Nearfield Monitore an HiFi Amp oder Profi Endstufe?

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von poly700, 24. Februar 2012.

  1. poly700

    poly700 Tach

    Hallo Kollegen,

    macht es klanglich einen Unterschied, ob ich meine Nearfield Monitore an einem HiFi Amp oder an einer Profi Stereo Endstufe anschliesse?
     
  2. MinorThree

    MinorThree Tach

    Das ist nicht so ausschlaggebend. Einen merklichen klanglichen Unterschied bekommst du indes, wenn du sie mit Energie-Klanglack bestreichst.

    :roll:
     
  3. XCenter

    XCenter Stimmungsmacher

    :mrgreen:

    Solange man die Verstärker nicht ans Hausnetz anschließt, hört man klanglich auch keinen Unterschied.
     
  4. Nоrdcore

    Nоrdcore Spezialist

    Natürlich. Die gehörten Unterschiede sind regelmäßig sehr deutlich.
    (Und sie haben niemals etwas mit den realen, auch in einem sinnvollen Hörtest hörbaren Unterschieden zu tun. )
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Vorab eine Frage: Für welchen Anwendungszweck wird der Verstärker gesucht, Nahfeld, Mittelfeld oder große Abhöre, welche Lautsprecher?

    Und zur Frage: Sogenannte "Profiendstufen" werden i.d.R. für Beschallungszwecke optimiert, wobei elektrische Zuverlässigkeit, mechanische Robustheit und Transportfreundlichkeit durchaus vor Klanggüte stehen können. Auch werden i.d.R. Lüfter zur Kühlung eingesetzt, was im Studiobetrieb durchaus störend sein kann.

    HiFi-Verstärker- und da sprechen wir nicht von Produkten aus den Geiz-ist-geil-Shops - da dann auch je nach Anspruch durchaus höherpreisige Ausführungen, dienen der klangneutralen Wiedergabe von Audiomaterial und scheinen - pauschal gesprochen - in deinem Fall sinnvoller zu sein. So findet man in renommierten Tonstudios durchaus Komponenten wie B+W Nautilus mit entstrechenden Verstärkern. Kostet.
    http://www.bowers-wilkins.de/Discover/D ... -road.html
     
  6. poly700

    poly700 Tach

    Ich habe einen 20 Jahre alten höherpreisigen Yamaha Verstärker seit Ewigkeiten bei mir im Studio im Einsatz.
    Jetzt habe ich ein paar EMES Black TV Monitore mit einer QSC Endstufe erstanden und überlege, ob sich das umbauen lohnt, oder ob ich die Endstufe einfach wieder verkaufe?
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Verstehe ich das richtig, dass die Emes passiv sind und die Endstufe separat betrieben wird? Eine 19"-Ausführung macht deine Musik nicht besser und aus dir keinen Profi. Das möchte uns die Industrie und der Handel oft einreden, ebenso wie mit ostasiatischen Popelprodukten, die als aktive "Studiomonitore" beworben werden. Alles Quatsch. Meine Empfehlung: Lass dein Ohr entscheiden, das ist in diesem Fall der einzige verlässliche Maßstab.
     
  8. poly700

    poly700 Tach


    Prima, das wollte ich hören :)
     
  9. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Nein. Der Hifi-Amp ist flexibler, was das Anschließen anderer Signalquellen betrifft. Wenn der Amp ausreichend Reserven hat, um die Monitore anzutreiben, wird er immer schön entspannt aufspielen, ohne dem Klang eine eigene Note aufzuprägen. Das machen nur unterdimensionierte Amps, die im Grenzbereich ackern müssen.

    Ich persönlich bin ein großer Fan von den Ken Ishiwata-Modellen von Marantz, die keine interne Klangregelung mehr haben, mit der man Höhen oder Bässe manipulieren kann. Habe lange im Musikraum einen Marantz PM-80SE KI (bis zu seinem Tode) benutzt -- kein Thema.

