weitgehend die Kontrolle über alles.Das das ganze sehr platzsparend ist gefällt mir auch,da kann man dann nach Lust und Laune dann noch andere Sachen (Hardware) mitnehmen aber muss man eben nicht.




    im zweiten sieht man etwas mehr:




    ach ja,der Rechner wird natürlich nicht angefasst.Nur um ein neues Projekt zu laden und den Controller zu"locken"
     

    Anhänge:

  8. Crabman

    Crabman recht aktiv

    öhm,ja.wollte eigentlich editieren und nicht zitieren.Fail.Löschbutton wär jetzt hilfreich gewesen^^

    edit:hach,da is ja garkein edit button mehr.Klasse.Also Nachtrag:Das Set aus dem Video ist nur Maschine+Kaosspad3+nanocontrol+Pioneer DJM 800
     
  9. AndreasKrebs

    AndreasKrebs aktiviert

    Macht eigentlich jemand live was mit einem Modularsystem? Würde mich interessieren ... bin selbst kein Live-Musiker, nur "pseudo-live", d.h. ohne Overdubs eingespielt, mit möglichst wenig vorbereiteten Dingen (d.h. keine ausgetüftelten Midi-Tracks oder so), aber halt im bequemen Studio ohne allzu großes Risiko dabei.

    Andreas
     
  10. Moogulator

    Moogulator Admin

    Frage: Geht es um Reproduktion von Songs oder Tracks oder allgemein oder wie man selbst arbeitet? Das ist für mich wichtig, damit ich nicht zu viel Redundanz abgebe.

    Ich lese es hier als Repro von auskomponierten Stücken.
    In dem Falle würde ich empfehlen die Songs vielleicht mit möglichst wenig Gear und optisch für die Zuschauer so nachvollziehbar wie möglich umzusetzen und mit eben so viel Gear wie nötig. Dabei habe ich mich aufgrund meiner pers. HAltung zu Sounds und Synthesizern für die bessere Bedienversion eines Synths entschieden. Also würde ich bei einem Evolver den MEK oder PEK vorziehen und den kleinen nur mit Controller einnehmen, so ich da was ändern will dran. Wenn ich nur repro machen würde (was nicht primär mein Ziel ist) , dann ist das auch ok mit Micro Q und anderen Sparbüchsen. Natürlich ist das ok, wenn man sich nur diese leisten kann oder das Gear insgesamt zu viel wird. Deshalb habe ich zB oft den Microkorg mit und eben keinen MS2000, denn auf Jams und Co ist so ein Teil schneller aufgestellt und man gewöhnt sich dann auch an die Bedienung, wenn man ihn viel einsetzt.

    Sehr viel von dem ist sehr stark mit dem Material und Ziel verbunden, weshalb ich hier nicht zu viel rumlabern will, aber ich habe 2 Erkenntnisse mit Elektromusik und Livespiel gewonnen, die für MICH wichtig waren.

    a) Übertriebener Aktionismus durch Wechsel von PAtterns ohne musikalischen Zusammenhang als Getriebener, da ist also eine RUHE in sich selbst auf der Bühne wichtig. Wenn man die nicht hat, lieber einen Sicherheitsanker mehr, also mehr Song Mode, mehr ausprogrammieren und nach und nach ersetzen. Ich schreib das, weil das für MICH wichtig war als Erkenntnis, ggf. ist das Müll für den ein oder anderen.
    b) Auf Lauflichtern wird es wenn du nix machst langweilig, es läuft eben einfach weiter. Du musst das Gefühl behalten, wie ein ZUHÖRER dabei zu sein. Wenn du den Flow nicht drin hast, ebenfalls mehr vorbereiten oder sicherer machen, zB mehrere Patterns in richtiger Reihenfolge mit Mutes speichern und so weiter, dir nicht zu viel zumuten - also nicht noch Licht steuern oder Synths spielen, wenn das mit dem Flow nicht geht so.

    Mein pers. Prinzip ist schon sehr lange mind einen Synth mitzunehmen, der am liebsten ermöglicht anhand der Oberfläche den Sound total umzubauen, da ich alle Sounds aus dem Synth immer manuell und vollständig live spiele
    Bei mir muss das nicht immer der gleiche sein, ich nehme den mit, der zum Gig und meine Idee am besten passt an dem Tag und wenn ich den Raum kenne, berücksichtige ich das.

    Ich sehe das Livespielen ähnlich wie eine Rede. Ich spreche frei besser als vom Zettel, deshalb habe ich Zettel sehr schnell wieder abgeschafft, aber eine Art Hilfe gibt es dennoch. Bei mir sind das bestimmte Cuepunkte, die ich anfahren kann, solche die den Spannungsbogen und bestimmte Standards herstellen können. Allerdingds weiche ich oft davon ab und habe spontan irgendeine bessere Idee und der Mut dies umzusetzen bedeutet auch, den Gig an der Stelle ordentlich zu versauen. Das ist also etwas, was man ohne zu viel Zettel und Konfusionsdruck machen sollte. Zu viel im Kopf haben zu müssen ist auch nicht gut für die Wirkung. Ich habe auf der Bühne zwar dann die Genugtuung viel gemacht zu haben, aber die Zuhörer finden es idR gar nicht so wichtig, ob man extra den XY mitbringt und dies oder das noch spielt. Ein virtuoses und nachvollziehbares Spiel mit deinem Instrumentarium wird oft honoriert.

    Aber einen Alpha Juno würde ich zB auch nur mit Programmer oder CC Box mitbringen (hab das auch schon getan). Kam gut an und rüber, so eine Gurke die so langweilig aussieht klingt so?? Cool, was isn das?

    Einen Synth wie den kann man am Programmer vollkommen regisrieren und würde ich vorschlagen zu tun, denn das ist sehr beweglich und toll, obwohl er nicht viel kann. Es kommt also gar nicht so sehr aufs Gear an.

    Alles weitere hat mit der Antwort zu tun, ob es mehr Repro oder Live oder Jam oder so sein soll, so denn gewünscht..
    Hoffe, es bringt etwas weiter, hab da die ein oder andere Liveerfahrung mitgenommen, die mir da sehr geholfen hat und die mich heute sicherer macht. Wer sich selbst gut kennt, kann das auch darauf abstimmen. Daher sind so Listen gut, aber bitte das GANZHEITLICHE nicht vergessen. Das sollte einfach zur eigenen Person und Arbeitsweise passen, auch wenns platt klingt. Und nicht verunsichern lassen. Denn sonst gibts Problem a oder b, besonders bei Grooveboxen, denn Elektro ist dann schnell langweilig oder doof oder nur ein wildes Patternvorzeigegepolter. Macht diese Fehler nicht in Umschaltwahn zu kommen oder so, auch wenn die Leute scheinbar nicht abfahren oder du dein ambient Set jetzt am Start hast und die offensichtlich tanzen wollen und müssen und du das jetzt schnell umtanzt.
    Keine Ahnung ob das wem was bringt, aber du bist automatisch besser, wenn du diese Dinge berücksichtigst, dich selbst eben und dann bist du auch gut.

