Lötstation ?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von XeroX, 12. Mai 2007.

  1. XeroX

    XeroX Tach

    so,

    jetzt hab ich mir alle "lötstation treads" durch gelesen und kann mich als absoluter einsteiger nicht entscheiden.
    meine auswahl hab ich damit schon etwas eingegenzt, da ich nicht mehr als 150€ ausgeben kann.
    die folgenden 3 stationen stehen zu wahl !
    aber vieleicht habt ihr ja noch eine anderen idee ;-)
    oder muss es wirklich die LÖTSTATION WS 81 sein ?

    1] - LÖTSTATION ERSA ANA60
    2] - LÖTSTATION ERSA RDS 80
    3] - LÖTSTATION WTCP 51 - WELLER

    bin für jede anregung dankbar !
     
  2. tomcat

    tomcat Tach

    Die innenbeheiten Spitzen der Ersas sind das modernere und effizientere Design. Hab seit Ewigkeiten Ersa Stationen und Lötkolben.
     
  3. -FX-

    -FX- Tach

    Habe die Analog 60 un bin eigentlich sehr zufrieden. Allerdings löte ich immer noch mit bleihaltigem Zinn, für bleifrei werden dann eher ab 80 Watt empfohlen ...
     
  4. serenadi

    serenadi Tach

    Hab' seit gut 30 Jahren eine Weller Magnastat. Der Kolben hat noch immer das gleiche Heizelement (alle Ersatzteile gibt es heute noch).

    Von Ersa hatte ich mal so ein kleinen 220V Kolben, der hat nicht gut in der Hand gelegen.

    Aber bei den Stationen ist es imho piepegal.
    Kannste Dir jetzt aussuchen. :D
     
  5. hab mir vor einiger zeit die RDS 80 geholt und bin sehr zufrieden damit
    der PAiA 9700 verdankt seine funktion unter anderem auch diesem lötkolben :)
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich habe vor fast 30 Jahren mit nem billigen Lötkolben Akkus für Modellflugzeuge gelötet.
    Naja, eigentlich zusammengepappt ;-)
    Ich dachte immre ich kann nicht löten.

    2-3 Jahre später konnte ich dann im Gexchäft wo ich war mit ner Weller Station löten .
    Und plötzlich lötete ich wie ein Profi ;-)

    Drum habe ich jetzt als ich richtig mit löten anfing, ne Weller gekauft.
    Ich wollte einfach auf nummer sicher gehen. Ich wusste aber auch dass es was "festes" wird.
    Ein hobby füre vile Jahre.

    Dass man mit billigen Lötkolben nicht löten kann darf man aber nicht generalisieren.
    Der richtige Kolben mit dm richtigen Lötzinn, und dann passt das schon!

    Überhaupt: Das Lötzinn sollte man nicht unterbewerten.
    Und ich vermutete früher schon dass mein damaliges gepappe auch sehr viel mit dem lötzinn zu tun hatte.


    btw.: manchmal funzts auch heute nicht so.Mal muss ich heisser löten mal weniger heiss.
    Allerdings gehts vile besser seit ich 0,7mm lötzinn mit silberlot habe.
    0,5mm war mir zu dünn, 1mm zu dick
    ( das mit dem Silberlot wurde hier auch schon als Tip genannnt von einem der erfahrenen löter )

    Wechselbare spitzen könnte noch ein wichtiger Punkt sein.
    Guck dass du was nimmst wo es auch ganz feine spitzen gibt.
    Und Heizelemnte weit vorne bei der spitze eingebaut ist sicher auch ein grosser Vorteil, bzw. nicht verkehrt.
     
  7. XeroX

    XeroX Tach

    @Funky40, welche weller hast du denn ?
     
  8. tomcat

    tomcat Tach

    Btw ich arbeite jetzt mit einer Ersa iCon, die ust der Hammer. Auch preislich leider...
    Superkleiner Lötkolben mit 150W. Heizt so schnell auf das ist unglaublich. Das Gerät ist ein Traum.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    WS 81

    edit:
    mien bester freund lötet mit der bei der arbeit. Früher hatte er ne WU 51.
    Aber für unsere Platinchen tut es auch was einfaches günstiges.
    Ich würde einfach schauen dass du Rückgaberecht hast.

    viele (halb)profis löten mit einfachen Stationen oder teils soagr mit Lötkolben.
     
  10. ChromaMan

    ChromaMan Tach

    Hallo Tomcat,

    habe auch noch die alte ERSA 60 Lötstation und schaue nach was neuem.

    Doch ist die Ersa ICON mit ca 470 Euronen (Unverbindliche Preisempfehlung)

    auch der Hammer in Tüten für den Geldbeutel wie Du auch schreibst.

    Werde doch mal bei Weller schauen.
     
  11. tomcat

    tomcat Tach

    Ja die iCon liegt in einer anderen Liga.