    Netzfilter hingegen wirken wahre Wunder. Seit ich die benutze, rauschen meine Hallgeräte und das Pult nicht mehr. Und da muß man keinen Esoterikscheiß aus der Image-Hifi-Stereophonie-LP oder einem anderen Käseblättchen kaufen. Da tun es schon einfache Geräte aus dem Elektronikversand oder fertig bestückte Platinen, die man z. B. in einen Furman PL-8 einbauen kann (meine Empfehlung: Quante-Netzfilter).

    Stephen
     
  10. Hast du da mal einen Link, ich finde da gerade nichts zu im Netz.
     
  11. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Nee, leider nicht.

    Die Firma baute Netzfilter u. a. für die Deutsche Bundespost Fernmeldedienst, also nach amtlichen Spezifikationen. Ich habe ein solches Filter in meinem Furman, und seither brummt, rauscht und knackt nichts mehr. Mein Vater hatte so eins mal gerettet, als vor 20 Jahren die Post von Analog- auf Digitaltechnik umstellte und die alten Wählersäle entsorgte.

    Stephen
     
  12. beaty

    beaty Tach

    Ich möchte mir auch wieder Studio-Monitore zulegen und überlegen meinen alten Sony-Verstärker zu verwenden.
    Das Gerät ist fast 25 Jahre alt und hat diverse Umzüge hinter sich, läuft aber immer noch super! Ich glaube diese Geräte wurde damals auch "Receiver" genannt.

    Die Vorteile des Geräts sind wie schon erwähnt die Flexibilität. Es sind zwar ein paar DSP Sachen eingebaut (Eq, Bass-Boost und irgendwas mit Surround) aber das habe ich alles abgeschaltet.
    Schön ist das ich aus 4 Audio-Quellen auswählen kann.
    Ich schätze das Gerät hatte damals 500-600 DM gekostet. Also ehr noch im günstigen Segment.

    Anschließen möchte ich passive Nearfield-Monitore.

    Lohnt sich das, d.h. verstärken diese alten Geräte auch möglichst neutral?
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    probiere es einfach aus. Ich bevorzuge fürs Studio einen entsprechenden Verstärker ohne EQ, aber: EQ ist ja mittlerweile auch bei aktiven Monitoren schaltbar, um "dem Raum entgegen zu kommen" :mrgreen:

    Meist ist das erste Paar nur auch Prologic geklemmt ;-) DSP off, Stereo on :idea:
     
  14. bendeg

    bendeg Tach

    solang es kein Hifi-Verstäker ist der das Signal noch durch irgendwelche Surround-DSP-Effekthascherei schickt sind diese genauso, wenn nicht sogar besser (da flexibler - A/B-Paar, Klangregelung, Record-Outs, ein großer Lautstärkeregler und nicht zwei, Sleep-Timer), als 19" Endstufen. oftmals hatte ich sogar mit 19" Endstufen leichte Brumm-Grundgeräusche drin (Samson, Kotec, Norton, MAM, t.amp waren die von mir getesteten).
    entweder zB einen alten klassichen Yamaha Natural Sound 2-Kanal Hifi-Verstärker oder bei den größeren Mehrkanal-AV-Receiver-Endstufen dann den 'Pure Direct'-Schalter betätigen. damit umgeht man deren DSP. die DSP verfälschen nicht nur das Signal, sie bringen auch eine Signalverzögerung rein. nützt ja nix beim Audiointerface und Controllern auf niedrige Latenz zu achten wenn dann die Endstufe nochmal >20ms verzögert! eventuell vorhandenen Loudness-Regler auch auf off stellen
     
