Sequencing

Dieses Thema im Forum "APPartig" wurde erstellt von MFakaNemo, 10. Juli 2015.

  1. Moinsen, liebe Leute.

    Ich spiele mit dem Gedanken richtig old-skool auszubauen. Es gäbe da einen ATARI ST1040, der mich reizt, und ich habe da so schöne Videos gesehen, wie jemand seinen DX7 oder andere Hardware vom ATARI sequencen lässt. :
    src: https://youtu.be/sPA6FzFpwts


    kennt sich jemand mit ATARI aus? Weiß jemand, was der Kerl da im Video für eine Musiksoftware benutzt auf dem ATARI? man sieht zu Anfang und ganz am Ende ja deutliche Bildausschnitte.
     
  2. microbug

    microbug |||

    Wenn Du mal die Suche bemühst, wirst Du sehr viele finden, die sich damit noch auskennen, gibt ja kaum einen, jedenfalls von den Älteren hier, der nicht mit dem Atari ST angefangen hat damals.

    Was der da benutzt ist letztlich egal, wichtig ist, was man bekommt, und das ist Cubase Lite - wurde von Steinberg zum Download freigegeben.

    Cubase 3.0, Notator und Creator dagegen bekommt man für wenig Geld auf eBay, und da sollte dann der Dongle für den ROMport dabei sein, sonst läuft die Software nicht.
    Ein 1040 mag ein netter Einstieg sein, aber bei den Gebrauchtpreisen würde ich sehen, daß ich einen voll ausgebauten ST bekomme, also mit 4MB. Das hatte der 1040 nicht und erweitern ging da auch nur mit Löten.
    1040STE dagegen hat schon SIMMs, ebenso wie MegaSTE.
    Der im Video hat offenbar ein TV-Gerät im niedrigauflösenden Farbmodus bzw über den TV-Ausgang benutzt - nicht empfehlenswert.
    Statt des SM124, der aufgrund einer Sollbruchstelle irgendwann abraucht, holt man sich einen Adapter auf VGA und hängt einen entsprechenden Monitor dran - fertig. Für Sequencing ist der Hires-Modus das einzig Wahre.

    Die Atari STEs können auch schon HD-Diskettenlaufwerke, manchmal sind diese da auch schon eingebaut. Ansonsten gibt's dafür den Ultrasatan, der einem das Gefummel mit den Disketten erspart.

    Am Interessantesten wäre eine Kompaktlösung, der STacy. Das ist ein MegaST als Portable, und den bekommt man als STacy 4 auch im Vollausbau, der hat dann den Bildschirm auch gleich eingebaut.
     
  3. Erst der Mega STE mit TOS 2.06 als Betriebssystem.


    Würde ich als unbedingte Pflicht sehen. Das Gerödels mit den Disketten erträgt man nicht wirklich. Und außerdem hat man defacto keine Chance Daten aus dem Internet von einem aktuellen Computer auf den Atari zu bekommen, wenn man nicht ein Diskettenlaufwerk in seinem Internet-Rechner hat. Man muss zum Ultrasatan allerdings noch den passenden ACSI-Treiber von Uwe Seimet kaufen.

    Wenn man es hat ist es aber wirklich luxuriöses Arbeiten (für Atari-Verhältnisse).

    Soweit ich mich korrekt erinnere bekommt man an der STacy die ganzen größeren Dongles von Steinberg und Emagic mechanisch nicht dran.

    @MFakaNemo:
    Ich hab vor etwa zwei Jahren mir wieder einen Atari geholt. Hauptsächlich weil da ein SampleEditor für meine Akais drauf läuft.
    Creator/Notator hab ich mir auch wieder besorgt, und ein bisschen damit gearbeitet, aber beim Editieren der Sequenzen war ich dann doch recht schnell angenervt, weil einfach bestimmte Arbeitsweisen, die heute auf allen Betriebsystemen Standard sind, am Atari fehlen (vergiss einfaches Cut&Paste!!!).
    Für ein paar Tests ist es nett, und als MIDI-Monitor ist Creator auch praktisch. Das war es dann aber auch schon.