    Ansonsten mag ich pers. Freiheit und nutze keinen Songmode, keinen Multimode live und nehm nie viel mit. Alles was verwirrt oder nervt oder einschränkt möglichst nicht einbauen. Wenn du gern Realtime spielst und Steps setzt, dann kauf dir was, was das kann. Ich reduziere sogar auch die Qualität, da ist ein ehrlicher Misthall von irgendeinem Ding dann auch ok. Gut ist, den Sound der PA einzuschätzen und bereit zu sein, denn manchmal klingt es wirklich unerwartet anders und die HH's sind total zu laut auf der Bühne, dann ist es gut, sowas auch schnell und einfach nachjustieren zu können. Ich habe das durch meine simplen HArdwaresequencer gelöst und ein paar einfache EQs, bei mehr Repro würde ich hier wohl einen Tick mehr auffahren und 1-2 Synths mehr einsetzen, dennoch aber ein paar Sachen weglassen. Auf reines Audiofileabdudeln habe ich pers. 0 Bock. Optik und Präsenz auf der Bühne spielt auch eine Rolle, die mit deiner Sicherheit an den Geräten zu tun hat und mit dem Wuselfaktor, den halte so, dass du ihn bewältigen kannst. Das wird mit der Zeit mehr, aber das hilft und es ist auch gut, sich was mitzunehmen ,was einem vielleicht 1-2 Takte mehr Platz schafft, denn das macht dir eben auch Platz für schnelle Umsetzung.
    Ich stelle live Steps um, Recorde realtime, mache Automationen von irgendwelchen Parameterfahrten nur für ein paar Takte und löse sie wieder auf, ich brauche das, sonst fühle ich mich nicht gut. Deshlab habe ich sogar den Computer abgeschafft, Ableton ist für MIDI Kram die HÖLLE, vollkommen unbrauchbar aus meiner Sicht. Aber eben nur aus meiner ..

    So, hoffe damit kann man was anfangen..
     
  11. Man muss natuerlich sehen, dass ich seltenst allein spiele. Meist sind wir zu dritt oder zu viert; wobei ich mal eitel sein darf und sagen, dass ich dabei sicher 50 Prozent des Sounds liefere; allerdings nicht 50% der Abwechslung. Ich muss zwar mit den meisten Geräten arbeiten, aber dafür kanns bei mir statischer sein. Die anderen haben meist weniger Geräte, aber dafür liefern die halt mehr die Abwechslung, während ich das eher kontinuierliche Fundament mache. Abwechslung passiert bei mir eher durch terassendynamisches Arrangement, also Instrumente dazutun und/oder wegnehmen.
    Eins der wenigen Beispiel wo komplett alles von mir mit dem beschrieben Setup live eingespielt ist, sind die sog Pre-Session-Tracks von der zehnten Ambiosonics-Session (http://www.ambiosonics.de/session10/index.html und da Track 6, 7 und :cool:. Da hab ich zu Hause für die Session geübt (was ich sonst eigentlich nie mache) und dabei mitgeschnitten.

    Das funktioniert unterschiedlich: Bei Flächen beginne ich ohne Vorhören die Akkorde zu spielen; wenn mir die Akkordphrase gefällt, wird mit der anderen Hand die Rhythmik in die 606 programmiert, dann bei einem Durchlauf des manuellen Spiels die Akkorde in den JX3P Sequencer eingegeben, und dann Start gedrückt. Das schwierigste ist dabei das der JX3P bei externem Clock oft den ersten Schritt nach dem Start-Drücken überspringt - aber das hab ich inzwischen ganz gut raus. Vorhören ist da nicht.

    Beim MonoPoly-Arpeggio programmier ich erst eine Rhythmik auf der Triggerspur der jeweiligen Rhythmusmaschine und greif dann einen Akkord dazu. Das ist dann oft eher ein mathematisches Zahlenspiel als musikalische Absicht. zB ich sag: ich nehm die typische rhythmische House-Phrase 3/8, 3/8, 2/8 und die nehm ich bei den ersten acht von sechzehn Steps auf der jeweils ersten Note und bei den zweiten 8 auf den off-Steps, also:
    !.. !.. !. und dann .!! .!! .!
    Wenn ich jetzt einen Akkord aus vier Noten für diese sechs Trigger benutze, dann dreht sich die Arpeggio-Phrase immer wieder um. Dabei kann es sein, dass ich erst zwei oder drei verschiedene Akkorde/Akkordumkehrungen oder Akkord-Aufsplittungen ausprobiere, bis die Phrase wirklich gut kommt. Auch hier arbeite ich meistens ohne Vorhören. Allerdings nehm ich da meist zunächst einen sehr dunklen Sound der nicht sofort auffällt, und dreh dann erst den Filterenvelope rein, wenn ich mir sicher bin, dass die Phrase gut ist.

    Bei den Basslinien aus der 101 dagegen arbeite ich fast immer mit vorhören, oder zumindest mit runtergedrehtem Volume. Da die 101 meistens auch vom 16tel trigger angesteuert wird, und ich somit alle Pausen und gebundenen Noten programmier, gehört auch eisernes Durchzählen beim Programmieren dazu, und das geht eigentlich nicht ohne Kopfhörer. Trotz aller Erfahrung lieg ich da auch immer wieder mal daneben - ist eben Risiko.

    Darüberhinaus gibt es dann noch das Loopen mit dem Electrix Repeater, da spiel ich halt live und hab einen Fußtaster mit dem ich nach Belieben in die Phrase ein und aussteigen kann, sei es als Overdub oder als "Cycling Recording".
    Beim Looper macht vorhören kaum Sinn, da ja das langsame Zusammenbauen des Loops gerade den musikalischen Reiz ausmacht.

    Da kann ich nicht wirklich was dazu sagen. Bei uns machen zwei Leute mit electribes mit, und die sind immer ziemlich schnell. Das beeindruckt mich schon, und ich war schon oft geneigt mir eine Tribe zuzulegen.
    Mit den MPCs hab ich mich noch nie so beschaeftigt, dass ich was zu ihren Qualitäten beim Live-Programming sagen könnte.
    Wenn Du Dir eine 808 nicht leistest, dann überleg doch mal eine 707 (wenn sie soundmäßig passt): Live hat die einen Mörderdruck, hat die fast perfekte Lauflichtprogrammierung, Shuffle hat sie auch, und du hast für jedes Instrument einen Fader.
     
