[Suche Schaltplan] fester Abschwächer von Eurorack auf Gitarren oder Line-Level

GuywithBass

GuywithBass

Synthesizer Azubi
Hallo Gemeinde,

ich möchte Gitarren-Tretminen in mein Modul-Synth integrieren. Hier zu möchte ich mir ein Modul mit fester Abschwächung bauen, das gleichzeitig von Mini-Mono-Klinke auf 6,35 Monoklinke die Anschlüsse wechselt.

Als beispiel sei hier das "Link" aus der "Drum series" von "erica synths".

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Leider habe ich keinen Schaltplan gefunden. Es dürft sich sicherlich um einen einfachen Spannungsteiler mit Widerständen handeln. Da ich nicht weiß welche Annahmen ich für die Spannungen und Ströme machen soll, möchte ich hier erstmal auf einen vorgegeben Schaltplan zurückgreifen.

Hilfreiche Kommentare, weiterhelfende Antworten und sachdienliche Links sind mir wie immer willkommen.

Gruß

GwB
 
MacroDX

MacroDX

Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
Ich würde dir da die DIY Page von Doepfer empfehlen. Da werden einfache Operationsverstärkerschaltungen gezeigt. Natürlich könntest du mit einem einfachen Abschwächer den Pegel von Modular auf Stompbox runterziehen, allerdings musst du von der Stompbox zurück ins Modular auch wieder enstprechend verstärken.
Was du eigentlich willst ist sowas wie ein Doepfer A-138d. Und bei dem Preis lohnt sich m.M.n. DIY nicht so sehr, aber das ist natürlich deine Entscheidung.
 
GuywithBass

GuywithBass

Synthesizer Azubi
Natürlich könntest du mit einem einfachen Abschwächer den Pegel von Modular auf Stompbox runterziehen, allerdings musst du von der Stompbox zurück ins Modular auch wieder enstprechend verstärken.
Die Zweistufigkeit (raus und Pegel runter sowie rein und Pegel hoch) ist mir bewusst. Ich will den ersten Schritt mit Steckeradapter ala "LINK" bauen
 
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Individueller Benutzer
Hier der Klassiker für Modular => Stompbox => Modular: https://sdiy.info/wiki/CGS_stomp_box_adapter

Einfache Attenuator-Schaltungen gibt es auf der Dopfer DIY-Seite (siehe oben) und der DIY-Seite von Muff Wiggler, Attenuatoren und passive Schaltungen werden da immer mal wieder durchgekaut.

Gekauft stehe ich auf die Kombination aus Harvestman Stilton Adaptor (den auch als Beispiel wie so etwas aussehen kann) und Evin 209. Gibt es manchmal noch gebraucht letzteren gerade in der Bucht.
 
fanwander

fanwander

*****
2. Basic circuits => Simple attenuator ist das was du willst.
Ich empfehle, dass man das nicht nur mit einem Poti macht, sondern mit einem Widerstand und einem Poti:
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R1= 100k (ggf auch 220k oder 470k)
P2= 47k log

Arbeitet man nur mit einem Poti, dann ist der für Gitarreneffekte nutzbare Regelbereich gerade mal zwischen "7Uhr" und "10Uhr".
 
MacroDX

MacroDX

Hat ein Bild mit Robotern wo aufm Mond rumlaufen
Ich empfehle, dass man das nicht nur mit einem Poti macht, sondern mit einem Widerstand und einem Poti:
Das Beste wäre für den TO dann wohl, die oben genannte Klassiker-Schaltung von CGS mit deiner zu kombinieren. Also anstelle eines festen Teilers am Synth-Ausgang ein Poti zu integrieren.
 
GuywithBass

GuywithBass

Synthesizer Azubi
Vielen dank an alle Beitraggeber.

Ich habe mir erstmal einige Poti A50K bestellt und werde dann ein Reihe von Abschwächern mit einem Panel bauen.
 
stahlblau

stahlblau

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Ich hänge mich hier auch mal dran, wenn ich darf.

Meine Problemstellung geht in eine ähnliche Richtung. Ich habe mir bei Musikding 2 Bausätze für das Faux Delay geholt. Einen Bausatz habe ich komplett so wie er soll aufgebaut. Den soll mein Neffe auch für seine eigentlich Bestimmung (E-Gitarre) bekommen. Natürlich habe ich das Faux Delay auch mal direkt am Modular getestet. Bin soweit echt begeistert muss ich sagen. Für Dub Delays sehr gut zu gebrauchen. In Grenzen klingt natürlich die Übersteuerung durch den zu heißen Pegel gar nicht mal uninteressant. Trotzdem möchte ich aber mit dem korrekten Pegel arbeiten.

