Synth für Live...Jazz...Fusion

boris

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Meiner Erfahrung nach, braucht es für Jazz/Fusion ein amtliches Piano (und//oder Hammond Clone) und ein Solo Synthesizer.
Zum ersten Punkt, Nord ist nicht so mein Ding. Ich habe verschiedene Nord Pianos oft live gespielt und noch mehr als FOH gemixt. Irgendwas passt mir nicht am Grundsound. Kurzweil gefällt mir persönlich viel besser, hat so den Ami-Touch, tönt einfach jazzy. Ich spiele selber Kronos zur Zeit, wobei er fast zu clean ist.
Einige Jahre benutzte ich auch den E-MU MPS...Allzweckwaffe, super-leicht, setzt sich in jeden Mix durch. Gibt's heutzutage für ein Paar Euros. Leider nur 5 Oktaven, aber für schnelle Gigs wirklich cool.

Und als Solo-Synth, Moog halt...

Alles sehr persönlich...
 

6Slash9

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Also es geht mir eher um die im Jazz nicht so traditionellen "elektronischen" Klänge! Piano, Hammond, Rhodes...habe ich alles in guter Qualität in meinem Electro 5!!
Ich suche also nach einem Teil, das ich drüber (oder daneben) stellen kann, mit dem ich ggfs Akkorde einstreuen kann aber HAUPTSÄCHLICH auch in Solos Sounds bringen kann, die nicht so die Norm sind... Sounds sollen auch live gut abrufbar sein...
Das Schrauben am Sound (oder an Sounds) kann ich mir in Zukunft auch gut vorstellen!!

Klar ist mir sowieso, dass um das Testen nicht vorbei komme!! Macht ja auch Spaß, wollte meine Suche mit eurer Hilfe nur eingrenzen!!

Moog wird hier sehr oft genannt...nach div. Recherchen hab ich gelesen, dass der Minimoog Model D (auch als Reissue) sehr begehrt ist . M in Köln bietet momentan einen gebrauchten an für knapp unter 6.000€...wenn ich ein paar Sachen verkaufe würde das auch klappen...
...oder wenn ich vielleicht noch auf Wasser und Brot umstelle der neue Moog One auch. Das wär aber vom Preis her schon fast zu viel des Guten...

An die Experten : wird der One von der Handhabung nicht zu schwierig ausfallen (für einen Synth-Anfänger) und vom Sound ins Schema passen? Dieser hat ja noch den Vorteil dass er polyphon ist...
DIESER wär aber nur als aller oberste oberste Grenze anzusehen...
Fusion, Jazz, Jazz-Rock, Latin etc. und live-orientiert ist seit vielen Jahren auch meine Richtung.
Aus eigener Erfahrung/eigenem (und ehemaligem...)Besitz heraus kenne ich Korg Kronos, M1,Wavestation,Roland D50,Waldorf Microwave I, Yamaha DX7,Moog Voyager,Minimoog, GRP A2,Prophet08, Prophet 6 , DSI OB6 .
Damit will ich nicht trommeln (ist ja auch ´ne Sparausstattung im Gegensatz zu manch anderen hier...), sondern halt nur erläutern, auf welcher Kenntnis meine Empfehlung beruht :

Mono speicherbar : Eindeutig Moog Voyager (dann natürlich gebraucht) Warm, analog, lebendig, vielfältig in den Klangoptionen, äußerst nuanciert spiel-und modulierbar
Wenn man ihn kennengelernt hat stellt man fest, daß es kaum einen Synth gibt, der so vielfältige Optionen für´s Performen bietet.
Mono : Gefällt mir (im Gegensatz zu den allermeisten anderen...) nicht ganz so, aber fantastisch von den Performanceoptionen her ist der Vermona 14
Poly : Ganz klar der OB6, Du solltest ihn Dir unbedingt anhören / testen. Klang Performance, Modulationen, einfach fantastisch. Kann übrigens viiiel mehr als diejenigen meinen, er wäre klanglich zu eingeschränkt.
Und er macht einfach immer Spaß, weil Du immer wieder überrascht wirst, enorm viele Möglichkeiten hast aber immer direkt im Zugriff.

Übrigens ist für mich bei einem solchen Synth zwingend notwendig, neben Aftertouch-, Pitch-und Modwheelmodulationen Pedale für Filtercutoff und/oder Volume anschliessen zu können, um wirklich lebendiges
und ausdrucksstarkes Spielen zu ermöglichen...

