Microtuning?

bohor

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Hallo Freunde,

ich frage mich, welche Synthesizer Microtuning unterstützen. Ich stelle mir sowas vor wie eine Tabelle, wo man für jeden ankommenden MIDI-Tonnummer festlegt, welcher Ton mit welcher Abweichung klingen soll. Mir wäre wichtig zu wissen, wie fein man diese Abweichung jeweils einstellen kann.

Ich habe hier ein paar (meist ältere) Geräte und schreib mal dazu, inwieweit sie sowas erlauben:

* Arturia MicroFreak: Kein Micro-Tuning
* Kawai K5000(R): Kein Micro-Tuning
* E-Mu Vintage Keys: 1/64 Halbton (d.h. der Halbton wird in 64 Schritte, die Oktav mithin in 768 Schritte unterteilt)
* Waldorf MicroWave: 1/64 Halbton
* Yamaha TX-802 1/1024 Oktav (d.h. die Oktave wird in 1024 Schritte unterteilt)

Vielleicht hat jemand von Euch auch ein paar Geräte und kann sagen, ob und wieweit sie Microtuning unterstützen? Es wäre auch wichtig zu wissen, ob es weitere Beschränkungen gibt - zum Beispiel, wenn sich die eingestellte Stimmung nach einer Oktav zwangsweise wiederholt (das ist bei allen obigen Geräten nach meinem Verständnis nicht so).


Danke und Gruß,
---bohor
 

bohor

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Gerade lese ich in der englischen Wikipedia über den mir bis vor zehn Minuten völlig unbekannten "MIDI Tuning Standard (MTS)": "Hardware instruments in current production which support MTS include: Dave Smith Instruments (DSI) Rev-2, Prophet-12, Prophet-6, Oberheim OB-6, Moog Sub37, Minitaur, Novation Bass Station II, Peak, Sonoclast Plastic Pitch Plus, and the Waldorf Kyra." Aha!?
 

qwave

KnopfVerDreher
Moog SubPhatty (ab v 2.0.0) mit Wiederholung nach einer Oktave und maximaler Abweichung von 100 Cent von der Temperierten Stimmung
Nonlinear Labs C15: Wiederholung nach einer Oktave, beliebige Stimmung mit ±1200 Cent je Taste, Auflösung in Cent
Die Liste der Geräte ohne Microstimmung ist weitaus länger als die mit. Und die Nutzer benutzen das wohl nur seltenst. Ich mag aber bestimmte Stimmungen die dann bestimmte Akkorde in einer Tonart sauberer spielen. Ich benutze meist Werkmeister III dafür. Manchmal auch idividuell angepasste Stimmungen. Nur leider kann man an den Instrumenten die Wechsel auf eine andere Stimmung bei einer Transponierung nicht im Spielfluß umschalten. Da lobe ich mir HMT (Hermode Tuning: googeln!)
 

NickLimegrove

MIDI for the masses
Hallöchen und willkommen am Stammtisch für Freunde der Pflege und Fortpflanzung mikrotonal-xenharmonischer Klangforschung. Dann sind wir ja schon zwei...

Die Mühe mit der Tabelle musst du dir nicht machen. Es gibt doch... http://www.microtonal-synthesis.com/

Auch wenn sie nicht so aussieht, ist sie einigermaßen aktuell. Die Neuerscheinungen der letzten drei, vier Jahre sind aber glaubich noch nicht anmessen vertreten.

Geräte... ja, stehen hier einige. Nicht zur Freude aller Haushaltsmitglieder. Aber Microtuning können sie fast alle. Selbst wenn sie nicht damit hausieren gehen.*

TX802
V50
MSR2/ProSynth
JV1080
MicroMonsta
BassStation 2

*ESQ1
*AN1X
*Z4
*TX16W

Das wären die, zu denen ich konkreter was sagen könnte. Schreibe morgen gern mal ausführlicher über die einzelnen Geräte.
 