  12. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ich kenne kein Teil mit dem man schneller und live jammen kann als mit den Tribes, gefolgt von Machinedrum. Etwas dahinter Monomachine. Hängt mit den Tasten, die man drücken muss zusammen, damit was kommt was man will. Jams jeder Musikrichtung. Und ein gutes Instrument ist eben auch spontankompatibel. Oder es ist ein TG77 oder sowas und macht dafür super gute Sounds, da kann man dann halt nicht viel live drehen, sondern kann nur vorbereiten zur Ergänzung, was ich verstehen würde wegen Qualität und Co. Aber mit ner MX kann man 2OP FM machen und vom EINDRUCK her durchaus live Dinge machen, die auch aus einem komplexen FM Synth hätten kommen können, durch Animation und ständige Bewegung am Instrument.

    Eine MC zB wäre schon toll, hab da auch schon ne supergeile Performance gesehen NUR mit einer MC505. Der hat irres Zeug gemacht, aber er muss dann schon die Unzulänglichkeiten mitnehmen oder einfach nicht so wichtig finden oder durch ein weiteres Ding kompensieren, zB nen Jupiter 6 oder MS2000 wäre dann ein guter Gegenpol, da ist ein Sound auf der Bühne auch mal geschraubt.
     
  13. Wenn ich das alles so lese frage ich mich, gibt es hier unter den (aktiven) Forumsmitgliedern keine Bandmusiker? Ich meine solche Leute, die mit Drums, Gitarre, Bass, Keys und (evtl.) Gesang Musik machen.
     
  14. Moogulator

    Moogulator Admin

    Bassklarinette/Sax, Horn/Trompete , Percussion/Drums, Sax/Electronics hätte ich zu beaten grade.
    Aber gleiche Regeln wie oben genannt. Noch Fragen, Hauser?
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wieso das?
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    voila:
    mpc mässig erstelle ich pro song 4 patterns die unterschiedliche variationen des themas tragen. zb main,high,low,break.
    max 4 patterns weil das mpc pad in einem 4x4 feld angeordnet ist. und wenn man den NEXT SEQ screen aufruft ,hat man song relevante pattern schön übersichtlich in einer reihe.1-4.5-8,9-12,13-16,usw
    die einzelnen patterns selbst bestehen pro part aus bassdrum,snare,ch,oh,percussion, und diverse fills und subbass,bassline leads.
    entweder als sample oder midispur zu 101 bzw nordrack.der ist aber abgekackt.
    ein mpc PGM enthält alle samples die songrelevant sind. slices,singlehits,loops, vocals drumsounds.
    iclusive filtereinstellung,lautstärke usw. pgm = songname!
    ausserdem weise ich den pads IMMER die gleichen instrumente zu. zb a1-a2 bd, a3-a4sn,a5-a8 hihats,usw
    b1 subbass,b5-b8 leadsamples usw
    UND spiele die instrumente IMMER auf den gleichen spuren ein.
    as hat den vorteil das man in anderen songs die pgm duchscrollen kann und es wird relativ immer etwas sinnvolles herauskommen da die instrumentbelegung gleich bleibt. erhöht den variationsfaktor beim arrangieren.
    bank A sind singledrumsounds, bankB-D sind slices,subbässe und synthsounds,fx,vocalloops, usw
    weiterer vorteil, alle songrelevanten samplesounds sind in einem pgm ordner organisiert und funktioniert wie ein konstruktionskit.
    live mute ich nur an der mpc die vorgefertigten patters bzw einzelnen suren und baue stimmung auf indem ich die 101 fader drehe. :idea:
    patternwechsel innerhalb der songpatterns sorgen für abwechslung und breaks. mit der zeit und routine merkt man sich die mute einstellungen des alternativpatterns und weiss was einen erwartet.
    man könnte auch alles in einem patterns unterbringen,variationen usw. aber das ist unübersichtlich und nervt live wenn man hektisch hin und her schalten muss in den mute-bänken.
    besser man verteilt das übersichtlich auf 4 patterns.
    weiter hab ich pro pattern eine interne fx einstellung die mit umgeschaltet wird...

    tipp : wenn man mpc breaks mit main patterns verbinden will ,no problem. zb takt 1(oder mehr ) break,bridge usw, und takt 2-6 mainbeat.
    jetzt einfach in dem pattern definieren das nur position takt2-6 geloopt wird.
    so kann man schön übergangspattern erstellen wenn man mpc only spielt. der break,intro what ever spielt immer nur dann 1x wenn man das pattern neu anwählt,der rest ist der mainloop. sehr cool und komfortabel.
    auch schön wenn man beim pattern umschalten zb prgch an midigeräte senden will und filterbewegungen live erstellen will ohne das auf der 1 wieder das midisoundset "resetet" wird.

    weiter hab ich die 303,606,777 am start.
    ist alles vorprogrammiert und bei der 303 zb pattern 1ab,2ab sind harmonisch verbunden mit 606 pattern 1-4 und 777 pattern 1-4.
    die patterns zusammen bilden das gerüst für einen song.

    jetzt muss man sich das wie zwei turntables vorstellen:

    deck 1 mpc+101

    deck2 303,606,777

    pro "deck" sind 8 songs vorprogrammiert. insgesamt also 16 tracks die spielbar sind und sicherheit geben.
    song 1usw von "deck1" harmonieren IMMER mit song 1usw von "deck2" in der tonart. zb cmoll oder sowas.
    macht das mixen leichter und man kann den songs schön aufblasen.
    beispiel:
    mpc pattern 1-4 +midi 101 und nordlead.
    303 pattern 1ab-2ab
    606 pattern 1-4
    777 pattern 1-4

    harmonieren miteinander.

    oder eben:

    mpc pattern 5-8 +midi
    303 " 3ab-4ab
    606 " 5-8
    777 " 5-8

    klingt kompliziert ist aber rein logisch und optisch super easy "kontrollierbar.
    das waren jetzt mal so die basics.

    weiter hinten in der mpc hab ich massig 808 ,909, usw grooves.
    drumpatterns mit viel platz zum live jam einspielen zb,oneshots,slices, clap,tom usw.
    während zb. 777 nebenherläuft. .fx
    gut für das opening, um in den flow zu kommen.

    ich beschränke mich live hauptsächlich mit arrangieren durch muting und adsr,filter und fx speilereien um stimmung zu erzeugen.
    und eq-ing am mainmixer.
    live "einspielen" mach ich nicht wirklich ,wenn dann eher wenig um kleine akzente zu setzen.
    evtl mal zwischendurch die 101 umgestöpselt und per hand gespielt oder per trigger sequenzer.meist gegen ende vom set.
    oder mpc snareflame per note repeat. oder steps setzen in der 606.
    ich hab mit dem arrangieren eigentlich genug zu tun.
    ein nanozwerg wäre cool der die parts der sh101 ersetzen könnte. um diese101 frei zu haben für livespiel.
    weil 2 x101en mitschleppen ist aufwändig und platzraubend.
    witzig ist, wenn ich mal zwischendurch aufs klo muss läuft ein 2,4 oder 16taktiger loop unverändert und gerade monoton.
    komm ich zurück und "lege hand an" erwacht das ganze wieder zum leben.
    zettelwirtschaft hab ich keine,hab das so für mich optimiert und verinnerlicht.

