RIP Chris Cross (Ultravox)

Während der Schneekatastrophe 78/79 haben wir die erste von denen rauf und runter gehört. Ist seitdem für mich immer irgendwie mit Schnee assoziiert.
 
Mein bester Freund war riesiger Ultravox Fan. Wir haben die Platten rauf und runter gehört. All Fall Down, Vienna, Hymn… was für Songs.
 
Kenne die Besetzung von Ultravox leider nicht, aber "Dancing with Tears in My Eyes" ist über die Jahrzehnte hängengeblieben. (War das Lied im Breakfast Club?)
 


Ein Stück, das mich sofort an Inselmusik und Two Faces von Rolf Trostel erinnert.

Cross stand immer im Schatten seiner Kollegen, die irgendwie glamuröser auftraten. Nichtsdestotrotz -- die Chemie in der Band wäre ohne Chris anders gewesen, so, wie sie anders wurde, als Midge Ure für John Foxx einsprang (an den obige Nummer nun wirklich sehr stark erinnert).

Stephen
 
RIP

Mr. X bezieht sich direkt auf Foxx, da auf Metamatic der Track „Touch and go“ mit gleicher Melodie zu hören ist. Auch inhaltlich ist Mr. X wohl eine Art Abrechnung mit Foxx, der ja Ultravox sehr kurzfristig verließ, was zu einem inhaltlichen Vakuum führte welches erst durch Ure wieder aufgelöst werden konnte.
Die ursprüngliche Idee stammt wohl von Foxx und wurde auf der letzten US Ultravox Tour mit Foxx 1979 gespielt.
 
Ein Stück, das mich sofort an Inselmusik und Two Faces von Rolf Trostel erinnert.
Geht schon was in Richtung Minimal Synth Pop Sachen, das macht es ein wenig zeitlos, nimmt wahrscheinlich Anleihen bei frühen Kraftwerk Sachen oder den selben Vorbildern.
 
Geht schon was in Richtung Minimal Synth Pop Sachen, das macht es ein wenig zeitlos, nimmt wahrscheinlich Anleihen bei frühen Kraftwerk Sachen oder den selben Vorbildern.

Es sind mehr die elektronischen Klangfarben und die straffen Rhythmen aus der CR78.

Stephen
 
Schade , dass er nun im Musikerhimmel weilt. Ich hab noch ein abgebrochenes Konzert mit Ultravox in Erinnerung. Die Tontechnik spielte nicht mit. Und nach einer Weile ist Midge Ure fluchend verschwunden. Die restlichen Bandmitglieder schauten sich ratlos an und das war's. Aber es war in der Frühphase schon tolle Musik. Wenn ich nicht irre, von Conny Plank produziert...
 
Wie hat mich Melodie und Klang ab 1:30 damals erwischt! Damit auf den Ohren 1981 frühmorgens vor der Schule durch die dunkle, stille Stadt streifen, dabei die Walkman-Kopie unbedingt ruhig in der Hand halten, sonst gab's Gleichlaufschwankungen – und auf einmal war dieser bei Tageslicht so öde Ort…geheimnisvoll!

Danke für die Musik!
 
RIP

konnte erst ab ~1980 was mit Ultravox anfangen, der „soft-Punk-schrammel-Rock“ davor war absolut nicht meins.
 
RIP

konnte erst ab ~1980 was mit Ultravox anfangen, der „soft-Punk-schrammel-Rock“ davor war absolut nicht meins.
Ich hatte mit Ultravox vor 1980 auch nichts am Hut, bis ich das hier hörte, da war so eine – räusper – "gnadenlose Freiheit" drin, die mich gepackt hat:
 
Stimmt, da muß ich mich etwas korrigieren, die „Systems…“ hatte ich schon geistig ausgeblendet, da waren ein paar tolle Sachen dabei.
Die HaHaHa mochte ich überhaupt nicht.

„Mein“ Ultravox Zeitfenster war auch 1984 wieder vorbei, die Lament war (für mich) relativ unspektakulär, der Charme von zB Vienna, Voice und Hymn vorbei.

