Mitschnitte ambioSonics 28.5.

Dieses Thema im Forum "Your Tracks" wurde erstellt von fanwander, 22. Juni 2011.

  1. lilak

    lilak Tach

    sehr schön! ... ist das alles improvisiert oder habt ihr da einen festen set?
     
  2. Alles improvisiert. Es gibt nur zwei Teile mit vorprogrammierten Patterns: Christians 303 und meine 727, alles andere ist: Synth in Manual mode, Pattern löschen, loslegen.
     
  3. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    Das finde ich echt sehr sehr gut!
    Mir gefällt besonders 13 am Schluß, wie spielst Du die Akkorde?, live von Hand oder in die Monomachine?
    Und 24 finde ich ab der Mitte geil, wie macht Ihr das?, wechselt Ihr euch DJ-mäßig ab und habt ne Tempo-Vorgabe, so das jeder "sein System am laufen hat"?
    Oder improvisiert der andere die ganze Zeit über Kopfhörer und gibt ein Zeichen wenn er was hat und einsteigen könnte?

    :supi:
     
  4. Danke! :nihao:
    Du meinst ab 17:10 das? Das ist eine Akkordfolge im Sequencer des JX3P, getriggert von der 808 auf die 1 jeden Taktes. Der JX3P Sound wird dann vom Boss SL-20 "geslicet". Ggf hab ich händisch zu den Akkorden noch VariantenTöne oben drauf gespielt.
    Die Monomachine hatte ich bei dem Gig noch nicht dabei.

    Tempo kommt natuerlich von einem Masterclock (SBX80) und alles haengt als Slave dran. Die meisten Sequenzer und Rhythmusmaschinen könenn über verschiedene Mungosync-artige Teile eingestartet werden: bei mir 2x Mungos und 2xShufflebox. Chris hat zwei oder drei selbst gebaute Teile, die auch Step-Shift können. ich weiss grad nciht wie die heissen.
    Eigentlich arbeiten wir wenig mit Kopfhörer - eigentlich nur wenn eine etwas kompliziertere Stepsequenz-Eingabe ein Abschotten erfordert. An der besagten Stelle kommt sehr viel von Christian. Die Percussion ist meine 727 durch einen Bitrman. Ein Teil des durchgehenden Beats kommt von meiner 707 und Xbase09, ein Teil von Christians 707. Hinter meinem Mix hängt ein Kaoss Pad Quad, mit dem man prima Breaks und Steigerungen einbauen kann.

    Es ist insgesamt kein komplettes Abwechseln, sonderen eher so, dass sich der Schwerpunkt von dem einen auf den anderen verlagert. IRgendwann sagt, dann derjenige, der grade die Hauptarbeit macht: "Hjetzat brauchat's a neie Basslinie", und dann macht der andere halt eine neue Basslinie, man guckt sich an, fährt langsam Snarerolls, Becken, etc rein, macht einen Filtersweep und dann wird über einzählen auf die neue BassPhrase übergeben.
     
  5. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    ...echt sehr schön und cool wenn man sich so "musikalisch" versteht, gerade das mit dem "übergeben"! :supi:

    PS: Und der JX-Sequenzer ist immer nur auf die 1 einmal getriggert und läuft dann durch bis zur nächsten 1?
     
  6. Ja. Klappt nicht mit jedem so. Ce De aka Christian ist da schon herausragend. Mit Anatol Locker ists auch cool, und bei Darpanet hatte ich auch schon sehr gute Momente.

    Ja. Der JX spielt einfach liegende Akkorde. Auf der 1 kommt ein Trigger von der 808.

    Ich hab meine 808 Trigger übrigens intern umgelegt: der erste liefert 16tel, der 2te die BD und der 3te die Maraca/Clap.
    16tel brauchts immer, der BD Trigger (meist utz utz utz 4tel) wird für Bässe aus dem SH101 benutzt oder für 4tel Chord figuren aus dem JX (gerne 1 und 3 pause auf 2 und 4 den Akkord). Die Trigger für die Akkorde auf die 1 kommen meist von Maraca.
    In diesem Fall hatte ich aber auch eine 606 dabei, deren beide Toms nur als Triggergeber verwendet werden.
     
  7. lilak

    lilak Tach

    wenn ich mir den aufwand vorstelle um das alles zu synchen freue ich mich über meinen modular wo das meiste in einer box passiert. ich hab schon livesets gesehen wo die kisten dann so ca 15 ms auseinander waren, vor allem wenn midi im spiel ist. dann klappert das so dahin wie eine betrunkenen sambaband.

    ich finde das vor allem sehr gut gemischt. der sound und die übergänge passen immer sehr gut zusammen. das ist meiner erfahrung nach das wichtigste bei solchen setups, damit es nicht monoton wird. dreht ihr da beide am mischer? auf was mischt ihr das ab?
     