    wenn die patterns alle durch sind (kann 2-4 stunden gehen) geh ich zum livejam über mit den patterns die weiter hinten vorbereitet liegen mit only bassdrum zb.
    mein längster set ging mal 7 stunden mit kollege flaaps.
    alleine war ich mal 5 stunden dran.
    hab da parts am ende zwar wiederholt ,aber in anderen konstellationen. egal.
    und nach so marathon sets bin ich auch ziemlich fertig ,emotional leer. und ne halbe stunde erstmal irgendwie nicht wirklich ansprechbar bzw kommunikationsunfähig. weil der flow nachbrennt. oder so ähnlich. vg
     
  17. Moogulator

    Moogulator Admin

    Achtung saulang:

    Ja, die FX sind in den Tribes sogar eher grottig, aber für Glitch und Co FX schon fast wieder irgendwie "gut". Aber für Hall oder sowas brauchste extra was. Das stimmt. Ich versuche dann einfach drauf zu verzichten, wenn ich das nicht mitschleppen kann. Wenn ich mir mal ein Liverack gebaut hätte, wäre es aber auch kein Ding so ein Lexicondings mitzunehmen. Dies Frage hier ist: Lohnt sich das? Das alles ist ja immer Aufwand und Schlepp. Die MPC hat ja wenigstens schonmal kein Problem mit Speicher und das mit dem mitnehmen und vererben ist keine schlechte Idee. Ich habe das Problem bei Soloacts durch eine zweite Tribe gelöst, da ich eine pausenlose Performance bisher bevorzugt habe. Allerdings lässt sich sowas auch mit einem Sampleding oder einem Recorder oder Abspieler wie SP404, 555 oder sowas mit Moods und Flächen machen aber auch mit irgendeinem Synth oder sogar mit einem Looper (Repeater zB). Ich meine damit, wenn du deine Beats (ich geh mal von Musik mit Beats aus, im weiteren Sinne) für einen Übergang zB mit einem Kaosspad samplest, filterst bisschen damit rumspielst und so weiter, dann kannst du den ja auch "mitnehmen" oder "rüberretten" und dich selbst samplen und loopen und "zitieren". Das kann eine Variation mehr bringen, einen Break oder sowas. Womit ist rel. egal, aber bringt halt freiere Hand und ermöglicht ggf. nur mit einem Beatgerät oder Klangerzeuger zu arbeiten als Alternative.
    Das wäre dann beides irgendwie DJ'ig. Sogar meine Methode mit den 2 Groovedingern klappt, allerdings bei Jams hab ich nur eine Tribe mit und nen kleinen Synth, weil du ja Mitmusiker hast. Wenn auch nur ich Beats mache, dann kann man mithilfe der anderen Flächenübergänge machen oder entsprechend agieren mit nur einer Maschine, es ist also nicht unbedingt notwendig. Man muss nur etwas genauer wissen WO DIE SAMPLES bei dir liegen und wie du sie organisierst. Ggf. ist das in der MPC auch so, sogar noch etwas mehr? Das bedeutet aber auch: KEIN Patternwechsel in dem Falle sondern kompletter Neuaufbau im gleichne Pattern, Sounds raussuchen schnell machen und die Patterns vorher irgendwie unbemerkt löschen. Ich mache das live und bei Sessions rel. oft und baue dann auf und ab. Der Nachteil ist, dass du halt einige Spuren noch nicht so weit hast und ja erstmal ein Muster basteln must und vielleicht nur 2 Spuren oder Drumsounds in einer brauchbaren Zeit "soweit" hast. Das Ergebnis ist aber oft sehr sehr gut im Flow und du kannst dann bewusst Sachen vererben (das finde ich übrigens einen coolen Begriff), zB bestimmte FX, sogar FX Fahrten/Modulationen, die sich Wiederholen und du quasi nur nen Loop tauscht oder umschaltest und wieder irgendwan aufs THEMA zurück kommst (ich mein das musikalische). Das ist ein Moment, der sozusagen bei entsprechender Musik der Moment ist, wenn die Leute die Hände nach oben reißen. Der Steigerungspunkt, denn so wiederaufgegriffene Elemente können viel Kraft haben.
    Das wäre also das Konzept des durchlaufenden Neuerstellens. Ich mache das Solo gern und bei Jams und Zusammenarbeiten mit mind 1 weiteren Musiker sehr gern. Hast du das mal ausprobiert? Gibt es da irgendwelche Erkenntnisse? Will dir natürlich nicht was erzählen, was du schon kennst, aber ist halt im Forum schwer zu schätzen.

    Das mit Lauflicht ist eigentlich nicht wichtig, sondern WIE und WO du die neuen Elemente her holst. Ich mag manchmal mich einfach ungern wiederholen und wenns mit den Jazzern oder so zusammen geht, dann ist das eh besser. Bei sowas glaub ich schon, dass die ART und die eher kleine Vorbereitungszeit sehr gut mit FX und direktem Livespiel auf den Elementen der Groovebox sehr sehr hilfreich sind. Das dürfte was sein, wo die MPC noch nicht so ganz rankommt. Sie hat andere sehr coole Vorteile, aber dieser geht bei den Grooveboxen vermutlich an die TRibes, Machinedrums und so weiter. Das ist nicht so banal wie es sich anhört, denn das muss man erstmal in den Griff kriegen. Ich nutze da zzt die Synthese, die FX, den Startsampleknopf, die Steps, Realtime, Motion und somit wirklich einfach ALLES, was geht, um zu variieren. Das ist schon was, wo die Instrumente bestimmte Grenzen aufzwingen oder auch eben nicht. Und auch wenn die Engine der Tribes in dem Falle nicht die bestklingenste ist, so ist hier wohl auf Keyboardsamplerebene vielleicht der Microsampler noch ne Idee, wenn du mit Akustik arbeitest zB, ich denke dass das dann nicht mal wichitg ist, dass der kein Filter hat, denn du kannst sehr musikalisch dieses Zeug SPIELEN und da das Ding halt ein Realtimedings wäre, spielst du dann halt mit FX und Keyboard und vielleicht mit dem Sequencer rum. Das ist geschrieben leider superbanal, aber wenn du die Maschinen kennst, dann weisst du vielleicht was ich meine. Das Potential lässt sich da gut nutzen. Freu mich auch auf eine gemeinsame MPC Session, denn das wäre noch gut fürn Austausch. Kenn allerdings mehr das normale OS und Arbeitsweise, daher freu ich mich auch da auf Inspiration. Was übrigens die MPC VIEL geiler spontan kann ist DYNAMIK, Da musst du mit den TRibes und auch Elektrons viel mehr machen und ist im LIVEbetrieb rel. schwierig herzustellen, bei der MPC spielste halt nur dynamisch die Pads..

