max msp oder reaktor??

Dieses Thema im Forum "Softsynth" wurde erstellt von camoz, 15. September 2014.

  1. camoz

    camoz Tach

    hallo,

    als ableton user interessiere ich mich für eine modulare erweiterung meiner daw.
    kann mir jmd. sagen was dafür bzw. dagegen spricht eines der oben benannten produkte zu nutzen, also welches geeigneter wäre?
    ist ein vergleich überhaupt möglich?

    danke im voraus
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    M4L ist ja schon eingebaut in Ableton, für Controller, Basteleien und Anpassungen ist das geeignet. Reaktor ist primär für Synthesizer gedacht. Es gibt viele Argumente, die sehr stark von dem abhängen, was du genau tun willst und wie tief du da eintauchen willst. Das hat viel mit programmieren und Zeit zu tun. Ernsthaft. Das ist nicht ganz trivial.

    Vergleich ist schoooon möglich, aber es ist schon einfach ein anderes Basisprinzip dahinter mit entsprechenden Vor/Nachteilen.

    Auf beiden kann man Sachen auf einen niedrigen Level (Core bzw Max Core) bauen aber das ist eben auch fummelig. Aber das Ergebnis kann sich sehr lohnen!
    Wie so oft in modularen Systemen.

    Die beiden haben sicher die meiste Zukunft, alternativ gibt es noch das von Bitwig oder Kyma als außenstehendes System für Spezialisten.

    Also - was genau soll gemacht werden? Schau dir mal ein paar Tutorials an etc. Das kann dir ggf. helfen, das sympathischere Ding zu finden. Aber an Ableton ist natürlich Max VIEL näher als Reaktor. Das ist klar.
     
  3. camoz

    camoz Tach

    naja, so einfach wie möglich wäre schon gut. hab mir mal pd angeschaut und so etwas ganz atomares suche ich dann eher nicht.
    für mich wäre es eine "eierlegendewollmilchsau" wenn die software für synths wie plugins genutzt werden kann. scheinbar können das aber beide.
    lustig würde ich es finden eine oberfläche zu haben um sounds vom sampler durch zu jagen und mit typischen syntheseformen zu verfremden können.
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    Max ist auch so atomar! Defintiiv!

    Die einfache EWS gibt es leider nicht. Also nicht so, dass man da wesentliche Elemente von Live irgendwie einbauen könne. Das ist schon eine komplexere Ebene.
    Aber was du schreibst könnte man natürlich mit div. Modularen Synths machen. Und auch durch Teile von Live zu schieben ist ja auch machbar.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest


    Ableton vs ML4 :school:
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest


    modulares und einfach :lollo:
     
  7. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Moogu hat fast schon alles geschrieben, bleibt die Frage was Du konkret machen willst....
     
  8. camoz

    camoz Tach

    okay,

    ich habe mich da blöd ausgedrückt. gg.2000 habe ich mit reaktor rumgespielt. mein problem war das ich in den ewigen weiten von synthesemöglichkeiten das eigentliche mukken nicht mehr machte. damals habe ich aus instrumenten verknüpfungen herauskopiert, probiert was ging und neu zusammengesetzt (trial & error). das modular einfach wäre, ist mir bekannt. da ich keinen bock auf mathe/physik habe, möchte ich versuchen samples, synths durch modifizierte maschinen zu jagen und abgefahrene sounds erhalten. ich bin kein alchemist. :)
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    DANN wird die die Arbeit mit Max sicher nicht mehr gefallen. Eher die am G2. Aber wenn du reine Synthesejobs erfüllen willst, so ist ggf. interessant ein kleineres System mit bewusster Reduktion zu verwenden wie etwa U-He Bazille. (Test im aktuellen SynMag) - der kann allerdings nicht mit Samples umgehen.

    Die Frage hatte den Hintergrund, ob Kontrollstrukturen notwendig sind, die Synths idR nicht haben, die irgendwie auf Live ausgeführt werden müssen. Aber so würde ich sagen - vielleicht reicht dir ein gut gemachter Synth wie Aalto als zweite Empfehlung für interessant aber nicht übertreiben. http://www.amazona.de/test-madrona-labs ... nthesizer/ und SynMag 32 für Aalto und in Heft 44 - Test von KAIVO - dem SAMPLE Pendant dazu:: Kaivo ist wie Aalto, jedoch mit Sample/Granular Technologie.

    Wäre das was?
     
  10. csound, pure data.
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Müsstest Du aber werden, und steht auch im Widerspruch zu dem was Du machen möchtest.

    Das Zeitproblem, daß man Zeit mit Basteln verbringt statt mit Musik besteht aber auf jeden Fall und kann sehr groß werden.
    So groß daß die Zeit zum Basteln nicht reicht, von Musik ganz zu schweigen.

