produktiver Arbeitsablauf

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von rumpelstielschen, 15. Oktober 2014.

  1. Nabend,

    ich durfte jetzt einige Wochen meine ersten Erfahrungen mit dem kleinen A-100 System machen. Da ich allerdings bis dato fast ausschließlich mit softsynth gearbeitet habe, hat sich noch kein wirklicher Workflow eingespielt.

    Ich möchte mal grob hier anfragen, wie Ihr euren Modular in euren Produktionsalltag einbindet.
    Klar soll nicht jeder Sound im Arrangement mit dem System nach einander aufgebaut werden, aber ich würde schon gern 1-2-3 Spuren mit der neuen Kiste integrieren.

    Konkret interessiert mich eure Arbeitsweise bzw. des Planvorhabens; wie ihr mit "als gut befundenen Sounds" umgeht.

    Bspw. eure bassline grooved, man nimmt Sie auf und kann im Nachhinein die Audiofile beliebig verändern. Doch nachdem man alles umgesteckt und im neuen Sound drin ist merkt man, dass hier und da vllt der Bass noch ein wenig release/distortion usw braucht.

    Ist es ratsam jedes Konstrukt nach dem Schema F für eventuelle Änderungen vorzubereiten und aufzunehmen?
    Heisst jeden Sound in unterschiedlichster Einstellung vorab zu recorden? Wie sieht euer Schema F aus?

    Vllt geb ich mir bereits meine Antworten selber, aber gibts es nicht ein zwei Tipps wie Ihr das Spiel behandelt, um nachher nicht wieder von null anzufangen...?

    Möglicherweise bin ich nicht der Einzige, der hier von einigen Ratschlägen profitiert.

    Cheers & Thx
     
  2. darsho

    darsho verkanntes Genie

    Ich nehme die Musik, in die der Modular (und die anderen Geräte) involviert ist, meistens als Livesession mit allen Spuren gleichzeitig auf. Das bleibt dann so.
    Wenn ich den Modular einzeln tracke, dann bleibt es auch so.
    Ich verliere mich ungern in Soundfrickelei. Die Sounds bleiben nach Aufnahme halt so wie sie sind.
     
  3. kl~ak

    kl~ak Tach

    jep


    ich baue im modular meinen sound bis er stimmt ... hinterher werden alle anderen sounds auf die aufnahme abgestimmt => das wrt dabei ist stimmung/stimmig ... so baut en sound auf den anderen auf und vollendet eine gesammtstimmung. was irgendwann nciht mehr passt fliegt gnadenlos und ohne reste raus und wird nicht neu oder nachgemacht, sondern durch was anderes ersetzt.



    -> ansonsten ist livesessionrecord sowieso das ding schlechthin, weil der groove einfach stimmiger ist !
     
  4. changeling

    changeling Tach

    Das ist halt das Ding an nem „echten“ Modular (statt nem digitalen speicherbaren wie Reakter oder Nord Modular): Du musst es direkt so hinschrauben, dass es passt und verlierst Dich nicht in endlosen Finetuning bei jeder Bearbeitungssession.

    Wenn Dir das nicht gefällt ist das halt nichts für Dich. Ganz einfach.

    Je mehr man damit übt, desto besser weiß man auch, wie man die Sounds direkt richtig hin bekommt bzw. dass man sich eben nachher nicht mit kleinen Feinheiten verrückt macht. Ist ähnlich wie ein Kunstwerk aus Eis oder Sand, halt eine Momentaufnahme.
     
  5. kl~ak

    kl~ak Tach

    modular ist ein naturprodukt und unterliegt den natürichen schwankungen .... :lollo:
     
  6. darsho

    darsho verkanntes Genie

    Musik ist ja immer eine Momentaufnahme.
    Wie man so schön sagt 'Songs werden nie fertig, sie werden nur veröffentlicht'.
    Irgendwas findet man auch nach 10 Jahren noch, was man ändern könnte. Kann man aber auch sein lassen und sich schnell auf was festlegen, den Track raushauen und was neues machen.
     
  7. dislo

    dislo Tach

    anything goes.

    größtenteils ist es bei mir auch so, dass ich solange rumschraube und layere bis was schönes ensteht, und das wird dann aufgenommen. wobei ich aber schon im hinterkopf habe, das könnte jetzt ne gute ambientspur werden, oder das ne gute beatspur. um dann später beim arrangieren in der daw kombinationen zu finden an die man vorher nie gedacht hätte.
    für mich ist es deswegen gut in einem gewissen zeitraum in einer bestimmten geschwindigkeit (oder einem teiler davon) und einem dominierenden grundton verschiedene sessions aufzunehmen, und mit eben diesen informationen im dateinamen abzuspeichern. irgendwann, beim langweiligen elternbesuch oder zugfahrten kann man das dann rauskramen und einfach mal spekulativ in der daw arrangieren/layern.

    ich hab aber auch schon einzelsounds in verschieden variationen aufgenommen, und dann ab damit ins ableton drumrack oder nem reaktor-sampler.
     

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