Resonanter Square Sound aus den 80ern

Dieses Thema im Forum "Sound Praxis / Synthese" wurde erstellt von eisblau, 19. Juni 2018.

  1. eisblau

    eisblau ..


    Ansehen: https://youtu.be/doKYtcDqoww?start=31


    Ich weiß, die Bilder sind fürchterlich, das Lied auch, aber wie bekomme ich diesen speziellen resonanten 80er Synthiesound hin? Der Sound klingt fast ein bisschen nach FM und die Resonanz ist sehr heftig und blechern, wie von einem Modular. Welcher Synthesizer könnte das gewesen sein? Song ist übrigens von 1983.

    Klickt einfach auf den Direktlink unter dem Video, dort hab ich den genauen Startpunkt für die Wiedergabe angegeben.
     
  2. Srsly? Muss das sein?
     
  3. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Sorry, die Soundqualität des Videos ist unterirdisch, es pfeift und phased, da kann ich gar nix erkennen.
     
  4. eisblau

    eisblau ..

    Na dann eben nicht. Danke.
     
  5. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Man kann hier auch ein Schnipsel hochladen.
     
  6. eisblau

    eisblau ..

    Das gibt‘s digital nicht. Ist was aus meiner Kindheit und der Sound hat mich seit jeher fasziniert. Glaub kaum dass die Quali am Mono Kassettenrekorder besser war! Wenn man gscheit hinhört weiß man, was ich meine.
     
  7. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

  8. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    ich bin kein freiheitlicher aber finden es ja wieder mal witzig dass man sich hier schon mal gleich präventiv schämen muss dass man ein lied von waterloo postet das von denen verwendet wurde - die partei ist demokratisch in die regierung gewählt - fertig.

    würde man sich bei jedem song von linken staatlich subventionierten künstlern die keine gelegenehit auslassen auf den staat der sie jahrelang gefüttert hat hinzuhauen ebenso verhalten würde man einiges zu schreiben haben.

    gangster rapper und ähnliches die für die spö wahlkampf machen und andere parteiobmänner öffentlich als hurensohn bezeichnen oder sich den häupl tätowieren lassen gibt es ja schon mehrfach - igitt.

    wären die sozialisten nur annähernd sozialistisch könnte man die sogar wählen.
     
  9. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    aber interessant dass der waterloo damals so klang wie ein kleiner bruder von fendrich der besser als dieser singen kann.

    da muss ich mir ja direkt mal ein paar alte alben kaufen.

    ausserdem hatte der 1983 offensichtlich den selben friseur wie bruce dickinson - oder sind das am ende ein und die selbe person ? :harhar:
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2018
  10. eisblau

    eisblau ..

    Ja genau, dieses kurze Arpeggio zwischen 0:31 und 0:33.

    Bin ja scho ewig Vintage-Soundschrauber, aber da muss sogar ich passen.
     
  11. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Besonders prägnant oder beeindruckend ist dein Sound ja nicht. Kann kaum glauben dass sich der nicht mit ein bisschen Square /Pulse und Resonanz nachahmen lässt.

    Tja, wenns Kindheitserinnerungen sind.... was willste machen ;-)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2018
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  12. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Probiers mal mit 2xDreieck einen davon um 7 Halbtöne nach oben verstimmt. Wenn ich raten müsste, würde ich auf 'ne Orgel tippen...
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2018
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  13. eisblau

    eisblau ..

    Danke Summa, probier ich gleich am Vermona 14 aus.

    Der Sound ist schon sehr eigenständig und prägnant, da muss ich ein Veto einlegen. Vergleich mal mit den typischen Moog oder Pro-One Patches dieser Zeit. Ich kenne keine Nummer, wo der 1:1 noch einmal auftaucht.

    Ich vermute auch, dass der von einem analogenPolysynth kommt, oder ist das eine alkustische Täuschung?
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2018
  14. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    für mich klingt das auch wie ne Orgel. ist wohl eine alkustische Täuschung.
     
