Renoise - Back to the roots

Dieses Thema im Forum "DAW, Softsequencer" wurde erstellt von Anonymous, 27. Dezember 2015.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Meine ersten musikalischen Versuche hatte ich mit einem Tracker. Tief verwurzelt sind da natürlich die nostalgischen Gefühle dazu. Nun will ich mir mal eine Runde "Back to the roots" mit Renoise gönnen.

    Gibt es da irgendwelche tollen Tipps/Seiten/Tuts oder sonst was, was mir den Weg mit Renoise etwas ausschmücken könnte?
     
  2. Psychotronic

    Psychotronic .....

  3. Anonymous

    Anonymous Guest

    Danke für die Links, aber nach ein paar Stunden des Rumprobierens habe ich gemerkt dass Tracker doch nicht mehr mein Ding sind.
     
  4. Zolo

    Zolo ..

    Ich habe auch überlegt ob ich vielleicht mal alte Tracker Songs refreshen sollte :mrgreen:
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Was hält dich auf? Vielleicht liegt es dir ja mehr als mir wieder mit einem Tracker wie Ende 80er Anfang 90er zu werkeln.
     
  6. Zolo

    Zolo ..

    Kein Zeit.. Keine Zeit..

    Aber neue Songs würde ich damit nicht machen. Dafür bin ich zu sehr zufrieden mit meiner aktuellen Umgebung ;-)
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ja, da merkt man doch wie bequem man es mit aktuellen Konzepten und Workflow hat. Um so weniger man irgendwo rumfrimel muss, umso mehr kann man sich auf die eigentliche Musik konzentrieren. Aber manch anderer mag Tracker mehr und manch anderer versucht alles nur mit Hardware zu lösen, will aber am liebsten die Leichtgängigkeit einer DAW damit erreichen. Na, jeder wie er will.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich bin mit Renoise extrem zufrieden. Die DAW ist schnell, verbraucht wenig Systemresourcen, hat ein durchdachtes Konzept und bekommt ständig neue Features, welch diese Bezeichnung auch wirklich verdienen.
    Dann ist es noch extrem günstig und mit einer superliberalen Nutzungslizenz (auf beliebig vielen Rechnern installiert und GLEICHZEITIG benutzt werden, 32- und 64-Bit-Versionen & deren Legacyversionen; Mac & Win & Linux!) und kostenlosen Upgrades für zehn x.1-Versionsschritte ab Bestelldatum versehen worden.

    Renoise frisst handelsübliche Midifiles und man kann sehr schnell VSTInstrumente, Samples und Hardware per Midi ansteuern, die Clocktimings sind sehr tight und akkurat und an mehreren Stellen lassen sich positive/negative Signalkorrekturen im Millisekundenbereich (auch Spurweise!) vornehmen.

    Groovige Sequenzen lassen sich zur Laufzeit per Midieingabegerät ebenso einspielen, wie auch quantisierte Notenabfolgen. Umfangreiche Automatisierungsoptionen für jeden Effektparameter stehen ebenso zur Verfügung, wie auch die direkte Kontrolle per Midicontroller.

    Und exportieren/rendern lässt sich ein Projekt dann am Ende in einzelnen Patterns, einzelnen Spuren oder sogar beides gleichzeitig. So kann man dann mit einzelnen Soundklötzchen, die zu 100% zusammenpassen, auch in einer anderen DAW nach Herzenslust herum arrangieren, wenn man nicht mit Renoise mixen & mastern will.

    Ein richtiges Powerhouse, dass vielleicht mal als Tracker angefangen hat, aber mittlerweile ein echtes Arbeitstier geworden ist, an dem es nur sehr wenig dran auszusetzen gibt.
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Renoise macht auch einen sehr guten Eindruck. Ich fühle mich nur nicht mehr mit dem Trackerkonzept wohl.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Mir geht es da genau anders herum. Ich finde das horizontale Scrolling total übel. Leider ist das in so ziemlich jeder DAW in exzessiver Weise implementiert worden, so dass man selbst bei wenigen Spuren ständig nach rechts und links gleiten muss und das Mausrad so zu einem völlig unsinnigen Knopf verkommt.

    Man stelle sich mal vor, dass man bei einem Buch einen Satz immer weiter auf einer einzigen Zeile fort schreibt und ständig die Seiten wechseln muss. Bei einem neuen Satz geht es dann erst in die neue Zeile, aber man muss zurück an den Anfang blättern. :selfhammer: Ziemlich hirnverbranntes Konzept, aber die "Marktführer" suhlen sich allesamt in dieser historischen Altlast, die auf handgeschriebenen Orchesternotensätzen basiert. Was interessiert es mich aber, wie die Spuren in einer oder vor fünf Minuten von der Cursorposition aussehen? Ich möchte lieber alle JETZT-Momente von möglichst allen Instrumenten gleichzeitig im Blick haben. DAFÜR muss ich z.B. bei Cubase dann hoch und runter scrollen. Sinn macht das nicht.

    Es hat seinen Grund, warum Bildschirme bald doppelt so breit, als hoch sind, nämlich damit man alle relevanten Infos auf EIN Bild bringen kann, ohne dem Nutzer Handarbeit abzuverlangen. Ständiges links/rechts ist nämlich äußerst anstrengend, ergonomisch nicht besonders sinnvoll und brechen tut ein derartig erzwungenes Nutzerverhalten mit anderen Standard-Softwares wie Word oder 08/15-Browsern außerdem.
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist mal ein Statement :supi:
     
  12. j[b++]

    j[b++] Blub

    Kann ich nur unterschreiben.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    Hmm, ich scrolle sehr selten. Je nach Zoomlevel und Einstellung habe ich den ganzen Song auf einmal im Blick.

