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Musik man kann heute mit dem größten Unsinn Geld verdienen.

Nur Musik ist hier gefragt, pur! (nicht die komische Band, sondern…)

Bernie

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Deutsche Oper Berlin, Karlheinz Stockhausen, Oper „Mittwoch aus Licht“, 19.09./ 20.09./ 23.09./ 26.09./ 27.09.26.

Aufführung des Helikopter-Streichquartetts von 1993.

„Licht“ von Karlheinz Stockhausen ist ein Zyklus von 7 Opern der Wochentage, die Stockhausen in 25 Jahren mit einer Gesamtspielzeit von 29 Stunden komponierte.
Die Deutsche Oper zeigt in 5 Vorstellungen „Mittwoch aus Licht“, eine extrem seltene Aufführung der Musik von Stockhausen.
Das in "Mittwoch aus Licht" integrierte "Hubschrauber Streichquartett" wird am 05.09.2026 auf dem Flughafen Trebbin in Brandenburg umgesetzt.
Bitte lasst es doch sein!
 
  • HaHa
M.i.a.u.: MartYATARI
Verstehe ich nicht - man konnte doch schon immer mit dem größten Unsinn Geld verdienen. Vor allem konnte man ihn auch schon immer machen oder anderen dabei zusehen. Ist doch super.

Ich habe mal einen Teil von Donnerstag aus Licht auf Kampnagel gesehen. Hat mir richtig gut gefallen. Wenn es nicht in Berlin wäre, würde ich sehr, sehr gerne auch am Mittwoch hin gehen!

Das mit den Hubschraubern wäre mir allerdings zu laut. ich arbeite in der Nähe des Flughafens. Da habe ich schon genug Luftfahrt über mir.
 
Das mit den Hubschraubern wäre mir allerdings zu laut. ich arbeite in der Nähe des Flughafens. Da habe ich schon genug Luftfahrt über mir.
Das mit den Hubschraubern wäre mir allerdings zu laut. ich arbeite in der Nähe des Flughafens. Da habe ich schon genug Luftfahrt über mir.
Viele Werke von Stockhausen sind großartig, manche echte Meisterwerke.
Für das Konzert mit den Helikoptern ist allerdings jeder Liter Sprit umsonst verblasen. Das ist der größte Schrott
 
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M.i.a.u.: D-Joe, dhinda, Scenturio und 6 andere
Für das Konzert mit den Helikoptern ist allerdings jeder Liter Sprit umsonst verblasen. Das ist der größte Schrott

Sagen wir so, die Komposition des Streichquartetts selbst ist Geschmackssache.
Der ökologische Schaden (Lärm und CO2-Ausstoß), der mit der bisherigen Aufführungspraxis einhergeht, sollte und könnte mit dem heutigen Verständnis zu diesen Sachverhalten vermieden werden.
 
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M.i.a.u.: D-Joe, qwave, Whych und 10 andere
Sagen wir so, die Komposition des Streichquartetts selbst ist Geschmackssache.
Der ökologische Schaden (Lärm und CO2-Ausstoß), der mit der bisherigen Aufführungspraxis einhergeht, sollte und könnte mit dem heutigen Verständnis zu diesen Sachverhalten vermieden werden.
Sehe ich auch so.
 
gibts auch auf Vinyl für einen ruhigen Abend bei einer Tasse Tee:

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  • HaHa
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M.i.a.u.: mookie, D-Joe, MartYATARI und eine weitere Person
:konzert:Allet klar ... Luftquirl und so ... :picard:

... und wie tanzt man nun dazu?

Vier echte Hubschrauber in der heutigen Zeit für ein bisschen elitäre Kultur-Selbstbeweihräucherung in die Luft zu jagen [ja wenn's mal so wär!], während tonnenweise Kerosin verblasen wird, ist einfach nur grotesk. Das ist kein kreativer Aufbruch mehr, sondern purer, subventionierter Prunk des Bildungsbürgertums, der völlig den Bezug zur Realität verloren hat.

Peter Slaghuis würde denen das Keyboard im hohen Bogen hinterherschmeißen!

... Moment ... 1993?! .. mogelt sich hier etwa ein Kandidat durch die Hintertür in die Trash-Show?! ;-)

In diesem Sinne: :-)
L.A. Style - I'm Raving (1992)
 
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M.i.a.u.: MartYATARI und Lauflicht
  • #10
Zur Rezeption des Werkes ein kleiner recht aktueller Text aus "NEUES MORGENBLATT für gebildete Stände"

Den Treibstoffverbrauch muss man wohl als Kollateralschaden hinnehmen.

