Steinberg MR816x und externes Effektgerät

Dieses Thema im Forum "Studio" wurde erstellt von Stue, 4. Februar 2012.

  1. Stue

    Stue bin angekommen

    Huhu,

    habe seit kurzer Zeit ein MR816x mit Cubase 6 im Einsatz. Nun möchte ich gerne mein Lexicon MX300 via S/PDIF mit dem MR816x verbinden, was ich via Coax-Kabel auch gemacht habe.

    Wie bringe ich denn jetzt das Lexicon unter Cubase an den Start? Wichtiger aber noch, da ich in Cubase ja eigentlich die besseren internen VST-Effekte nutze: Wie kann ich das Lexicon mit dem MR816x stand alone nutzen? Geht das überhaupt? Oder muss ich wieder meinen kleinen Mackie-Mixer aktivieren und die Synths, die ich mit Effekten aus dem Lexicon versorgen möchte, klassisch mit Sends beschicken? Hatte gehofft, das Mackie aufgrund der Stand-Alone-Fähigkeit des MR816x inkl. mitgelieferter Mischer-Software einsparen zu können...

    Vermutlich ist der einfachste Weg, dass ich die beiden Inserts der analogen Eingänge 1 und 2 meines MR816x Audiointerfaces benutze oder alternativ direkt den entsprechenden Synth in das Lexicon einschleife und dann vom Lexicon via S/PDIF out in das S/PDIF in des Interface gehe. Was wäre hier der bessere Weg?

    Das Lexicon bietet echten Bypass für den gesamten Out sowie für die einzelnen Effekte bei Kombiprogrammen. Kann dann halt nur einen Synth mit dem Lexicon zum Jammen nutzen, wäre aber o.k. - Mackie könnte ich dann in der Schublade lassen. Fürs Recorden würde ich die Effekte des Lexicon ohnehin nur selten einsetzen, da lieber trocken aufnehmen und mit den VST-Effekten der DAW nachbereiten...

    Wäre klasse, wenn ihr mir weiterhelfen würdet.
     
  2. Der beste Weg wäre, auf der digitalen Ebene zu bleiben, also das Lexicon über SPDIF einzuschleifen. Das Steinberg/Yamaha hat ja die passenden Anschlüsse, aber ich fürchte, komplett Standalone geht das nicht. Das Steinberg kann zwar Standalone betrieben werden, aber nicht so wie zB ein MOTU828 bzw Ultralite: Du brauchst immer einen Rechner und entweder den MR Editor oder Cubase AI zum Einstellen.

    Ich hab vor kurzem mal mit dem Ding rumgespielt gehabt. Probier mal die Einstellung "external FX", geht aber iirc nur auf den Kanälen 9 und 10, ob man das auch auf die SPDIFs legen kann weiß ich nimmer.

    Eins weiß ich aber noch: SPDIF und ADAT sind nur wechselweise benutzbar, standardmäßig ist ADAT eingestellt und Du musst umschalten.

    Hier steht auch bissl was drüber:
    http://www.gearslutz.com/board/music-co ... rking.html
     
  3. Stue

    Stue bin angekommen

    Huhu,

    danke Dir - habe es hinbekommen. Lexicon ist über S/PDIF In und Out via Coax-Kabel angeschlossen. Funktioniert sogar stand alone, da sich das MR816x die letzte Einstellung des MR-Editors merkt.

    Klasse, kann im MR-Editor einstellen, welche Audio-Ins über das Lexicon laufen und die Intensität des Effekts über die Lautstärke des S/PDIF-In regeln. Wird dem trockenen Signal dann dazu gemischt, quasi wie bei einem herkömmlichen Mischpult. Stand alone sind die Regelmöglichkeiten am MR816x natürlich begrenzt. Zum Jammen aber genau das, was ich mir erhofft habe. Rechner kann jetzt öfter aus bleiben - coole Sache!

