Synthesizer Designer: Frogdesign. Und wer noch?

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von Anonymous, 7. September 2009.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Synthesizerdesigner arbeiten häufig hinter den Kulissen, selten sind daher Interviews oder Firmenbesuche. Schade, denn eigentlich sind das die, denen wir es zu verdanken haben, ob die Dinger nach was aussehen, sich angenehm anfassen lassen. Oder eben nicht.

    Manche sind bereits häufiger in den Medien promotet worden, Axal Hartmann etwa, oder auch Marcus Ryle. Von wem viele Musiker nicht so viel wissen ist Hartmut Esslinger von frogdesign. Ihm verdanken wir die sehr eigenwillige Formgebung der Yamaha YS-Synthies und auch das PF2000.

    [​IMG]

    Er hat noch viel mehr gemacht, hier ein aktuelles Interview:

    http://www.bild.de/BILD/digital/ifa-ber ... f-ifa.html

    Wir könnten mal mehr von denen hier listen.
     
  2. Feinstrom

    Feinstrom aktiv

    Den YS-200 fand ich schon damals toll.
    Und sollte mir irgendwer einen in anbetungswürdigem Zustand für faires Geld anbieten, könnte ich wohl schwerlich nein sagen.

    Schöne Grüße,
    Bert
     
  3. Moogulator

    Moogulator Admin

    Sieht lustig aus, ist aber in der Bedienung einer Philosophie anhängig, die nicht unbedingt die Nutzung des Produkts im Mittelpunkt haben. So könnte man jedenfalls mal mutmaßen.

    Hartmanns eigenes Design war offensichtlich auch verspielter und nicht so am User orientiert, je mehr er sich austoben durften. Nur: Das ist ein Instrument, kein Designobjekt.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Auch die benutzoberflächen, die nicht nach design aussehen, sind von designern entworfen!

    Grundsatzlich hat da wohl roland vieles gut und richtig gemacht...

    P
     
  5. dns

    dns Tach

    auch das design deines neuen avatars, peter, gefällt mir besser als das alte......

    HELIUM design
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    Damit ihr mal auf was schönes gucken könnt hier :) :) ;-)

    Peter
     
  7. changeling

    changeling Tach

    Argh, ich hab mir vor 11 Jahren mühsam die 10-Finger-Technik angeeignet. Hätte keinen Bock auf ein anderes Design zu wechseln. Was spricht überhaupt dagegen? Nur, weil es aus der Schreibmaschinen-Zeit stammt?
    Ich find das Design eigentlich ziemlich sinnvoll, weil es die Belastung recht gut auf die Finger verteilt. Da müsste schon ein Killer-Alternativ-Design kommen, um das zu toppen, also einfach A, B, C, usw. wär ätzend.
     
  8. Neo

    Neo bin angekommen

    Ich hatte mich schon gefragt ob du dich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hast. :mrgreen:
    Jedenfalls ein sehr hübsches Wesen. Und wer ist das jetzt ?
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    Logo, ich hab mich meinem "inter-face" anpassen lassen!

    Macht doch sinn, oder!? Mensch/maschine halt, da spielt das geschlecht keine rolle!


    Frag´ sie doch selber!
     
  10. jane doe

    jane doe Tach

    post gender

    post modern
    post mortem.
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

  12. GMX

    GMX Tach

    Wenn das Design sinnvoll wär, dann gäbe es nicht sowas wie die Dvorak-Belegung.
     
  13. GMX

    GMX Tach

  14. Irgendwie ziemlich "Off Topic", was man hier in diesem interessanten Thread so vorfindet. Schade - weil es handelt sich ja um ein interessantes Thema. Aus der eigenen Erfahrung heraus will ich mal ein paar Sachen anmerken.

    1.) Es wäre zu klären, wie frei ein Designer überhaupt an einem Produkt arbeiten kann. Design ist immer sehr polarisierend und am Ende wird sicherlich der Hersteller entscheiden, wieviel vom ursprünglichen Entwurf übrig bleibt oder welcher der meist mehreren Entwürfe tatsächlich umgesetzt wird.

    2.) Die rein technische Benutzeroberfläche - also die Anzahl der verfügbaren Regler und Taster, die Grösse des Displays etc. wird meist von den Entwicklern vorgegeben. Von daher ist das Endergebnis des Designers natürlich stark von den Entwicklern vorbestimmt. Wenn die technischen Vorgaben an den Designer übergeben wurden, kann der mit diesen Elementen natürlich in einem gewissen Umfang "spielen". Aber an der grundsätzlichen Bedienbarkeit wird das nicht mehr viel ändern.

    3.) Bei einigen Designs werden sogar die Form der Taster und Regler vorgegeben. Aufgrund der ebenfalls gegebenen Farbe des Displays und unter Umständen sogar bereits feststehenden Farbe von Bedienelementen, wird die Freiheit des Designers weiter eingeschränkt.

    4.) Keine Firma ist in der Lage ein Design unabhängig von einer Kosten/Nutzen Analyse erstellen zu lassen. Das schränkt die freie Arbeit eines Designers weiter ein. Was nutzt eine noch so schöne Oberfläche, wenn sie sich später in der Herstellung nur mit grossem Kostenaufwand umsetzen lässt.