Wer den Text von Boehmer in der Bibliothek hat, kann ja berichten.
Boehmer, Konrad: Ab in die Wolken mit Knattern …. In: Neue Zeitschrift für Musik, 159.4 (1998), S. 46.
 
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M.i.a.u.: Feedback
  • #11
Die Gesamtkosten für das Streichkonzert dürfte weit jenseits von € 100.000 liegen. 4 Helis zu chartern ist ja nicht ganz billig, dazu der Sprit und die Kosten für die Aufnahmen.
Ich finde das ungerecht den vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten gegenüber, denen sämtliche Förderungen weggestrichen werden und teils schließen müssen.
 
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M.i.a.u.: Front_by_Front, dubsetter, Randulph und 8 andere
  • #12
Auch wenn ich größtenteils zustimme, besonders den Umweltaspekt würde ich nicht als Krone aufsetzen wollen. Die paar Liter Sprit sind doch echt nur Pille-Palle verglichen damit, was gerade jetzt in der Haupturlaubszeit im Flugverkehr und in den Blechkarawanen rausgeblasen wird. Oder wieviel Kraftstoff von Leuten verbraucht wird, die nur einfach zum Spaß Autofahren.

Oder gerade aktuell: Ich will gar nicht wissen mit wievielen Riesenschlitten und Privatjets sich die "oberen Zehntausend" nach Bayreuth zu den Festspielen ankarren lassen.

Keine Wertung, kein moralischer Fingerzeig, einfach nur bisschen realistisch gesehen.
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep, treponema, Marius und eine weitere Person
  • #13
Wenn man schon eine Kunstform gegen die andere ausspielen möchte, indem man gegen eine öffentliche Kunstförderung (in wohlgemerkt unbekannter Höhe!) einer einzigen Aufführung eines sehr selten aufgeführten einzigartigen Stücks polemisiert, dann sollte man diesen Gedankengang aber auch bitte konsequent weiter gehen und sich die Gegenfrage stellen, was denn an den Inhalten in den "vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten" (von denen Bernie schreibt) so einzigartig ist, dass deren öffentliche Förderung gerechtfertigt wäre.
 
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M.i.a.u.: Henk Reisen und fcd72
  • #14
und sich die Gegenfrage stellen, was denn an den Inhalten in den "vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten" (von denen Bernie schreibt) so einzigartig ist,

... oder, andersherum, sich fragen, ob allein das erreichte Massenpublikum hinreichende Rechtfertigung Grund für die Existenz einer Musikform ist. Man könnte zB hervorragend Ressourcen sparen, wenn man hirnerweichenden Unsinn wie zB Gabber einfach verbietet.
 
  • #15
Kann für sowas nicht auch irgendwelche General MIDI Tischupen verwenden? Helicopter befindet sich auf Program Change Number 125...
 
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M.i.a.u.: j3122, Archivicious und MartYATARI
  • #16
was denn an den Inhalten in den "vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten" (von denen Bernie schreibt) so einzigartig ist, dass deren öffentliche Förderung gerechtfertigt wäre.
Vielfalt? NonKommerziello ? Ich persönlich bin dafür kleine Acts zu fördern und nicht Massenkram. Das Huschrauberkonzert finde
ich übrigens grauslig darf ich das sagen ja? Und ich glaube die Musiker findens auch nicht schön im Heli zu sitzen und bei diesem Krach
musizieren zu müssen. :dunno: Ich habe verdammt gute Musik mit klassischen Instrumenten bzw. Ochestrales gehört. Aber das da
mit dem Heli gehört sicher nicht dazu. Was ich übrigens besonders liebe ist das Battlestar Galactica Theme. Ein guter Freund meinte mal
daß er das von Star Wars viel besser findet. Ich machte ihm dann klar daß ich das Star Wars Theme mitlerweile gar nicht mehr so genial finde
weil es einfach zu allegegenwärtig ist wahrscheinlich und ich das von Kampfstern Galactica schon als Kind prägender fand als das von Star Wars.
Aber ich verschmähe das von Star Wars natürlich trotzdem nicht aber bei Kampfstern Galactica ist das Epische, Gute gegen das Böse einfach so
fett und genial komponiert worden...daß ich es mir sogar als Schallplatte gekauft habe ;-)
 
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M.i.a.u.: VEB Synthesewerk und Bernie
  • #17
Habe mal kurz in das Video oben reingezappt. Ich finde, es wirkt unfreiwillig komisch.