    Kurz zum Lexicon: Bin immer wieder überrascht über die Qualität des vergleichsweise günstigen Multieffektgeräts. Nutze es zumeist für Reverb und Delay, ab und an auch für Modulationseffekte. Zum Jammen jage ich da den Prophet 08 oder Juno-60 rüber. Für das Recording in Cubase nehme ich allerdings i.d.R. das trockene Signal auf und arbeite mit VST-Effekten nach.

    Grüße
     
  4. das war einer der Gründe, warum hier ein MOTU 828MKII steht. Jamme immer ohne Rechner, inzwischen auch MIDI-Sequencing per Hardware, macht viel mehr Laune.

    Verstehe nur nicht, daß Yamaha keine MIDI-Ports eingebaut hat. Andererseits, wenn ich mir die MIDI-Katastrophe von Cubase so anschaue, zeigt das die Richtung auf, in die es geht.
     
  5. Stue

    Stue bin angekommen

    Beim Motu kann man mehr einstellen stand alone, das ist ein Vorteil. Hat sich das MR816x da in abgespeckter Form abgeschaut. Bin halt seit Ewigkeiten Cubase-User. Bzgl. Midi ist es immerhin Ableton voraus. Finde gerade die Einbindung externer Hardware gut gelungen, habe aber andere DAW-Software nicht wirklich ausprobiert. Klasse auch die Midi-Edit-Funktionen wie überhaupt der Umgang mit Midi-Recording. Bounce ohnehin recht rasch, so dass Timing-Probleme bei mir kein Problem sind, habe aber auch keine externen Drummies - bis auf NI Maschine - die eingebunden sein wollen. Midi-Verkabelung läuft über eine Ensoniq KMX-Patchbay.

    Die Intergration in Cubase ist beim MR816 aber wirklich gut gelungen, die Audio-Funktionen hervorragend. Weiteres Argument bei mir ist die Nutzubg des Motif XS, der ebenfalls via Yamaha FW-Treiber eingebunden ist. Dadurch lassen sich die 16 Kanäle des Motif inkl. seiner kompletten Multitimbralität mit Cubase voll integriert nutzen - quasi zwei Audio-Interfaces gestackt. Der Motif war bis vor kurzem mein alleiniges Audio-Interface. Die Audio-Ins hatte ich mit meinem Mackie-Mixer verbunden.

    Die fehlenden Midi-Ports des MR816x sind für mich kein Argument, da der Motif die Funktion eines Midi-Interface übernimmt und den Rest meines Equipments via Patchbay mit der DAW verbindet. Wie gesagt, daher das MR816x, das perfekt zu meinem Setup passt. Hätte ich nicht Cubase, wäre es vermutlich auch das Motu geworden.

    Stimmer Dir auf jeden Fall zu, die DAW öfter aus lassen, ist für das Jammen Klasse. Nutze auch einen Hardware-Seq, den Dark Time.

    Grüße
     
  6. Ich war, nach Anfängen mit dem alten Notator, ebenfalls lange Cubase-Nutzer, jedenfalls auf dem Atari. Am Mac hatte ich unter 9.x immer wieder Ärger damit und bin auf Logic gegangen, inzwischen steht hier ein QY700 fürs Sequencing. Kann sein, daß Cubase die ganzen MIDI-Editfunktionen Live voraus hat, nicht aber das Timing, das kann Live besser, selbst mit einfachen Interfaces. Ich schrieb an anderer Stelle schon ausführlich drüber.
    Das MOTU hab ich mir genau wegen seiner Standalone-Fähigkeiten erst zugelegt, wirklich fein, und die mitgelieferte DAW AudioDesk ebenfalls eine feine Sache.
    Eine Motif hätte ich mir auch beinahe alleine wegen des Sequenzers gekauft, da mir der Rest aber dann nicht so gefiel, wurde es dann ein PC361.

