Prophet 6 Sequencer: Frage zum Nutzen

Dieses Thema im Forum "Polyphon" wurde erstellt von thorp, 2. Dezember 2015.

  1. thorp

    thorp ..

    Moin,
    ich habe seit ca. 6 Wochen den Sequential Prophet 6 hier stehen und stelle mir seitdem die Frage, was Dave mit diesem Sequenzer bezwecken will.
    Wenn ich das richtig verstanden habe, nimmt dieser Sequenzer nur Notentrigger, Notenlängen und Pausen auf. Und das Eingeben der Längen/Pausen geschieht nicht einmal besonders musikalisch/kompfortabel.

    Ich meine, in Zeiten wo es ausgefuchste Softwaresequenzer quasi umsonst an jeder Ecke gibt, machen interne Sequenzer wie in den Roland TB/TR oder Jomox etc.-Maschinen gerade noch Sinn, weil damit einfach Sachen zustande kommen, die mit der SW-Variante nicht so intuitiv machbar sind. Besonders der Sequenzer vom Evolver aus selbem Hause macht hier richtig Sinn und vor allem Spass, weil ich ihn in Echtzeit editieren kann und für jeden Schritt gleich vier Parameter modulieren kann.

    Aber nun der P6, keinerlei Modulationen sind aufzeichbar und nur 64 Schritte in einem Zug. Wenn ich mich verspielt habe oder mir das Ergebnis nicht gefällt, muss ich immer wieder von vorn beginnen.
    Es gibt keine Möglichkeit der Echtzeiteditierung.

    Wozu also eine simple Melodie aufnehmen, welche ich auch ohne Probleme selbst spielen kann? Ein Sequenzer macht doch nur Sinn, wenn ich damit Dinge anstellen kann, für die ich sonst zu wenig Finger habe oder nicht schnell genug bin.

    Ich hoffe, ich habe hier etwas Grundlegendes nicht oder falsch verstanden, denn ich sehe absolut keinen Nutzen in dieser "Zugabe", die nur Ressourcen und Platz auf der Oberfläche verschwendet.

    Wie nutzt ihr ihn denn? Bitte schildert doch einmal, wie ihr vorgeht, wenn ihr eine Sequenz einspielt. Setzt ihr in Gedanken schon vorher alle 64 Schritte? Oder spielt ihr hundertmal so lange was ein, bis es passt?

    Gruß, Thorsten
     
  2. mixmaster m

    mixmaster m なんでもない

    Ich dachte der wäre so gut mit 16 oder 8 parallelen Sequenzen...oder war das im Pro 1 ?

    Mic ?
     
  3. thorp

    thorp ..

    Tja, gelobt wird er in fast jeder Rezension, hauptsächlich wegen der Einfachheit. Aber er hat nur eine Spur, zwar polyphon aber sonst nix.
    Das ist mir büschen zu einfach...
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Na, gerade für housemusic ist so ein polyphoner "einfachstsequenzer" doch genau das richtige ! ;-)
     
  5. mixmaster m

    mixmaster m なんでもない

    Edith: Pro 2 meinte ich natürlich !
     
  6. thorp

    thorp ..

    Ich habe ein T-Shirt mit einer 808 vorne drauf und echten, spielbaren Pads + Sequenzer + Lautsprecher integriert. Dieses T-Shirt ist in Sachen Sequenzer schon leistungsfähiger als der P6 :roll:
     
  7. thorp

    thorp ..

    ja, alles sonst von Dave Smith hat wirklich innovative Sequenzer, nur eben der P6 nicht
     
  8. Check Mate

    Check Mate Aquatic Beta Particle

    Der Sequencer mag zwar recht einfach sein (und war/ ist eher nur zum festhalten von Ideen gedacht laut Dave)
    aber es ist 1. Polyphon und wenn man ihn 2. mit einem Trigger von einer Drummachine triggert kommen da schon sehr coole Sachen bei raus...
    Ähnlich wie es Herr Wolfers hier mit einem JX-3P und einer 808 demonstriert:


    src: https://youtu.be/Ait6iQaRbUQ
     
  9. thorp

    thorp ..

