Reissue Moog Model 10

serge

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Aber Elektronik an sich(auch die zum Durchstecken) ist was sehr günstiges auch wenn man das per Hand und in Einzelfertigung macht(Wenn man die Arbeitszeit nicht einrechnet)
Will man als Geschäftsbetrieb überleben, ist man allerdings gut beraten, bei der Kalkulation die Arbeitszeit mit einzurechnen. Insofern ist Dein Argument keins.

Behringer ist im Moment der einzige Hersteller wo ich glaube dass die Geräte ihren Preis wirklich wert sind und selbst die machen noch Gewinn.
Na endlich.
 
Ja, bei einem Auto zB für 10.000€ (was dann natürlich eine Massenfertigung ist), hat man zumindest das Gefühl das neben der ganzen Technik, der Entwicklung, den Sicherheitstests usw alleine das Material für sich schon einen Gewissen Wert haben muss, alleine schon durch die Masse.
Ich weiß nicht. Ein VW Passat wiegt ungefähr so viel wie ein Ferrari 812 Superfast. Ein VW Bus wiegt mehr als ein Bugatti Veyron. Aktuell kostet 1t Stahl keine 500€.

Grüße
Häretiker
 

Bernie

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War das Katzengold ? Das darf man doch nur bei Modular verwenden :harhar:
Getreu dem Motto von Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

Jeder Blindfisch sieht, das es kein aufgebrachtes Blatt gold ist.
Mal abgesehen davon sei die Frage erlaubt: Hast du jemals selber etwas mit Blattgold veredelt?
Ich habe das früher im Rahmen meiner Airbrusharbeiten an Motorrädern ja öfter gemacht und kenne den Aufwand sehr gut.

Aber du hast nicht mal den Hauch eines Schimmers, wie viel Arbeit das macht und wie schwierig eine Vergoldung ist.
Abgesehen davon reichen deine 30 Euro Blattgold nicht aus, um so ein großes Panel und die Anschlußseite komplett zu vergolden.

Die Vergoldung der Frontplatte des Voyager erfolgte galvanisch, ebenso sind auch die Buchsen vergoldet worden.
Die transparenten Knöpfe in dieser Kleinstauflage müssen auch ein kleines Vermögen gekostet haben.
Schade nur, das dieses Ding, trotz dem riesigen Aufwand, so potthässlich geworden ist.

Naja, vielleicht stehen die Dinger jetzt bei russischen Oligarchen, die stehen ja auf diesen Style.
 
Erstens, der Preis für COTK Model 15 ist jetzt 3400, zweitens hat es keine FFB mit Induktoren. Wenn Du das willst, kommen noch ein paar Hundert EUR drauf. Drittens haben die Moogs eine relativ aufwendige Verkabelung, das sieht man in dem Video ganz gut. Bei den Clones sieht das deutlich einfacher aus. Es gibt bestimmt einen ordentlichen Aufschlag für original Moog und so, aber so völlig aus der Welt ist der Preis schon nicht, denke ich.
Aber was ganz anderes: das sind doch die goldenen Zeiten für die Synthiliebhaber, dass man sowas heute wieder neu kaufen kann, ist doch phantastisch.
Noch ein Sampler oder nen Rechner und man kann Mucke machen ohne Ende. Über die durchschnittliche Lebenserwartung eines Menschen bei uns gesehen relativiert sich der Preis dann doch.
 

tom f

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Getreu dem Motto von Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten."

Jeder Blindfisch sieht, das es kein aufgebrachtes Blatt gold ist.
Mal abgesehen davon sei die Frage erlaubt: Hast du jemals selber etwas mit Blattgold veredelt?
Ich habe das früher im Rahmen meiner Airbrusharbeiten an Motorrädern ja öfter gemacht und kenne den Aufwand sehr gut.

Aber du hast nicht mal den Hauch eines Schimmers, wie viel Arbeit das macht und wie schwierig eine Vergoldung ist.
Abgesehen davon reichen deine 30 Euro Blattgold nicht aus, um so ein großes Panel und die Anschlußseite komplett zu vergolden.

Die Vergoldung der Frontplatte des Voyager erfolgte galvanisch, ebenso sind auch die Buchsen vergoldet worden.
Die transparenten Knöpfe in dieser Kleinstauflage müssen auch ein kleines Vermögen gekostet haben.
Schade nur, das dieses Ding, trotz dem riesigen Aufwand, so potthässlich geworden ist.