    All diese Einschränkungen führen letztlich zu dazu, dass es in der Regel nicht die Designer allein sind, die über das "Look and Feel" eines Produktes entscheiden. Es ist immer eher die Zusammenarbeit von Produktspezialisten, Entwicklern und eben den Designern. Bei kleineren Firmen - da schliesse ich mich absolut mit ein - ist es ohnehin nicht möglich, eine teure Designfirma mit der Realisierung zu beauftragen. Da kommt dann oft alles aus wenigen Händen und resultiert aus internem Brainstorming.
     
  15. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das erinnert mich daran, als vor ein paar gefühlten Jahrzehnten die Deutsche Bahn ihr Logo modernisieren ließ...was hatten die Designer damals gemacht? Einfach den doppelten Rahmen, durch einen einfachen ersetzt und dafür 200000DM kassiert...

    Zum Yamaha SY...der neue Korg MicroSampler sieht doch mal heftigst ähniich. War da der gleiche Designer am Werk?
     
  16. changeling

    changeling Tach

    Danke, war mir gar nicht bewusst, dass es sowas gibt. Ich dachte irgendwie eher an komplette Tastaturalternativen statt einfach an ne andere Belegung. :oops:
    Hab ich mir vorgemerkt und werde mir das mal anschauen.

    Dafür ist das Design Eurer Produkte auf jeden Fall ziemlich gelungen. Ich fand ja auch schon den Spectralis 1 vom Design her sehr gut.

    OT ist hier ohnehin jeder Thread spätestens ab der zweiten Seite. So läuft ein öffentliches Forum mit unauffälliger Moderation eben. Gibt auch Foren, wo alles OT-Zeug strikt entweder nur gelöscht wird oder wo man sogar dafür verwarnt oder gesperrt wird.
     
  17. Beim Spectralis 2 habe ich mir letztlich dann doch mal helfen lassen. Sonst würde er jetzt ganz anders aussehen. Da haben wir einen sehr talentierten Studenten der Medientechnik aus Hamburg im Kundenkreis, der einen grossen Einfluss auf das Design hatte und mir eine ganze Menge Entwürfe zur Verfügung gestellt hat. Die Webseite hat er ebenfalls komplett neugestaltet. Sehr guter und vor allem zuverlässiger und flotter Mann. Kann ich sehr empfehlen. Kontakt stelle ich gerne her.
     
  18. Anonymous

    Anonymous Guest

    Nur als ergänzung:

    Das gehört ja zum thema produkt-entwicklung/design:
    Es gibt garnicht so selten auch den umgekehrten weg, das erst ein
    design und "look& feel" entworfen/vorgegeben wird und daraufhin die technik entwickelt wird...

    Im besten fall wird sowas ja auch parallel entwickelt und man arbeitet zusammen.
    Es ist ja auch nicht so, das die "technik" völlig unbeweglich/starr ist.

    Oder das design "scheiß egal" ist. Die vornehmste funktion die design ja haben kann, ist "orientierung" zu schaffen und die funktionierbarkeit zu gewährleisten und zu fördern.

    Und auch wenn der rahmen von der "technik" sehr eng ist, steigen die entwurfsmöglickeiten sehr schnell überproportional an!

    Design ist nartürlich auch viel viel mehr als "ausgeflipptes zeugs zu machen"!

    peter
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ein Bekannter von mir hat mal bei einem großen Grafikkartenhersteller gearbeitet...da hat die Marketing Abteilung ein Produkt verkauft, was noch gar nicht existierte...ratet mal was die Entwicklungsabteilung nachher zusammengelötet hat... :mrgreen:
     
  20. GMX

    GMX Tach

    Das Interessiert mich. Welche Site denn? spectralis.de scheint sich nicht verändert zu haben.
     
  21. muschifunk

    muschifunk bin angekommen

    Bevor das hier auf meiner Festplatte vergammelt, sprenge ich einmal den Rahmen des Forums (sorry ; )), und hänge mal ein totkomprimiertes Poster an die Wand. Prototyp vom Tiefenrausch Analogsynthesizer aus dem Jahre 2006 wie er dann auch später auf der Musikmesse zu sehen war. Rechts unten in der Ecke ist der Druck für die Frontplatte zu sehen (deswegen mal so groß; für Interessierte halt, einfach runterladen und zoooomen).

    Finanzielle Mittel: 0€ / heruntergebrochen auf die Möglichkeiten (nicht viele) --> No Budget Design

    Der klassische Fall also :supi:

    Ich hab mal ein paar Bilder mit den wichtigsten Zutaten des klassischen No-Budget "Synthesizerdesigns" aus meiner Schatzkiste geholt (mit Briefing); praktisch das Konzept schlechthin :gay: , ursprünglich aus Deutschland stammend und mittlerweile in Fernost optimiert. :fawk:

    Viel Erfolg !

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  22. Michael Burman

    Michael Burman ★★★★★★★★★

    wie bei dieser meinen fernbedienung:

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  23. Anonymous

    Anonymous Guest

    Das wird hier missverstanden! Wenn eine nicht musiktechnik-spezifische aufgabe (z.b. entwickle was "portables" oder entwickle etwas, was nicht größer als eine CD-box ist) gestellt wird, arbeitet man immer eng mit der technik zusammen (im normal fall).

    Die technik und das design durchlaufen gemeinsam! einen prozess!
     

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