Ohne Ende Musik, alles nur aus Spaß

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von Bernie, 21. Mai 2011.

  1. Bernie

    Bernie Anfänger

    Ich bin grad ziemlich erschrocken, wieviel Output ich bisher hatte.

    Habe letzt so für mich mal ein kleines Songbook erstellt, wo meine wichtigsten Werke gelistet sind und bin ziemlich erschrocken, welche Mengen das sind.
    Mittlerweile haben sich da über 160 Musikstücke angesammelt, 2/3 davon veröffentlicht mit Gema und so. Dazu kommen noch Unmengen an Daten von erstellten Samples und Sounds.
    Jetzt weiß ich zumindest, was ich die letzten 40 Jahre in meiner Freizeit so getrieben habe....
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Schlimm, poste einfach mehr und spiel mehr. Guck dir Videos an. Da geht noch was.
     
  3. Bernie

    Bernie Anfänger

    stimmt. Ich sollte künftig lieber mit netten Mädels und coolen Autos meine Zeit verplempern, als mit der sinnlosen Produktion von Musik, die eh am Ende niemand interessiert.
    :phat: :phat: :phat:
     
  4. island

    island Modelleisenbahner

    Sag sowas nicht ;-) Mach lieber mal Deine nächste CD vertisch :floet:
    :phat: :phat: :phat:
     
  5. CS1x

    CS1x -

    Mach Musik zusammen mit den netten Mädels, und lass die dann eine runde singen :supi:
     
  6. Bernie

    Bernie Anfänger

    Die ist, bis aufs Mastern, schon seit 2 Monaten fertig.
    Ich frag mich nur: "Wozu"?
    Braucht die Welt denn noch eine CD, die am Ende doch niemand kaufen wird?
     
  7. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel engagiert

    ...und die Mädels könnten Dir beim arbeiten an deinem Modular helfen, dann mußte nicht immer selber hin und her rennen, oder die Leiter rauf und runter:D
     
  8. Wenn du das eh nur aus Spaß machst, dann veröffentliche deine Produktionen doch frei unter den Creative Commons. Man muss ja nicht alles verkaufen.
     
  9. island

    island Modelleisenbahner

    Ich schon :roll: Und da werden sich schon noch ein paar finden ;-)
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    stehter tropfen hölt den stein, also las es raus ;-)

    und viel erfolg beim fan's finden !

    p.s. wie weit sollte eine kreative arbeit zu lebzeiten honoriert werden ?

    so mancher künstler wurde zu lebzeiten arm :mrgreen:
     
  11. Bernie

    Bernie Anfänger

    Bin ja noch in der Gema, was sich bis jetzt auch immer noch gerechnet hat. War zwar nie besonders viel, aber besser als nix, wird aber mit jedem Jahr etwas weniger.
     
  12. Bernie

    Bernie Anfänger

    Ich schon :roll: Und da werden sich schon noch ein paar finden ;-)[/quote]
    Naja, ein paar sind halt nicht viele, ist ja nicht so, das ich überhaupt keine Fans habe.
    Das wenige verdiente Geld wurde ja immer gleich ins Studio gesteckt, so hat sich das Hobby früher ganz gut finanziert. Ich hab immer versucht, mal 1000 Cds zu verkaufen, hab das allerdings nie erreichen können. Heute produziere ich nur noch 300 Stück von einem Album und bin schon froh wenn ich 150-200 davon verkaufen kann, der Rest ist Promo oder wird unter Freunden und Bekannten verschenkt.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    krass: bist du auch auf onlineportalen aktiv inkl. GEMA ?
     
  14. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Sind wir zufällig seelenverwandt, Bernie?

    Hab in den letzten 4 Jahren über 200 Stücke aufgenommen, alles an zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln in Instrumente und Zubehör investiert, insgesamt 40 CDs mit eigenen Stücken machen lassen und 9 davon verkauft :)

    Allerdings bereuhe ich (noch) nichts davon. Ich finde meinen geliebten Zeitvertreib immer noch relativ preiswert, verglichen mit beispielsweise Rally fahren oder so. Schicke Mädels anzugucken is zwar nett aber zusammen mit anderen begnadeten Musikern gute Stimmung ins Universum rauszubrüllen hat einen mindestens genauso großen Spaßfaktor und - wer weis - vieleicht kommt der gute Sound irgendwann wieder zurück!