    Vielleicht sollte ich auch den Aufwand beschreiben, den ich mit der Sache hatte:
    • * Atari 1040 STf mit 2MB RAM aber TOS 1.0 mit Megafile und SM124 für 80 Euro in der Bucht gekauft.
      * Ultrasatan im Gehäuse direkt bei Lotharek gekauft: 95 Euro.
      * TOS 1.04 chips über forum.atari-home.de bekommen
      * Alte TOS-Chips aus dem Atari ausgelötet, Fassungen reingelötet und neue TOS-Chips reingesteckt.
      * HDDriver bei Uwe Seimet bestellt: 45 Euro.
      * Atari-VGA Adapter in der Bucht gekauft: 17 Euro.
      * SM124 und Megafile könnte ich wieder für 50 Euro verkaufen.
      * Etwa eine Woche abends je zwei Stunden drangehängt, bis alles lief. Ist dann aber schon nett.
    Achja: seit vorgestern ist der ST plötzlich aus heiterem Himmel tot, CPU steht defacto. Entweder das RAM oder die EPROMs sind hin. Ich such grade wieder einen neuen ST (siehe mein Posting in "Suche").



    Nette Alternative neben dem Atari ist eventuell ein beliebiger Windows-Laptop mit Logic Fun 4.8. Das ist im Prinzip die letze Logic-Version, die auch auf dem Atari lief, aber eben für Windows; liest auch Creator *.SON-Files.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das ist ja mit Farben! Neumodischer Schnickschnack.
     
  5. Re: Sequencing mit dem ATARI

    uh oh .. ich bedanke mich für die ausführlichen Comments ^^
    @fanwander, gibts eigentlich was, wo du dich nicht auskennst? ;P Spaß .. das find ich gut, daher möchte ich gern bei dir mal weiterbohren mit meinen Fragen, weil es nun doch schon sehr speziell wird und ich bei ATARI null Plan habe, aber wenn ich da bissel spielen und testen will, dann will trotzdem nicht unbedingt Mist kaufen.

    ich bin mit C64 und MSDOS groß geworden, einen MSX hab ich auch daheim von Yamaha (CX5M, 4OP FM Music Computer, macht Spaß! - jedoch ohne MIDI, außer zum Austausch von Daten zwischen ihm und dem DX7). Der ATARI ist ja so hochgelobt, ständig lese ich das und scheint ja nicht von ungefähr zu kommen. Als Liebhaber von Vintagecomputern und der Musik (ist da nicht auch ein Yamaha Soundchip drinne?) reizt der mich schon ne Weile.

    Jetzt soll es nicht megamäßig professionell werden, ich möchte es aber hinbekommen, mindestens einen, idealerweise 2 Synths dranzuklemmen. oder nen Synth und ne Drummaschine. erstmal so grob vom Gedanken her.
    Es gibt aber so viele ATARIs, dass es von der Vielfalt was ich hier las, echt schon unübersichtlich wird.

    Die Idee ist, die Sounds auf den Synths selbst zu schrauben. (Roland D50, DX7-II FD) Es geht mir nur rein um das Sequencing. Gegen Hardcore-Diskettenstecken hab ich nichts. Daten vom PC auf den ATARI zu bekommen geht über ein USB>3,5" Modul. (gibts in der Bucht).

    das, was du da aufgebaut hast, ist natürlich ne Wucht, aber für meine Ansprüche .. würde das da nicht auch kleiner genügen? Muss ich unbedingt ne Festplatte haben? das TOS ist doch beim 1040er fest installiert, oder? Und das 3,5"er rechts verbaut, nicht wahr?

    Weil das weiter oben angesprochen wurde:
    Welchen TV Ausgang hat der ATARI? Einer hatte doch mit HF Modulator, oder? Ich hab nen VGA Converter, wo ich mit Antenne rausgehe, sowohl beim C64 als auch beim MSX. Das Bild ist super auf dem Flatscreen. Ich überlege, auch das hier zu kaufen: http://www.ebay.de/itm/230464289518?_tr ... EBIDX%3AIT damit könnte ich das Bild auf den Asus Laptop werfen, was aus Platzgründen einfach besser wäre.