Phil999

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der Korg Monologue ist ein guter Synth als Einstieg in die Welt der mikrotonalen Skalen. Ist auch sehr leicht und relativ klein zum Mitnehmen. Allerdings monophon, d.h. man kann die Intervalle zwischen zwei oder mehr Tönen erst hören, wenn man die Spuren nacheinander aufnimmt. Was das betrifft eigentlich doch nicht so geeignet. Man kann aber mit mikrotonalen Softsynths oder iPad Apps, die polyphon sind, testen, welche mikrotonale Skala man verwenden will, und die dann in den Monologue laden.
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
...wobei MTS aber viel seltener anzutreffen ist als tuning tables.

die dritte option ist dann die benutzung von pitch bend - das ist eine ziemliche frickelei und auch nicht grad von sehr hoher auflösung.

inzwischen unterstützt auch so manche hardware scala import, ob das mehr oder weniger arbeit ist wie tuning tables per sysex zu verschicken weiß ich nicht. ich vermeide beides wenn ich kann.

das tool der wahl war back in the days war die LMSO software, weil die alle vier methoden gleichzeitig beherrschte, aber der mensch verkauft das nicht mehr und blockt seit vielen jahren seine website für alle erdenbewohner außerhalb seines indianerreservats.
 
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bohor

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Thema MTS: Hab mir mal beispielhaft die Bedienungsanleitung des Peak runtergeladen, finde dort aber keinerlei Hinweis auf MTS. Wenn ichs richtig verstehe, ist das eine reine MIDI-Angelegenheit; kann vielleicht sogar sein, dass es in der Doku schlicht vergessen wurde (da gibts am Gerät selber halt nichts zu 'bedienen'). In der Doku des Prophet-6 ist es ein wenig versteckt, aber klar benannt.
Ich denke, man muss das bei jedem Gerät erstmal ausprobieren, ehe man der Wikipedia-Aussage blind vertraut. Da das nur wenige benutzen, könnte die Funktion ja immer auch buggy sein...

MIDI-Pitch-Wheel-Basteleien mögen funktionieren mit der richtigen Softwareunterstützung; ich hätte wirklich lieber den direkten Zugang auf einem mehrstimmigen Keyboard.

Danke für die Beiträge bisher; offenbar gibt es ja Leute, die sich für das Thema interessieren!

--bohor
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
MTS muss auch von der software/controller unterstützt werden. ist aber zugegebermaßen nicht ganz so irre wie PB zu benutzen.
 

NickLimegrove

MIDI for the masses
Pitchbend benutzen ist tatsächlich irre (und) fricklig, aber an Feinheit in der Auflösung mangelt es eigentlich nicht, würde ich sagen. Also, ich weiß nicht, was ihr so macht, aber wenn am Synth ein Pitchbend-Range von +/- 2 Tönen eingestellt ist, dann haben wir 200 cent in jede Richtung, bei einer Rasterung von +/- 8192 Schritten im MIDI-PB-Parameter. 200 durch 8192, das wäre eine Auflösung von 0,02 Cent. Selbst wenn wir den Range auf +/- 24 Töne erhöhen, wären wir noch nicht mal bei einem Drittel-Cent pro Pitchbend-Tick. Ich finde ja Genauigkeit von ein, zwei Cent ganz schön -- aber mehr...? Braucht man sowas?
 

einseinsnull

ich weiß eh alles besser.
ja du hast recht, wenns eh vom rechner kommt ist es natürlich u.u. die hälfte von 14 bit und damit sogar mehr als MTS.

die 1/64tel schritte von der mikrowelle find ich recht knapp (und schlecht zu rechnen), 100tel sind in ordnung.
 

NickLimegrove

MIDI for the masses
Wie versprochen ein bisschen Senf zu ein paar mikrotonalen Kisten, die hier rumstehen:

TX802, V50 (& friends): muss man keine großen Worte drüber verlieren. Serious professional microtonalizm. Full-keyboard-tuning, d.h. jeder der 127 MIDI-Noten lässt sich ein komplett beliebiger Wert zuweisen. Es sind also auch Stimmungen möglich, die nicht bloß monoton-aufsteigend sind. Man kann so auch mehrere Stimmungen in einer Tuning Table unterbringen, wenn man sie auf verschiedene Bereiche des Notenspektrums verteilt. Natürlich: begrenzte Zahl von gleichzeitig speicherbaren User-Tunings. Aber man auch extern speichern auf, wenn vorhanden, Floppy oder RAM-Cartridge. Schön beim V50 (TX81Z oder DX11 werden ähnlich sein) ist, dass man neben den full-keyboard-Tunings auch ein-Oktav-Tunings machen kann, wenn's quick & dirty sein soll. Nimmt problemlos Scala-Files per MIDI-Import.