    Da wäre der Spectralis übrigens geil und die Maschine, die können da mehr, hast du dir die mal angesehen? Die sind sone Art MIschmasch, der Speckie ist mehr Lauflicht plus X, die Maschine mehr MPC plus etwas Electribe-Feeling wegen Lauflicht. Aber das Handling ist natürlich nicht ganz so direkt, weil du sehr viele Sounds adressieren kannst. Das geht aber mit Übung. Gibt da 3 Timingdinger, also nicht nur Swing und Tempo sondern noch so eine Betonungssache für den Swing. Mit deinem Background ggf. eine Alternative.

    Ja, Repro ist aufwendiger, also mit wiedererkennbaren und genauen auskomponierten Teilen oder komplett. In dem Falle würde ich sagen: Auf ner Tribe wirds schwer das alles hinzukrigen, mit der MPC schon eher. Aber ne Combo plus 1-2 Synths wäre ggf. gut und etwas Reduktion. Denke, dass man für Repro einfach MEHR Disziplin braucht und mehr Automation. Ich stelle mir nämlich da auch vor, dass da richtig tolle Modulationen Wie in der Studioversion sind und sowas. Da ist ggf. ein Teillooping, ggf. Ableton Live oder so ganz gut, grüble da übrigens auhc grade. Sehe da mehrere Ansätze, Hardwaresampleloopsdings, Computer oder halt eine Maschine mit viel Sampleplatz. Der Rest ist eher Fleiß.

    Es gibt bei mir Songs, die ich live nicht spielen kann mit meinem Standardset und will das auch ändern, zzt spiele ich alles polyphone von HAnd und einige andere Dinge gehen nicht und müssen ersetzt werden durch das was geht. Das ist etwas nervig. Hier denke ich an 1-2 Synths oder Samplerdinger mehr und die MX mehr als Abspieler nutzen. Die Programmanwahl wird dann natürlich ein bisschen Horror und ein paar Sounds müssten auf das Livegear umgebaut werden oder als Sample auftauchen. Eine ganz andere Sache wäre halt Computer und sync einer Groovebox daran, für Liveeinwürfe, aber das ist mir in Teilen irgendwie schon zu viel "abspielen". Eben weil Live mit MIDI nicht besonders toll umgeht und das einfach live zu schnell in die Hose geht mitm Timing. Da wäre also Audiokram angesagt und sich loopen, ggf. kannst du damit auch die MPC entlasten, da ist ein ganz netter Looper in Live. Für Repro schon gut, aber nicht so toll für eine Performance, die befriedigt. Aber das ist jetzt Geschmackssache und wieder sone komische Musikerehre-Sache. Willst du überhaupt einen Computer einsetzen? Das wäre noch wichtig, weil die Arbeit damit schon anders ist. Da wäre das MOEP Prinzip noch interessant. GGf. hat Psychotronic Bock, da was zu sagen, der macht da auch ALLES direkt live, sehr viel mit Reaktor. DIESES Prinzip könnte was sein, wäre auch am ehesten mein Ding mit Computern, denn das ist das Best-Of.. Und die andere Ecke könnte sowas wie Pyrolator macht mit Monome, schau dir mal seine Videos an, das ist Ablton und Monome und steuert dann Samples und Sampleteile an und verarbeitet die. Gibt noch mehr sowas, und das könnte bei der Repro helfen, ohne halt einfach nur was abzududeln..
    Wird aber rel. schnell mit M4L enden.

    So Nähkasten Ende, erstmal andere..

    Spiel mal was auf der Bühne mit MIDI ein, ohne da was manuell nachzuschieben mit Start/Ende etc. Finde das ziemlich doof gemacht, obwohl ich Live wirklich super finde. Mit Audio geht das recht gut, mit MIDI ist es wirklich übel im Handling im Vergleich mit div. Hardware und Lauflicht mit Realtimedings und das ist damit die Referenz, ist auch damit etwas Geschmackssache. Geb ich gerne zu. Ich krieg es jedenfalls nicht im Flow anständig hin und ich hab viel probiert. So, nun erstmal andere zu Wort kommen lassen, wollt nur nicht unhöflich deine Frage ignorieren.
     
  18. Moogulator

    Moogulator Admin

    ;supi:
    ja, gefällt mir, richte ich ein. Denke gute Themen werden dahin verschoben, ist Platz für ausführliche Berichte und ist etwas mehr Disziplin, ich würde Gelaber rausnehmen und werd auch gleich deshalb hier wieder still sein dazu und es umsetzen.

    Zum Thema zurück..
     
  19. Moogulator

    Moogulator Admin

    Fußnotenposting:

    MOEP oder auch M.O.E.P. - manually operated electronic performance. Also Realtime alles erzeugen, kein Ableton Live Audiofile abspielen. Sollte aus dem Verlauf des sonstigen Textes hervorgehen, Signatur von Psychotronic. Das Konzept erlaubt Loops, Verarbeitung, Echtzeiterzeugung per Algo und so weiter, nur eben kein Playpack oder Mute-Unmute Abfahrdings. Gehe davon aus, dass du also genau das willst.

    Machinedrum: Ja, die ist recht VA und klickig, das muss man irgendwie mögen. Hat halt nur einen guten Performancefaktor und ähnliche Automation wie Tribe (Motion Seq heißt da halt Parameter Lock)
    Allerdings 4 Takte max, etwas mehr Dynamikkrams. Wobei ja schon 4-5 Stufen schon helfen, siehe Reason Redrum, das Ding wäre ggf. auch eine Entlastung, aber man kann die Steps leider nicht auf nen Controller legen. Sehr sehr schade. Wäre sonst sehr cool dafür.
    Und eine Gearfrage wird das wirklich nicht, nicht grundsätzlich. Das kommt nur, wenn du einfach überall falsch liegen würdest und nur Sparversionen nimmst ohne Regler und so, da kostet es irgendwann, aber meist gibt es selbst dafür ja Controllerlösungen und sonen Behringer BCR haben wir alle stehen und so, sieht zwar nicht gut aus, aber tut seine Sache genau so gut. Da sollte also wenig Panik aufkommen.

    Die Möglichkeiten sind nur auch eng mit dem Wunsch liiert, weil du zB wenn du mit Realtime klar kommst und kein Step oder LAuflicht brauchst schon eine andere Auswahl hast oder man auch was mit Soft und Monome, Launchpad, M4L, Reaktor oder auch G2 bauen könnte, ich denke hier auch an Algo-artige Sachen. zB eine schlaue Maschine, die Hihatfiguren macht und mit 2-3 Reglern quasi ein sinnvolles Muster macht oder sogar noch den Sound beeinflusst der die Funktion der Hihat und die Frequenzen abdeckt. Es könnten auch etwas mehr sein. Oder eine Taste, die gedrückt das Muster "vorwiegend 8tel aber am Ende bisschen variiert" macht oder sowas. Das wäre etwas, wo ein einfacher Sequencer mit modularaspekt cooler werden könnte. Denke dabei an Numerology, den G2, Reaktor oder sowas..

    Das kann auch eine permutation von Bassläufen und so weiter sein. Ebenso etwas, was gleichzeitig auf den Sound wirkt. Und dazu braucht man dann aber eben eine der genannten Dinge oder ggf. analoge Stepper, die das vorhandene Zeug verämoduliert. Das kann auch knallhart ein Abgriff an das Poti sein eines Synths und so weiter. Modsequencer geschickt nutzen wäre da das Stichwort, aber auch ein sehr kleines Modulsystem mit Logikmodulen und Sequencer und sowas. Auch für Variation von Figuren und Mustern oder um Zeit zu gewinnen. Das ist very speziell, aber vielleicht was für dich?
    Hab selbst vor damit wieder mehr zu machen, habe das wegen des gewählten Gears nur in Teilen machen können, aber setze es bereits ein.. Das kann auch sowas saudämliches wie geloopte Hihats sein, die durch die Loopverschiebung einen anderen Groove bekommen und so weiter. Also sich trennen von Loops, One Shots und so weiter.
    Nutzer von Electribes, V-Synth, G2, REaktor, Numerology und so weiter können das probieren. GGF reicht da auch einen VCA geschickt zu steuern und die Einzelausgänge der Groovebox sinnvoll zu routen über diese Dinger. Wir haben das damals auch bei dAdA-iNN verteilt, es gab eine zentrale FX Maschine für Breaks und sowas, so war auch ohne Handeln der anderen möglich, mal einen Break einzubauen.

    Das geht sicher etwas weg vom Repro, aber wenn der Song auch so angelegt ist, steht dem als Methode auch nichts im Wege.
    Ist natürlich mehr was für Sampler, Phrasendrescher und Looper.

    Dynamik: Das würd mich interessieren. Kannst du das noch etwas genauer ausführen? Beim Speckie und Maschine gibt es sone Vorwahl und der dann gespielte Step hat dann diesen Vorgewählten Wert, es gibt bei Maschine mehrere, so kannst du dann rel. schnell 2-3 Standardwerte für Velocity setzen ansonstne Poti einstellen und den Step halt setzen. Bei der MC909 ist das sogar mit dyn. Pad möglich, aber man muss sie anhalten, daher ist das nix für Live, aber fürs Studio kann man das machen.
    Zum Thema Dynamik würde ich gern was hören, ich muss da immer Vol automatisieren oder ähnliche Tricks machen oder den komischen Kompressor nutzen..
    Das ist bisschen doof. Da wäre obiges auch noch eine Option, also einen Stepper im G2 zB nur für einen Einzelausgang der Tribe für Instrument X oder Y, um da einfach die Dynamik besser in den Griff zu kriegen LIVE.
    Bessere Ideen?

    Thema Patternwechsel:
    Achja: die Machinedrum hat einen Speicher, der quasi überschrieben wird von der Performance. Ebenso Xbase (Jomox Sachen). Das bedeutet: Da kannst du diese durchlaufperformance mit machen und hast aber nachher ein neues Pattern im Speicher und hört damit dann auf. Bei den anderen Maschinen ist es halt ein Ding im Speicher und wenn du Write drückst wird es erst zu dem, was du jetzt gemacht hast.
    Ich finde das für Repro nicht so gut, da müsste man also die Urzustände extern abspeichern und kommt mit verorgelten Patches dann nachm Gig wieder.
    Kann aber auch Vorteile haben, es gibt halt keinen Write-Knopf bei denen.

    Losrattern bei MPC, das muss ich mir mal ansehen, vielleicht gibt es da ja irgendwas, wie man das vorbereiten oder Muten könnte oder gemutet einspielen?
    Bei den Tribes gibt es zB eine stumme Anwahl und Mutes und wenn man schnell genug ist, kann man die Mutes während des Lockings ummuten. Das ist aber dann halt ein anderes Pattern und nicht mehr das Durchlaufprinzip mit einem Pattern. Ich wechsele aber diese Konzepte und mach nicht nur eins davon, zB kann man sich ein passendes Soundkit schon vorbereiten oder ein paar Muster und diese auf diese PAttern-Performance legen, das ist quasi eine Direktaufruffunktion von 16 Patterns, die vergleichbar ist mit den Programm-Chains beim JX8P zB,
    Bei den Elektrons gibt es sogar eine Reihenfolgen Ablauffunktion und bei Jomox kannst du mehr als die Steps des gewählten Patterns anwählen und die Nachbarpattern sozusagen mitnutzen.
    Welche Längen brauchst du? Das ist da dann auch wichtig. Ich mag eher mind 4 Takte, wegen der Auflösungen und so, bin ja rhythmisch eher beim DnB, Jazz und Elektro, was ne komische Mischung ist. Und Meldoien mit den Tribes sind max 8 Takte. DAs nervt manchmal, nur mit dem Songmode gehts länger, der ist aber im laufenden Betrieb umschaltbar.
    Mag aber den Songmode nicht so sehr,..

    Verwendest du was mit Songmode und gibt es da irgendwas? Da habe ich bisher immer nein gesagt zu..
    Der Songmode könnte was komplexer und arrangierter machen und man kann ja immer noch eingreifen und auch aus dem Song rausspringen. Die Tribes gehen dann aber auf das Pattern ,was du im Pattern Mode zuletzt hattest, was ein musikalisch eklatantes Zwangwechselspiel sein kann. Weiss nicht, ob jemand damit gut klar kommt?

    Bisher finde ich das Vererben mit umbau eines einzigen Patterns einfacher oder man sichert 2-3 Versionen direkt daneben im Betrieb und arbeitet damit, dann kann man auch auf die alte zurückspringen, solltest dann nur wissen wo genug Platz ist dafür und dir das am besten immer gleich hinlegen: links daneben 2 Plätze für Vari, leer, rechts 2 vorbereitete Versionen, eine hart, eine soft oder sowas.
    Da das im laufenden Betrieb geht, ist das dann mit der Vererbung einfacher. Keine Ahnung, ob das mit den MPCs geht grade..
    Sehe darin eine Möglichkeit das Problem noch am elegantesten einzukreisen.

    Das ist wohl das Äquivalenz zur Second Sequenz, die du erwähnst. Die Tribes sind sehr einfach und superlinear. Das ist etwas schade, da muss man halt wirklich mit externem Zeugs kommen, wenn man das anders will oder mit sonem Clockwork und ner zweiten Tribe, die vielleicht triolisch taktet via MIDI, sowas stell ich mir musikalisch sehr gewinnbringend vor..
    Hab das aber noch nicht da gehabt, kostet ja auch Geld. Die meisten DEmos dazu sind nicht so gut, aber es gibt eins mit ner Tribe, Schau mal rein. Flame Clockwork müsste als Suchbegriff reichen.