Die zweite Platine soll eigentlich direkt hinter eine Frontplatte und ins Modular. So jedenfalls der Plan. Dafür habe ich an eine kleine Adapterplatine für diverse Modifikationen gedacht. Unter anderem Buchsen für Modulation der Potis und einen Spannungswandler von 12V auf 9V. Dabei dachte ich an einen LM 317-220 (Sollte gehen? Oder lieber doch Festspannungsregler?).

Jetzt zur eigentlichen Frage. Bevor ich jetzt also anfange die Platine zu bestücken. Ich müsste die Bauteile doch direkt bei der Bestückung ersetzen können, um den richtigen Pegel fürs Eurorack zu haben, oder?

Wie die Elektronik Cracks natürlich sofort rauslesen können... Ich habe eigentlich keinen Plan davon, was ich hier machen muss.

Ich habe mit meinen laienhaften Ideen jetzt mal zumindest den R1 1M in Verdacht. Den vielleicht gegen einen 100k zu tauschen? Bin ich da voll auf dem Holzweg? Und was wäre noch nötig an Änderungen?


67572-10635642ca59ec48684c896b3dc77d5b.jpg
 
GuywithBass

GuywithBass

Synthesizer Azubi
Hallo Gemeinde,

nach dem ich die hilfreichen Schaltpläne bekommen habe, konnte ich nun heute Abend das erste Exemplar eines Abschwächers als Send zu den Gitarreneffekten (Tretminen) fertigstellen.

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Noch Mal danke für den Input.
 
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З456778674

З456778674

Guest
@stahlblau die Schaltung läuft direkt mit 12V, ein 9V Regler ist überflüssig (sogar eher schlechter).
Der P2399 hat seinen eigenen 5V Regler, der TL072 kann viel mehr ab und läuft mit größerer Spannung besser.
Um den Eingang fit für größere Spannungen zu machen, muss R4 kleiner werden.

Der PT2399 kann maximal etwa 1,2V RMS, also 3.6V Peak-Peak.
Der TL072 an 12V kann maximal etwa 7V p-p.
12V-Modular-Pegel ist (WIMRE) 10V Peak-Peak.

Am Eingang müssen wir das Signal also etwa durch 3 teilen (statt es mit 2 zu verstärken).
R4=R2/3=170,3k, gewählt 160k (oder 150k, der ist etwas üblicher)

Am Ausgang dürfen wir nur etwa mal zwei Verstärken, sonst übersteuert der TL072.
R7=27,7k*2=55,4k, gewählt 56k.

Der TL072 ist ja sicher gesockelt, du könntest da einen TLC072 probieren, der schafft mehr Ausgangspegel, dann müsste auch R7=82kOhm gehen, das wäre dann "korrekter" Pegel. Der Unterschied ist "gehört" allerdings so klein, dass man sich davon nicht viel versprechen sollte , also mehr als "wenn es passt mal mitbestellen" ist da als Aufwand unangemessen.
 
stahlblau

stahlblau

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@stahlblau die Schaltung läuft direkt mit 12V, ein 9V Regler ist überflüssig (sogar eher schlechter).
Der P2399 hat seinen eigenen 5V Regler, der TL072 kann viel mehr ab und läuft mit größerer Spannung besser.
Um den Eingang fit für größere Spannungen zu machen, muss R4 kleiner werden.

Der PT2399 kann maximal etwa 1,2V RMS, also 3.6V Peak-Peak.
Der TL072 an 12V kann maximal etwa 7V p-p.
12V-Modular-Pegel ist (WIMRE) 10V Peak-Peak.

Am Eingang müssen wir das Signal also etwa durch 3 teilen (statt es mit 2 zu verstärken).
R4=R2/3=170,3k, gewählt 160k (oder 150k, der ist etwas üblicher)

Am Ausgang dürfen wir nur etwa mal zwei Verstärken, sonst übersteuert der TL072.
R7=27,7k*2=55,4k, gewählt 56k.

Der TL072 ist ja sicher gesockelt, du könntest da einen TLC072 probieren, der schafft mehr Ausgangspegel, dann müsste auch R7=82kOhm gehen, das wäre dann "korrekter" Pegel. Der Unterschied ist "gehört" allerdings so klein, dass man sich davon nicht viel versprechen sollte , also mehr als "wenn es passt mal mitbestellen" ist da als Aufwand unangemessen.
Wow! Super. Vielen Dank für deine Mühe! Sehr interessant.

Alles andere kann also bleiben, wie es ist? Ich habe ja noch eine unbestückte Platine übrig.

Das werde ich so mal in Angriff nehmen und hier berichten.
 
 


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