MSR2/ProSynth:
der vorletzte analoge Poly der klassischen Oberheim-Familie war gleichzeitig auch der erste mit Microtuning. Sehr schöne Implementation. Bei mir eigentlich der einzige Grund, warum ich ihn (gegen meinen Matrix 1000 eingetauscht) habe und behalte. Vier gleichzeitig speicherbare Tunings. Volles Keyboard fast à la Yamaha. Pro Note gibt es das etwas gewöhnungsbedürftige Format SSS.FFF, wobei SSS den "Semitone"-Anteil bedeutet und von 0 bis 127 reichen kann, wobei diese Werte dann einfach den Standard-MIDI-Werten entsprechen. FFF ist der "Fractional"-Anteil, eine Feinjustierung zwischen 0 und 511. Wir haben grob also eine Auflösung von 0,2 cent. Ein "A3", also Note #69, wäre standardmäßig "069.000" -- wollte man jetzt zu diesem A3 das G4 als Naturseptime (7/4) stimmen, also 969 cent drüber (oder 31 cent weniger als ein 12EDO-G4), würde Note #79 den Wert "78.356" bekommen müssen. Weil das aber kein Mensch, der bei Verstand bleiben will, sich geben sollte, nutzt man auch hier einfach Scala via MIDI.

JV1080
Die Arme-Leute-Version. Roland halt. Dass eine Oktave auch mehr oder weniger als 12 Töne umfassen könnte, oder gar sich in anderen Perioden wiederholt als nach einer Verdopplung der Ausgangstonhöhe (abgesehen von der Frage, ob sich hier überhaupt irgendwas wiederholen muss) -- das schien hier nicht in geistigen Horizont der Ingenierue zu passen. Hier im Fuhrpark die schwächste Implementation unter allen mikrotonalen Synths. Aber, klar, besser als nichts ist es allemal.

MicroMonsta
Zur Abwechslung mal was aktuelles. Versteht MTS. Import aus Scala heraus via MIDI war entsprechend auch kein Problem, als ich es mal getestet habe. Bei einem ersten Test blieb es denn aber auch. Denn Spaß macht die Arbeit nicht. Der Grund: Stimmungen lassen sich nicht speichern. Mit dem Ausschalten des Micromonsta geht die importierte Stimmung verloren. Man muss also vor jeder Nutzung wieder den Rechner anstöpseln und SysEx rüberschicken. SRSLY: WTF? Sehr schade, weil: sehr schöner Synth, ansonsten.

BassStation 2
Wurde sicher andernorts schon ausgiebig behandelt. Kommt super mit Scala klar. Eine Reihe von Tuning-Slots mit mäßig interessanten Presets, die sich aber mit sinnvollerem überschreiben lassen. Dass Mikrotonalität auf monophonen Synths erst interessant (oder gar: erst hörbar) wird, wenn man per Overdub Polyphonie erzeugt (Phils Beitrag oben) -- dem würde ich aus meiner Erfahrung durchaus widersprechen. Fast alle akustischen Instrumente mit freier Intonation, die wir kennen (Streicher, Bläser, menschliche Stimme...), werden, auch und gerade dann, wenn sie monophon gespielt werden, mikrotonal gespielt. Eine gute Geigerin weiß sehr gut, in welchen Situationen ein (auf dem Papier immer identischer) "Halbton" wie groß oder klein gespielt werden möchte. Der Nachbarsjunge hier auf der Etage, der seit Jahren einmal die Woche auf elterlichen Befehl an seiner Trompete herumstümpert, mag vielleicht auch schon von der Problematik der guten Intonation gehört haben, aber, nun ja, die Umsetzung... Von daher: Mikrotonalität ist keineswegs ein rein harmonisches Ding, sondern wird bereits im melodischen Einsatz interessant. Ich arbeite z.B. gerne mit einer 12Ton-Teilmenge aus 17EDO, auch auf monophonen Synths, und im direkten Vergleich ist (ohne dass es im Ganzen übertrieben "exotisch" klingt) sofort deutlich, wieviel würziger die Halbtöne hier, mit ihren nur 71 cent, innerhalb einer Melodielinie klingen.

