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Synthesizer Recording Methode

Hallo zusammen,

Ich würde gerne mal mit euch diskutieren, wie man am besten Hardware Synthesizer und Sampler in der DAW aufnimmt.

Kurze Erläuterung zu meinem background: In meinem Studio steht ein Moog* Subsequent, Roland Gaia, Elektron* Analog Rytm, Roland TR8S. Ich nehme diese Klangerzeuger einzeln auf über ein Yamaha analoges Recording Mischpult mit zehn Kanälen und ein Steinberg* Audio Interface. In Ableton* kommen dann Effekte hinzu, und es wird arrangiert. Manchmal jamme ich auch etwas, einfach nur so zur Ideenfindung und aus Spaß. Musikrichtung in der Regel, Techno, House, Downtempo. Bevor ich nun in weitere Synthesizer investiere (der Sequential OB6 steht auf der Liste), würde ich gerne in meinen Recording Equipment investieren.

Wie nehmt ihr eure Klangerzeuger auf? Ich sehe folgende zwei Optionen:

1. Analoges Mischpult mit einfachem Audio Interface. Das könnte man noch etwas upgraden, zum Beispiel mit einem DSP Audio Interface. Unsinnig ist aus meiner Sicht an dieser Variante, dass die meisten Mischpult etliche Mikrofon,verstärker und eine Equalizer Sektion haben, die ich gar nicht benötige.

2. ADAT Interface mit Audio Interface. Oder ein ADAT Interface, dass ich direkt an den Rechner anschließen kann, zum aufnehmen. Hier sehe ich die Schwierigkeit, dass die meisten ADAT Interfaces nur acht Eingänge haben. Ich bräuchte also mindestens zwei Stück, die ich kaskadieren würde. Alternativ gibt es noch das Arturia* 16 RIG.

3. Eher unüblich, aber eigentlich kann ich die meisten Klangerzeuger auch über USB to Audio aufnehmen. Bei dem Subsequent 37 geht das nicht, da die Funktion nicht vorhanden ist. Alle meine andern Synthesizer und Sampler haben die Funktionen aber. Mir ist nicht wirklich klar, wo in den Synthesizern das Signal abgegriffen wird. Wenn ich ein digitalen Synthesizer habe, dann wohl hoffentlich direkt nach der digitalen Klangerzeugung? Oder haben die Geräte erst mal einen digital zu Analogwandler mit Verstärkung und dann wird das wieder digitale gewandelt?

Was ist aus eurer Sicht die beste Option? Bitte berücksichtigt aus eurer Sicht in erster Linie die Klangqualität. Bitte aber auch darauf schauen wie flexibel ist das System, lässt es sich erweitern und kann man damit auch irgendwie jammen?

Gruß, Sebastian
 
Auf Grund der hohen Anzahl externer Klangerzeuger ist es bei mir eine Mischung aus allen drei Optionen.
 
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  • HaHa
M.i.a.u.: sllk und Summa
In ein gutes Interface Recorden , damit kann man auch Jammen. Wenn ich keine Plugins in den Channels laufen lasse, komme ich auf ein paar msec Latenz, das spürt man nicht wirklich. Also kann ich auch über die DAW Monitoren/Jammen. Einfache Delay und Reverb Effekte kann man sogar auch bei kleiner Buffersize auf den Channels fahren..

RME Digiface ist ein sehr gutes Adat Interface
 
Da ich keine Livejams mache, sondern einen Synth nach dem anderen recorde, genügt mir trotz relativ vielen Hardwaresynths:
1. Analoges Mischpult mit einfachem Audio Interface.

Idr. werden die Spuren erst per Midi aufgezeichnet, und im zweiten Schritt (nach Korrekturen) dann als Audio.

Willst du in der Praxis allerdings tatsächlich mehrere Synths gleichzeitig und getrennt aufnehmen, würde ich ich ein Interface mit entsprechend mehr Eingängen verwenden. Ob du auf einen Mixer davor verzichten kannst, hängt wohl auch davon ab, ob du beim Livespiel über die DAW oder über das Eingangsmonitoring des Interfaces abhörst. Im ersteren Fall könnten Latenzen eine Rolle spielen.
 
Wie nehmt ihr eure Klangerzeuger auf?

Ich verwende ab und an je nach gesuchter Klangästhetik auch die wahrscheinlich unüblichste Version (hahahaha):
Synth direkt in einen oder mehrere Amps und dort abmiken -> externe Preamps-> Audio Interface Line ins

Aber sonst entweder neutralen/rascharmen Submixer vor dem Audio Interface, oder gleich direkt wenn nur wenige Quellen.
Beim Adat Interface ist halt eine saubere Synchronisation (egal ob per Wordclock oder digitaler Schnittstelle) essentiell, alternativ kannst du auch je nach Platzlage ein "semi-vintage" Digitalpult als Adat Wandler missbrauchen.
 
Analoges Pult und dann in einer Stereospur im HD oder USB-Recorder pro Spieler. Also quasi wie live.
 
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M.i.a.u.: Bernie und Lauflicht
Analoges Pult und dann in einer Stereospur im HD oder USB-Recorder pro Spieler. Also quasi wie live.

