Miniworkshop: Microtuning mit Blofeld

Dieses Thema im Forum "Sound / Tutorials" wurde erstellt von Zotterl, 17. Dezember 2011.

  1. Zotterl

    Zotterl Guest

    Momentan schießen die Blofeld-Threads wie die Pilze aus dem Boden. Wie wärs mit 'nem Mini-Workshop statt Nörgelthread: Thema Microtuning.

    Geht mit dem Blofeld relativ einfach. Es gibt keine spezielle Tuningfunktion, wo man vordefinierte Skalen einstellen kann, aber einen einfachen Trick.

    Wie war das nochmal bei den alten Modularkisten: die Keyboard-CV erreicht normalerweise
    mit 100% die VCOs. Nimmt man den Amountregler etwas zurück, so spreizt man die Tonskala.

    Beim Blofeld ist das nicht anders: im Single-Mode einen Sound anwählen – zum Probieren
    empfehle ich einen ganz einfachen Sound, ohne Effekte und Schwebungen. Dann:
    - Oszillator 1 anwählen
    - auf Seite 6/6 steht der Keytrack-Wert auf 100 %.
    Für die ersten Versuche reicht ein einfacher Dreisatz, um die gewünschte Skala zu finden; in unserem Beispiel wünschen wir uns eine 17-Ton-Skala:
    100 % entspricht der bekannten 12 Ton-Skala.
    X % entspricht (nur mal als Beispiel) 17 Ton-Skala.

    Für X ergibt sich ein Wert von 70,588 den wir großzügig auf 71 runden. Also:
    - Keytrack-Wert auf 71 % stellen und probieren...und?

    Bitte beachten:
    - Hat der Sound mehr als nur einen VCO, so muß auch dort der Keytrack-Wert verändert werden.

    Hier mal die Klangbeispiele
    1) Einfache Blofeld-Säge im bekannten "12er-Tuning"

    2) ca. 17 Töne ergeben nun eine Oktave

    3) Versuchen wir mal damit ein paar Akkorde zu spielen:

    4) Nun kommt der Sommerhit 2012... :mrgreen:
     
  2. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel engagiert

    Herrlich der Sommerhit!
    Katzenmusik vom Feinsten!
    Mein Kater hat irgendwie reissaus genommen...
     
  3. Zotterl

    Zotterl Guest

    Miau?

    (Richtig damit Musik zu machen ist ein anderes Thema...
    Mir gings nur um einen Eindruck. Wäre prima, wenn ein paar Blofeld-Besitzer
    Lust aufs experimentieren bekommen...Das oben beschriebene Modell läßt
    sich auch auf viele andere Synths übertragen.
    Alsdann, ran an die Bulletten, auch wenns nur für die Katz ist ;-)
     


  4. da binsch bei bin da aber noch ziemlich gruen hinter den ohren was die kiste angeht XD
     
  5. Zotterl

    Zotterl Guest

    Eine verwandte Funktion, die auch Spaß macht:

    Der Keytrack-Parameter geht auch in den Minus-Bereich. Gebt mal statt 100 % -100 % ein.

    Damit wird die Tastatur invertiert. "Alle meine Entchen" hört sich dann so an


    Wozu das gut sein soll? Kann man als Kreativitätstechnik verwenden, wenn Euch nichts mehr
    einfällt. Die invertierte Tastatur ist verwirrend im positiven Sinn. Man spielt anders
    darauf, bzw. hören sich die gewohnt gespielten Akkorde anders an.
     
  6. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel engagiert

    Klingt so als hättste das gleich in Moll invertiert!
     
  7. Zotterl

    Zotterl Guest

    Nö. Den alten Gossenhauer habe ich original eingespielt. Das Invertieren
    bringt "Nebeneffekte"*; probiers mal aus ;-)

    * Das "C" - womit der Song beginnt - sitzt nach dem Invertieren
    natürlich an anderer Stelle.
     
  8. Der Sommerhit hört sich an wie die Arabischen Kraftwerk :phat:
     
  9. Zotterl

    Zotterl Guest

    Jetzt, wo Du es sagst... :lollo:
     

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