    ... was heist vielleicht, ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, und das meine ich nicht aus spiritueller Sicht sondern eher im Sinne von "Wie man in' Wald schreit, so kommts auch wieder raus". Also immer weitermachen, jeder hat irgend einen Job zu erledigen und Leute mit viel Output sind (ganz offensichtlich) geboren um die Welt zu beschallen und - ganz pathetisch ausgedrückt - auf diesem Weg das Leid der Menschen zu lindern.
     
  15. Zotterl

    Zotterl Guest

    Ich muß gestehen, ich liebe diesen Satz.
     
  16. Bernie

    Bernie Anfänger

    Bis auf ein paar Bestellungen, die über meine (vernachlässigte) myspace Seite kommen, gehen meine CDs zu 98% über meine Homepage oder bei Livegigs weg.
     
  17. Bernie

    Bernie Anfänger

    Das scheint naheliegend zu sein.
    :D
    oooops....
    :shock:
    Ist das nicht frustrierend? Wenn ich jeden Tag wunderschöne frische, knackige Brötchen backe und sie abends wegwerfe, weil sie niemand essen mag, dann ist das ziemlicher Käse...

    Das hast du aber sehr schön gesagt!
    :phat: :phat: :phat:
     
  18. Zolo

    Zolo aktiviert

    Naja die meisten Leute die relativ erfolgreich veröffentlichen, schmeissen 80% der fertigen Tracks weg und hauen nur das Beste vom Besten auf ein Album. Viele Hörer danken das! Kann ja jeder machen wie er will. Aber vielleicht mal unverbindlich probieren ? ;-)

    Um gerade mal Kate Bush ausm Spiegel Interview zu zitieren:

    :lol:

    Gruß Zolo
     
  19. Bernie

    Bernie Anfänger

    Eigentlich veröffentliche ich auch nur die Sachen, die mir selber gut gefallen, aber mein Zeugs ist ja nicht so massenkompatibel, das soll es auch nicht sein.
     
  20. Zolo

    Zolo aktiviert

    Wer sprach von Massenkompatibel ?
     
  21. Bernie

    Bernie Anfänger

    naja, unter "erfolgreich veröffentlichen" verstehe ich eben nicht so die experimentelle oder avantegardistische Musik. Auf jeden veröffentlichten Song, kommen 20 oder 30 die ich in die Tonne trete. Es wird also auch nur eine kleine Auswahl released. Liegt vielleicht an meinem eigenen Geschmack, das es nicht so "brummt".
     
  22. Moogulator

    Moogulator Admin

    Der Abgleich der Musikart wäre hier auch wichtig. ZB ob man einen Track macht zum tanzen oder "ernst" komponiert (ohne jetzt diesen Begriff zu ernst zu nehmen) ggf. bei der Bewertung und Menge von Ausschuss?
     
  23. Zolo

    Zolo aktiviert

    Das sehe ich nicht so. Ich bleib bei meiner Behauptung, daß es einem die Leuts danken wenn man nur die besten 20% (nach persönlichem Empfinden) raushaut. Selbst wenn man freakiges Trash genoise macht :mrgreen: Gerade in Zeiten wo fast jeder selbst Musik macht und diese dann versucht im Internet unter die Leuts bringt, kann es nur von Vorteil sein wenn man die Priorität auf die (subjektive) Qualität legt anstatt auf Quantität. Kommerzielle Musik ist nochmal ne ganz andere Nummer. Da gehts ja oftmals eher in Richtung Auftragsproduktionen - gejagt von Deadlines...
     
  24. Zotterl

    Zotterl Guest

    :supi:

    Allgemein gesprochen: Der Begriff Qualität kommt generell zu kurz. Bzw. wenn von Qualität die Rede ist, sind
    eher Bits 'n Bytes gemeint. Leider.
     
