Tonlage von Hi Hats

Dieses Thema im Forum "Sounds / Synthese" wurde erstellt von Ste4lth, 2. Dezember 2018.

  1. Ste4lth

    Ste4lth ..

    Hallo werte Forengemeinde,

    ich bin im Betitz einer Jomox Xbase 999 und einer Elekton Macinedrum SPS UW.
    Wie geht Ihr vor, um die Tonlage eurer Hi Hats, Claps, Snares usw zu ermitteln? Bei Einer Sinus Bassdrum wird die Tonlage ohne weiteres in entsprechenden Software-Plugins angezeigt. Bei Hi Hats jedoch nicht. verändert Ihr den Pitch nur nach gehör?
     
  2. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Im Bereich von HiHats ist das normalerweise kein Thema, weil es weit ausserhalb des Bereichs (vokaler Bereich) liegt in dem der Mensch sowas aktiv wahrnimmt, daher mach ich mir speziell bei HHats keine Gedanken darüber. Bei anderen Sounds verlasse ich mich auf mein Gefühl.
     
  3. HiHats betrachte ich eher innerhalb eines Frequenzbandbereichs… achte also eher darauf, dass diese im Gesamtmix gut passen. Becken und Co. pitchen ist wahrscheinlich auch tricky. Würde mich aber auch mal interessieren, wie die anderen Jecken das so machen.
     
  4. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Hats und Claps nach Gehör, wenn überhaupt.
    Ansonsten Oktave hoch/runter pitchen um Grundfrequenz rauszuhören:



    Zum Thema fiese Frequenzen von Becken / Hats fand ich dieses Video von Hannes Bieger auch sehr erhellend:

     
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  5. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    man mischt eigentlich alles nach gehör - es wäre töricht dafür das wetter oder die wahlergebnisse heranzuziehen.

    viel wichtiger als pitchen ist filtern. becken gehen durch das gesamte spektrum, du wirst sie aber in vielen rock und pop produktionen hochpassfiltern bis nur noch der brillianzbereich durchkommt.
     
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  6. Renpac

    Renpac ...

    Hihats werden sehr häufig aus Rauschen, mehreren atonalen Rechteckwellen oder über Frequenzmodulation erzeugt. Die eigentliche "Tonalität" wird dabei über Hochpass - und/oder Bandpassfilter bestimmt. Ein wenig nach Gehör tunen ist bei Hihat-Samples sicherlich nicht verkehrt. Bei synthetisch generierten Hihats genügt es oft die Filtereinstellung zu ändern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dezember 2018
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  7. Ste4lth

    Ste4lth ..

    ich könnte mich da manchmal dumm und duselig pitchen, wenn ich das nur nach Gehör und ohne Filter mache. vielleicht sollte ich bei Hi Hats eher auf Filter-Resonanz setzen, um schneller ein Ergebnis zu erzielen.
     
  8. Rastkovic

    Rastkovic PUNiSHER

    Wenn deine Bassdrum gestimmt ist, dann hast du ja einen Bezugston wonach du dich richten kannst.

    Das Gesamtbild muss dann einfach passen....
     
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  9. Syme0n

    Syme0n ||

    mit sowas verschwenden leute ihre zeit? hihat tonlagen??
    wenn ich das geschwafel von bieger höre und dann die musik von ihm wird alles klar
     
  10. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Nein, man verschwendet die Zeit nicht, man investiert die Zeit. Früher hatte der Drummer mehrere Hihat-Becken-Sets dabei (bzw wir im Studio hatten auch noch zwei Sets), und die hat man ausprobiert. Da ist das mit Tunen oder Filtern doch deutlich weniger zeitaufwändig.

    Ich fand das HiHat-Video von Herrn Bieger schon ok. Schade ist nur, dass man nicht die Auswirkung auf dem Analyzer gezeigt bekommt.
     
  11. Rastkovic

    Rastkovic PUNiSHER

    Das Video hat nur einen kleinen Fehler, wodurch ich auch erst dachte was für ein Bullshit. Beim stimmen von Drumsounds geht es um Zehntel und um auf den nächsten vollen (chromatischen) Ton zu stimmen.

    Er sagt aber auch das am Ende die Ohren mitentscheiden müssen, also alles richtig.....
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Dezember 2018
  12. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    die vorstellung ein becken auf einen bestimmten ton zu "stimmen" halte ich für vollkommen absurd.
     
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  13. Rastkovic

    Rastkovic PUNiSHER

    Wenn die Bassdrum korrekt gestimmt ist (was auch immer korrekt für einen bedeutet), dann macht man dass nach Gehör....
     
  14. NickLimegrove

    NickLimegrove MIDI for the masses

    Hat ja auch niemand behauptet, dass das nötig wäre, nicht mal Hannes Bieger (nur in der Ausgangsfrage klingt das allerdings ein bisschen durch). Lasst uns mal nicht zwei Dinge durcheinanderschmeißen: die Tonlage (die ja ein klar umrissenes tonales Ereignis voraussetzt -- wovon bei einer Hihat IMHO kaum die Rede sein kann) und die Klangfarbe, also die spektralen Eigenschaften inkl. der Position des Klangs im Spektrum des gesamten Mixes.
     