    also festhalten von Ideen könnte ich mit diesem Sequenzer niemals, da ich ja gar nicht einfach drauflos spielen kann.
    Bis ich mir überlegt habe, wieviele Pausen und Notenlängen ich wo setzen muss, ist die Idee schon wieder verflogen...

    zu2: ich habe ihn schon mit meiner Elektron AR getriggert. Das erlaubt zwar etwas mehr Variation beim Rhythmus, das Ergebnis ist aber kaum reproduzierbar und macht die ganze Sache auch nicht komplexer
     
  10. Check Mate

    Check Mate Aquatic Beta Particle

    Ich denke der Prophet-6 Sequencer scheint für deine Vorstellungen einfach nicht gemacht zu sein und wurde auch nur als simpler Ideengeber entworfen.
    Er zielt natürlich auch stark auf Keyboarder. Ich bin selbst keiner aber ich benutze ihn wie im oben geposteten Beispiel.
    Für die "komplexeren" Sachen muss man sich wohl einen anderen Sequencer/DAW suchen (Ableton/MPC/Octatrack/Circlon etc.).
     
  11. thorp

    thorp ..

    Yepp, so wird es sein, ich habe einfach andere Vorstellungen von einem Sequenzer, jedenfalls wenn er die Oberfläche eines fast 3K€ Synths ziert. Aber wenn andere ihn tatsächlich nutzen können, ok.
    Ich bin aber der Meinung, dass solch ein "nicht Fisch, nicht Fleisch-Zeug" in einem sonst konsequent high-endigem Gerät absolut fehl am Platze ist. Bei dem digitalen FX sehe ich das übrigens ähnlich.
    Versteht mich nicht falsch, der Prophet ist fast perfekt. Ich ärgere mich nur maßlos über diese kleinen Fehlentscheidungen beim Design, die ihm den Meistertitel kosten.
    Statt der Effekte und des Sequenzers einen zweiten LFO o.ä. auf der Oberfläche und er wäre perfekt gewesen.

    Schwamm drüber, vielleicht hilft diese Diskussion ja jemandem bei seiner Kaufentscheidung.
    Ich werde den P6 auf jeden Fall behalten. Jedenfalls so lange,bis jemand den wirklich perfekten Synth baut... :-x
     
  12. Anonymous

    Anonymous Guest

    kann man mit diesem sequencer noten einspielen und dann mit einer tr-808 die steps triggern, so wie beim sh-101?
     
  13. thorp

    thorp ..

    Du meinst wahrscheinlich über DIN-Sync verkabelt?.... Nee, das geht nicht, auch nicht über MIDI.

    Entweder wird der Seq per MIDI-Clock gesynct oder die Steps werden über einen separaten Audio-Eingang von einem sauber separierten Signal mit deutlichem Attack wie z.B. einer Kickdrum getriggert. Dies könnte live im Bandzusammenspiel mit echten Drums als Trigger ganz interessant sein.Nur, wird mal eine Kick o.Ä. nicht laut oder deutlich genug gespielt, ist der Rhythmus im Arsch.

    Bei einem Summensignal wird dann eher unkontrolliert und chaotisch getriggert. Das kann, je nach Sequenz und Kontext, natürlich auch ganz witzig sein.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    so was nennt man trigger signal und eine tr-808 gibt das aus (siehe trigger out)... also wäre die antwort ja gewesen. ;-)
    danke dir trotzdem!

    btw. der pro one und der von mir erwähnte sh-101 sind sehr bekannt für diese art von sequencer. sehr sehr beliebt hier im forum!!!
    [​IMG]
     
  15. thorp

    thorp ..

    Ah ok, die Trigger Outs der 808 kannte ich gar nicht. Was gibt die denn da raus, alle Trigger von allen Instrumenten auf einmal oder kann man wählen, welche?
     
  16. Kölsch

    Kölsch >_<

  17. Ich glaube der TE hat das Konzept eben dieses Sequenzers nicht ganz berücksichtigt oder verstanden.
    Der Sequenzer wurde gerade auf Intervention, einiger Mitglieder hier aus dem Forum, eben genau so von Dave implementiert.

