Nutzt jemand (noch?) den AMIGA?

Dieses Thema im Forum "APPartig" wurde erstellt von Oxygène, 28. März 2010.

  1. Hallo Forum!

    Nutzt jemand von Euch für Musikanwendungen den AMIGA? (Mit "Musikanwendungen" meine ich jetzt ernsthafte Software wie Camouflage (MIDI/Audio-Sequenzer), Prostation Audio oder Audio Evolution (beides HD-Recordingprogramme).)

    Gruß
    O.
     
  2. motone

    motone recht aktiv

    Was ist mit OctaMED v4 (kann auch MIDI)?

    Ansonsten: nein, hab zwar 4 "Freundinnen" zuhause, aber keine "ernsthaften" Musikprogramme. "Bars & Pipes" mal irgendwann ausprobiert, und Seq24 hab ich auch noch irgendwo unbenutzt rumliegen.
     
  3. Hallo motone!

    Was?! VIER Stück? :shock:
    Da bin ich mit meien zwei ja ein richtiger Schmalspur-User ... :lol:
    Welche Modelle hast Du denn, wenn man fragen darf? Bei sinds ein 2000er und ein 1200er. Den 2000er nutze ich für die Musik. Habe bisher meist mit Mignon von SEK'D gearbeitet, vor kurzem mich aber nochmals mit Camouflage befaßt und mittlerweile auf den Geschmack gekommen. Der Funktionsumfang ist da ja gewaltig.
    OctaMED hatte ich nie. Ich kenne es zwar vom Namen her, aber als Tracker hatte ich immer andere Programme. Naja, und nur mit Soundchip des Amiga habe ich auch gar nicht sooo viel gemaht. MIDI und "echte" Instrumente waren mir immer lieber.
    Was ist denn Seq24? Das kenne ich gar nicht.
    Neulich habe ich im Netz noch den Sequenzer Horny gefunden, der auch kostenlos registriert werden kann. Das Pogramm hat mir ebenfalls gefallen.

    Gruß
    O.
     
  4. ich hab noch n 4000er rumstehen - aber benutzen tue ich ihn nicht
     
  5. motone

    motone recht aktiv

    Njooa, da wäre mein erster A500, dann noch ein zweiter, den ich mal geschenkt bekommen habe (beide lagern auf dem Dachboden), mein A1200 mit eingebauter HD und ein kürzlich erworbener A600HD, den ich noch herrichten muss (CF-Karte als HD).

    Den Amiga hab ich in meiner "Vor-MIDI-Zeit" benutzt, also ausschließlich auf Tracker- und Sample-Basis. OctaMED kann beides ganz gut, interne Sample-Ansteuerung und externes MIDI. Hab mich noch nicht so damit beschäftigt, weil ich die Optik von OctaMED echt gruselig finde. War eher der Protracker-User.

    Kannste auch nicht kennen, hab nämlich Quark geschrieben. :oops: Ich meinte "Steinberg Pro 24". Hab ich mal billig bekommen, aber nie ausgepackt und verwendet. Weiss gar nicht, ob die Disketten noch wohlauf sind.
     
  6. Ich nutze den Amiga tatsächlich noch ziemlich regelmässig, allerdings nicht mit Programmen, die man heute noch als "ernsthaft" bezeichnen würde (habe auch nur nen A500). Der Tracker meiner Wahl ist der gute alte Oktalyzer, den Rohstoff für diesen liefert ein Sampler-Modul. Spass bringt auch Aegis Sonix, v.a. dessen bronzezeitlicher Softsynth:



    Manchmal überlege ich mir auch kurz, mir den Digibooster Pro zuzulegen (http://www.digiboosterpro.de/dbp.php), aber da wäre halt ein neuer Amiga fällig, und ausserdem stellt sich bei diesem ganzen neumodischen Kram bei mir kein Amiga-Feeling ein (mehr als 8 Spuren sind doch unnötiger Luxus :mrgreen: ). Dafür habe ich ja Cubase, mit dem ich sehr zufrieden bin.
     