Naja, vielleicht stehen die Dinger jetzt bei russischen Oligarchen, die stehen ja auf diesen Style.
Ach ich lasse mir hin und wieder in einem griechischen Kloster von Nonnen Ikonenbilder in Gold - mit Blattgold - anfertigen - so ganz unbeholfen bin ich da nicht, da ich das auch schon mal erwogen hatte es selber zu machen.

Dass man das mit Galvanik gemacht hat macht den Prozess und die Kosten für das Material ja nur geringer.

Und mit Ahnung hat das ja soweiso nicht viel zu tun - es geht um Moog - da ist Ahnung egal und es zählt der Bauch jener deren Bauch sich von der Firma pinseln lässt.
 

serge

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Hier gab es sogar ein Model 15 handgemacht für 3000,-EUR. Die verarschen die Kunden ganz schön.
https://www.amazona.de/test-club-of-the-knobs-model-15-moog-replik/
Das CotK Model 15 kostet mittlerweile 4000,- Euro (siehe CotK-Page, dort der Satz "This configuration is fixed and the price is: 3400,- Euro (plus VAT and shipping)", die MWSt. beträgt 646,- Euro). Aber auch das wird in Deinen Augen ein unverschämt hoher Preis sein, verglichen mit den von Dir angenommenen 800 Euro, zu dem Behringer ein Model 15 unter Beibehaltung betriebswirtschaftlicher Vernunft auf den Markt bringen könnte.

Im übrigen sei erwähnt, dass das CotK Model 15 nicht überall schaltungsidentisch zum Moog Model 15 ist: So sollen laut Amazona-Text Flankensteilheit und Resonanzverhalten des 904A sowie das 921-Oszillatorendesign verändert worden sein. Zudem ist die Filterbank nicht auf Spulen aufgebaut (was sich aber gegen einen mir nicht bekannten Aufpreis wohl ändern lassen soll), weiterhin fehlt der "Clamping Point"-Regler am 921, und schließlich lassen sich mit dem Moog Model 15 Hard-Sync-Klänge erzeugen, mit dem CotK Model 15 hingegen nicht.

Die Nummer mit den Sync-Sounds fiel @Klangzaun und mir bei einem kurzen Vergleich unserer CotK Model 15 und Moog Model 15 auf, weitere Unterschiede, vor allem aber Gemeinsamkeiten findest Du in seiner und meiner Post. Die Gemeinsamkeiten liegen letztlich vor allem darin, dass wir beide mit unseren Entscheidungen hoch zufrieden sind.

Zum Abschluß ein Selbstzitat – vielleicht kann man sich darauf einigen:
Letztlich sind beide Systeme überteuerte Spielzeuge für Nerds, wenn man sie mit dem Model 15 iPad-App vergleicht.
Ist das nicht herrlich verrückt?
 

serge

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Diese gekünstelte Pseudoexklusivität ist regelrecht langweilig - die sollen sich mal was trauen und so eine Kiste gleich um 30.000 anbieten - einfach so.
Haben sie doch – für 35.000 USD kannst Du Dir ein neues Moog IIIp kaufen:


Zu groß? Biddesääähr, hier die auf CotK-Modulen basierende Eurorack-Version des Model 15 von AION Modular, liegt bei rund 3.400 EUR (2.900 zzgl. MWSt.):


Zum Größenvergleich:
 

tichoid

Maschinist
Ich weiß ehrlich nicht wo das Problem ist. Es gibt Klaviere die sind 5x so teuer, da regt sich keiner auf und verweist auf den Kilopreis für Holz.. Moog baut eben sehr aufwendig aber eben auch sehr gutes und hochwertiges Zeug. Für mich meilenweit zu teuer, aber ich habe alles was ich zum Musikmachen brauche..

edit: typo
 
Zuletzt bearbeitet:

ollo

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Ich weiß nicht. Ein VW Passat wiegt ungefähr so viel wie ein Ferrari 812 Superfast. Ein VW Bus wiegt mehr als ein Bugatti Veyron. Aktuell kostet 1t Stahl keine 500€.

Grüße
Häretiker
Na dann müsste der reine Materialwert von einem Synth so 50€ sein? ^^

Ich weiß, der Vergleich hinkt etwas, aber bei einem Auto hat man so eine grobe Vorstellung, was da alles drin steckt, bei einem Synth für 10.000 erscheint der Gegenwert irgendwie nicht gerechtfertigt.
Oder ein aktueller Rechner oder ein Smartphone sind ja wirklich Hi-Tech auf kleinstem Raum dagegen und nach einigen Jahren ist die Technik dort einfach überholt. Da fehlt mir bei so einem Synthesizer einfach die Rechtfertigung wieso der so teuer sein soll.
 

ollo

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Ich weiß ehrlich nicht wo das Problem ist. Es gibt Klaviere die sind 5x so teuer, da regt sich keiner auf und verweist auf den Kilopreis für Holz.. Moog baut eben sehr aufwendig aber eben auch sehr gutes und hochwertiges Zeug. Für mich meilenweit zu teuer, trotzdem habe ich alles was ich zum Musikmachen brauche..
Aber da verstehe ich es dann schon wieder eher. Beim Holz einer Geige oder eines Pianos wird es sicherlich sehr viel größere Unterschiede geben, das eine kommt fertig zugeschnitten geliefert, das andere wird noch richtig per Hand vor Ort geschreinert und lag vorher noch Jahre im Trockenraum oder sowas und kommt von einem seltenen Baum mit besonderer Steifigkeit oder so der den Klang wirklich besser macht.

Und bei einem Synth wird das Material was Moog benutzt sicherlich nicht 10-100mal teurer sein als das von anderen Herstellern.
 

tom f

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Ich weiß ehrlich nicht wo das Problem ist. Es gibt Klaviere die sind 5x so teuer, da regt sich keiner auf und verweist auf den Kilopreis für Holz.. Moog baut eben sehr aufwendig aber eben auch sehr gutes und hochwertiges Zeug. Für mich meilenweit zu teuer, trotzdem habe ich alles was ich zum Musikmachen brauche..
Vielleicht geht es darum dass hier aus Lifestylegründen von einigen immer wieder so getan wird, als müssten deren Preise so sein.

Das ist aber eben nur die halbe Wahrheit - die Preise sind auch so weil die Klientel es so möchte.

Objektivierbare Kriterien dazu gibt es genügend - siehe genannte ähnliche Produkte von Firmen die sogar auf Grund der Firmenstruktur unrentabler arbeiten werden.

Ist es egal ? Ja und nein.

Ich habe früher gerne Lacoste Polos getragen und dafür 90.- bezahlt - dann bekam ich mal no name Polos um 5.- das Stück und die halten auch noch - ohne Übertreibung - ZEHN mal so lange bei gleicher Behandlung.

Tja - mir ist das Stickkrkodil auf der Brust um 0,05 Euro es nicht wert den Faktor 180 zu bezahlen.

Es ist natürlich eine pointierte Analogie - aber bei Moog geht es natürlich auch sehr um das Krokodil - und wer sich das schön reden will soll das auch - man darf nur nicht erwarten dass Andere das auch noch beklatschen oder sich von der selbstinduzierten Grossmannssucht einiger respektvoll verneigen.

Sobald hier ein Gerät zu einem Preis besprochen wird ist es absolut legitim die - egal wie übliche - Diskussion über den Wert zu führen.

Besonders weil im selben Forum Leute bei Produkten die ein 50stel kosten rumnörgeln warum neben 100 Features noch Feature 101 nicht dabei ist.

Alleine die Tatsache dass Moogs ständig als Poserobjekte von Artists verwendet werden und Leute mit Moog Shirts rumlaufen zeigt doch den Spirit dahinter.

Mir käme es nicht mehr in den Sinn mittels Klamotten für Fender zu werben nur weil ich Produkte von denen nutze - ganz zu schweigen davon, dass ich auch Cort Produkte nutze die ein Viertel kosten und im Prinzip trotzdem das absolut gleiche können - nur ohne Krokodil.

Dass erwachsene Menschen die sich ansonsten politisch, soziologisch und ökologisch die Lebensweisheiten gegenseitig im Dutzend austauschn so auf Krokodile geil sind, finde ich lustig bis seltsam und es soll für keinen Leser hier - der sich neu zu den Themen informieren will - die Suggestion entstehen man spräche hier von Notwendigkeiten - eher spricht man vielleicht von Sektierertum :harhar:

Ist ja in Ordnung - man sollte nur dazu stehen.
 
R

Rastkovic

Guest
Aber da verstehe ich es dann schon wieder eher. Beim Holz einer Geige oder eines Pianos wird es sicherlich sehr viel größere Unterschiede geben, das eine kommt fertig zugeschnitten geliefert, das andere wird noch richtig per Hand vor Ort geschreinert und lag vorher noch Jahre im Trockenraum oder sowas und kommt von einem seltenen Baum mit besonderer Steifigkeit oder so der den Klang wirklich besser macht.

Und bei einem Synth wird das Material was Moog benutzt sicherlich nicht 10-100mal teurer sein als das von anderen Herstellern.
Absolut geil, jeder dreht sich hier alles so wie es ihm passt. :harhar:

Für dieses Klavier wurde nur Holz verwendet, dass bei Vollmond geschlagen wurde.....
 

Grenzfrequenz

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Und bei einem Synth wird das Material was Moog benutzt sicherlich nicht 10-100mal teurer sein als das von anderen Herstellern.
10x so teuer schon, die Potis und Frontplatten im Vergleich zu Behringer. Und der Glide des Minimoog ist mehr als 100x so teuer vom Materialwert als im Behringer D, wo der Microcontroller nebenbei irgend einen Glide macht, der mit dem Glideverhalten des Minimoog nichts zu tun hat.
 

ollo

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Absolut geil, jeder dreht sich hier alles so wie es ihm passt. :harhar:

Für dieses Klavier wurde nur Holz verwendet, dass bei Vollmond geschlagen wurde.....
Ja, genauso klingt das bei Moog. Bei einem Klavier oder einer Geige macht das ja noch Sinn, weil es da wirklich seltenes Holz gibt, was auch besondere Klangeigenschaften haben mag aber bei einem Synth leuchtet das nicht wirklich ein.
 

abbuda

Transistor
Im Grunde ist es ganz einfach: der Moog Kunde fragt nie nach dem Preis. Das ist wie RollsRoyce oder Aston Martin, da fragt auch niemand nach dem Preis und das sind auch nur Autos. Ich will einen Moog, also kauf ich einen Moog. Egal was es kostet. Wenn sich jemand für Preise interessiert soll er andere Marken vergleichen und Moog links liegen lassen, für solche Leute ist Moog das falsche Produkt. Moog will auch nicht jeden bedienen, sonst wäre einzig der Preis der Treiber wie bei Behringer. So einfach ist das, muss man nicht weiter erklären, muss man nicht verstehen.
 

VEB Synthesewerk

Thomas B. aus SAW
Ich habe gerade ein Midi Clock to Gate Interface gebaut.
Grob geschätzt 100€ Material inklusive Programmiereinheit für den PIC.
Dazu noch 5 Stunden Arbeit, Programmieren, Gehäuse/Mechanik, Löten.
Also 600€ 🤷‍♂️
 

tom f

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Mit Leuten, die nur ein rostiges Fahrrad fahren, über Preise von Autos zu diskutieren, macht irgendwie keinen Sinn.
Würdest Du denn ein Mal nicht den Diskurs ins persönlich verächtliche lenken und immer wieder behaupten, dass man skeptisch zu Sachen ist weil man ein armer penner ist der Harz 4 bezieht ?

Das ist doch möglich, da Du doch ein netter Typ zu sein scheinst ;-)
 

tom f

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Im Grunde ist es ganz einfach: der Moog Kunde fragt nie nach dem Preis. Das ist wie RollsRoyce oder Aston Martin, da fragt auch niemand nach dem Preis und das sind auch nur Autos. Ich will einen Moog, also kauf ich einen Moog. Egal was es kostet. Wenn sich jemand für Preise interessiert soll er andere Marken vergleichen und Moog links liegen lassen, für solche Leute ist Moog das falsche Produkt. Moog will auch nicht jeden bedienen, sonst wäre einzig der Preis der Treiber wie bei Behringer. So einfach ist das, muss man nicht weiter erklären, muss man nicht verstehen.
Richtig - also sind wir uns ja einig dass bei gewissen Marken der Preis sehr entkoppelt von objektivierbaren Kriterien ist, weil Luxus um Luxus willen.