    Es ist ein polphoner Stepsequenzer, bei dem jeder Einzelschritt durch ein Triggersignal einer Drummaschine oder durch ein Audiosignal(!!! super Feature) ausgelöst werden kann. Dadurch kann die Sequenz im laufenden Betrieb nahezu beliebig rythmisiert werden.

    Im Prinzip genau wie im SH-101(jedoch polyphon und nicht monophon) oder im JX-3P.

    Daves alte Sequenzer aus Mopho, P08, Evolver, usw. hatten für meinen Geschmack diverse "Kreativkiller" wie z.B. "Noteneingabe über den Dataencoder" eingebaut und waren für mich kaum im Gesamtkontext mit einem DAW-losem Setup einsetzbar.


    Mit dieser "alten" Technik über Triggersignale lassen sich diverse Kisten einfach zusammenstöpseln und nach Herzenslust synchronisieren, rythmisch triggern das alles sofort ohne kreative Bremse.

    Viele Nutzen eben genau wegen diesen Möglichkeiten(zusätzlich zum Klang) 808, 909, 727, 707, CR-78, 101, 202, 303, Juno-60, Jupiter-4, Jupiter-8, Jupiter-6,....
    Anfang der 90er war man ohne 909 klanglich ne arme Socke, aber ne 808 hatte ich eben nur wegen der 3 unabhängigen Triggersignale. Drums habe ich damit kaum gemacht.
     
  18. thorp

    thorp ..

    Ah, es kommt Licht in´s Dunkel. Mir war zwar die technische Funktion bzw. Möglichkeit bewusst, die Steps des Sequenzers von einem analogen Steuersignal zu triggern aber da ich kein Gerät besitze, welches diese ausgibt, habe ich das nie ausprobiert.

    Mit der Ansteuerung über ein Audiosignal von der Analog Rytm oder der XBase 888 habe ich schon ausgiebig experimentiert, bin aber zu keinem brauchbaren Ergebnis gekommen. Nur die Kick im 4/4 ist natürlich zu simpel, alle Drums+Hats zusammen machen nur Chaos. Ich werde da noch mal den Lautstärken experimentieren oder nur einzelne, rhythmisch relevante Drums kombinieren.
    Die Schwierigkeit des Triggerns über Audio wird wohl immer die Reproduzierbarkeit sein. Ändere ich im Mix später die einzelnen Lautstärken, ändert sich ungewollt manchmal auch der Rhythmus, da einzelne Drumsounds dann nicht mehr als Trigger erkannt werden.
    Wie machst du das denn z.B. mit der 808, lässt du die Trigger aller Druminstrumente auf den Sequenzer los oder nur bestimmte?
     
  19. RealRider

    RealRider ___[(O)]___

    die 808 hat 3 Trigger Outs: Cowbell, Accent oder Clap

    einen der 3 Trigger Outs verbindet man mit dem "Sequence" -IN - den passenden Global Parameter des P6 auf "tr"
    das jeweilige Instrument der 808 Triggert dann die Steps, oder was meinst du?
     
  20. In der 808 haben ja nur 3 der Instrumente einen zusätzlichen Ausgang durch den der Triggerimpuls hinausgeht.
    Eins davon war glücklicherweise :mrgreen: ;-) die "Cowbell" an derer musikalischem Nutzwert sich eh seit Jahrhunderten die Geister scheiden(Whitney Houston: I wanna dance with somebody z.B.) so das ich gerne immer den Trigger der Cowbell genommen habe.

    Der Voltage-Trigger ist ein Impuls mit einer bestimmten Spannung.
    Deshalb ist das Feature von Dave, das auch normale Audiosignale den Step auslösen können so toll, man benötigt nicht mehr das definierte Triggersignal mit einer bestimmten Spannung zum auslösen des Steps/weiterschalten des Sequenzers.

    Am besten ist natürlich ein Instrument zu nehmen was man im musikalischen Kontext eh grad nicht benutzt und das auf einen Einzelausgang nur für das Triggern zu legen. So ist die Rythmisierung unabhängig von späteren Pegeländerungen beim Abmischen.


    Dieses "alte" arbeiten/rumspielen macht auf jeden Fall total Feez und geht ab :phat: .
     
  21. thorp

    thorp ..

    Genau das meinte ich, danke.
     
  22. thorp

    thorp ..