  7. :shock: Waaas Amiga ...oh je das waren noch zeiten !!
    Den Amiga hatte ich auch mal nach meinem Commodore 128d ... :mrgreen:
     
  8. Leider nicht mehr... trauer aber relativ oft den alten Zeiten hinterher, besonders wenn ich mich mit aufgeblähten Betriebsystemen ala Windows & Co. rumschlagen muss :cry:
    Wär die Technologie mal konsequent weiterentwickelt worden hätten wir heute deutlich leistungsfähigere Maschinen.

    Hab noch relativ lange nen Amiga 1200 mit Octamed als Midi-Sequencer verwendet. Und ja, die Oberfläche von Octamed ist gruselig - auch in der PC Version. Gottseidank kann man wenigstens die Farben tunen. Verwende gelegentlich noch Octamed in der PC Version um alte Sachen zu konvertieren, etc.

    Btw. vielleicht für den ein oder anderen interessant: http://www.rebol.com/ - eine sehr leistungsfähige und trotzdem unglaublich schlanke Programmiersprache entwickelt von einem der ehemailigen Amiga Betriebsystem-Entwickler. Auch da sieht man mal wieder was "gehen kann", wenn man es gleich gescheit macht.
     
  9. krahz

    krahz Guest

    Leider kein Platz übrig, sonst würde ich den Amiga auch heute bestimmt noch benutzen.
    Der Boost Button / Effekt in Protracker war klasse
     
  10. motone

    motone recht aktiv

    Oh je, Oktalyzer, den hatte ich auch ein paar mal benutzt. Übles User-Interface, aber hatte die damals (1993) beste Mischqualität im 8-Spur-Modus, auch wenn es dabei zu fiesen Phasenschweinereien kam. "Hardsequencer" a.k.a. Kay Lippert hat den damals auch benutzt ("Noise Is The Message").
     

  11. Geil, Aegis Sonix hatte ich damals auch, anno 1988... Aber ausser Lieder abspielen wusste ich nicht viel damit anzufangen als 13-Jähriger.
     
  12. Hier auch Aegis Sonix und Beatstomper - also eher primitives Zeug.
     
  13. Gab damals halt nix anderes mit 8 Spuren (zumindest kannte ich nichts) und inzwischen habe ich nicht mehr den Nerv mir noch mal die Bedienung eines anderen Trackers draufzuschaffen, nur um ab und zu ein lustiges Stündchen am Amiga zu verbringen.
    Naja...mal sehen, wenn die nächste Cubase-Version wieder so buggy läuft wie die 4er bei mir, dann überleg ich mir das vielleicht nochmal, oder ich bleibe einfach bei der Version 5, kann doch etwas mehr als diese Tracker-Geschichten...
     
  14. ron

    ron -

    Mit Protracker, Octamed & Co bin ich leider nie warm geworden...
    Aber als realtime effekt maschine lass ich manchmal Techno Sound Turbo auf meinem A1200 laufen, sehr organisches bitcrushing ;-)
    [​IMG]

    Meine Lieblings MIDI Anwending aber ist On The Fly, braucht aber leider sehr viel horse power:
    http://www.bigmech.com/misc/otf/

    [​IMG]
     
  15. Wie cool ist das denn. Das Ding hatte ich völlig verdrängt. Klingt aber ziemlich interessant das Teil. Damit rumspielen ist bestimmt klasse. Mein Amiga 2000 mit 68030 CPU steuert aber schon seit langer Zeit eine Modell-Eisenbahn irgendwo in NRW.
     
  16. Boah! Hätte nicht gedacht, daß so Viele was mit dem Amiga zu tun (gehabt) haben! :shock:

    Und dann muß ich für die Vokabel "ernsthaft" entschuldigen. Die habe ich nur benutzt, weil man normalerweise bei einer Anfrage nach dem Amiga in die Spielzeugecke einsortiert wird.