Um was Anderes geht es tatsächlich nicht.

Nur soll man eben bei Luxus dann nicht sagen es sei notwendig, dass das so teuer sei.

Dass es eines der grundlegenden Prinzipien des Marketings ist ein Produkt - ab eine gewissen Preisregion - massiv, und beinhahe ausschliesslich - über den Mehrpreis als besonders Exquisit zu platzieren ist nichts was man sich erfinden müsste. Das kann man nachlesen.
 
Zuletzt bearbeitet:

serge

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Sobald hier ein Gerät zu einem Preis besprochen wird ist es absolut legitim die - egal wie übliche - Diskussion über den Wert zu führen.
Natürlich ist das legitim – nur ist es ebenso legitim, darauf zu verweisen, dass diese Diskussionen bereits geführt worden sind, und von diesen kein weiterer Erkenntnisgewinn zu erwarten ist.

Vor allem aber ist es legitim, zu erwarten, dass der Diskussionspartner eben nicht Äpfel mit Birnen vergleicht. Genau das ist hier aber geschehen: Der Preis eines kommerziell erhältlichen Produktes aus einem Geschäftsbetrieb, der Gehälter, Steuern, Gebäudemiete, Garantierücklagen (nicht zu vergessen…!) und dergleichen mehr mit einzukalkulieren hat, wurde mit einer hypothetischen, selbst zusammengelöteten Kiste mit Rubbelbuchstaben auf der Frontplatte verglichen.

Ist ja in Ordnung - man sollte nur dazu stehen.
Mache ich doch gerne, siehe meine Post vom 20. März 2018:
Ich habe geraume Zeit mit dem CotK Model 15 geliebäugelt, aber das hörte schlichtweg in dem Moment auf, als ich das erste Mal auf einer Messe an dem Moog Model 15 stand. Es macht mich aus ganz offenbar nicht weiter objektivierbaren Gründen einfach ungleich mehr an, und ob das nun von irgendjemand anderem nachvollziehbar ist, oder ob ich damit einfältig in irgendwelche Marketing-Fallen getappt bin, ist mir ehrlich gesagt schlichtweg schnuppe.
 

Dirk Matten

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Der Moog ist genau so ein Nachbau wie der von CotK. Man muss sich das teurere Produkt leisten können und wollen, ich lege meinen Fokus im Leben auf andere Dinge als Synthesizer, hatte ich als Originale über Jahrzehnte, da ist der Wallungsfaktor dahin.
 

serge

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Der Moog ist genau so ein Nachbau wie der von CotK.
Natürlich, nur mit dem Unterschied, dass CotK sich an verschiedenen Stellen vom Original entfernt hat.

Man muss sich das teurere Produkt leisten können und wollen, ich lege meinen Fokus im Leben auf andere Dinge als Synthesizer, hatte ich als Originale über Jahrzehnte, da ist der Wallungsfaktor dahin.
Um diese Altersweisheit zu erlangen, fehlen mir noch ein paar Jahrzehnte – ich hoffe, sie werden mir vergönnt sein.
 

Bernie

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Ich habe früher gerne Lacoste Polos getragen und dafür 90.- bezahlt - dann bekam ich mal no name Polos um 5.- das Stück und die halten auch noch - ohne Übertreibung - ZEHN mal so lange bei gleicher Behandlung.

Tja - mir ist das Stickkrkodil auf der Brust um 0,05 Euro es nicht wert den Faktor 180 zu bezahlen.

Es ist natürlich eine pointierte Analogie - aber bei Moog geht es natürlich auch sehr um das Krokodil - und wer sich das schön reden will soll das auch - man darf nur nicht erwarten dass Andere das auch noch beklatschen oder sich von der selbstinduzierten Grossmannssucht einiger respektvoll verneigen.

Sobald hier ein Gerät zu einem Preis besprochen wird ist es absolut legitim die - egal wie übliche - Diskussion über den Wert zu führen.

Besonders weil im selben Forum Leute bei Produkten die ein 50stel kosten rumnörgeln warum neben 100 Features noch Feature 101 nicht dabei ist.