    Haha, die blöde Cowbell... die hätte ich auch nur zu gern geopfert. Das ist natürlich ideal, wenn man eine "unabhängige Triggerspur benutzen kann, die dann stumm bleiben kann.
    Ich überlege gerade, welche Sequnzerspur ich dafür in der A.R. nehmen (opfern) könnte. Wird wohl eine der 4 Toms werden.

    Übrigens funktioniert das Triggern am Seq. des P6 durch Audio auch wenn der Triggereingang auf "nor", also Triggerimpuls steht. Die Spannungen vom definierten Triggersignal und einem deutlichen Audiosignal scheinen nicht soo weit auseinander zu liegen.

    Ich danke euch allen für den kreativen Input. Der Sequenzer ist dadurch zwar nicht vielseitiger geworden aber zumindest hat er einen gewissen Nutzwert bekommen.

    Gruß, Thorsten
     
  23. snowcrash

    snowcrash ......

    Das macht am meisten Sinn, wenn die Sequenz nicht einfach gerade 16 Steps hat, sondern etwas, dass sich über mehrere Takte verschiebt. Dafür braucht man auch nicht viele Noten eingeben und es bleibt auf minimalistische Art über lange Zeit interessant. D.h. sofern man mit dieser Art Musik zu machen überhaupt etwas anfangen kann... Polyrhythmen und so.

    ...und fürs Protokoll, im Hause DSI ist das jetzt auch nicht unbedingt eine Revolution gewesen, die Evolver konnten das alle über den Externen-In. Mit einem PEK kann man sogar multitimbral 4 verschiedene Sequenzer (mit wiederum jeweils 4 Spuren) extern triggern. Das erreicht eine Komplexität, die kaum mehr zu beherrschen ist. Auch wenn sich die 4 Parts den Trigger-In teilen könnte man zB pro Part dessen 4 OSCs mit jeweils einer eigenen Spur in der Tonhöhe steuern, also 4x4=16 OSCs mit eigener Melodie 4 verschiedenen Gate-Settungs und einer gemeinsamen Rhythmisierung erzeugen. Heavy Stuff, aber manchmal würde ich mir dann einfach so einen Sequenzer wie im P6 wünschen... :mrgreen:
     
  24. thorp

    thorp ..

    Genau diese polyrhythmischen Geschichten haben mich am Evolver immer so fasziniert, allerdings habe ich das noch nie über den ext. In probiert. Leider habe ich nur den MEK, das von Dir beschriebene Szenarium beim PEK lässt mir gerade das Wasser im Munde...war mir gar nicht so bewusst, dass der auch volle vier(X4) Sequenzer hat.

    Beim P6 gibt es leider nur fest 64 Schritte, passt sich also immer einem oder mehreren 4/4 Takten an Für polyrhythmische Sachen also nicht so geeignet oder habe ich da was übersehen?
     
  25. snowcrash

    snowcrash ......

    Das stimmt so garantiert nicht, der kann alles zwischen 1 und 64 Steps. Sieht man ja sogar in einem von Daves Videos.

    Ad PEK: ja der ist im Grunde gar kein richtiger Polysynth, das sind wirklich einfach 4 Evolver in einem Gehäuse. Also 4x4 Sequenzer, auch LFOs, Modmatrix, ich glaub sogar die Clock (zumindest der Tetra hat 4 separate Clocks) alles mehrfach vorhanden. Ist natürlich das Gegenteil von dem was viele wollen.

    Das Absurdeste daran: jetzt wird die Poly-Mod-Section des P6 als DAS grosse Comeback gefeiert. Dabei hatten die DSI Synths (bis auf die analoge OSC-FM) das alles seit Jahren an Board, aber keiner kapiert das. Die eigentliche Neuerung beim P6 war, dass es jetzt erstmals einen monophonen, stimmübergreifenden LFO gab, also wie bei den meisten Polysynths halt.

    Aber lass dir den Mund nicht zu wässrig machen, der Multimode im PEK ist etwas buggy, bzw. kann man die Programs im Multi nicht speichern. D.h. man muss immer zwischen Multi-Buffer und Program-Buffer hin und herspringen, wenn man ein Multi editieren will. Das ist ziemlich Old-School und etwas mühsam, man kann durch den falschen Knopfdruck schonmal einen Edit verlieren...
     