    Also, wenn ich mit Mignon arbeite, benutze ich tatsächlich gerne 8-Bit-Sounds aus dem A2000, meist Percussion oder Geräusche aller Art. Leider nutzt Camouflage "nur" die 16-Bit-Hardware.

    Nutzt denn hier jemand Camouflage?


    @ 8-Bit-Mellotron

    Oktalyzer kenne ich auch noch. Mit acht Spuren gab es fast zur selben Zeit noch Face The Music (FTM). Damit hat bei mir alles angfangen. Als ich dann aber mein Casio mit MIDI hatte, wollte ich nur noch Mignon benutzen. ;-)
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich hatte einen Amiga 500 und mit dem dann irgendwann mit dem Oktalyzer Musik gemacht. Leider habe ich den nicht mehr. Einen richtigen Midi Seq. hatte ich aber nicht.
     
  18. Der AMIGA war zumindest für den Heimbereich damals sicher nicht nur für uns lütte Butschies der Inbegriff des "High End-Computers". Ich kannte vorher nur den Schneider CPC und den C16 eines Freundes, das war natürlich ein Riesensprung :mrgreen: . Nicht nur, was die Grafik- und Soundmöglichkeiten betrifft bot er ja für damalige Verhältnisse (neben einigen Macken) wirklich erstaunliches. Schade, dass die meisten ihn v.a. als Daddelkiste genutzt haben (ich auch, wie ich gestehen muss) und die Entwicklung "dank" all der Fehler seitens Commodore nicht weiterging.



    FTM kannte ich noch gar nicht, aber seh ich mir vielleicht mal an. Macht Spass, ab und zu mal wieder was "neues" auf der Kiste auszuprobieren, wenn es nicht gerade ein Tracker ist (da bleibe ich wie gesagt beim Oktalyzer, der ist schon schaurig genug). Aber erstmal ist "Bars n Pipes" dran, das ich mir vor ein paar Monaten geschossen habe, damit habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. KCS (DR. T's) und der Twenty-Four (Steinberg) wären auch mal interessant, aber ich glaube für so Vintage Midi-Krempel sollte ich mir vielleicht doch lieber nen Atari ST zulegen; allein schon wegen den ganzen Programmen, die es bei Tims Atari Midi World gibt (http://tamw.atari-users.net/). Inzwischen kann ich ja zugeben, dass der ST auch echt gut ist ;-).

    P.S. Kennt noch jemand "Drum Studio" von reLine-Software? Schmeiss ich auch mal immer wieder an, aber nur um darüber zu staunen, dass ich damals meinte, dass Ding würde adäquat ne Yamaha RX5 u.ä. ersetzen. :mrgreen:
     
  19. mnb

    mnb -

    seit etwa 2004 steht er aufm dachboden. davor hab ich noch gelegentlich mit music-x mein midi-rack
    gesteuert, ende des jahrtausends sogar noch intensiv und ausschliesslich. das programm sollte es ja
    irgendwann auch fuer mac und pc geben, scheint aber leider wohl nichts draus geworden
    zu sein...
     
  20. @ 8-Bit-Mellotron

    Bars & Pipes habe ich mir vor ca drei Wochen mal wieder angeschaut. Es gibt ja eine kostenlose, weiterentwickelte Version von einem Herrn Faust. Leider mußte ich fetstellen, daß man mit dieser doch nur einen MIDI-Out-Port ansteuern kann. Das ist mir echt zu wenig, zwei sollten es mindestens sein.
    Ich habe ja im A2000 eine PicassoIV. Auf die kann man das Concierto-Modul aufstecken. Der Sound ist nicht gerade professionell, und ich habe ihn auch schon ganz abgeklemmt. Aber immerhin hat das Modul noch einen MIDI-Port, den ich mit Camouflage der Horny nutzen kann.
    Außerdem kann Bars & Pipes - sofern ich das richtig überblickt habe - keine SMFs im- oder exportieren. Das ist wirklich schade.