Kurze Frage , 8 Spuren Mono auf einem Analogmischpult aufnehmen und final im Rechner bearbeiten. Ist das Spielerei oder bringt dass mischen noch einen Mehrwert?

Edit; Bzw. ich habe hier 3 Xone 1d. Welche EQ Einstellungen pro Kanal ,,sollten`` reichen?. Es gibt 3 Potis, 1 Fader, Ein Jogwheel /aka Poti) und 4 Buttons.
Mir fällt da Lowcut (Db?)und Hicut(DB?) ein. Vielleicht die Mitten durchfahren. Aber mit welcher Allrounder Flanke?
 
Zuletzt bearbeitet:
ich fahre zweigleisig. Meine analogen / modularen Synthies nehme ich mit einem Analogmixer direkt in Stereo auf.
Hier habe ich auch kein Midi im Einsatz, nur CV/Trigger/Gate.
Da sind dann auch schon die Effekte mit drauf, das ist eine finale Stereospur die im Rechner nur noch geschniten und gemastert wird.
Die moderneren Synthies mische ich über ein Digitalpult (Midas M32) und gehe digital direkt in die DAW.
Der Vorteil ist, das ich auch ganz ohne Rechner direkt am Pult mal eine Idee spontan auf USB-Stick aufnehmen kann, ohne alles hochzufahren.
Außerdem sind die eingebauten Effekte durchaus brauchbar.
Mittlerweile gibt das Behringer Digitalpult schon für sehr kleines Geld gebraucht, es spart dir dann auch weitere Interfaces und du hast eine einfache minimale Verkabelung über Adat.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: claudio
Was ist aus eurer Sicht die beste Option?
DIe beste Option hängt von Deiner Art Musik zu machen ab.
So als zwei Extremmöglichkeiten: Komponierst Du erst und nimmst dann auf, oder fängst Du einfach mal an aufzunehmen und irgendwann wird da ein Track daraus (composing by accident)?

Ich mache in letzter Zeit eher ersteres. Dabei ist das "Komponieren" ein Erarbeiten des Stückes in der DAW mit provisorischen Pluginsounds. Die so entstandenen MIDI-Spuren werden dann Spur für Spur mit externen Hardware-Instrumenten direkt über das Audiointerface als Audio aufgenommen, und dann das ganze wiederum über das analoge Pult gemischt (wobei innerhalb der DAW z.T. schon Dynamikbearbeitung und Pegelautomation passiert).

Ich benutze für die Aufnahme eine zweikanaliges Focusrite Interface oder ein 8-kanaliges Behringer ADA8000 teilweise mit vorgeschalteten Rane-Vorverstärkern.
DIe Wiedergabe erfolgt über ein RME Digiface USB und einen Alesis HD-24 als 24-Kanal-Wandler.

Wenn Du eher in der zweiten Ecke bist (also mehr vom Jammen kommst), dann würde ich ein mehrkanaliges Interface nehmen. Ob man da direkt ins Interface geht oder erst in einen Mischpultkanal ist dann Geschmacksfrage.
 
  • #10
Ich mach’s ähnlich wie in diesem Video, mit einer Konsole. So kann ich latenzfrei jammen, den Mix aufnehmen und bei Bedarf die einzelnen Spuren über die Subgruppen aufzeichnen. Die nehme ich einfach nacheinander auf und schnipsel sie später in der DAW zusammen.

 
  • #11
Ich lasse externe Klangerzeuger gerne auch beim Arrangieren noch live spielen, da man doch immer noch etwas abändert, gerade Automationen. Ich bin da mit meinem UAD Apollo x8 über Thunderbolt sehr zufrieden. Bei mehr Bedarf an Eingängen/Ausgängen lassen sich die Apollos auch kaskadieren. Und das zugehörige virtuelle Mischpult (UAD Console) lässt zumindest für mich keine Wünsche offen. Dazu haben die Apollos noch die DSP's für die UAD Plugins, die mir richtig gut gefallen, und die integrierte Raumeinmessung von Sonarworks.

Latenzen habe ich dabei natürlich etwas, aber im nicht störenden Rahmen. Ich prüfe sie erst genau bei der finalen Aufnahme des jeweiligen Tracks. Das funktioniert für mich mit einem sehr leistungsstarken Mac im überschaubaren Heimstudio. Profis werden das wahrscheinlich anders sehen.

Aber was mich auch interessieren würde ist die Frage, ob es einen hörbaren Unterschied zwischen einer analogen Aufnahme und dem USB-Audiostream gibt.
 
  • Daumen hoch
M.i.a.u.: AtomA
  • #12
Ich mache das ähnlich wie Tanja. Komponiert wird ausschließlich mit Hardware Synths am Oxi One. Wenn mir dann alles gefällt nehme ich sozusagen einen Live Jam in Einzelspuren auf. Dabei gehe ich mit 16 Kanälen über zwei Metric Halo LIOs in den Rechner.
In Ableton bearbeite ich dann noch, schneide auch mal, oder arrangiere um. Dann wird summiert und die finale Stereospur aufgenommen. Fertig. 😅
 
  • #13
Diesen Synth Buddy finde ich mega spannend. Ich überlege, ob ich ihn nicht auch sinnvoll für mich einsetzen kann. Für Leute, die einzeln aufnehmen, ist das wohl die eierlegende Wollmilchsau.
 
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