  26. thorp

    thorp ..

    Vielleicht sollte ich mir doch noch mal das Manual unter´s Kopfkissen legen.
    Steht ja drin, nach jedem beliebigen Schritt kann man durch Klick auf "Play" die Sequenz beenden.
    Danke für den Tipp

    ^^^^^^^Ad PEK: ja der ist im Grunde gar kein richtiger Polysynth, das sind wirklich einfach 4 Evolver in einem Gehäuse

    ah ok, dann müsste ich doch auch mit MEK+Evolver Desktop in Polychain 2x den vollen Sequenzer haben oder ist das dann nur eine reine Stimmerweiterung? Würde mir schon reichen. Ich verlier sonst auch schnell den Überblick, wenn es zu komplex wird. Das finde ich auch an der Poly Mod so geil, ist alles so schön übersichtlich.

    OK, dieses Wochenende befasse ich mich erst mal ausgiebig mit dem Sequenzer des P6. Vielleicht werden wir ja sogar doch noch richtig dicke Freunde....
     
  27. Soweit ich weiß hat der Monoevolver schon 4 Sequenzer drinnen, man kann jeden der 4 Oszillatoren mit einem separatem Sequenzer betreiben.

    Denkitribe:

    src: https://youtu.be/JO4JwyOsmoU


    Durch unterschiedliche Tracklängen verschiebt sich alles allmählich gegeneinander.
     
  28. snowcrash

    snowcrash ......

    Ja, das ist etwas verwirrend. Eine Evolverstimme hat einen Sequenzer mit 4 Spuren. Diese Spuren sind Polymetrisch, können also jeweils 1-16 Steps haben. Aber nur Spur 1 ist für die Gates zuständig, sofern der Sequenzer überhaupt dazu genutzt wird Gates zu stellen, er kann nämlich auch als reiner Modulations-Sequenzer benutzt werden. Ein Evolver Sequenzer hat für alle 4 Spuren eine Clock und einen Clock-Teiler, der die Laufgeschwindigkeit der Steps bestimmt.

    Das PEK hat also den oben beschriebenen Sequenzer mit jeweils 4 Spuren für jede Stimme separat. Das gilt auch dann, wenn man einfach nur ein 4-stimmiges Programm verwendet, allerdings haben dann halt all 4 Sequenzer die gleichen Einstellungen. Will man das anderes, braucht man eben zB den Multimode. Was der Evolver nicht kann, ist verschiedenen Timbres polyphon zu spielen (also die Oberheim 4 Voice Variante), das ist neben dem etwas umständlichen Editieren des Multi-Modes auch schon die einzige Einschränkung.

    Alles unklar?

    Der PEK klingt natürlich nicht so weich wie der P6, ist jetzt aber von dem, was ich gehört habe auch nicht meilenweit entfernt. Der Sequential-Sound steckt irgendwie in allen DSIs und der Evolver kann sehr gut Brot-und-Butter Analoges, auch mit Filter-FM etc. Nur ist er extrem schwer zu bändigen. Das liegt auch viel am Gain-Staging, die digitale Verzerrung komprimiert ja im niedrigen Bereich ganz brauchbar reisst aber den Pegel gleich um weiss-nicht-wie-viele DB nach oben. Schaltet man aber alles digitale Gedöns aus, kann der butterweiche Analogsounds mit ein bisschen Rest-Dreck drin. Man muss auch mit der Resonanz aufpassen, Sweetspots suchen...
     
  29. thorp

    thorp ..

    Genau, 4 Spuren aber gemeinsames Triggern und Gaten.

    Oh Mann, beim Anschauen des Videos kamen gerade bei mir ganz fiese Erinnerungen an das ewige Geschraube an den Endlosreglern meines Evolver Keyboards hoch.
    Ich war drauf und dran ihn zu verkaufen, bis ich von der Möglichkeit gelesen habe neue Boards mit richtigen Potis einzubauen.
    Das kostet zwar ca 200,- aber macht aus dem alten MEK ein ganz neues Instrument. Danach "fühlt" er sich auch richtig analog an, kann ich jedem Besitzer nur wärmstens empfehlen.