  15. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    je nachdem wie man ein großes ride anspielt, kann man natürlich schon eine art grundton hineininterpretieren, der einem dann um so deutlicher erscheint, wenn man mehrere ähnliche hat (oder ein sample pitcht)

    der liegt aber dann meist in dem frequenzbereich, der sich in einer rock produktion eh nicht durchsetzt und/oder weggefiltert wird und ich wäre mir auch nicht sicher, wie wichtig es ist, eine bestimmte tonhöhe zu haben, denn es soll ja vorkommen, dass ein musikstück nicht nur auf dem grundton bleibt.

    selbst bei techno und einem sample aus der jomox würde ich immer nach gefühl vorgehen und nicht versuchen, es möglichst "richtig" zu machen.

    hat man früher ein rock drumset nicht meist auf b major gestimmt, weil diese tonart in den stücken, die man damit begleitet, am seltensten vorkommt, eben um eine "verwechslung" mit einem melodischen ereignis möglichst auszuschließen?
     
  16. NickLimegrove

    NickLimegrove MIDI for the masses

    ...was, z.B. bei den Toms (die ja in denselben Frequenzbändern wildern wie z.B. der Bass) hieße, dass man dann erst recht auf harmonischen Kollisionskurs gehen würde.
     
  17. dbra

    dbra Ehrenpräsident des Technofreunde Ohlenburg e.V.

    nee, ja grad nicht.
     
  18. NickLimegrove

    NickLimegrove MIDI for the masses

    dann höre ich anders. In H-Dur, um das es ja geht, sind (und das würde ja zu der Idee passen, die einseinsnull beschreibt) fünf von sieben Tönen leiterfremd gegenüber einer typischen Gitarrentonart wie A-Moll. Schön, wenn z.B. ein Tom auf das a# aus H-Moll gestimmt ist, um "eine 'verwechslung' mit einem melodischen ereignis" zu vermeiden -- aber wenn's dauernd mit dem a, 100 cent darunter, das vielleicht der Bass spielt, aneinandergerät, biste doch vom Regen inner Traufe gelandet... not?
     
    Zuletzt bearbeitet: 4. Dezember 2018
  19. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    So ein Drummer nutzt sein Instrument auch ganz anders als wir die Samples, spielt man das Becken nicht als Fuß HHat, wird das ganze deutlich tonaler, ähnlich einem Gong.
     
  20. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    das ist ja mit allen tonarten so, dass auch viele werte gleich sind. trotzdem ist es halt so, dass sounds mit gleichem wahrnehmbaren grundton sich eher auslöschen (im gehirn) als solche, die möglichst weit weg voneinander sind.

    aber du merkst an dieser diskussion, wie sinnlos es ist zu versuchen mit einem analyzer die "tonhöhe" eines hihat sounds aus einer airbase zu analysieren um sie dann passend oder unpassend (ja zu was eigentlich?) zu stimmen.
     
  21. Green Dino

    Green Dino Techno Anno 1902

    Also das Konzept klingt für mich quasi "falsch rum" :mrgreen:
    Fällt dir zufälligerweise ein wo du das gehört bzw. gelesen hattest?
     
  22. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    keine ahnung, aber es war sicherlich irgendein musikmagazin.
    und ich kenne es eigentlich aus dem bereich rock oder metal auch nur so, dass man zunächst einmal schlagfell und resonanzfell aufeinander abstimmt, und dann die einzelnen trommeln untereinander.
    in größeren sets haben die dann oft tom reihen mit unterschiedlicher funktion, möglichst tonal, möglichst platt, gedämpft und nicht gedämpft und so weiter. wenn du 5+5+4 toms im set hast, brauchst du die eh nicht mehr auf bestimmte töne stimmen, sondern du komponierst einfach die stücke so, dass es passt, oder?
     
  23. einseinsnull

    einseinsnull ich weiß eh alles besser.

    also eine google suche danach bringt lediglich diskussionen aus foren hervor, in denen auch keiner beweisen kann wie das nun mit henne und ei ist. :)

    trotzdem erlaube ich mir abschließend noch mal den hinweis, dass man im echten leben draußen becken nur sehr selten stimmen kann, die gelten dort als unpitched instrument.
     
  24. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Bitte gar keine Schriftfarbe einstellen. Beim schwarz-auf-silber-Schema ist das unlesbar:
    Unbenannt.PNG
     
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  25. fanwander

    fanwander ||||||||||

    Das ist der Grund, warum Schlagwerker mehrere Becken haben. Weil man eben auch als Schlagwerker unterschiedliche Klangfarben und Abschwingdauern beim Becken braucht.
     
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