P.S. Allerdings wird Dir auch ein Minimoog immer Freude machen...
 

Plasmatron

Moderator
Schlechtes Beispiel, für derartige Klänge braucht man mit Sicherheit keinen Virus.... :roll:
Jetzt macht Euch mal locker , der Kollege hat jetzt eine Handvoll aktuelle Synths , welche er in ruhe in jedem Geschäft anspielen kann ..

Ps.: Ich hab selbst keinen Virus , bin kein Fanboy , hab den aber schon sehr oft und sehr gut gespielt gehört , Jazz Fusion, daher einfach der Einwand , Nord ist nicht das Licht am Ende des Tunnels

Ps.: Ich hab so den Eindruck das hier ein paar Leute dabei sind , die mit Fusion oder Jazz im weitesten Sinne nichts anfangen können ? nur mal so
 

wirehead

Weniger ist schwer
Jetzt macht Euch mal locker , der Kollege hat jetzt eine Handvoll aktuelle Synths , welche er in ruhe in jedem Geschäft anspielen kann ..

Ps.: Ich hab selbst keinen Virus , bin kein Fanboy , hab den aber schon sehr oft und sehr gut gespielt gehört , Jazz Fusion, daher einfach der Einwand , Nord ist nicht das Licht am Ende des Tunnels

Ps.: Ich hab so den Eindruck das hier ein paar Leute dabei sind , die mit Fusion oder Jazz im weitesten Sinne nichts anfangen können ? nur mal so
Mache Dich selbst locker - wieso ziehst Du Dich denn so an Nord hoch? Hier wurde doch schon so ziemlich alles genannt - fehlt nur noch das Mixturtrautonium ;-) Geht eh' alles.

Ich selbst kann mit Jazz/Fusion z.B. durchaus was anfangen, in dem Video von Xaver Fischer finde ich aber das was der da auf dem Virus spielt auch Grütze - mir völlig egal ob der der beste deutsche Jazz-Keyboarder ist (das auf dem E-Piano gefällt mir besser). Dafür kann aber der Virus nichts.

Sowas gefällt mir dann schon besser:

View: https://youtu.be/zfpSn7ZYC0A
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich suche also nach einem Teil, das ich drüber (oder daneben) stellen kann, mit dem ich ggfs Akkorde einstreuen kann aber HAUPTSÄCHLICH auch in Solos Sounds bringen kann, die nicht so die Norm sind... Sounds sollen auch live gut abrufbar sein... Das Schrauben am Sound (oder an Sounds) kann ich mir in Zukunft auch gut vorstellen!! (...) wollte meine Suche mit eurer Hilfe nur eingrenzen!!
Na, das ist mal gründlich in die Hose gegangen. :mrgreen: Du kamst mit ein bis fünf vernünftigen Kandidaten und gehst mit etlichen. Und ich kann mir vorstellen, dass du mit ungefähr allen Vorschlägen glücklich würdest. Wenn ich aus allen genannten Synth wählen sollte und das Budget passen würde, würde ich bei dem von dir selbst ins Spiel gebrachten Prophet 6 landen. Schöne Synthakkorde, Flächen und Solosounds sind kein Problem, du hast erst mal viele Presets, die du nutzen und modifizieren kannst als Übung und Ausgangsbasis für eigene Soundkreationen. Toller Klang, tolle Soundschraubmöglichkeiten: Als Ebenfalls-Electro-5-Livespieler wäre das für mich ein perfekter Kompagnon. Aber die Geschmäcker sind verschieden und du müsstest einfach mal ein paar Kandidaten in die Hand nehmen und gucken, was passiert und wie wohl du dich fühlst. Aber sagst du ja auch selbst:
Klar ist mir sowieso, dass um das Testen nicht vorbei komme!! Macht ja auch Spaß,
Eben. Mach et, Otze! ;-) Viel Spaß dabei! Und halt uns hier in jedem Fall auf dem Laufenden.
 