    Das andere ist, daß es gar nicht sooo viele Strukturen gibt durch die man Samples schicken kann und die was bringen.
    Ich sag mal, ganz offensichtlich u dazu braucht man Reaktor&Co nicht unbedingt: Hall, Echo, Chorus, Flanger/Phaser
    weiter: animierter Filter, Tremolo, Amp Envelope
    drittens: Resonator ala Comb Filter, was schon ein problematisches Feld ist weil man idealerweise erst dieOriginalresonanzen aus dem Ursprungssample rausrechnet
    was von den Leuten die Reaktor Ensembles in der Library gepostet haben schätzungsweise 1-5 Leute auf Anhieb können

    Und das war es schon
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vocoding noch, u.ä., läuft unter Filter
     
  13. Moogulator

    Moogulator Admin

    .. sind toll - aber sicher alles andere als Nerdigkeitsfrei -das ist definitiv eher mit Max zu vergleichen, bei CSound sogar einfach mit programmieren in C…
    Das sollte man schon dazu sagen.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Keinen bock auf mathe/physik?
    Keine Lust auf Code schreiben?
    Dann vergiss es.
    Geh dir für das Geld ein paar nette Plugins kaufen.
     
  15. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Der ein oder andere kennt Software Modular Synthesizer scheinbar nur von hörensagen, anders kann ich mir die Meinungen hier nicht erklären.... ;-)

    Selbst Reaktor auf der Primary-Modul Ebene ist easy und logisch, bevor es die Core Ebene gab war das der niedrigste Level. Ab Core geht es ans eingemachte, dort treffen die Mathe/Physik Kommentare dann zu. Wer seine eigenen Filter und Oszillatoren entwerfen will ist hier richtig. Aber wenn man das mit Hardware vergleichen würde, wer entwirft denn seine eigenen Schaltkreise und Module?
     
  16. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Wir machen (die meisten hier zumindest denk ich mal) elektronische Musik. Klang ist >> = Musik.

    Ohne übertreiben zu wollen, die Welt der Modular Synthesizer (Hard/Soft) kann Türen öffnen.... :)
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    nimmt man dazu nicht heute ML4 :denk:
     
  18. Siticritix

    Siticritix Tach

    Reaktor lernt man schneller, man kann vieles abgucken.
     
  19. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ich wäre auch für Reaktor, weil es im Handling AUCH eine normale Verkabelung ermöglicht zu der man nicht so eine hohe Lernkurve braucht. Bei Max ist das meiste wenig intuitiv und man muss Befehle kennen und studieren. Umbauen von einem MIDI Kanal auf einen anderen zB ist ne Menge Arbeit.

    CSound, PD und Max sind eins, Reaktor und G2 etwas anderes - letztere in jedem Falle ohne Mathe und Programmierdings nutzbar, aber in der Tiefe ist es hilfreich mehr zu können.
    Beim G2 ist der Skill am kleinsten, es ist eher wie ein analoges Modulsystem gemacht.

    Wenn man so will könnte man noch den Origin ins Boot holen - da geht weniger als bei den anderen - aber es ist rel. einfach und am Gerät möglich . und dann gäbe es noch Bidule und so..
     
  20. Anonymous

    Anonymous Guest


    wird das noch gepflegt :denk:

    machen "die" heuet nicht mit synthedit o.ä. :denk:
     
  21. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wie wärs Alternativ mit u-he Zebra?
    Oder Arturia Moog modular V?
    Oder Madrona Labs Aalto?

    Alles modular, ohne Entwicklungsgedöns, aber mit viel Tiefgang.
     
  22. synthlab01

    synthlab01 Tach

    Madrona Labs Aalto :supi: +2

    Einziger wirklicher Kritkpunkt von meiner Seite ist nur der sehr hohe CPU-Hunger von Aalt obwohl ich eine i7 Quadcore-CPU habe.
     
  23. Moogulator

    Moogulator Admin

  24. Bug2342

    Bug2342 Tach

    Erstmal: Das "Problem" an der Verfremdung mit diversen Syntheseformen ist, das (fast) alles was nicht subtraktiv (=Filter) ist und "syntheseartig" fast immer schrecklich klingt, wenn man es auf polyphone Signale loslässt. Soll es also Polyphon sein und die Verbiegung etwas Komplexer kommt man nicht umhin, die Verbiegung innerhalb der Stimmstruktur zu machern und dann geht durch Effekte "Durchschicken" nicht mehr wirklich.