    @ mnb

    Was für ein Modell ist es denn?
     
  21. Kaneda

    Kaneda -

    Für MIDI nutze ich den Amiga bzw. die Workbench nicht mehr. Dafür hänge ich dann doch zu sehr an Dingen wie Live und Co.

    Als Quelle für Sounds aller Art ists aber immer noch spannend bzw. jetzt wieder spannend. Hab mir mal vor einer Weile 70-80 ST-XX Disks runtergeladen und auch viele Sounds angehört (ganz schön nervig das RAW-Format erstmal in WAV zu konvertieren, sox ist dein Freund!). Aber das meiste habe ich bisher aus SIDMon und JamCracker geholt. Sequencen gebastelt und diese dann später mit anderen Programmen weiterverarbeitet.

    Da wir hier schon das Amiga-ShowOff gemacht haben : hab noch einen A500, A600HD (mit CF-Karte) und einen A1200. Alles ist nicht mehr aufgebaut, wegen Platzgründen. War Amiga-User seit '87.
     
  22. escii

    escii -

    wenn jemand noch meine alten Mods Marke 'afterclap' findet.....der möge mir ne pm senden....
     
  23. motone

    motone recht aktiv

    Haste die denn jemals irgendwo hochgeladen (BBS o.ä.)?
     
  24. escii

    escii -

    Ich nicht, aber das heißt ja nix, war halt kein phreaker.... ;-)
     
  25. motone

    motone recht aktiv

    Auf Disketten haste die auch nich mehr?
     
  26. escii

    escii -

    Ich würde dann ja nicht fragen...hätte bloß mal Lust, die alten Oktamed und Soundtrackerteile zu hören um mal zu gucken, ob ich davon noch was verwerten kann ;-) Aber macht nix, was weg ist ist weg.
     
  27. Ich habe das Gefühl, dass die Kiste momentan ne kleine Renaissance erlebt. Zumindest geht mir das so.
    Habe mir nach ganz vielen Jahren wieder nen Amiga1200 zugelegt und auch schon fleißig dran rumgebastelt. HD raus und CF-Drive rein.
    Das ist alles schon ziemlich witzig.

    Der 8Bit-Sound kommt gerade auch wieder sehr in Mode, nachdem er ja lange Zeit vom Electropunkt totgetreten war. Nachdem die 8Bit-Maschinen irgendwann zur Belustigung rausgeholt wurden, glaube ich das gerade so eine Zeit anbricht, wo sich die Leute damit ernsthaft beschäftigen. Bleibt spannend denke ich!
     
  28. tomcat

    tomcat -

    Wie ist denn eure Langzeiterfahrung mit den Amiga Disketten? Hab noch ein paar Hundert rumliegen und wollte mir irgendwann wieder einen zulegen, würd mich interessieren ob die noch lesbar sind...
     
  29. Kaneda

    Kaneda -

    Schlecht. Ent-magnetisieren sich nach meiner Erfahrung. Als ich Ende der 90er mit einem Freund zusammen ein paar dutzend DD-Disketten auf den PC als Disk-Image übertragen habe waren schon einige nicht mehr 100% fehlerfrei lesbar. Dann ist eben auch die Frage wie die Laufwerke den Zahn der Zeit überstanden haben. Meine ersten Amiga-Disketten von '88/'89 waren zum großen Teil nicht mehr ausreichend lesbar (hat aber vielleicht auch mit der Qualität der Disketten zu tun, damals waren viele billige ja noch single-sided).
    Lagerung sollte halt fernab von magnetischen Feldern erfolgt sein, Röhrenfernseher, Netzteile und Co. sind auf dauer Gift für Disketten. Das heißt nun nicht das gar keine Diskette mehr lesbar ist, die Menge der Disketten mit defekten Blöcken steigt einfach im Lauf der Zeit.
     

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