    Programms: Ja, das ist natürlich eine Architekturfrage, da kann man nicht mehr als sich an eigene Konventionen halten: BD auf Pad 1 und 2 und so weiter..
    Und im Speicher zum WECHSELN am besten auch vorn die BDs, dann SDs und so weiter.. Grundwellen sind bei mir in der Mitte und Metallgedengel davor und so weiter. Man kann also auch komische Systeme haben, wenn man sie halt kennt.
    DAs Umschalten der Kits ist vermutlich in der MPC nicht vorgesehen, so wie sich das liest. Das ist also was, wo man sich einfach mit arrangiert. Ja, denke ein Programm pro Dings ist da hilfreich, bestenfalls noch ein kleines Kit, weiss nur nicht, wie das sich organisieren lässt schnell und sinnvoll bei komplexeren Sachen, müsste ich mir nochmal ansehen im Detail.

    Zitieren: Ja, KP3 ist nett, aber die Ersetzung der Slices ist einfach nacheinander, dh Teile aus einem Gesamtsample werden saudoof hintereinander gepackt und nicht in der Reihenfolge mit Pausen. Dh: da musst du dann mit den 4 Samplepads einfach doof absamplen und das dann verarbeiten so in dem Sinne wie ich das meinte zu mindest, vielleicht gibts ja bessere Methoden.

    FXe: Naja, es ist ja auch denkbar besonder gern genommene FX schon mitzubringen, zB halt nen HAll, je nach Set kann es ja auch sein, dass das auch nicht viel Aufwand ist oder ein besserer Hall irgendwo sonst noch drin ist. Ich finde RACKS ganz anders als Desktopgeräte zu organisieren für den AUFBAU. Das Thema ist ein Kapitel für sich, denn das muss ja auch so platziert werden, dass du das live gut spielen kannst, und manhcmal ist es auch netter, wenn man dies oder das links oder recht stehen hat und so weiter. Dadurch ergibt sich eine Konstruktion und bei mir ist das nicht immer gleich, weil ich eben für Solo leicht unterschiedlich und für alles andere generell immer andere Sets mitnehme (Menge und Platz spielt da eine Rolle und Ziel und Funktion in der Band oder Jam).
    Da will man sicher kein großes Rack und sonstewas mitschleppen. Ggf. gibt es da halt vielleicht 2 oder 3 Setvariationen und mal mit und mal ohne FX oder mit oder ohne Computer, der übrigens auch ein gutes fX Ding sein könnte. Wenn der Computer gar nicht so das ÜBLICHE macht (Ableton mit irgendwas) sondern zB 1-2 Synths und Controllerverdrehung und Algorhthmisierungen mit Numerology, dann wäre das ja nicht doof, da die FXe zu machen dann braucht man ggf. keine dicken Racks mit Synths und hat halt da seine Klangerzeuger oder einen Teil drin. Das wäre eher so mein Ansatz, Ableton ist mir pers nicht "live" genug und grade bei der Steuerung zu wenig "Moep" (verzeih mir den Ausdruck).

    So, wieder superlang, verdauen bis morgen..
     
  20. Bin grad auf arbeit und geb nur mal schnell ne antwort.

    @dumduram

    Stur dran halten nicht. Ich stell das erstmal so ein, und beim spielen bearbeite ich es teilweise oder "jamme" im rahmen des liedes mit den sound.
     
  21. Ja, ich habe in meinen late Teens & early Twens Rock-Musik gemacht (Mitte 70-er bis Anfang 80-er). Stilistisch war und bin ich im ProRock angesiedelt, und da ist eine "Keyboard-Burg" seit den End-60-ern weit verbreitet:



    So sah das in den 70-ern aus (da hat wirklich jemand ein verkleinertes Modell des Set-up's gebaut ;-) )



    Das waren die 80-er/90-er



    Und so sieht's heutzutage aus.

    Was man auf den Bildern seit den 80-ern nicht sieht, sind die Rack-Versionen, die teilweise unter der Bühne standen. Und das ist heute auch noch üblich - mit entsprechend aktualisierter Technig - von SAGA bis Schiller (um eine große Stil-Bandbreite anzugeben).

    Im Proberaum sind's hier und dort deshalb noch mehr, weil beim Song-Schreiben noch nicht klar ist, was man für Sounds und Tastaturen braucht. Wenn eine Set-List fertig ist, wird für die endgültigen Proben (ja, das macht man so bei Bands) das Synth-Set-up angepasst und reduziert auf die Geräte, die wirklich benötigt werden.

    Man spielt ja Musik, was auf den Tastaturen und mit den Controllern realisiert wird. Enthalten darin ist sicherlich auch, Sounds live während des Spiels zu verändern, was aber eine eher geringere Bedeutung hat. Die Keyboarder waren früher zwischen den Songs damit beschäftigt, an allen Instrumenten die Sounds einzustellen, die für den nächsten Song benötigt wurden, und während den Liedern Soundeinstellungen zu optimieren oder zu korrigieren - ein Umstellen zwischen den Liedern war zunächst kaum möglich (erst mit der Technik zum Speichern von Sounds). Alle Instrumente in der Anlage mit Midi zentral - quasi mit einem Knopfdruck - selbst umzustellen wurde von Wakeman stark entwickelt. Heutzutage geht das eben über einen Rechner (oder weiterhin über einen Keyboard-Roadie :mrgreen: ).

    Band-Keyboarder spielen ganz anders und haben andere Anforderungen als Solisten oder reine "Elektroniker". Man kann z.B. nicht eben mal einen Sound, eine Melodie oder das Tempo ändern, weil klangliche Durchdringung innerhalb der Band klar verteilt sein muss (Frequenzbereiche - wer soliert wann oder spielt wann ein Intro, etc.), weil Melodie-Themen einzuhalten sind (Solos mal ausgenommen), weil alle dieselbe Geschwindigkeit haben müssen und spontane Änderungen selbst prozessorgesteuert (Midi-Klick) nicht unabgesprochen laufen. Live ist halt doch nicht gleich live ;-) .

    Insofern bin ich hier wohl ziemlich alleine auf weiter Flur und werde mich erst mal auf's Mitlesen beschränken.
     

    Anhänge:

  22. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ehrlich gesagt, kann ich aus dieser Beschreibung noch nicht genau nachvollziehen, woran es im Endeffekt scheitert, dafür müsste die Beschreibung etwas technisch präziser sein. Zum Beispiel, erst nennen was das genaue Ziel ist, ok, Aufnahme von Midi, ABER

    1. Aufnahme wohin, in ein Midi-Clip in der Session Ansicht oder in der Arrangement Ansicht
    2. Midi Events, nur Noten, oder auch CC, Pitchbend und Program Change mit Bank Select
    3. Mit Vorquantisierung bei der Aufnahme oder ohne Vorquantisierung
    4. Loop-Länge, immer gleich wie 1..4 Takte oder immer variabel
    5. Wie ist das Routing der Midispur, was ist Input und was ist Output, d.h. wohin gehen die Signale, direkt in einen Synthesizer oder erst noch durch andere Midispuren?