ESQ1
AN1X
Z4
TX16W
Das sind so "krypto-mikrotonale" Synths. Gibt es eigentlich zuhauf, nur sind sie irgendwie ziemlich selten Thema. Sie haben keinen Menüpunkt für die Stimmungen, kein MTS, und keinen Scala-Import. Und dennoch lassen sie sich auf alle denkbaren EDOs zwischen, ich sag mal grob, 5 und 65 stimmen. Denn sie alle lassen dich das Keyboard-Tracking (z.B. beim ESQ1 heißt das "KBD2") als Modulator auf den Osc-Pitch draufschlagen. So lässt sich die Steilheit des Tonhöhenanstiegs mit jeder höheren Note vergrößern oder verkleinern: es müssen ja nicht immer 100 cent sein. Kann man sich schön eine Tabelle machen für die verschienen EDOs, die man so braucht.

Clipboard02.png

Natürlich, alles in allem kein Ersatz für volles Microtuning, aber wenn man ohnehin vorhat, EDO-basiert zu arbeiten, allemal eine Alternative. Sogar u.U. mit Vorteilen: welcher Synth kann schon Tuning-Tables pro Patch speichern? Zumindest keiner, den ich hier habe. Mit dieser Methode aber geht das natürlich. Und beim Akai Z4/Z8, der eigentlich ein offizielles Microtuning hat (Roland-style, 12-Ton) erlaubt diese Methode sogar Dinge, die auf dem vorgesehene Weg nicht gehen (dürfte ähnlich beim 1080 sein, noch nicht probiert). Auch beim Micromonsta: der verliert sein Tuning beim Ausschalten. So ein EDO-Patch aber ist was, naja, für die Ewigkeit.
Zumal sowieso mit einem schlau gewählten EDO sich auch so manch andere Stimmung approximieren lässt. 1/4-Komma-MT auf dem AN1X? Klar, stimmt man ihn halt auf 31EDO und nutzt davon die richtige Teilmenge. Du hast eine Schwäche für 13er-JI? 17EDO bietet Annäherung an sieben reine 13er-Intervalle mit max. 12 Cent Abweichung. Usw.
 
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bohor

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Ich fasse mal ein wenig zusammen, wie sich das alles für mich bisher darstellt.

Offenbar gibt es doch eine ganze Reihe von Geräten, die
- keine Möglichkeit bieten, eine andere Stimmung zu verwenden
- oder nur reichlich eingeschränkte Möglichkeit dazu bieten
- oder nur einstimmig sind
- oder neu nicht mehr erhältlich und auch auf dem Gebrauchtmarkt nicht leicht zu finden
- oder über 2000,- Euro kosten, daher als Spontananschaffung für die meisten unter uns wohl ausfallen.

Da bleibt nicht so richtig viel übrig! Eine Möglichkeit ist wohl das Novation Peak. Ich hatte vor ein paar Tagen kritisiert, dass die Gebrauchsanweisung nichts zu Microtuning sagt – inzwischen hab ich aber in der englischen Anleitung entsprechende Passagen gefunden, MTS wird offenbar durchaus unterstützt. Gut zu wissen.

Hab daraufhin auch die Anleitung zu Novation Summit studiert – sie verspricht eine Teilung des Halbtons in 256 Schritte und erwähnt ebenfalls die Möglichkeit, MTS zu verwenden. Im Dokument zu Nova II und Konsorten finde ich nichts dergleichen, aber vielleicht muss man dieses Unternehmen weiter beobachten...

Möglicherweise gibt es trotzdem noch andere Synthesizer oder Sampler, die bisher nicht vorkamen. Auch wenn sie zu einer der oben eher ausgeschlossenen Kategorie gehören, wollen wir alle weiterhin sehr gerne von Erfahrungen hören, die andere damit gemacht haben.


Gruß, danke,
--bohor
 
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bohor

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Hallo,

inzwischen habe ich mir noch ein paar Bedienungsanleitungen angesehen, mit folgendem Ergebnis:

* Clavia Nord Electro 6: Keine Unterstützung von Micro-Tuning
* Korg PA-1000: Keine Unterstützung von Micro-Tuning
* Korg Minilogue XD: Keine Unterstützung von Micro-Tuning
* Korg Monologue wurde hier genannt. Nur einstimmig; habe keine ausführliche Anleitung gefunden!
* Yamaha Motif Rack XS Expander: Stimmungsänderung jedes Tons centweise bis ± 99 Cents möglich; wiederholt sich in allen Oktaven; MTS wird offenbar nicht unterstützt.