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  15. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    im prinzip klingen da doch einige der synthsounds so als hätte man was gesampled und höher abgespielt, dann käme das perlige nicht von sehr hoher resonanz sondern von den verschobenen formanten.
     
  16. eisblau

    eisblau ..

    Wenns so wäre, wären wir in dem Fall sogar einer Meinung. Ich hasse nämlich Orgeln.
     
  17. eisblau

    eisblau ..

    Gesampelt wurde da nichts. 1983 Ösi-Orf-Songkontest-Kacke, so up to date auf Fairlight & Co waren die damals nicht.
     
  18. eisblau

    eisblau ..

    Ich seh grad, da muss ich doch eher mit dem Matrixbrute ran, mein Vermona hat Sinus statt der Triangel.
     
  19. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Bei 'nem analog Synth kann dir die Filtersättigung einen Strich durch die Rechnung machen und (abhängig von der Filtersättigung) zusätzliche Obertöne erzeugen.
     
  20. serge

    serge ||||||||||

    Nun ja, bereits 1982 hätte Dir die beiden Österreicher Hubert Bognermayr und Zuschrader auf ihrem Fairlight was gehustet:

    Ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=NjcQirozYcM
     
  21. eisblau

    eisblau ..

    Klar. Das waren auch Elektromusik-Pioniere, Richard Österreicher und sein Rundfunk-Orchester eher weniger.
     
  22. eisblau

    eisblau ..

    Es müsste aber auch ein analoger Synth gewesen sein... fragt sich nur welcher? Eventuell tatsächlich eine Art E-Orgel mit Formanten und Resonanzfilter?
     
  23. ...mit nem Korg DW-8000 und den DWGS geht der bestimmt.
     
  24. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Ich behaupte, das ist ein HardSync-Sound ohne Modulation auf dem Slave.
     
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  25. eisblau

    eisblau ..

    Hmm... 1983?
     
  26. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    ich würde wirklich mal eine reihe von vorurteile überdenken.

    unteschätze z.b. nicht die technische affinität und die expertise von leuten die gewisse generes produzieren.

    und wenn damals einer geld hatte dann hat er sich das erstmal vielleicht als abschreibposten gekauft und dann auch benützt.


    :)
     
  27. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    also mal ehrlich, 1983 gab es die dritte oder vierte version vom fairlight, es gab schon lange was von sinclavier, es gab die emulatoren und sicher noch andere sampler.
     
  28. serge

    serge ||||||||||

    An kommerziell erhältlichen Samplern gab es 1983 tatsächlich nur drei: Fairlight, Synclavier und Emulator.

    • 1983 war die dritte Generation Fairlight CMI IIx am Markt, den Quasar als "nullte" Generation zählen wir nicht mit, da dieser nicht sampeln konnte.

    • Das Synclavier II beherrschte zu der Zeit nur einstimmige Sample-Wiedergabe, dafür allerdings in einer Qualität, die der der CD überlegen war – im Gegensatz zum Fairlight, dessen Klangqualität der einer CD deutlichst unterlegen war.

    • E-mu Systems haben den Emulator I bis 1983 produziert, der dann ungleich populärere Nachfolger Emulator II kam erst 1984 auf den Markt.
     
  29. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    na dann lag ich ja nicht sonderlich daneben :)
     
  30. eisblau

    eisblau ..

    Mag alles stimmen Freunde, aber der Klang klingt im Original definitiv nicht nach Sample, sondern nach einem analogen Synthesizer. Die Sampler der damaligen Zeit (1983) hatten meines Wissens nach alle praktisch keine analogen Resonanzfilter, die kamen erst ab Emulator II zum Zuge. Dass ihr denkt es wäre ein Sample ist wohl der miesen Audioqualität des Uploads zu verdanken.

    Was ich mir zur Not vorstellen könnte, wäre ein PPG, der hat digitale Waves und analoge Filter. Aber ich kenne keinen Austropop-Act, der den auch 1983 tatsächlich kommerziell eingesetzt hat. Ponger & co hatten Minimoog, Rolands und Prophets.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2018