Schnapsidee Nr. 128: Kompositionsrezept

Dieses Thema im Forum "Ansätze / Konzepte" wurde erstellt von Zotterl, 8. Mai 2014.

  1. Zotterl

    Zotterl Guest

    Zur Anregung, bzw. Anleitung zum Experimentieren

    Man nehme
    - Eine Naturaufnahme (z. B. im Wald gemacht) - darf auch Alltagsgeräusche enthalten.
    - Übertragt diese Aufnahme/.wav-file in Euer DAW und hört sie Euch aufmerksam an.
    - Jetzt kommt eine Art Substitutionsprozeß:
    ersetzt die einzelnen Naturgeräusche/Klänge durch Handgespieltes. Also nicht einfach die Aufnahme durch einen Filter oder Effekgeräte jagen,
    sondern die einzelnen Komponenten der Originalaufnahme durch synthetische ersetzen.

    Beispiel:
    Ihr habt in den höheren Lagen eine singende Amsel => ersetzt diese durch z. B. einen Bass-Sound.
    Ihr habt einen Specht => kurzer, einmaliger Stepsequencer-Durchlauf.
    Ihr habt ein Windrauschen => ersetzt es durch z. B. einen Flächen-Bandpaßklang, der sich ähnlich wie der Wind bewegt usw.

    Euren eigenen Ideen sind keine Grenzen gesetzt. Wie Ihr die Originalklänge substituiert,
    ist Eure Sache. Aber sicher kommen da spannende Sachen raus. Probierts mal!

    Evtl. könnt Ihr es ja hier posten - interessant wäre es auch das Ausgangsmaterial, die Naturaufnahme, mitzuposten.

    Viel spaß!
     
  2. haesslich

    haesslich Tach

    Ein ähnliches Konzept verfolgt Antje Greie-Ripatti mit dem Hailuoto Sound Choir.
     
  3. Zotterl

    Zotterl Guest

    Danke für den Tipp. Im Bereich "Spielanleitungen" gibts ja Einiges (siehe auch John Cage, Stockhausen etc.).
    Wichtig ist, es einfach mal zu probieren.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    ja, das klingt schon reizvoll... ich werds auf jeden fall probieren.

    bin mir noch nicht im klaren, ob man in der auswahl des fieldrecordings an mögliche umsetzungen denken sollte, spannungsbögen etc. :D
    oder lieber eine beliebige aufnahme und auf der grundlage dann erstmal ohne ans große ganze zu denken so etwas sounddesign betreiben..
     
  5. Zotterl

    Zotterl Guest

    :supi:
    Ich würde zu letzterem tendieren. Damit kann ich mich dann selbst noch überraschen.
    Schon während des Fieldrecordings an das Endprodukt zu denken, würde einiges
    an Überraschung rausnehmen bzw. wäre selbstmanipulativ. Verboten ist es natürlich nicht ;-)
    Kannst ja beide Varianten ausprobieren.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    guter punkt. "selbstmanipulativ" fänd ich es nicht, es wäre eine von vielen entscheidungen bis zum fertigen stück. trotzdem ist der einwand überzeugend, denn man möchte die kontrolle über die komposition in dem fall gern aus der hand geben.
     
  7. Zotterl

    Zotterl Guest

    Am Anfang ja. Wenn das fieldrecordete Basismaterial da ist, hast DU die Fäden in der Hand;
    innerhalb des vorgegebenen Rahmens.
     
  8. Coole Idee! :supi: Ich frag mich grad nur, was ich dann bei "schimpfende Nachbarn" und "Kids nach Schulschluss" für Oszi's verwenden müsste :D
     
  9. SvenSyn

    SvenSyn bin angekommen

    Find ich gut die Idee! Würde ich gern mal machen, hab aber leider keinen Fieldrecorder :sad:
     
  10. Manchmal tut es auch ein Smartphone, hab ich mir sagen lassen... ich selbst hab keines :P
    Oder besorg Dir einen "Zoom Q3" ;-)
     
  11. Das is e suuuuper Idee!!!!

    Ist ja fast schon "Contest" reif :lollo:
     
  12. Zotterl

    Zotterl Guest

    Die Qualität ist beim Input nicht so wichtig, denn das fieldrecordete Material wird ja ERSETZT.
    Wichtig ist, dass DU mit dem Ausgangsmaterial was anfangen kannst.
     
  13. Zotterl

    Zotterl Guest

    Bei Meckernachbarn fallen mir auf Anhieb Grains bzw. Granularsounds ein (wenn man gerade welche zur Hand hat),
    Kids nach Schulschluß? Eine Smartphoneorgie! :lol:
     
  14. Hhhmmmmm..... hab momentan nur den Malström als Alternative. Vorgegebene Graintables, aber auch viel Geräuschlastiges dabei. Hmmm... ich versuch das am Sonntag mal :lol:
     
  15. Zotterl

    Zotterl Guest

    War nur mein erster (R)Einfall.
    Daran denken: das Gemeckere nicht nachahmen, sondern substituieren.
    Ansonsten "Feel Free"
     

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