    Wundert mich gerade, daß Du den Motif-Sequenzer nicht nutzt, aber so ein Stepper ist natürlich ne ganz andere Geschichte :)
     
  7. Stue

    Stue bin angekommen

    Huhu - ach so, Du meinst einen richtigen Hardware-Sequencer. Dachte da an einen Step-Seq... :selfhammer:

    Den Sequencer des Motif könnte ich mir nur als schnelles Notizbuch vorstellen. Dazu nutze ich den manchmal auch. Geht ja sogar im Pattern-Modus. Das ist zum Ideen-Festhalten praktisch. Für alles Weitere dann auf jeden Fall eine richtige DAW. Wenn ich mir ein Live-Setup basteln müsste, dann sähe es da natürlich anders aus - vielleicht sogar ganz ohne DAW.

    Manchmal denke ich auch über Ableton im Homestudio nach. Ist irgendwie Klasse, den linearen Composer-Ablauf von Cubase durchbrechen zu können und mit Clips quasi im Collagen-Modus zu arbeiten. Wird ja auch bestens über Controller unterstützt. Für mich passt Cubase letztlich aber besser, da ich von der Musik eher ein Old-School-Electronic-Typ bin und die Takes eher klassisch aufbaue und arrangiere. Das lineare passt dann ganz gut. Muss dann allerdings auf den schönen Jam-/Clip-Modus von Ableton verzichten und verpasse da wohl auch neue Musik-Ufer...

    Nutzt Du denn Live als Main-DAW?
     
  8. Diesen Patternmodus hat der Motif-Sequenzer dem des Kurzweil voraus, aber für Pattern hab ich den QY700, wobei das Ding an manchen Stellen sehr umständlich ist. Auf lange Sicht gesehen soll hier das iPad den QY ersetzen, wenn sich denn mal die passende Software dafür findet. Wenn man das jonglieren mit Disketten nimmer gewöhnt ist, nervt es dann doch gewaltig.

    Ableton Live hat sich hier recht gut geschlagen, gerade durch die Clips, die letztich patterns sind. Bin dann aber dran gescheitert, die Pattern passend zu arrangieren, also zu einem Song zusammenzubauen, hätte mich mehr mit Beschäftigen müssen. Aber jedesmal Rechner hochfahren und Song laden . nee. Den QY schalt ich ein und die Daten sind da, ebenso den PC361. Bei iPad ist es ähnlich, je nach Software. Die Synthstation kommt dem QY da am nächsten, aber nur zum Erstellen von Neusachen, nicht zum Anpassen von Vorhandenem, das werde ich wirklich in der DAW machen müssen. Dann fliegt Cubase auch komplett hier raus ...
     
  9. Stue

    Stue bin angekommen

    Ja, zum Nachbearbeiten von Tracks ist halt eine DAW unschlagbar. Kann ich gut verstehen. Bin auch gespannt, wie sich das Software technisch mit dem iPad weiter entwickelt und da ganz zuversichtlich. An die Leistungsfähigkeit einer PC/Mac gestützten DAW wird das aber wohl in den nächsten Jahren nicht rankommen. Könnte dennoch für einige von uns, die nicht ganz so viel Schnörkel benötigen, schon bald ausreichend Features haben. Die Audio-Funktionen werden da aber sicherlich nicht so schnell einziehen...

    Grüße
     
  10. Welche Audio-Funktionen meinst Du genau? Mit dem iPad ist schon jetzt etliches möglich, zB komplette Produktionen. Gorillaz haben ein komplettes Album mit dem iPad gemacht zB. Die Entwicklung steht da noch am Anfang bzw das Ganze kommt jetzt erst so richtig in Schwung, gerade auf so Apps wie Auria darf man sehr gespannt sein, die bei Test der Entwickler eine simultane Aufnahme von 18 Supren hinbekam (iPad2) und auch VST/AU integrieren kann.
    An die richtig großen Sachen kommts natürlich nicht dran, aber für Hobbyisten, die kleine Sachen fahren wollen, eine feine Sache.

    Wenn das in dem Stil so weitergeht, heißt es bald nimmer "kauf Dir n Laptop und nimm Software xxx und ein MIDI-Keyboard" sondern "kauf Dir n iPad". Wenn Akai mal mit der Synthstation 49 kommt und die MPC fly erscheint, wirds richtig interessant. Hoffe nur, die MPC App wird besser als die Synthstation App.
     

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