    Zu den diversen Lösungen:
    Wenns wirklich nur ums monophone Verbiegen oder um ein leichtes polyphones Verfremden geht, ist es häufig einfacher das mit selbst gebastelten Effekt-Ketten zu tun. Da kommt es ein bisschen drauf an, was da DAW so kann. Der Reaper kann z.B. relativ ausführlich durch diverse Effekt-VSTs routen. Immer dran denken: Fast alle VSTs lassen sich ausführlich automatisieren. Mal einen LFO dranflanschen geht oft schon mit den Bordmitteln des DAWs.

    Zum "leichten" rum-Nerden kann ich noch dasda empfehlen:
    http://www.reaper.fm/reaplugs/

    Paar ganz nette und recht flexible Effekte und insbesondere ReaJS was eine Skriptsprache für Effekte ist (und mit einem riesen Stapel an fertigen und teils recht netten Effekten kommt).

    Für flexibles Routing zwischen Effekten könnte auch GuitarRig interessant sein. Kann zumindest Signale Bandsplitten und zwischen verschiedenen Effektbussen verteilen und ähnliches.

    Nun zum "Modularen". Ich sehe da grob mal 4 Klassen:
    a) relativ normale Synthies mit Audio Input und/oder zumindest teilweise freier Modulverdrahtung:
    Könnte nach deiner "Selbstbeschreibung" der beste Einstieg sein. Das Spektrum ist relativ breit: Von leichten Anpassungen am Signalfluss (Massive, FM8 (mit Audio Input)), zu nahezu Modular (fast) ohne Samples (Zebra, Bazille, Tera,...) zu Flexiblen Sampleverbiegern/Resyntheesizern (insb. Alchemy soll nett sein).

    b) Modulare, die sich in Sachen Editierbarkeit an den analogen Vorbildern orientieren:
    Kennt man die Grundlegende Struktur von Synthies kommt man recht schnell zum Ziel. der Ansatz ist mehr oder weniger, dass man jeden Sound neu patched. Beispiele: Nord G2 (gibt eine monophone Version für PCs), VAZ Modular,...

    c) Die Reaktor/Max/PD,... Klasse (später mehr)

    d) Programiersprachen für Audio (CSound, Supercollider,...); Vermutlich nicht das was du suchst...

    Nun zu den Großen Modularen der c) Klasse:
    Vorwarnung: Ich habe eigentlich nur Reaktor Erfahrung (+ ein bisschen Supercollider und natürlich haufenweise halb-modulares). Erfahrungslevel: Ich wird mal sagen mittel. Ich baue auch mal was im Core Level um, bin aber sicher keiner der großen Baumeister.

    Reaktor ist hauptsächlich zum entwerfen von Synthies gebaut, die man dann auch mal öfter wiederverwendet. Will man jedes mal von Null mit einem Sound anfangen, wird man mit Reaktor nicht glücklich. Die internen Sample Module können manches ganz gut, die Sample Verwaltung ist aber nicht super komfortabel und sobald man "manuell" während des Abspielens die Phase des Samples festlegen will muss man auf die Tabellenmodule (oder selbst in Core Speicher bauen), was recht ungemütlich wird.

    Der Riesenvorteil von Reaktor ist die Nutzer-Bibliothek. Die kennst du ja denke ich im Ansatz von früher. Mittlerweile ist die Geschwindigkeit mit der sie wächst etwas langsamer (d.h. man kann auch leichter auf dem laufenden bleiben). Die Qualität vieler Sachen ist meines Erachtens sehr hoch.

    Persönliches Highlight der letzten Jahre ist für mich der Modular-X (von Herwig Krass, der ist glaube ich auch hier im Forum unterwegs). Im Prinzip kann man damit auf dem normalen Reaktor User Interface Kbel ziehen ohne sich um die "rechte" Verdrahtung im Hintergrund kümmern zu müssen.
    [Disclaimer: Gabnoch einen Haufen weiterer technisch recht beeindruckender Sachen in den letzten Jahren, der Mod-X hat mich aber endlich wieder zum "seriösen" selberbauen gebracht]

    Reaktor (oder Komplete) im Sonderangebot (alles andere ist bei NI leider Quatsch) kaufen rentiert sich meines Erachtens fast immer, grade weil man so viele verschiedene und relativ interessante Spielzeuge kriegt, die man auch noch relativ schmerzarm umbauen kann. Für den Anwendungsfall "schnell mal ein Sample verbiegen" würde ich aber erst mal schauen, was sich mit ein bisschen Effektketten bauen und automatisierung so aus den Standarteffekten rausholen lässt und mir evtl. noch ein paar von den (oft kostenlosen) "kaputten" Effekten holen.
     
  25. Rastkovic

    Rastkovic Pleasure to Kill

    Da ist was dran, mit den Effect und Instrument Racks in Ableton Live geht einiges.

    Zum klangverbiegen würde ich auch ehr darauf zurückgreifen.
     

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