  8. Es ist alles MIDI-Clock (ausser JX3P und SH101 Sequencer, die von den TRs getriggert werden). MIDI Clock ist "tight like a nuns ..." wenn man nur den Clock (und bestenfalls ein paar Noten) über die Leitung schickt, aber nicht auch noch zigtausend Controllerevents.

    SBX80 als Master clock, Clock geht in zwei 8fach Thruboxen von Monacor, und von dort zu den individuellen Geräten - ggf eben über so Mungo-Einstart-Teilchen.

    Jeder von uns hat seinen eigenen Mischer (Christian einen Fostex 2HE Rackmischer, ich einen alten Behringer 1602), wobei in jeder Stereosumme ein Kompressor hängt. Die beiden Stereosummen gehen dann nochmal in einen Mastermischer (Behringer Rackteil). Von dort über eine Splitbox (Behringer MMX802) an die PA und an die Aufnahme. In der Aufnahme hängt noch ein Höf Dynamic Master. Aufgenommen wird mit einem Zoom H2. Irgendwann werde ich auch noch einen Kompressor in die finale Summe tun.

    Die Bedeutung der Kompressoren für den Livesound sollte man nicht unterschätzen. Das klebt einfach alles zusammen.
     
  9. lilak

    lilak Tach

    ich hör das schon den ganzen vormittag nebenher, macht wirklich gute laune der sound. der sh-101 ist auch so ein klebemittel, mit dem als basis klingt einfach alles gut. mach doch mal eine liste was da alles im signal ist, würde mich wirklich interessieren.
     
  10. Freut mich, dass es Dir gefällt.

    Die Liste jetzt mal aus der Erinnerung:

    Christian:
    TR707 -> Alesis Bitrman
    Akai ASQ10 -> JX3P -> SL-20 -> Mischer
    Akai ASQ10 -> DW8000 -> Mischer
    MB303 -> Alesis Ineko -> Mischer
    am Mischer:
    ein altes Alesis Hall,
    ein mir unbekanntes Delay
    Stereoout -> Kompressor (ich glaub auch Alesis Smashup)

    Florian:
    TR707 -> Alesis Filtre -> Mischer
    TR272 -> Alesis Bitrman -> Mischer
    Xbase09 -> Mischer (BD auf separatem Kanal)
    TR808 mit eingebauter shufflebox -> Alesis Bitrman -> Mischer
    TR606 mit shufflebox -> Mischer
    -> Toms der 606 triggern 101 und JX3P
    Electrix Repeater -> Mischer
    JX3P -> SL-20 -> Mischer
    SH-101 -> Mischer
    MonoPoly -> Mischer

    Am Mischer (Behringer MX1602):
    Lexicon MX200 mit MIDI-Sync Pingpongdelay durch Phaser
    Dynacord DRP15 mit HQ-Reverb
    Stereoout -> Korg Kaoss Pad Quad -> Alesis Smashup

    beide Stereosummen in Behringer RX1602
    RX1602 out -> Behringer MMX882 Splitter

    MX882:
    Masterout -> PA
    Out 3/4 -> an VJ für Bildsync (VJ hat alternativ auch MIDI Clock)
    Out 5/6 -> Höf Dynamic Master -> Zoom H2
    Out 7/8 -> Reserve-Recorder


    Ich hab auch noch Bilder vom Setup gemacht, die muss ich noch hochladen.
     
  11. lilak

    lilak Tach

    wow, das sind in der tat eine menge geräte für 2 leute. ich hätte da live unter adrenalin keinen überblick mehr ... danke für die liste!
     

  12. Die Musik unterm Video ist nicht die, die zum Zeitpunkt der Aufnahme gespielt wurde.
     
  13. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    Wow!
    Das ist echt sehr interessant.
    Mutiges Setup, ich würde auch live vor lauter Anspannung mit diesen Geräten Abk.....!
    @Florian: Wirst Du in zukunft die MM für das polyphone Sequencing nehmen, oder reicht Dir das triggern des JX-Sequenzer's völlig aus?

    Zum Setup von Christian, könnte er nicht, rein technisch gesehen, den Patch Editor für JX und den DW nehmen?
    Ihr habt viele von den kleinen Alesis Geräten, sind die tauglich?

    Hut ab, echt klasse!

    Edit: Und deine 707 sieht ja extrem gemoddet aus, was kann die denn zusätzlich?
    Haste da vielleicht auch andere Sounds drin, so wie in der Xbase09?
     