    Zur DAW: ich weiß, da gibt es unterschiedliche Auffassungen - aber unterscheiden sich Notator und Creator überhaupt? Welche würdest du am ehesten empfehlen? Cubase wäre natürlich auch nicht dumm .. ist dann halt kostenlos.
     
  6. Re: Sequencing mit dem ATARI

    Das "hochgelobt" kommt aus der Zeit, als v.a. die DAWs auf Windows-Rechnern noch hakelig im MIDI-Timing waren (wir rede hier von frühen 90er Jahren). Heutzutage ist das alles kein Thema mehr.

    Für Deine zwecke Es gibt eigentlich nur zwei relevante Unterscheidungen:
    * Mit interner oder externer Floppy. Ich würde immer einen mit interner Floppy nehmen. Das bedeutet: keinen 520 ST.
    * TOS-Version (TOS ist das Betriebssystem). Manche Programme können nicht mit den alten TOS versionen und die ersten zwei hatten viele Bugs. Daher möglichst immer mindestens 1.04.

    Dann hast Du aber keine Diskette mehr im Atari, und Deine Programme (zB Cubase) werden immer noch auf Diskette kommen. Ich würde da echt die Ultrasatan empfehlen. Man hat eine SD-Card als Harddisk und die andere zum Datentausch mit dem PC. Das ist super relaxt.


    Siehe überlegung zum USB-Floppy-Ersatz. Du musst nicht, aber es ist einfach die praktischste Lösung. Warum sollst Du Deine Daten auf zig 1,4MB Floppy-Images auf einem USB-Stick verteilen, wenn der Rechner selbst problemlos mit Partitionen von hunderten von MB umgehen kann?

    Ja und ja.

    1040 STFM (F=Floppy, M=Modulator)

    Wenn Du einen Flatscreen hast, dann hast der sicher auch einen VGA-Eingang. Dann einfach das da nehmen: http://www.ebay.de/itm/High-Resolution- ... 1a02af6723

    Das passt nicht, da der Atari keine S-Video Out hat (anders als der C64).

    [/quote]
    Zur DAW: ich weiß, da gibt es unterschiedliche Auffassungen - aber unterscheiden sich Notator und Creator überhaupt? Welche würdest du am ehesten empfehlen? Cubase wäre natürlich auch nicht dumm .. ist dann halt kostenlos.[/quote]
    Creator und Notator sind keine(!) Audioworkstations (DAW), sondern reine MIDI-Sequencer! Notator = Creator plus Notenbild.
    Cubase ist ist klar (auch hier nur MIDI-Sequencing, kein Audio).
    Ganz gut war auch noch Liveplus (hat nix mit Ableton zu tun).
    Und dann gabs noch einen Sequencer namens Alchemy von einem Schweizer, der ziemlich gut war.

    Wenn Du Audio dabei haben wolltest: es gab Logic-Audio für den Atari Falcon. Rentiert aber meines Erachtens nicht.
     
  7. ok super .. danke für die Erklärung.

    Bei einigen Sachen muss ich aber noch mal nachfragen.

    1) Ja, ich habe VGA am Flatscreen, weil da der Converter von S-Video auf VGA vom C64 reingeht. Dadurch ist schon ein Flatscreen belegt. Man kann aber auch über Antenne rausgehen, sowohl aus dem C64 als auch dem MSX, und der Converter splittet das Signal auf Bild und Ton, so dass ich das Bild auf den Screen gebe und den Sound an den Mixer. Bei meinem Vorschlag auf eBay ( http://www.ebay.de/itm/230464289518?_tr ... EBIDX%3AIT ) sieht man ja das gelbe Kabel neben dem S-Video. Das wäre ja dann der Antennenstecker, oder? der S-Video ist als Zugabe mit dabei, so wie sich das für mich darstellt. Jetzt würde ich aber gern vom ATARI an den Laptop ran, und da ich dort keinen zweiten VGA Input habe, bliebe nur USB. Ich war dem Glauben aufgesessen, dass der ATARI auch mit Antenne rausgehen kann, der MSX kann nämlich beides (HF, Antenne) und der C64 auch (S-Video, Antenne). Gäbe es für eine Laptopvariante noch eine Lösung?