Eigentlich war in „the Collection“ zusammenfassend alles gesagt.

Die Konkurrenz schlief nicht und man war ja breit aufgestellt, ab 83 hat mich u.a. eher der „Trevor Horn“ Sound begeistert.
 
Ich hatte mit Ultravox vor 1980 auch nichts am Hut, bis ich das hier hörte, da war so eine – räusper – "gnadenlose Freiheit" drin, die mich gepackt hat:

Bist mir zuvor gekommen, das letzte Foxx Album war schon ein Schritt der auch mit diesem Sänger vermutlich zu einer Art von „Vienna“ geführt hätte, aber mit weniger Pathos.
 
Musste mich mal sammeln, denn Ultravox bedeuten mir seit 1980 bis heute sehr viel. Helden der Jugend halt. Nicht der Erste, macht aber einen traurig.

Mein Zeitfenster ging durchaus bis zur 87er U-Vox, wobei ich hier aus heutiger Sicht das Songwriting gelungener finde als die Produktion, die für mich überhaupt nicht nach Conny Plank klingt und dem Rauswurf/der Abwesenheit von Warren Cann, denn obwohl der Big Country Drummer einwandfrei klöppelt passt es musikalisch nicht.

Als Bassist fand ich Cross eher unspektakulär, analog zum Fußball ein arbeitender Wasserträger… fällt nur auf, wenn er fehlt und ist sonst eher Band dienlich unterwegs, aber sehr wichtig. Vielleicht sind Bassisten oft in der Rolle den Laden zusammenzuhalten….

Auf dem Titelbild des Vienna Albums ist Cross aber mit Abstand die coolste Socke.

Danke dafür und nochmal ein RIP.
 
Zumindest das erste Album „Ultravox!“ klingt vielleicht deshalb nicht nach Conny Plank, weil es von Eno produziert wurde.

Plank war bei „Systems of Romance“ beteiligt.
 
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Ein weiteres RIP!
Ich entdeckte Ultravox damals 1978 mit dem bereits erwähnten "Systems Of Romance" Album, erst ab da wurde es richtig elektronisch. Mit "Vienna" fing dann die Ultravox Ure Phase an. Auch das zweite Album aus dieser Phase "Rage In Eden" fand ich genial. Ab dem dritten Album "Quartett" wurde es mir dann eine Spur zu kommerziell, zu glatt, zu viele Ohrwürmer a la "Reap The Wild Wind" für meinen Geschmack. "Dancing With Tears In My Eyes" haute dann später nochmal richtig rein, leitete aber leider auch sozusagen das Ende der Band ein. Neben OMD, DM, HL und Yello waren Ultravox eine meiner absoluten Synthie-Pop Lieblingbands Anfang der 80ziger Jahre, eine schöne Zeit, an die ich gerne zurück denke!
 
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Mein Plank Verweis bezog sich auf die U-Vox, das letzte Album vor dem Break.
Ok, Missverständnis.

Merker für mich: Man sollte Kommentare nicht zwischen Tür und Angel schreiben wenn man gerade dabei ist, das Haus zu verlassen, sondern vorher den betreffenden Post genauer durchlesen. Asche auf mein Haupt.
 
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Erst dachte ich bei einem kurzen Schnitt zu Chris Cross (~0:15): „da ist Bryan Ferry dabei!“ ;-)

Weitere Erkenntnis und Bestätigung: Wie qualitativ minderwertig doch die Brat-Tastaturen sind/waren. Die Minimoog-Tastatur war über dem PPG der/die wahre „Wave“.

Stört(e) mich am Micromoog (noch da) und an den verkauften Synths wie OB-Xa und Pro One.
 
R.I.P.
Ultravox waren für mich von Vienna bis Quartett mit das Beste was in diesem Genre (wie auch immer die korrekte Bezeichnung dafür lauten mag) je gemacht wurde.
Und der Bass hatte daran einen nicht unerheblichen Anteil.
 


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