Ich musste lachen, ob der krampfhaft versuchten Andersartigkeit. Dabei wirkt es auf mich eher beliebig und einfallslos.
 
  • #18
Kunst bewerten geht halt nicht. Kunst ist frei. Muss man so hinnehmen, auch wenn man es "nicht versteht". Das CO2 Problem kann man anführen, aber wir fliegen oder fahren ja alle in den Urlaub. Mag man relativieren können. Ebenso die Kosten. Schwieriger zu durchschauen. Vielleicht ist es ja gesponsert? Erinnert mich an die Sanierung der Kölner Oper... die überall Geld aus dem Haushalt zieht....

Ich frage mich, was der kompositorische Hintergrund in diesem Fall ist. Ging es Stockhausen darum die Position der Musiker auch als Variable mit in die Komposition einzubeziehen?
 
  • #19
Es brennen täglich Warenhäuser, Tanker und ganze Raffinerien ab.
Auf Sequenzer.de diskutiert man den Spritverbrauch von 4 Hubschraubern....
..und Stockhausen.

Ab und an brennt sogar ein Kraftwerk.
Nur so als weiterer Diskussions Anreiz.
 
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M.i.a.u.: Michael Burman und treponema
  • #20
Es brennen täglich Warenhäuser, Tanker und ganze Raffinerien ab.
Auf Sequenzer.de diskutiert man den Spritverbrauch von 4 Hubschraubern....
..und Stockhausen.

Ab und an brennt sogar ein Kraftwerk.
Nur so als weiterer Diskussions Anreiz.
Genau, und die total kaputte Kampfmaschine helikoptert hier mit Whataboutism herum.
 
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M.i.a.u.: microbug, mookie, notreallydubstep und 2 andere
  • #21
So wie ich das verstehe, geht es @Bernie weniger darum, was Kunst ist bzw. ob genau das Kunst ist, sondern mehr darum ob ein (auch in meinen Augen völlig übertriebener) Aufwand das Ergebnis rechtfertigt.

Ich habe bis vor noch gar nicht mal so langer Zeit auch lieber mal was ins Lächerliche gezogen. Habe mir dann aber ab einem Punkt selbst als Ziel gesetzt, keine persönliche Wertung mehr über etwas abzugeben, was ich nicht verstehe, womit ich persönlich nichts anfangen kann oder was mir nicht gefällt. Schon gar nicht, um mich selbst zu profilieren.
Mit dieser Aussage will ich mich wiederum auch nicht besser stellen als andere, deshalb bitte nicht falsch verstehen. Es ist rein meine persönliche Einstellung, an der ich arbeite und mit der ich niemanden zu nahe treten will oder jemanden bekehren will. Größere Offenheit und Bereitschaft für Akzeptanz bringt mich auch bei meinem eigenen "Schaffen" weiter als meine eigene geschlossene Wohlfühlblase.
 
  • #22
Wenn man schon eine Kunstform gegen die andere ausspielen möchte, indem man gegen eine öffentliche Kunstförderung (in wohlgemerkt unbekannter Höhe!) einer einzigen Aufführung eines sehr selten aufgeführten einzigartigen Stücks polemisiert, dann sollte man diesen Gedankengang aber auch bitte konsequent weiter gehen und sich die Gegenfrage stellen, was denn an den Inhalten in den "vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten" (von denen Bernie schreibt) so einzigartig ist, dass deren öffentliche Förderung gerechtfertigt wäre.
Ich kann leider nur für Frankfurt sprechen, denn ich kenne den Kunstetat von Berlin nicht.
Hier gibt es gibt wahnsinnig viele Projekte, beispielsweise auch für Jugendliche, die jetzt bald nicht mehr existieren können.
Da sind Menschen im Ehrenamt, die jeden Tag kostenlos ihre Arbeit verrichten und nur ein paar Euro für die Raummiete benötigen, weil die Spenden nicht reichen.
Vereine, die sich für Demokratie einsetzen, Theater und Kleinkunstbühnen, wo sich auch ein einfacher Bürger den Eintritt leisten kann.
Unzählige Projekte brechen hier gerade weg: "Es ist kein Geld da."
Die Luminale ist seit 2020 gestrichen, Europas größtes Festival der Lichtkultur.
Die 180.000 Euros stehen nicht mehr bereit, aber für NFL und ähnliche Großveranstaltungen werden gleich Millionen bereitgestellt.
Frankfurt will in der Welt glänzen und da hängt man auch mal ein "Fischernetz" für 2,5 Millionen Euro über die Konstabler Wache, einer der häßlichsten Plätze in Frankfurt.
Ja, ich bin ein großer Freund von Kunst im öffentlichen Raum, aber muss das wirklich sein?
Für Das wunderbare Projekt "World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026" werden rund 16 Mio ausgegeben, alles nur fürs Image.
 