Vielleicht wäre noch die Frage nicht unwichtig, ob auf dem Gerät schon viele "passende" Werk-Sounds drauf sein müssen. Das könnte man sich in einem Laden anschauen. Keine schlechte Idee wäre außerdem die Sounds in einem Song-Kontext anzuspielen, also zur Musik oben drauf. Da kann es Unterschiede geben, wie gut die Sounds zur Musik passen. Natürlich kann man die Sounds sich noch anpassen. Die Ultranova ist wohl eh raus, aber die könnte man meiner Meinung nach für die Musikrichtung nicht sofort einsetzen, sondern man müsste erst sich die Sounds zusammenstellen und nacheditieren. Ich mache ja auch eher so jazzige Sachen. Und da musste ich die Ultranova Sound-mäßig erst dahin bringen. Nur so als Beispiel. Nicht jeder Synth kann sofort Jazz. :lol: Meine KORG X3R konnte z.B. sofort Jazz, und meine Tante meinte, es hört sich nach Zawinul an, was ich drauf gemacht habe. Ja, Zawinul hat auch viel KORG gespielt. ;-)

Ich denke, es war dieser Song, wobei ich den Drum-Part von Lisa Stansfield entliehen habe:


play: http://jazz-funk.de/audio/Brass_Song.mp3
 

Jenzz

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Moin .-)

Ich finde, auch im Jazz/Fusion-Sektor gilt: Erlaubt ist, was gefällt und vom Handling her für einen selber am angenehmsten erscheint. Als nur live spielender Fusion-Band-Keyboarder waren mir Klang, schnelle Bedienung und einfache Struktur immer viel wichtiger als so Dinge wie interne Effekte, grosse Displays etc... Hält alles nur auf.

Sah dann bis 2010 so aus:

Setup1.jpg


Heute sieht es (neben dem Vibraphon) so aus:

P1030912.JPG


...damit kann man auch heute noch auf jeder Jazz/Fusion-Session problemlos auflaufen :)

Jenzz
 

microbug

*****
@Jenzz was ist das beim Binkbeats Video oben für ein Vibraphon, wo zwei Rädchen vorne laufen, und er das Ganze am Schluß des Videos abschaltet? Sieht fast aus wie Lüfter, aber das ergibt keinen Sinn.
 

Jenzz

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Moin .-)

Könnte ein altes Deagan oder Leedy sein, die haben damals auch 2-Oktaven-Vibraphone gebaut.

Die 'Lüfter' sind die drehbar gelagerten 'Verschlüsse' der Resonanzröhren.
Das Rohr unter jeder Platte ist auf den Grundton abgestimmt. Das Rohr ist unten geschlossen (offen würde auch gehen, aber dann müsste das Rohr doppelt so lang sein). Steht der Verschluss auf 'offen' wird die Luftsäule im Rohr zum mitschwingen angeregt, der Ton wird lauter, die Luftsäule entzieht der Platte aber dadurch Energie, dadurch wird das Sustain kürzer.

Steht der Verschluss auf 'zu' ist die Luftsäule quasi 'abgeschaltet', dadurch ist der Ton leiser, schwingt aber länger aus.

P1040456.JPG

Durch die Rotation der Verschlüsse auf der gemeinsamen Achse wechselt das dann dauernd, dadurch entsteht das charakteristische Tremolo. Also so eine Art mechanischer LFO ;-)


Jenzz
 
Zuletzt bearbeitet:

Plasmatron

Moderator
Da hab ich gleich mal Dave Pike ausgegraben und quäle damit die Kollegen .. und als nächstes Joe Locke Live , man der gibt alles :)
 

Plasmatron

Moderator
Moin .-)
Ja, die können natürlich spielen wie Sau, aber rein musikalisch spricht mich das nicht an... Da mag ich eher die ruhigeren Sachen wie so was hier:


....aber wir werden OT... ;-)

Jenzz
musst dir mal Lackerschmied mit Chat Baker anhören , die haben eine Platte gemacht , genau dein Ding.. Gerade zu Cal Tjader umgeschwenkt , es gab ärger bei Locke ;-) , Aufstand am arbeitsplatz
 
Zuletzt bearbeitet:

Jenzz

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Hallo,
als Neuling im Bereich Synthesizer (lese aber schon länger im Forum mit, da es mich total interessiert) bin ich auf der Suche nach einem Synth, den ich hauptsächlich für den Live-Einsatz im Bereich Jazz-Fusion einsetzen möchte.
Wenn ich mal andere Musiker so live sehe, fällt mir auf, dass diese sehr oft den Sub37 von Moog oder einen der DSI Synths benutzen (manchmal auch zusammen!).
Mein Budget liegt so bei 2.500€.
Vom Handling her suche ich etwas, das für den Anfang nicht allzu kompliziert ist und in Zukunft bin ich auch vielleicht nicht abgeneigt auch an den Knöpfen rumzutüfteln!!

Moin .-)

...mal zurück zum Thema:

Geht es Dir nur um den 'Synth für oben drauf' oder ein komplettes Setup?
Hast Du schon ein Gerät für die 'Grundsounds', also so was wie Nord Stage / Electro oder Korg SV-1?