    2) Wenn all diese Musiksequencer/programme auf Diskette laufen - dann sind die aber nicht sehr groß, oder? Ich muss halt schauen, inwieweit ich für meine Zwecke jetzt diese oder jene Hardware "unbedingt" dabei haben muss.

    3) ich liebäugele mit dem 1040er. mit Notator. oder doch Cubase? Was wäre besser?
     
  8. Das geht auch beim 1040 STFM. Das Bild ist halt deutlich schlechter. Hol Dir doch einfach einen VGA Umschalter.


    Von der Dateigröße her, sind die erstaunlich klein. Von den Features sind sie - was MIDI angeht - manchmal besser als heutige Programme.

    Kommt drauf an, was Du bisher benutzt. Cubase ist ähnlicher zur üblichen Bedienung moderner Programme. Notator ist von der Darstellung sehr zahlenmäßig aufgezogen (außer Noteneditor).
     
  9. sehr interessant. ich habe mich mal auf < http://tamw.atari-users.net/cubase.htm > reingelesen. im Grunde würde das ja genügen, auch als Lite Version, die ja kostenlos ist. Ich loope eine Sequenz - was ich eigentich immer mache - und dann spiele ich live am Setup.

    Du sagst also, ein VGA Wandler wäre gut? Kannst du einen empfehlen ? (Qualität)
    Schade, dass es keine andere Lösung gibt. Das wäre dann also ein Composite auf VGA? Und dann den VGA Umschalter..

    wenn du sagst, die MIDI Features sind teilweise besser, dann ist ja davon auszugehen, dass ich über eine MidiPatchbay auch mehere Hardwaregeräte steuern kann, richtig?
    weil: ich muss mir dann nämlich echt überlegen, wie ich das Setup aufbaue - mache ich alles mit Hardware über den Atari, oder soll ich die Synths alle über die Patchbay an den PC mit Midikarte ranstecken... ?

    was da alles noch so an neuen Fragen dranhängt...
     
  10. mir fiel grad noch was ein, weil ich ja so bischen durch die Tutorial schnuppere zu Notator, aber nichts finde..
    Stichwort CC#. wie schaut das bei Creator/Notator aus? ich gehe davon aus dass diese Funktionen vorhanden sind, um z.B. Modulationen, Filter usw. darüber anzusprechen?
     
  11. microbug

    microbug |||

    Hm, HDDriver hab ich noch glaubich, müßte ich also updaten, bin ja selbst vom Thema noch nicht ganz weg ...
     
  12. Mir fällt grad noch was ein.
    Wenn ich den ATARI zum Sequencer-Herzstück machen will, einfach weil er eben stabiler läuft, so könnte ich doch z.B. auch über den Atari MIDI out meinen PC ansteuern?

    Also : Atari Midi Out -> Focusrite Soundkarte MIDI in ? Gleiche MIDI Channels und dann läuft das?
    Grund für die Frage: ich ringe noch mit mir, mir eine Drummachine zu kaufen , ob ja oder nein. Durch den Anschluss an den PC wäre ich mit FL Studio einfach viel flexbiler.
     
  13. waveformer

    waveformer aktiviert

    Ein Atari zu VGA Kabel kann man sich auch selber löten.
    Anleitungen dazu gibt's im Netz.
    Kabel und Stecker bekommt man bei Reichelt.
     
  14. Bernie

    Bernie Anfänger

    Ich bin irgendwie froh, dieses Mäusekino nicht mehr einsetzen zu müssen. PC +Cubase macht das besser.
    Nostalgie ist ja ganz schön, beim Rechner bringt's aber nichts. Ich möchte auch kein Telefon mit Wählscheibe im Büro Haben.
     
  15. waveformer

    waveformer aktiviert

    Was genau macht den ein PC mit Cubase besser?
     
  16. microbug

    microbug |||

    Der jittert bei MIDI schöner ...
     

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