Alleine die Tatsache dass Moogs ständig als Poserobjekte von Artists verwendet werden und Leute mit Moog Shirts rumlaufen zeigt doch den Spirit dahinter.

Mir käme es nicht mehr in den Sinn mittels Klamotten für Fender zu werben nur weil ich Produkte von denen nutze - ganz zu schweigen davon, dass ich auch Cort Produkte nutze die ein Viertel kosten und im Prinzip trotzdem das absolut gleiche können - nur ohne Krokodil.

Dass erwachsene Menschen die sich ansonsten politisch, soziologisch und ökologisch die Lebensweisheiten gegenseitig im Dutzend austauschn so auf Krokodile geil sind, finde ich lustig bis seltsam und es soll für keinen Leser hier - der sich neu zu den Themen informieren will - die Suggestion entstehen man spräche hier von Notwendigkeiten - eher spricht man vielleicht von Sektierertum :harhar:

Ist ja in Ordnung - man sollte nur dazu stehen.
Wo bekomme ich ein System 700 fürs Eurorack?
hab ich mal auf Modular Grid gesehen.
Oki, update, hätte man auch googlen können (DIY):
 
Zuletzt bearbeitet:

sbur

Na ja, egal...
Wer sich die Module aus dem original Moog Model 10 noch einmal genauer ansehen will, dem seien folgende Links empfohlen:
903A - https://modularsynthesis.com/moog/903a/903a.htm
907 - https://modularsynthesis.com/moog/907/907.htm
904A - https://modularsynthesis.com/moog/904a/904a.htm
911 - https://modularsynthesis.com/moog/911/911.htm
901A - https://modularsynthesis.com/moog/901a/901a.htm
901B - https://modularsynthesis.com/moog/901b/901b.htm
901 - https://modularsynthesis.com/moog/901/901.htm
902 - https://modularsynthesis.com/moog/902/902.htm

Oder auch hier:

Ich versuche es dann doch noch einmal ganz grob zu überschlagen.

Wenn ich alleine die Potentiometer und Rotary-Switches zähle (43 Stk.) und dann von Bourns-Qualität ausgehe, dann sind das ganz schnell ca. 150 EUR.
Dann kommen die Modul-Frontplatten und Chassis. Das dürften auch locker 150 EUR sein.
Sämtliche Platinen in der Auflage, zusammen weitere 50 EUR.
Das geht so weiter, Kabinet, Netzteil, untere Reihe (Mixer, Attenuator, Outputs etc.), Kabelbäume...
Ich denke, dass man bei entsprechend hochwertigen Bauteilen am Ende locker auf reine Materialkosten von noch knapp dreistellig oder schon vierstellig kommt. Man möge mich korrigieren.
Dazu kommen schätzungsweise vier bis fünf Arbeitstage pro Gerät, weitere allgemeine Kosten für Engineering, Recherche, Beschaffung usw. Nicht zu vergessen die Kosten für den Overhead, den eine Firma wie Moogmusic natürlich auch finanzieren muss. Bei der Kalkulation der Marge gehe ich von 50-100 % für den Hersteller aus, hier wahrscheinlich am oberen Ende. Der Händler wird auch noch einmal ca. 10-15% bekommen.
Eine Replika, die so nah am Original ist, ist weit mehr als die Summe der Bauteile.

Es ist natürlich völlig legitim den Sinn in Frage zu stellen. Man wird ein solches Gerät wesentlich kleiner und preiswerter in SMD bauen können. Vielleicht macht es ja mal jemand. Aber genau darum geht es Moogmusic nicht. Natürlich ist da im Preis auch Renomee und was weiß ich eingepreist, aber eben nicht tausende Euro. Oder will man dem Hersteller das Recht auf seine Marge absprechen?

Ich freue mich, dass das Teil so gebaut wird.
 

Dirk Matten

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Natürlich, nur mit dem Unterschied, dass CotK sich an verschiedenen Stellen vom Original entfernt hat.


Um diese Altersweisheit zu erlangen, fehlen mir noch ein paar Jahrzehnte – ich hoffe, sie werden mir vergönnt sein.
Das hat bei mir nichts mit Altersweisheit zu tun, wohl aber mit der jahrzehntelangen beruflichen Beschäftigung mit Synthesizern. Stell dir mal vor, du wärst Frauenarzt ...
 


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