Da Du von Knöpfen sprichst: Für relativ kleines Geld gibt es ja Maschinen wie z.B. NordLead 2(x) oder die 'Virusse', die von der Struktur her relativ einfach sind, aber trotzdem vielerlei Klänge bringen. Durch die Slot-Struktur (man hat ja quasi 4 Synth parallel im Zugriff) sind auch für Live wichtige Dinge wie z.B. keine Umschaltzeit zwischen Sounds gut gelöst.

Im Jazz wird ja viel 'ausprobiert', daher würde ich perönlich keinen Synth mit internen Effekten wählen. Was nutzt ein interner Hall, wenn ich den Sound aber mit z.B. ordentlich Overdrive bearbeiten will oder den Lieblingsphaser dahinter schalten? Aber da kommts natürlich auf die persönlichen Vorlieben an.

Evtl. als Tip: Ich fand live Encoder statt Potis immer hinderlich. Einen entsprechenden Potikopf kann man auch ohne hinsehen oder im Dunkeln erfühlen, bei einem Encoder mit LED-Kranz muß man immer hingucken oder in Displays Werte ablesen. Die meisten Potis haben einen Drehwinkel von 270-300 Grad. Man hat dann schnell im Gefühl, wie schnell sich ein Parameter im Verhältnis zur Potidrehung ändert. Da reagieren Encoder anders, man muß meist für die gleiche Parameteränderung viel mehr schrauben... (aus diesem Grund hat z.B. ein Nordlead 3 mein Setup nach 2 Wochen wieder verlassen...) :)

Jenzz
 

CR

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Ich suche also nach einem Teil, das ich drüber (oder daneben) stellen kann, mit dem ich ggfs Akkorde einstreuen kann aber HAUPTSÄCHLICH auch in Solos Sounds bringen kann, die nicht so die Norm sind... Sounds sollen auch live gut abrufbar sein...
Das Schrauben am Sound (oder an Sounds) kann ich mir in Zukunft auch gut vorstellen!!
Würde evtl. für Dave Smith plädieren.

Hier mal ein Beispiel mit einem Prophet Rev2 im Fusion (weitestgehend) Kontext ... Timecode klappt nicht; ab 4:20 wird's interessant:
View: http://youtu.be/WsE9qkIW1lE?t=4m26s



P.S.: Falls es doch auf einen Moog Voyager hinauslaufen sollte: Ich hätte einen zu verkaufen. :D
 
Vielen Dank für die netten Ratschläge!!
Hab übers WE einiges getestet (oder besser gesagt, der liebe Mitarbeiter hat mir die Dinger vorgeführt!! :roll:) und danach ist meine Entscheidung gefallen : es ist der Subsequent 37 von Moog geworden!! (wird bestellt, spare 2% wegen lux. Mwst. in dem Fall)
Fragt mich nicht genau warum, es war ein Zusammenspiel von Sound(s), Spielgefühl der Tastatur und auch ein wenig die Schönheit des Synths...
Jetzt geht es ans Einarbeiten in die Materie und darauf freu ich mich!!
 

6Slash9

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Vielen Dank für die netten Ratschläge!!
Hab übers WE einiges getestet (oder besser gesagt, der liebe Mitarbeiter hat mir die Dinger vorgeführt!! :roll:) und danach ist meine Entscheidung gefallen : es ist der Subsequent 37 von Moog geworden!! (wird bestellt, spare 2% wegen lux. Mwst. in dem Fall)
Fragt mich nicht genau warum, es war ein Zusammenspiel von Sound(s), Spielgefühl der Tastatur und auch ein wenig die Schönheit des Synths...
Jetzt geht es ans Einarbeiten in die Materie und darauf freu ich mich!!
Ein toller, vielseitiger, gutklingender und haptisch Freude machender Synth, der Dir nicht so schnell langweilig werden wird - viel Spaß !
 

microbug

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War für mich einer der Gründe den Synth zu verkaufen, aber der Subsequent hat
tatsächlich eine - wesentlich - bessere Tastatur...
Nachdem auch die Grandmother wieder eine Fatar Tastatur besitzt, könnte beim Subsequent auch eine drin sein?

Wenn die gewichtet ist, sollte die von unten ungefähr so aussehen:
IMG_1637.JPG

Sieht man dagegen blanke Metallplatten, ist es doch wieder eine Huaxin.
 


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