  25. Bernie

    Bernie Anfänger

    Mein Problem ist nicht so sehr musikalisch begründet, sondern liegt eher in der Vermarktung.
    Ich habe keinen Vetrtrieb und nix in dieser Richtung und kann die potentiellen Käufer einfach schon deshalb nicht erreichen.
     
  26. Zotterl

    Zotterl Guest

    Jain. Es gab noch nie so viele Möglichkeiten sich "bemerkbar" zu machen (Internet, homepage, soziale Netzwerke etc.);
    leider liegt darin auch das Dilemma: scheinbar jeder macht Musik und rotzt das Netz zu - egal wie die Qualität
    der Musik ist. Wenn es "Sternchen" gibt, gehen die auch mal in der Masse unter.
     
  27. island

    island Modelleisenbahner

    Da ist was dran, ich merk das immer mehr bei mir selbst:
    Je mehr angeboten wird um so weniger will ich haben :oops: Kann aber auch am alter liegen :opa:
    Jedenfalls macht die Menge des Angebotes es schwierig die "Sterne" zu finden und der Aufwand ist (mir) zu groß. Schade aber so ist es halt.
     
  28. Wenn man mehr Musik verkaufen will und sich nicht mit Musik als Hobby begnügen möchte, sollte man sich folgende Fragen stellen:
    1. Ist meine Musik gut genug?
    2. Gibt es eine Zielgruppe für meine Musik?
    3. Wie erreiche ich die Zielgruppe am besten?

    Darüber hinaus muss sich jeder an die eigene Nase fassen. Wer ist heute noch bereit, für Musik viel zu zahlen geschweige denn eine CD zu kaufen?
    Musik generell ist leider einer permanenten Entwertung unterlegen, das liegt an dem Überangebot.

    Um mal persönlicher zu werden: Die Stücke , die ich von dir gehört habe, gefielen mir musikalisch recht gut. Man hätte sicher hier und da noch mehr mit Spannungsbögen arbeiten können, also Steigerung einbauen, Spannung-Entspannung, Breaks und Pausen etc.

    Was deine CD-Ankündigungen angeht, habe ich mich ehrlich gesagt nie davon angesprochen gefühlt.
    Ich weiss nicht, wo ich deine Musik einordnen soll. Mir fehlen

    -die Assoziationen dazu (Unschuld, Sauberkeit, Weisheit, Heiliges, Sonne, Erleuchtung, Helligkeit, Wärme, Feuer, Erotik, Energie, Kraft, Liebe, Leidenschaft, Lust, Feuer, Glut)

    -die Adjektive (hart, soft, rhythmisch, melodisch,beruhigend, edel, autoritär, klar, nüchtern, strukturiert etc.)

    Auch gelang es mir nicht, eine Kategorie zu finden wie Ambient, Trance, Chillout, Berliner Schule, Gefrickel, Classic Electro. Es ist vielmehr von jedem ein bisschen.

    Musikmachen birgt aber neben dem Erzielen von monetären Erfolgen noch viel mehr Gewinnbringendes für einem selbst und andere. Die wenigsten machen dies ja in erster Linie wegen des Erfolges.
     
  29. Bernie

    Bernie Anfänger

    Du hast ja so recht!
    Aber sind es nicht genau diese Dinge, die meine Musik von anderen unterscheidet? Ich habe mich immer gewehrt, in eine Schublade gesteckt zu werden, viele Jahre nach "meinem" Sound gesucht, vom Klangbild wie auch vom Arrangement. Es ist wirklich nicht leicht, sich selbst zu finden und dann eine Musik zu schaffen, die von dem üblichen abweicht. Nein, da gibt es keinen Spannungsbogen, kein Intro, Refrain usw., keine klare Struktur, das ist alles nicht gewollt.
    "Behnd the blue Room" ist eine Reisebeschreibung. Mache beim Hören einfach mal die Augen zu.
     

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