    Die 2000er sind aber auch schon mehr als ausreichend (kosten 270 mit Powertool), vor allem wenn du dir die verschiedenen Lötkolben dafür ansiehst. Das wäre meine nächste Wahl gewesen ... blöderweise hab ich mich dann in die icon verschaut und bereue es keine Sekunde totz der 440 Euronen.
    Die RDS80 mit LCD gibts grade für 120 wie ich gesehen habe. Dürfte für den Semiprof. Bereich auch völlig ausreichend sein.

    Ich hab meine von radiostore.de, die haben da ganz gute Preise.

    Die kleineren Stationen sind auch nicht schlecht, hab eine alte Ersa Lötstation auch noch in Benutzung, die hat so 20-25 Jahre am Buckel und noch immer den Original Lötkolben (neue Spitzen, klar).

    Auf die Nutzungsdauer umgelegt ist selbst eine icon dann nicht mehr so teuer.

    Ich hab mich letztes Jahr ein bischen umgeschaut und mir auch die Weller angesehen. Mir gefallen die Ersas trotzdem besser, ist auch kein US Produkt ;-)

    Die innenbeheizten Spitzen die Ersa verwendet dürften auch das bessere System sein. Gerade die kleinen Weller sehen aus als kommen sie aus den 80ern :?

    P.S. ich hab schon mit allem möglichen, bis hin zu Gaslötkolben gelötet. Hab auch noch ein paar Ersa 25W Lötkolben die ich verwende wenn ich irgendwo mal was löten muss (auch Multicores mit den Neutrik Steckern) und nicht eine Lötstation rumschleppen will. Aber es macht schon unglaublich viel mehr Spass mit einem guten Werkzeug zu arbeiten. Es gibt auch Tool GAS! :?
     
  12. Neo

    Neo bin angekommen

    Funky40
    Marke ? Woher ?
    Bin auch gerade dabei einzusteigen. :)
     
  13. JuergenPB

    JuergenPB Tach

    Ich nehme auch bleihaltiges Zinn und werde auch dabei bleiben! Es wird ja weiterhin produziert, da Reparaturbetriebe dies weiterhin verwenden dürfen.
    Für neue Boards kann man (wenn man will) auf bleifreies Lötzinn zurückgreifen.
    Man sollte aber niemals beides Mischen. Wenn eine kalte Lötstelle nachzulöten ist oder sonstwie Reparaturen ausgeführt werden müssen, immer das gleiche Zinn verwenden, daß sich schon dort befindet.
    -----------------


    Aber zum Thema Lötstation

    Derzeit habe ich eine Billig-Lötstation (hat so um die 25,-€ gekostet). Regelbar 150-450°C; 45Watt. Ich bin überrascht, daß es damit recht gut klappt.
    Das ganze war ein "Notkauf", da meine Ersa 100km entfernt bei meiner Mutter steht, die damit ihrem Tiffany-Hobby nachgeht :roll:

    Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Lötspitzensystem: bei einem wird die Lötspitze über den Kolben geschoben, bei dem anderen System in den Kolben.
    Die Ersa hat das erstgenannte System, die jetzige das zweitgenannte. Mit scheint, daß das erste System eine etwas bessere Temparaturübertragung und -stabilität bietet.
    Das kann natürlich auch an der Station liegen.
    :roll:
     
  14. Ich hab seit 5 jahren eine Weller WHS 40 und bin super zufrieden mit.
    Das Ding hat einen 18V-Lötkolben, leistet 40 Watt, Temperatur ist stufenlos regelbar zw. 200°C und 450°C.
    Für Platinenlöten habe ich mir extra eine dünne Lötspitze gekauft und es geht wunderbar. Allerdings ist bleifrei Löten nicht so gut, dafür leistet sie einfach zu wenig. Aber für 1mm bleihaltiges Lötzinn sehr gut.

    Die kriegt man für 65-70 Euronen und auch als WHS 40D mit Temperaturdisplay.
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vom örtlichen shop
    die Marke ist nicht mehr erkennbar da der Aufkleber abgerissen ist.
     
  16. XeroX

    XeroX Tach

    also,

    ich hab mich jetzt für die Ersa Digital Lötstation RDS 80 entschieden.

    was für lötspitzen sollte ich mir noch mitbestellen ?
    welches lötzinn / zubehör was noch nützlich sein könne ?
     
  17. tomcat

    tomcat Tach

    Bleistiftspitze!!!! Unbedingt. Ich löte mit so einer seit Ewigkeiten, hab am Anfang bei der icon versucht mal mit der Meisselspitze zu löten (muss ja für was gut sein wenns überall dabei ist), geht nicht schlecht, aber für Prints ist die Bleistiftspitze am besten. Müsst nachsehen welcher Durchmesser.