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M.i.a.u.: Rolo, Synthesilent, TopperHarley und eine weitere Person
  • #23
Es brennen täglich Warenhäuser, Tanker und ganze Raffinerien ab.
Auf Sequenzer.de diskutiert man den Spritverbrauch von 4 Hubschraubern....
..und Stockhausen.

Ab und an brennt sogar ein Kraftwerk.
Nur so als weiterer Diskussions Anreiz.
Die Warenhäuser usw. werden aber nicht für ein sinnloses Kunstprojekt abgefackelt.
 
  • #24
So wie ich das verstehe, geht es @Bernie weniger darum, was Kunst ist bzw. ob genau das Kunst ist, sondern mehr darum ob ein (auch in meinen Augen völlig übertriebener) Aufwand das Ergebnis rechtfertigt.

Ich habe bis vor noch gar nicht mal so langer Zeit auch lieber mal was ins Lächerliche gezogen. Habe mir dann aber ab einem Punkt selbst als Ziel gesetzt, keine persönliche Wertung mehr über etwas abzugeben, was ich nicht verstehe, womit ich persönlich nichts anfangen kann oder was mir nicht gefällt. Schon gar nicht, um mich selbst zu profilieren.
Mit dieser Aussage will ich mich wiederum auch nicht besser stellen als andere, deshalb bitte nicht falsch verstehen. Es ist rein meine persönliche Einstellung, an der ich arbeite und mit der ich niemanden zu nahe treten will oder jemanden bekehren will. Größere Offenheit und Bereitschaft für Akzeptanz bringt mich auch bei meinem eigenen "Schaffen" weiter als meine eigene geschlossene Wohlfühlblase.
Mir geht es nicht darum zu bewerten, ob Kunst diesen oder jenen Wert hat, sondern darum, das hunderte kleinere Dinge einfach mal so ausgeschaltet werden.
 
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M.i.a.u.: exitLaub und micromoog
  • #25
Die Entscheidungen über die Gewichtung und Verteilung der Finanzmittel wird immer zu Diskussionen führen. Da sind auf allen Seiten immer subjektive Interessen.

Und wenn es politisch wird (Rock gegen/für…) polarisiert es noch mehr.

Da nervt mich unterm Strich mehr, dass irgendeine öffentliche 4qm Toilette mal 1,5 Mio Steuergeld verschlingt.

Auf den Jugenzeltlsgern haben wir den Donnerbalken für 0 DM gebaut 😁
 
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M.i.a.u.: notreallydubstep
  • #26
Die Entscheidungen über die Gewichtung und Verteilung der Finanzmittel wird immer zu Diskussionen führen. Da sind auf allen Seiten immer subjektive Interessen.

Und wenn es politisch wird (Rock gegen/für…) polarisiert es noch mehr.

Da nervt mich unterm Strich mehr, dass irgendeine öffentliche 4qm Toilette mal 1,5 Mio verschlingt.
Die Preisgestaltung einzelner Kunstwerke ist für mich grundsätzlich von nachrangiger Bedeutung und erscheint mir in vielen Fällen durchaus angemessen.
Problematisch wird es jedoch, wenn erhebliche finanzielle Mittel für Künstler und Werke bereitgestellt werden, während zugleich der Zugang zu Kunst und kultureller Teilhabe zunehmend auf privilegierte gesellschaftliche Gruppen beschränkt bleibt.
Selbst die millionenschwere Förderung eines in seiner Haltung problematischen Künstlers wie Richard Wagner kann aus dieser Perspektive hingenommen werden.
Entscheidend ist vielmehr, dass Kunstförderung nicht ausschließlich den Privilegierten zugutekommt, sondern auch die Existenz und Sichtbarkeit weniger etablierter Künstlerinnen und Künstler sichert.
 
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M.i.a.u.: jero und micromoog
  • #27
Ich sehe das ausnahmsweise etwas entspannter (keine TR1000 Sync Diskussion).:-) . Stockhausen wird ja eigentlich eher zu selten aufgeführt. Da sehe ich kein Establishment. Vielleicht aufgrund der technischen Vorgaben, die „jenseits“ akustischer Aufführungen liegen.
Nun gut. Ich würde mir jetzt kein knötterndes Hubschrauber-Ballett anschauen. Ist hier auch, glaube ich, nicht die Idee? Kunst darf ja auch gerne provozieren. Funktioniert hier gut.
 
  • #28
Ich kann leider nur für Frankfurt sprechen, denn ich kenne den Kunstetat von Berlin nicht.
Hier gibt es gibt wahnsinnig viele Projekte, beispielsweise auch für Jugendliche, die jetzt bald nicht mehr existieren können.
Da sind Menschen im Ehrenamt, die jeden Tag kostenlos ihre Arbeit verrichten und nur ein paar Euro für die Raummiete benötigen, weil die Spenden nicht reichen.
Vereine, die sich für Demokratie einsetzen, Theater und Kleinkunstbühnen, wo sich auch ein einfacher Bürger den Eintritt leisten kann.
Unzählige Projekte brechen hier gerade weg: "Es ist kein Geld da."
Die Luminale ist seit 2020 gestrichen, Europas größtes Festival der Lichtkultur.
Die 180.000 Euros stehen nicht mehr bereit, aber für NFL und ähnliche Großveranstaltungen werden gleich Millionen bereitgestellt.
Frankfurt will in der Welt glänzen und da hängt man auch mal ein "Fischernetz" für 2,5 Millionen Euro über die Konstabler Wache, einer der häßlichsten Plätze in Frankfurt.
Ja, ich bin ein großer Freund von Kunst im öffentlichen Raum, aber muss das wirklich sein?
Für Das wunderbare Projekt "World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026" werden rund 16 Mio ausgegeben, alles nur fürs Image.
Über das olle Netz über der Konstablerwache hatte sich neulich auch "Der Held" auf Youtube ausgelassen. Und genau das gleiche angemerkt, für das Netz ist Geld da, aber für Straßenkunst und kleine Bühnen in Frankfurt wiederum nicht.

Eine Vermutung: die Installation wird ja offiziell eröffnet. Da gibt es dann Berichte drüber und Bilder und Videos und man kann eine Ansprache halten und steht in der Zeitung. Das ist Imagearbeit für Leute, die sich gerne reden hören und für die Publicity wichtig ist. Wenn man Kleinkunst unterstützt, steht das nirgendwo.

Übrigens: ähnliche Netzinstallationen der Künstlerin gibt es auch in London, New York und Dubai. Also haben wir in Frankfurt nichts eigenes, können aber mit den großen Stadt-Hunden mitpinkeln.
 
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M.i.a.u.: Bernie
  • #29
Die Gesamtkosten für das Streichkonzert dürfte weit jenseits von € 100.000 liegen. 4 Helis zu chartern ist ja nicht ganz billig, dazu der Sprit und die Kosten für die Aufnahmen.
Ich finde das ungerecht den vielen kleinen Kunstbühnen, Clubs und Projekten gegenüber, denen sämtliche Förderungen weggestrichen werden und teils schließen müssen.

Dann lieber ein Schwimmbad im Theater, das hat dann wenigstens noch eine politische und soziale Bedeutungsproduktion - und verschafft den Gästen etwas Abkühlung.


U-Boot statt Hubschrauber - mein Motto für diesen Sommer.


Frankfurt will in der Welt glänzen und da hängt man auch mal ein "Fischernetz" für 2,5 Millionen Euro über die Konstabler Wache, einer der häßlichsten Plätze in Frankfurt.

Man soll ja mit Kritik an Kultur oder deren Förderung sparsam sein, aber bei dem Scheißdreck da war ich dann doch auch etwas irritiert, vor allem über die Höhe der Kosten.

So etwas rechtfertigt dann die gleiche Hartwig, die man ansonsten eher dafür kennt, dass sie die 1 Million gestrichenen Bundeszuschuss für den Mousonturm angeblich nicht haben oder die Musikbunker schließen will.
 
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M.i.a.u.: Bernie und Lauflicht
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