    Du hast oben erwähnt "ohne manuell nachzuschieben", d.h. Du warst mit der Aufnahme nicht komplett zufrieden und willst noch etwas korrigieren. Wenn mir die Aufnahme nicht gefällt, einfach löschen, neu aufnehmen, bis mir die Aufnahme gefällt, d.h. bis es für meine Ohren insgesamt im Kontext gut/interessant klingt. Wieweit kommst Du nach so einer Problemsituation, kann Live dann z.B. 95% des Problems lösen und es fehlen nur noch die restlichen 5% oder anders, die genaue Problembeschreibung fehlt. Ohne genaue Problembeschreibung kann man leider nur so grob antworten, na gut hier wird auch nicht die Spezifikation eines Produkts entwickelt, aber genau sowas wäre hier halt sehr nützlich, je genauer umso besser.
     
  23. Naja, das kann man so oder so sehen. Ich komm ja jahrgangsmäßig auch völlig aus der Band+Keyboardburg-Ecke, aber irgendwann hat mich das total genervt, dass ich das, was technikmäßig gegangen wäre, fast nie mit den Bandkollegen unter einen Hut bekam; und umgekehrt, bzw. dass ich einen Riesenaufwand für wenig musikalische "Rendite" betrieb. Da hab ich irgendwann beschlossen, den technischen Aufwand nur noch für Elektronik-Musik zu betreiben, und im Bandumfeld mich instrumentell total zu reduzieren. Das war dann einige Zeit die Gitarre und soll jetzt das E-Piano werden (siehe Wurlitzer Thread). Die Reduktion hängt aber auch damit zusammen, dass ich mit dem ganze ProgRock- bis Bombastrockgetue musikalisch nichts mehr anfangen kann. Wenn man in einer Band lieber Prefab Sprout als ELP nachspielen will, dann reichen eben auch ein Piano und (für ganz viel Luxus) ein Padsound.
    Die Anforderung im Bandumfeld kann also auch ganz einfach sein: Hinsetzen, losspielen.
     
  24. Gibts denn eine einfache Möglichkeit bei der Erstellung eines neuen MIDI-Clips die Looplänge festzulegen? Meines Wissens muss ich immer erst einspielen und kann dann nachträglich die Länge setzen (ausnahme: ich habe mit viel Glück bei der exakten Looplänge stopp gedrückt)
     
  25. Du spielst aber trotzdem auf dem E-Piano im Band-Umfeld ganz anders als bei einer Elektronik-Musik-Aufführung. Und Du hast, wie Du ja auch schreibst, andere technische Gegebenheiten in den beiden Fällen. Nichts anderes habe ich geschrieben.
     
  26. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ob es für Dich einfach ist, weiss ich nicht, für mich schon: Das Feature nennt sich INITIALIZATION oder kurz INIT, d.h. frau beginnt ein Pattern oder eine Aufnahme *nicht* von NULL, sondern von irgendwas was grösser als Null ist, z.B. ein Clip, was schon genau die Eigenschaften hat, die frau gerne hätte: Hier in diesem Beispiel eben die richtige Looplänge. Ich bezeichne diesen Clip hier als Init-Clip.

    Jetzt muss man nur noch beide Ideen verbinden über copy + paste, d.h. Init-Clip kopieren in das "Recording-Clip-Slot in der Session Ansicht".

    Diese richtige copy + paste Arbeit kann man automatisieren, und zum Beispiel auf die Tasten F1..F4 legen für Loop-Längen von 1..4 Takte, ESC würde die UNDO übernehmen und schon könnte man schnell damit arbeiten, wenn nach mehreren Loop-Aufnahme-Läufen das letzte Take T nicht zeitlich genau gepasst hat, einfach einmal UNDO aufrufen und schon wird Take T-1 gespielt.

    Eigentlich sollte ja Live solche Funktionen von Haus aus unterstützen, aber Max4Live und APC40 sind die angeblichen Wundertüten. Vielleicht hat man bei Ableton noch nicht begriffen, dass das Setzen der Looplänge vor der Aufnahme wichtig ist für die Praxis, neben vielen anderen wichtigen Punkten. :gay:

    Fruity-Style ersetzen der Noten bei zeitlichen Überlappungen wäre auch wichtig, d.h. auch wenn nur eine Note überlappt, sollten trotzdem alle anderen Noten in diesem Zeitabschnitt mitgelöscht oder -gekürzt werden. Könnte man auch als "Replace-Time" Funktion bezeichnen.
     
  27. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich sehe es so: Es muss passen und gut klingen. Der Rest ist egal, ob manuell oder über Sequencer oder sonstige Tricks gespielt, wenn es passt und gut klingt warum nicht? Damit es passt und gut klingt ist normalerweise die Echzeit-Kontrolle wichtig, beim Klavier entscheidet man mit zwei Händen und maximal 10 Fingern pro Nase darüber

    1. Wann ein Signal kommt
    2. Welches Signal kommt, z.B. welche Note(n), welcher Klang
    3. Welche Energie das Signal hat, d.h. die Lautstärke
    4. Wann das Signal wieder verschwindet, d.h. Verlauf der Lautstärke, z.B. Mute oder Fade-Out mit bestimmter Fade-Länge.

    Echtzeit-Kontrolle ist aber nicht bloss mit zwei Händen und 10 Fingern möglich, es gibt auch unendlich viele andere Methoden, die auch in höheren/abstrakteren Ebenen arbeiten können. Eine wichtige Idee ist für mich ob man nur einen Zeitpunkt oder einen Zeitbereich, d.h. somit auch die Zukunft in Echtzeit kontrolliert.
     
  28. Aah, das ist der Zaubersatz! Damit hab ich mich noch nicht beschaeftigt. Dann ist das natürlich cool.


    Ich hab noch keine aktuelle Version. Wie ist das denn mit der Looper-Funkionalität, die angeblich in der neuen Version drin ist?
     

  29. Darüber hatte ich schon einmal nachgedacht. Vorallem über ein schlagzeuger. Aber leider kenn ich kein der das machen würde.

    Generell lese ich hier in einigen beiträgen einen gepflegten hang zur bühnen ästhetik^^
    Daraud bezogen muss ich auch sagen das ein außenstehender es nie verstehen wird was und wozu wir knöpfchen drücken.

    Wenn ich heim bin gibts nen längeren post.

    ^^
     
  30. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich auch nicht, erst wenn Version 9 herauskommt, darf man auf 9 - 1 = 8 umsteigen, falls die richtigen Features dabei sind und fehlerfrei funktionieren, d.h. ohne alte Features zu zerstören.

    Zum Glück gibt es noch die Live-API und Menschen, die etwas davon verstehen.
     

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