  14. Naja, ich hab vor 10 jahren angefangen mit JX3P, 101 und der 808 im Pattern-Edit-Mode. Letztlich ist das heuteige Setup nur die Erweiterung dieses Grundprinzips.

    EDIT: Wichtig ist, dass eigenlich jedes Gerät von einer Grundeinstellung ausgeht, an der während dem Set nur sehr wenige Parameter abgeändert werden. zB das Lexicon ist einfach ein Delay mit 3/16tel Pingpong und läuft MIDI-Clock synchron. Das kuck ich kein einziges Mal während dem Gig an. Da wird nur der Auxweg auf- oder zugedreht - Punkt. Beim Hall kommt einfach vor dem Gig die Hallzeit auf das Jogwheel und Schluss, mehr als die Hallzeit wird einfach nicht geändert.
    Der JX3P läuft im Manual Mode.

    Wenn man anfängt mit dem Umschalten zwischen verschiedenen Presets zu arbeiten, dann hat man nie die Unterschiede zwischen den Sounds im Griff. ganz zu schweigen davon, dass die Edit-Regler des PE dann immer an irgendeiner Stelle stehen, und man - selbst beim "pick value up"-Modus - nie weiss wo der Parameter eigentlich steht. Deswegen sind Synths ohne Programmierung einfach für mich die viel geeigneteren Geräte.


    Weiss ich nicht. Ich bin letztlich nicht sehr angetan. Für zu Hause zum Rumfrickeln ist sie super, aber für live fehlen mir einfach ein paar Sachen. Das was ich derzeit mit der Kombi 808-Trigger und JX3P Sequencer mache, habe ich noch bei keinem einzigen MIDI-Hardwaresequencer gefunden, den man in Echtzeit benutzen kann.
    Christian will eventuell einen MIDI-Looper bauen, den man in Echtzeit einspielen kann, aber dann im Lauflicht-Mode editieren kann. Quasi eine Electribe-Spur, nur eben polyphon. Das wäre genau das, was ich suche.


    Ja. Tut er m.W. auch. Man kann ja am PE die Synths und den Kanal umschalten.

    Für Live sind sie wunderbar. Der Flanger und der Phaser sind eher mittelprächtig (da ist halt das Kaoss Pad super), aber das Filtre ist echt ok, und der Smashup braucht sich wirklich nicht zu verstecken. Die Bitrmans sind sowieso der absolute Hammer - aber das merkt man ja auch am ebay-Preis.

    Im Studio darf man halt seinen Kunden nicht zeigen, das da ein 40 Euro Smashup statt einem 2000 Euro LA2A im Signalweg ist :)))
     
  15. dhollmusik

    dhollmusik Tach


    Erfreulich das es noch hardcore-Hardware live Gigs gibt :phat:

    Hier in Berlin sehe ich oft bei 'live' electronische Musik nur ein Laptop, sogar ein Midi Controller gibt's kaum zu sehen. Ich glaube viele machen ihr Musik daheim, und dann für Gigs heißt es Ableton oder Traktor DJ. Auch die Sommer Festivals hosten kaum Hardware mehr.

    Klar, issja ganz viel Aufwand mit ein richtigen Hardware Rig ein Gig zu spielen (kenne ich selber), aber die Szene ist ärmer wenn immer mehr ohne Instrument-spielen auskommen und nur lauter Typen mit Laptops gibt....als Spektakel doch langweilig, da kann gleich ne DJ spielen.


    Ich wünsche dir und deine Kollegen genug Erfolg und Spaß damit ihr das so weitermacht :supi:
     
  16. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    Genau das Problem habe ich auch, ich habe mir um live mal 'nen Akkord reinzuschmeissen eine Monomachine und ne MPC1000 besorgt.
    Aber so wie ich das jetzt sehe ist das jawohl absolut mit Kanonen auf Spatzen geschossen.
    Es ist sozusagen Blasphemie an den beiden Geräten sie nur für 3, 4 Akkorde zu nutzen.
    Wenn Christian so ein Ding baut, macht er das auf Midibox-Basis?
    Falls er so etwas verkaufen möchte wäre ich sofort dabei.

    Zum Patch-Editor fragte ich weil er den PG200 ja auch im Setup hat!?

    Kannst Du bitte noch etwas zu deiner gemoddeten 707 erzählen, was genau sie machen kann und ob andere Sounds und so?

    PS: Kann man ne 606 oder 707 eigentlich leicht um Triggerouts erweitern? Haben die die richtige Spannung(5,12,? Volt)?
     
