Opera 6 - jemand EPROM-dumps zur Hand?

Dieses Thema im Forum "Analog" wurde erstellt von huebnerie, 30. Januar 2011.

  1. huebnerie

    huebnerie Tach

    Moin ihr,

    hat jemand von einem rev.3 Opera 6 intakte EPROM-Dumps liegen?
    Ich bin bei dem Kandidaten hier etwas skeptisch, die ersten 2k der beiden EPROMs sind jeweils identisch mit den Dumps von einem älteren DK600, danach ist alles anders.
    Ein anderes Set von einem Opera kam schon mit der Bemerkung, dass der "Spender" komplett tot war zu mir. Insofern...
     
  2. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Die Synths sind doch sehr ähnlich, von daher liegt das mit dem identischen Code im Bereich des Möglichen, i.e. Boot Code, Keyboard Scanning, Midi und so.

    Ansonsten fällt mir Alexander Guelfenburg ein: http://www.virtual-music.at/
    Theo Bloderer

    Oder einfach via Websuche Eigentümer ausfindig machen und anschreiben.

    Besteht denn begründeter Verdacht, dass der Code fehlerhaft ist?
     
  3. Towel

    Towel Tach

  4. huebnerie

    huebnerie Tach

    Der Verdacht, dass die EPROMs Alzheimer haben könnten begründet sich darin, dass die Steuerworte an die Tongenerator-ICs falsch sind. Es wird für mehrere Oktaven dieselbe Sequenz übertragen, das Latch ('377) zwischen CPU-Bus und den TMS-Chips habe ich auf Verdacht getauscht, ohne Erfolg. Daraufhin in die Werkstatt mitgenommen, mit dem DSO draufgeschaut und entschieden, dass ohne korrekte Ansteuerung auch keine korrekten Töne zu erwarten sind.

    Die Dumps von der verlinkten Seite kenne ich, passen gar nicht - müssen von einer älteren Version sein, wesentlich weniger drin. Die auf http://sounddoctorin.com/synthtec/siel/dk600.htm#mansum sind auch weniger umfangreich als meine Dumps, allerdings bis 0800h identisch.

    Wenn jemand die zum Draufschauen haben will, brauche ich eine Mailadresse o.ä.
     
  5. swissdoc

    swissdoc back on duty

    Zum bestehenden Problem der schlechten Verfügbarkeit von Spezialbauteilen oder Custom Chips kommt nun also noch EPROM Alzheimer. Die ROM Images zu finden, oder z.B. Boot Disks wird sicher schwieriger als bei den Chips, ich könnte mir noch vorstellen, dass Hersteller es nicht toll finden, wenn die Images im Netz bereitstehen, oder was denkt ihr.

    Viel Glück und Erfolg bei der Suche!
     
  6. huebnerie

    huebnerie Tach

    Natürlich muss man ein Auge auf das Urheberrecht haben, allerdings hat man die Lizenz für die Nutzung der Firmware ja irgendwie schon mit dem Synth erworben. Kritisch würde ich es sehen, wenn um die "geklaute" Software ein neuer Synth herum gebaut wird. Sonst könnte man ja einen Schritt weitergehen und sagen, dass der Austausch eines Widerstandes oder gar eines OP gegen einen rauschärmeren Typen das Urheberrecht des Herstellers am Schaltungsdesign verletzt. Zu anderen Modellen sind die Dumps mit Google auch ziemlich schnell zu finden, nur eben leider nicht für diese Möhre.
     
  7. EPROM-Alzheimer kenn ich eigentlich nur von welchen, die mit falschem Algorithmus programmiert wurden oder deren Fenster nicht UV-dicht abgeklebt war. Hatte hier Uralt-Teile liegen, die sich problemlos lesen ließen. Wenn da beim Brennen im Werk geschlampt wurde wäre das schon ärgerlich. Würde aber eher auf eine andere Ursache tippen. Welche Funktionen gehen denn oder gehen denn nicht? Hat vielleicht eine Adreß-oder Steuerleitung ein Problem etc? Was ist mit dem Teufelsakku? Die CPU kann auch hin sein. Wie schaun die Beine der Chips, die in Fassungen sitzen, aus? Hatte hier reichlich Ärger mit Billigfassungen ab Werk (zb beim Atari ST und auch beim Matrix 6R, bekanntes Problem). Einfach auch mal Spannungen nachmessen bzw die Elkos im Netzteil tauschen, alt genug für platte Elkos sind die Dinger sowieso :)

    Hat der denn mal funktioniert? Wäre es möglich, daß da jemand einfach falsch gebrannte EPROMs reingepackt hat? Dummerweise ist das ja so eine Exoten-CPU, sonst ließe sich das einfach in einen Disassembler packen und schaun, obs einen Sinn ergibt (Vektoren etc). IDApro sollte auch den TMS7000 können, aber den hast sicher nicht, und ob die Freeware-Version den kann müßt ich nachschauen.