    Tip Reactivator (Ersa)

    Tip Reiniger (mit Kupferwolle drinnen)

    Ersatzschwämme für den Lötkolbenhalter (immer gut wenn man welche zur Hand hat)

    Lötzinn: Stannol HS10? Serie. Genial. Ist eine Spur aggressiver (Flussmittel) und funkt daher auch gut für Reparaturen, Kabel,... und braucht man nciht abwaschen. Ich hab 1mm (verwend ich immer) und 0.5er (schau ich immer an) ;-)
    Ich kann dir dann die genaue Bezeichnung raussuchen. Gibts glaub ich mittlerweile auch in bleifrei, ich hab aber die Bleivariante mit dem roten Etikett

    Aja: und eine zweite Spitze, für bleifrei, falls du das mal vor hast
     
  18. XeroX

    XeroX Tach

    das wäre nett,
    wenn du mir noch den durchmesser sagen könntest.
    und auf was man sonst noch so achten sollte.

    am liebsten wären mir ja gleich die richtigen bestellnummern ;-)
     
  19. tomcat

    tomcat Tach

    Alles bis auf das Lötzinn hab ich damals vom Radiostore gekauft. Lötzinn schau ich dir nach.

    Den Tip Reaktivator von Ersa erkennst eh, da gibts nur einen. Möglicherweise hab ich den aber auch bei Conrad gekauft.

    Diesen Spitzenreiniger mit der Metallwolle findest auf der Website vom Radiostore. Ist ein Chromgehäuse (massiv) mit goldfarbenem Metallfederwollenzeug drinnen. Funkt sehr gut die Kombination der beiden Produkte.
     
  20. tomcat

    tomcat Tach

    Radiostore:

    0TR01 Tip Reactivator

    Lötzinnabstreifer Metall

    Und als Bleistiftspitze hab ich eine 1mm genommen.

    P.S. der Lötzinnhalter ST51 ist unbrauchbar.

    ---

    Stannol HS10, 1mm, S-Sn60Pb40
     
  21. JuergenPB

    JuergenPB Tach

    Sn60Pb40
    "Schmelzpunkt": 183/235°C (*)
    Widerstand: 0.2 Ohm*mm²/m

    Sn60Pb38Cu2
    "Schmelzpunkt": 180/190°C (*)
    Widerstand: 0.086 Ohm*mm²/m

    (*) Beim "Schmelzpunkt" sind die beiden Temparaturen die Solidustemparatur und die Liquidustemperatur. Je weiter diese beiden Temparaturen auseinander liegen, um so größer ist die Gefahr einer "kalten Lötstelle", da das Lötzinn zwischen diesen Temparaturen eine breiige Masse bildet, die zwar "pappt" aber nicht "festlötet". Das hat vermutlich jeder schonmal unfreiwillig erlebt, daß er einen flüssige Lötzinntropfen hatte, der aber nicht kleben blieb, sondern der gelartig war und den er wabernd hin- und herschieben konnte.


    Dann gibt es noch verschiedene Flussmittel. Meist steht eine von folgenden Bezeichnungen drauf:
    1.1.2 (früher: F-SW26): Kolophonium, mit Halogenen
    1.1.3 (früher: F-SW32): Kolophonium, ohne Halogene
    2.2.3 (früher: F-SW34): organische Verbindungen, ohne Halogene



    Ich nehme meist Sn60Pb38Cu2 (1mm Ausführung) - und zwar von Stannol den Typ "2630":

    Zum HS10 liest man:

    Zu gut Deutsch:
    Das 2630er lötet sich schneller und einfacher :lol: Das ist auch logisch, da es einige mehr an Flußmittel enthält und die notwendigen Temparaturen etwas niedriger liegen und enger beieinander liegen. "Kalte Lötstellen" gehören damit der Vergangenheit an ;-)
     
  22. XeroX

    XeroX Tach

    :respekt: . . . und danke jungs !

    damit ist mir schon sehr geholfen.
    dann kann ich ja am montag bestellen !
     
  23. Ich geb mal noch einen Budget-Tipp: bei ETT-Online (Elektroversand mit etwas merkwürdigem Ruf, überall halbnackte Badenixen neben den Autoradios) gibt's eine kombinierte Löt-/Entlötstation für um die 100€. Qualität ist niederste Chinaproduktion, aber wenn die mal funktioniert (habe meine nach der ersten Retoure dann einfach selber repariert, bevor ich das Ding ein zweites Mal zurückgeschickt hätte), gibt's bei dem Preis nix zu meckern. Mit der Pistole hat mal DILs im Nu rausgelötet, wirklich praktisch.

    Das Ding heißt Digitales Lötcenter "Digital 917" Lötkolben + Löt- und Entlötpistole, Artikelnr. 1540166. Und am besten gleich Ersatzspitzen mitbestellen, die haben ein merkwürdiges Format.
     
  24. XeroX

    XeroX Tach

    danke für den tip !
    aber das ist mir zu heikel.
    da ich erst mit dem löten anfange, sollte alles verlässlich sein. damit ich die fehler bei mir suchen muss und nicht an den tools.
    aber ich schaus mir mal an .... ;-) .... auf jeden fall die badenixen :cool:
     

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