  17. Nоrdcore

    Nоrdcore Spezialist

    Sehr geil das ganze :supi: :supi: :supi:
     
  18. lilak

    lilak Tach

    ja ich finde das auch absurd dass alle zuhause studios voller instrumente und controller haben und live dann ableton audio loops abtickern. das liegt aber glaube ich daran dass das publikum das kaum honoriert weil die an djs gewöhnt sind zwei platten zusammenmischen.

    das halten alle für live musik, wenn sich einer die mühe macht wirklich live zu sein so wie das noch ein paar alte haasen aus detroit oder die münchner (;-) machen dann versteht kaum noch jemand den unterschied. wenn die dann noch langweilger klingen als ein dj, der ja immer eine viel grössere auswahl an stimmungen hat dann stehst du damit schlecht da. live act vs. dj gewinnt normalerweise dj.
     
  19. dhollmusik

    dhollmusik Tach


    Ja ne, stimme ich dir alles zu.

    Ich habe in London oft aufgetreten. Damals (meist 2001 bis 2003) war mein Rig:

    - Yamaha RS7000
    - midi keyboard
    - Samson S-Com (echt fett für Soundsystem Techno)
    - irgende Effektkiste
    - Mixer (auch für Sänger, Gitarren oder sonstige)


    Wenn ich alleine mein Ding gespielt habe war es meist Techno-art, aber bei fast jedes Gig war ich als "DJ" benannt. Das Publikum haben da echt kein Plan, und die ist es auch egal...die wollen nur das Beat haben.

    Nur als ich mit anderen gespielt habe (Typ mit Gitarre und/oder Frollein mit Mikrofon) dann waren wir auf einmal "live". Ab und zu hat ein "MC" mit mir gespielt, dann war er "live" und ich blieb noch "DJ".

    :selfhammer:
     
  20. Sekim

    Sekim bin angekommen

    Was ich gehört habe, gefällt mir sehr gut!

    Super set-up, schön, dass es Leute gibt, die zum electro act noch richtiges Zeug auf die Bühne schleppen.

    Alles Gute
     
  21. Ist uns auch mit diesem Setup passiert. Kommt eine Typ aus dem Publikum zu mir her, während ich an einem Keyboard spiele (was man nun wirklich als Musikertum erkennen kann), und frägt, ob ich was von XYZ auflegen könnte...
     
  22. Ja. Thorsten will ihn bei der Software unterstützen.
    :) Nicht nur Du.
    Das ist glaub ich mein PG200, den ich ihm geliehen hatte (ich bin mir jetzt echt nicht sicher - er hat auch ein PG200). Es ist jedenfalls live sicher entspannter, wenn man für jedes Gerät dezidierte Knöpfe hat.
    Das ist eine Diabolical Devices TR-707. Habe ich ausnahmsweise nicht selbst gemacht, sondern so, wie sie ist, über Big-City-Music aus den USA gekauft.
    http://classaelectronics.com/cbinstrumentsMAIN.html


    707 kann ich Dir auf den Schlag nicht sagen - müsste ich nachsehen. 606: ja. 5 Volt kriegt man direkt. Für 12V muss noch ein Buffferstransistor und zwei Widerstände dran.
     
  23. roechel

    roechel Tach

    sehr schöne livesession :supi: :supi: :supi:

    ...das ist auch ein ziel von uns/mir...etwas mehr struktur hineinbringen wenn man nicht pattern-/preproductionorientiert arbeitet.

    Ich kann das am besten mit hardware...mein kollege ist eher mit laptop-orientiert...und da ist man bei impro einfach, meiner meinung nach, nicht so schnell und die fummelei geht mir tierisch auf den kecks...
     
  24. tomk

    tomk bin angekommen

    :supi:
    Respekt auch von mir.
    Wieviel Eintritt wollt ihr eigentlich am 11.7 in der Glockenbachwerktstatt?
     
  25. Das ist kein Konzert, sondern eine öffentliche Session. Da ist Eintritt frei.

    Das ist allerdings musikalisch nicht ganz so "zielstrebig", weil viel mehr Leute mitmachen. Kann toll sein, kann aber auch ins absonderliche abgleiten. Horch Dir halt mal Sachen von den anderen Sessions an.
     
  26. fairplay

    fairplay Tach

    ... :mrgreen: ...
     
  27. Du brauchst da jetzt garnicht so zu grinsen. :rofl:
     
  28. tomk

    tomk bin angekommen

    Achso... dann kann ich also mit meiner Ukulele vorbeikommen und einfach mitjammen.
    Verstehe ich doch richtig so. :lol:
     

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