  15. electric guillaume

    electric guillaume keine Information

    Ich hatte gerade die umgekehrte Situation. Ich wollte für meine geplanten HiFi Boxen (B&W CM9) nicht so viel Geld für einen relativ teuren HiFi-Verstärker ausgeben, und hatte dafür, bei gleicher Leistung, eine günstiger erscheinende Endstufe mit Vorverstärker aus dem Music-Store Katalog in Betracht gezogen.
    Witzigerweise riet mir der MS Mitarbeiter am Telefon davon ab und empfahl mir, auch für Homrecording Anwendungen, ruhig einen HiFi Verstärker zu verwenden. Bei den "Profi"-Endstufen geht es wohl, zumindest in der unteren Preiskategorie tatsächlich um andere, eher auf Zuverlässigkeit getrimmte Eigenschaften, als um das letzte Quäntchen Audioqualität.
     
  16. Bei einem 25 Jahre alten Sony-Receiver ist sicher kein DSP drin, vor allem nicht in dieser Preisklasse, das sind mehr zuschaltete analoge Klangverbiegungen der meist unschönen Sorte.

    Sony-Verstärker aus dieser Ära würde ich für den besagten Zweck wirklich nicht einsetzen wollen, die waren wirklich nicht Besonders, ganz im Gegenteil. Wir haben damals zu Hause Hörvergleiche mit einem solchen Sony, meinem billigen Nikko und einem Akai gemacht. Der Sony war gegenüber dem Nikko kein signifikanter Unterschied, beim Akai dagegen ging regelrecht die Sonne auf. Ich dachte erst, meine Freunde wollen mich foppen und haben andere Boxen drangehängt (das war ein Blindtest), aber nein, das waren wirklich meine ollen Boxen, aus denen auf einmal ein Klang rauskam, den ich diesen Dingern nie zugetraut hätte.

    Diese Yamahas mit den hinterleuchteten Tastern zB sind auch so ein Fall, lohnen sich immer noch, ebenso Akais aus den 90ern.

    Unser Akai war der Kleinste, AM37. Gabs auch in Größer als AM-47/57/67, siehe: http://www.hifi-wiki.de/index.php/Akai_AM-67

    Wenn man sich die Preise für diese Dinger jetzt anschaut, kann man getrost zu den ehemaligen Topmodellen wie AM-57 oder 67 greifen.

    Bei den Yamahas weiß ich die Bezeichnungen leider nicht, die sollten sich aber im Link oben finden lassen.

    Wenns was Neueres sein darf: gebrauchter Creek Evo ist auch nicht zu verachten, wenn auch teurer. Blöd isses nur dann, wenn da Extra für den Hersteller gefertigte Chips von Sanken drinstecken, wie bei einigen Akais der späten 80ern der Fall. Wenn die hin sind, wars das für den Verstärker, denn die Chips gibt's nimmer.
     
  17. slaytalix

    slaytalix Tach

    Profi Amps haben eher Speakon Ausgänge für Lautsprecher, die Leistung ist höher. Es gibt evtl noch Restbestände bei KME zu konvektionsgekühlten Studioendstufen, made in Germany, recht hochwertig. Adapter Pomona (Schraubklemmen) auf Speakon LS Kabel erhältlich.

    Vermutlich sind die Leistungen zu hoch für kleine Boxen bei Pro Amps, so daß die Boxen-Chassis beschädigt würden, Leistung bei x Watt @ 4 Ohm, bei 8 Ohm halbiert sich ungefähr die Leistung, die meisten Boxen haben 8 Ohm

    Sonst aktive Studiomonitore wie Focal, KRK, Yamaha etc ?
     
  18. andries

    andries Tach

  19. bendeg

    bendeg Tach

    kann die nicht empfehlen.
    habe selber ein paar silberne Kabel und diese werden mit der Zeit schwarz (oxidieren) und keine Lust die zu putzen wie unser Tafelsilber!
    unsere Hausputze hat auch schon genug zu tun.
    wenn, dann nur noch Gold! :opa: :selfhammer:
     
  20. Ohauerha. Ich dachte, wir sind hier bei Musikern und nicht unter HiFi-Esoterikern.
     

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