Nach wie vor bin ich an Beiträgen zum Thema sehr interessiert! Hat einer die Anleitung zum Monologue? : - )

--bohor

EDIT: +Monologue
 
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NickLimegrove

MIDI for the masses
Offenbar gibt es doch eine ganze Reihe von Geräten, die
- keine Möglichkeit bieten, eine andere Stimmung zu verwenden
- oder nur reichlich eingeschränkte Möglichkeit dazu bieten
- oder nur einstimmig sind
- oder neu nicht mehr erhältlich und auch auf dem Gebrauchtmarkt nicht leicht zu finden
- oder über 2000,- Euro kosten, daher als Spontananschaffung für die meisten unter uns wohl ausfallen.

Da bleibt nicht so richtig viel übrig!
Hm, ich weiß nicht -- m.E. ist die Lage auf dem Markt (neu wie gebraucht) bestens. Natürlich, es gibt viele Synths ohne Microtuning, und sie stellen sogar bei weitem die Mehrheit. Aber die Auswahl an Synths mit Microtuning ist doch trotzdem immer noch riesig, findest du nicht? Und das beste ist: es werden immer nur mehr, nie weniger.
:kaffee:

Wenn mich jetzt jemand fragen würde: "ich habe 1000,- und will ein schönes Setup für mikrotonales Arbeiten, was nehme ich da?", dann würde ich z.B. sowas hier zusammenstellen:

FM:
DX11 oder V50 150,- (etwas mehr drauflegen und einen DX7 oder SY77 nehmen: auch schön)

ROMpler:
JV1080 150,-

Sampler:
Akai Z4 200,-

Analog-Mono:
BassStation II 250,-

VA/Wavetable:
Micromonsta 250,-

Allein damit schon könnte man für die ersten ein, zwei Jahre ganz gut versorgt sein. Wenn man das dann noch etwas pimpen will, könnte man sich z.B. einen seriösen VA, am besten mit Tastatur, holen. Der Virus zum Beispiel soll ja sogar Hermode können.
 
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bohor

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Hier noch zwei Entdeckungen aus der vergangenen Woche: Zwei Geräte, die das Erzeugen von Stimmungen vereinfachen sollten:

[1.] Sonoclast Plastic Pitch Plus
https://sonoclast.com/products/plastic-pitch-plus/

Ein kleines Gerät, in dem man Stimmungen einstellen kann. Das Ding bietet zwei Modi:
(1) Mit zwölf Potis lässt sich die Stimmung je eines von 12 Tönen einstellen, das repliziert sich dann in der Oktave.
(2) Stattdessen kann man einstellen, wieviele Töne jeweils eine Oktave ausmachen sollen (so dass nach 5 bis 35 (oder so) Tönen erst wieder die Oktave erreicht ist; der Raum dazwischen wird in gleiche Teile geteilt).

Zwischen Tastatur und Klangerzeuger geschaltet, wird jeder Ton per Pitchbend an die richtige Stelle gezogen. Natürlich braucht man bei mehrstimmigem Spiel dann einen multitimbralen Klangerzeuger.
Oder stattdessen kann das Ding auch einfach MTS-Daten übertragen. Was mir gefällt, ist, dass dabei – jedenfalls dem Video zufolge – keine Tonunterbrechung stattfindet. Du spielst also meinetwegen einen dreistimmigen Akkord und kannst einen der drei Töne wie mit einem Pitchbend verändern, während die anderen stehenbleiben. Richtig eingesetzt, kann das besonders life eine spannende Sache sein.

Für meine Zwecke eignet sich das leider aus einer ganzen Reihe von Gründen nicht, aber es ist ein sympathisches Produkt eines kleinen Unternehmens, und vielleicht interessiert es jemand anders.

[2.] Tubbutec µTune
https://tubbutec.de/µtune/

Ein Interface für modale Synthesizer, das Pflege und Auswahl von Stimmungstabellen gestattet. Es wurde vom Meister selber im Synmag 65 (Dezember 2018) sehr positiv besprochen; der Artikel endet allerdings mitten im Satz.... ; - )

Offenbar gibt es hier keine willkürlichen Beschränkungen (wie etwa die Wiederholung nach einer Oktav oder der Zwang zu gleichen Intervallen). Hätte ich ein Modulsystem, wär das ganz sicher meine nächste Investition.

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Nochmal: Weitere Beiträge zum Thema sind sehr willkommen – Lösungen, Erfahrungen und blanke Ideen genauso wie offene Fragen.

Gruß,
--bohor
 
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