du vermischt hier 2 Dinge...
- das man im Mastering eher nicht Extremeinstellungen verwendet ist klar, das ist ja kein Sounddesign , sondern Mastering eben.
- teure Hardware klingt meist in Extremeinstellungen noch gut - damit meine ich nicht das man es darauf anlegt den Preamp gnadenlos zu überfahren , sondern das man eine große Range hat in der der Klang noch als angenehm zu bezeichnen ist .. ein Eq auch bei 3/4 aufgedrehtem Gain noch gut klingt und nicht brutale Phasenschweineren, Verzerrungen und Transientenverschmierungen erzeugt
- bei der als halbwegs hochwertig einzustufenden Hardware , die ich besitze, höre ich deutliche Unterschiede zu plugins und deutliche bessere Leistung bei hohen Pegel/extremeren Einstellungen .. da klingt nichts blurry oder schmierig - aber vielleicht hast du ja einen anderen Fokus, Geschmack als ich. Ich kenne deine Ansprüche und Geschmack ja nicht.
das kann ich beim allerbesten Willen nicht bestätigen. Ich find es sensationell gut wenn ich den Api2500+ heiß anfahre . Wenn ich später Lust hab verdeutliche ich das mal. Und wenn ich noch mehr Lust habe vergleich is es mal mit dem Plugin.
Ich freu mich das das plugin für dich gut funktioniert. Eigentlich hab ich nur festgestellt das es nicht zu meinem Workflow passt. Ich fand den ersten Soudneindruck auch super, deswegen hab ichs ja gekauft, stelle jetzt aber fest das ich keinen sinnvollen Einsatz finde.
Das es im Summenbereich eher nicht sinnvoll ist, da scheinen wir uns ja einig.
Peace.
Klar. Einigen wir uns auf unterschiedliche Geschmäcker. Uniformität wäre ja auch langweilig.
Wobei du EQ-Range jetzt plötzlich als Beispiel aufführst. Mir ging es in der Diskussion ganz explizit um das Verhalten von Übertragern (und VCAs vs Röhren) bei hohen Pegeln. Das ein hochwertiger analoger EQ oder Comp bei hoher Gainrange meist stabiler und kohärenter klingt als eine digitale Simulation, da bin ich völlig bei dir.
Aber hier gehts doch um das Relab Sättigungs PlugIn, was den Anspruch hat mit analogen Vorbildern diesbzgl endlich mithalten zu können. Und ich sage, dass das Teil für mich schonmal ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung ist (wenn man auf der subtilen Seite bleibt). Ich verstehe und kenne auch das Argument "warum sackteure Hardware kaufen, wenn man mit der auch nicht härter eingreift als mit PlugIns?". Entspricht nur nicht meiner Idee von Klangformung.
Nicht falsch verstehen, ich mag vorne raus auch gerne Noise, Zerre, Artefakte. Runde die aber hintenraus gerne mit subtilen Settings wieder ab.
Meine Erfahrungen mit API Gear liegen 10 Jahre zurück, was ich noch selbst besitze ist eine Custom Übertragerkiste mit unter anderem (CL)APIs. Die besten solo Übertrager die ich habe, sind Lundahl Amorphous Cores (sackteuer im Ggsatz zu den Clapis). Die kollabieren unter hohen Pegeln aber genauso schnell, wie (fast) alle anderen. Zumindest für meinen Geschmack. Ich hab im Mastering meine Hardwarechain immer so kalibriert, das die Comps immer Threshold auf Max hatten, um überhaupt mal 0,5-1dB Gain reduction zu liefern, oder sogar vom Hersteller modifiziert werden mussten diesbzgl. (ADT war das immer sehr hilfsbereit). Das kenne ich so auch von wertgeschätzten Kollegen. Im Mastering Kontext wars damals somit eher ein ständiger Kampf ums LowLevel Verhalten als um High Level Sättigung. Das krieg ich vlt einfach nicht mehr raus... :D
Aber klar, gibt natürlich auch die andere Fraktion. Da wurde dann geclippt was ging, um sich hintenraus den verhassten Brickwall Limiter zu sparen. Mit dem Sound konnte ich persönlich halt nie was anfangen.
Das die API 5500 und 2500 Spitzengeräte sind, steht natürlich völlig ausser Frage. Mich persönlich haben sie allerdings nicht so geflashed, dass ich da nochmal rein investieren wollte. Bin halt eher der Röhrentyp... Hab aber natürlich auch Solid State Zeugs um die Chain überhaupt zu komplettieren).
PS: wegen Klangbeispielen musst du dir wegen mir jetzt keine Mühe machen. Aber vlt interessiert es ja auch andere, die Diskussion wirkt nur gerade so einsam?
Ich hab überc10 Jahre intensiv probiert und gehört und tausende von Vergleichen und Testaufbauten gemacht, auch viele mit erfahrenen Kollegen zusammen. Leider hat meine HD mit etlichen 100GBs an Daten irgendwann zeitliche gesegnet. Das nehm ich mal als Zeichen, daß das Kapitel für mich jetzt abgeschlossen ist... :)
PPS: ah shit, seh gerade; der Thread geht ja eigentlich um deren grosses PlugIn, den Compressor. Das kenne ich (noch) nicht, sondern die die kleine ausgekoppelte Sättigungsstufe. Hoffe, wir haben jetzt nicht aneinander vorbei geredet?