    Wäre wahrscheinlich ne Frage für die SynthDIY-Liste.

    Neil Johnson von der Webseite oben hat sich einfach einen neuen Keyscanner und CPU-Board gebaut, wird ne feine Sachen werden so wie das aussieht. Er hat die Kiste auch recht gut analysiert, allerdings ist seine Lösung mit gleich 2 MCUs schon leichter Overkill und wäre mit einer einfacheren MCU durchaus auch ausgekommen ... Das nur am Rande. Hab leider auch nur die Dumps von der Seite von Neil.
     
  8. huebnerie

    huebnerie Tach

    Hi,
    gerade bei den 2532 hatte ich das Problem schon öfter, ebenso bei den 2708, aber die sind ja auch eine Ecke älter. In dieser Kiste sind die EPROMs mit schwarzem Isoband abgeklebt, ich gehe davon aus, dass da mal ein Update drauf gebrannt wurde. Und womit das passiert ist weiss der Geier - 2532 werden ja auch nicht von jedem Brenner schreibend unterstützt, schon gar nicht mit dem richtigen Verfahren. Mein Data I/O könnte es wohl...

    Abgesehen vom EPROM-Verdacht werde ich erstmal etwas aufräumen, die Sockel von der CPU und den beiden Tongenerator-ICs sehen in der Tat besch***** aus, zwei Steckverbinder wurden durch Lötakrobatik "ersetzt" usw.
    Unterm Akku sieht es auch übel aus, aber da habe ich schon Schlimmeres gesehen (habe drei Jahre u.a. Flipper repariert, noch Fragen?).

    Das CPU-Board habe ich auch schon gesehen, sieht tatsächlicht etwas overkilled aus, aber ich mit meinem CPLD als TOS-Ersatz ( http://huebnerie.de/index.php?article_id=14 ) bin mal ganz ruhig ;-)
     
  9. 2532? Oh Himmel, die sind inzwischen ja echte Exoten und brauchen eine Sonderbehandlung, ja. Erinner mich noch sehr gut, daß ich mir für die Dinger in meinem q&d-Eigenbauprommer damals extra Code zum Brennen zusammengestoppelt hatte, lang ists her. Wenn da wirklich 2532 drin stecken (hatten die nicht auch ein anderes Pinout?) dann wird mir einiges klar, erst Recht beim Isolierband. Da war schonmal ein Rumpfuscher am Werk würde ich sagen.

    Aufräumen ist gut, gerade um den Akku rum ist die kritische stelle, der typ mit dem Ersatzboard hat ja ein richtiges Katastrophenfoto von einem Leck auf seiner Seite, so übel sah der schlimmste Polysix, den ich hier auseinander hatte, nicht aus.

    Flipper repaieren, aua. Kann mir gut vorstellen was da so alles drinwar. Mein Vater hat damals ne Zeitlang für eine Videospielefirma gearbeitet (also die großen zum Hinstellen), die machten auch Service, und da hab ich auch schon so etliches gesehen ...

    Der TOS-Ersatz ist ja mal was Feines. M50240 kenn ich auch noch, den hatte ich mal genau für einen "Poly-Synth"-Eigenbau eingesetzt. Gut, daß es sowas gibt.

    Tippe mal drauf, daß bei dem Kandidaten ein Kombifehler vorliegt, also EPROM und Akkusäureschaden. Bin mal gespannt, ob Du das Ding wieder zum Leben erwecken kannst. Viel Erfolg dabei! Habe damals bei einem der Polysixe dann aufgegeben (u.A. weil ich auch kein Oszi hatte). Heute würde ich da nicht lange an der Platine rummachen, sondern einfach das Layout aus dem Netz nehmen und eine neue fertigen lassen - fertig. Wobei da eigentlich einer mal das MIDI-Kit von analog.no mit aufnehmen könnte, wenn schon. Das ersetzt beide MCUs durch einen Z80.

    BTW: neulich auf ebay war auch eine solche Leiche angeboten worden, die ging dann für über 200€ weg - wenn sich da einer mal nicht verschätzt hat ...
     

Diese Seite empfehlen