    Das hängt von der Anzahl Spuren ab. Ist es denn nicht so, dass man bei Trackern pro Stimme einen eigenen Track braucht, so dass Akkorde zur echten Platzverschwendung werden?

    Zumal kann ich mir Parts aus den Tracks auch alle gleichzeitg anschauen und editieren. In der Pianorollansicht sieht man dann die Schichten übereinander und farbig getrennt und kann dann für jede Spur entscheiden ob man sie sehen und/oder auch editieren möchte. So ist es jedenfalls bei Bitwig. Cubase hat das sicher auch.

    Wie dem auch sei wenn du bei einer Nicht-Tracker DAW ständig scrollen musst dann hast du sehr viele Spuren und die nicht gruppiert oder du machst was falsch. Ich bin mir sicher mit 64 Spuren voller Akkorde usw. bis du auch beim Tracker am scrollen. sofern du nicht gruppierst.

    Aber ist doch schön für dich dass du deine Lieblings-DAW gefunden hast. Ich habe meine auch gefunden und ich habe viele durch probiert.
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich bin sehr exaktes Positionieren gewöhnt. Das geht in Renoise z.B. mit der Delay-Spalte mit der ich selbst eine 64te-Note nochmal in 128 einzelnen Stufen bis zur Unhörbarkeit genau verzögern kann. Dazu brauche ich nur die ungefähre Position und zwei Hexadezimal-Ziffern im Pattern und der Käse ist gebissen.

    Wie oft habe ich mir beim Arrangieren in Audacity dagegen schon einen Wolf "gedragged & gedropped" bis das endlich mal gepasst hat, inkl. Zoom- und Seitwärtsscroll-Orgien. Das ist einfach nur unnötiger Dummfick, um mal BW-Jargon zu verwenden. ;-)

    Bei Renoise ist es nicht mehr so. Da kann man jetzt sogar ganze 12 Noten in einen einzigen Track rein packen, wenn man das will.

    Und wenn man das nicht will, kann man den Phrase-Editor benutzen, quasi ein Mini-Pattern-Editor im Pattern-Editor (Inception für Tracker ^^); Ist sehr geil, wenn man sich kleine polyphone Arpeggiator-Sequenzen bauen will, die man am Ende mit nur noch einer einzigen Note im Track in der dazugehörigen Tonlage transponieren und vorzeitig abbrechen oder ganz durchlaufen lassen kann.

    Die Pianoroll ist sogar eines meiner Hauptprobleme. Da hat man sich ja geradezu ausufernde Mühe gegeben, um eine Klaviatur völlig ad Absurdum zu führen, indem man diese hochkant ausrichtet. Da muss ich mal ehrlich fragen, ob du so was übersichtlich findest:

    http://s63.photobucket.com/user/action9 ... 2.jpg.html

    Da springen meine Augen ständig nach links zur Klaviatur und wieder zum Arbeitspunkt und das ist dann genau die Art von Links-Rechts-Chaos, die ich nicht mag. Gruselig.

    Ich meine ja das seitwärtige Scrollen. Das tritt bei Cubase & Co ja schon auf, wenn man nur eine eingespielte Audiospur hat und darin jetzt eine ganz bestimmte Stelle sucht und an dieser ein zweites Audiofile daran ausrichten will, was ein DAW-Standardszenario sein dürfte. In einem Tracker ist eine einzelne Zeile ja die Definition von Gleichzeitigkeit, während man sich in anderen DAWs dann an irgendwelchen Rasteroptionen die Zähne ausbeißt oder ganz auf eine solche verzichten muss, weil es anders nicht geht.

    :supi: :supi:
     
  15. lilak

    lilak ||

    scollen ist in jeder hinsicht und richtung überflüssig! mit einem von den neuen imac schirmen erübrigt sich das. ich halte renoise für die pound-for-pound beste daw der gegenwart. wers nicht glaubt einfach mal die neuen sachen von venetian snares anhören, das ist samplekunst vom feinsten in einer irren detailauflösung. das ist präzision und minimalismus zusammen, das geht anders gar nicht.


    src: https://youtu.be/yUXRilk-JNA


    http://40.media.tumblr.com/ff8bf25a6ea5 ... 1_1280.png
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Man kann mir ja viel nachsagen, aber ausprobieren tue ich wirklich viel. Ich schaue mir mit den neuen Infos hier nochmal Renoise genauer an. Wer sagt denn dass man nur eine DAW haben kann :mrgreen:
     
  17. Anonymous

    Anonymous Guest

    So, ab heute teste ich Renoise nochmal genauer. Damit es richtig nerdig wird, habe ich mir dafür sogar Linux im Dualboot installiert und man staue mein Steinberg UR22 wurde ohne Zutun erkannt und läuft out of the box. Auch mal eine gute Gelegenheit meine DAW Bitwig unter Linux zu testen und überhaupt mal zu schauen was audiotechnisch so mit Linux geht.
     
  18. formton

    formton ..

    So ein geiles Programm. :supi:
    Ich glaub das wird meine neue DAW - Zurück in die Zukunft. Ich bin nicht mit Trackern aufgewachsen, trotzdem oder gerade deshalb find ich das unglaublich spannend. Herausfordernd und nerdig - mit etwas mehr Übung glaube ich wird es wirklich schnell.

    Jippy. Juhu. :invader2: