Tubeohm - Enstehung des Jeannie DIY Sampler/Synthesizers mit 8 Stimmen

rolfdegen
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Hallöchen..

Hier im Forum wird heiß über den PPG Wave Clone von Behringer diskutiert (BBG): https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/behringer-ppg-wave-klon.154596/

Meine Idee war ursprünglich auch die Wavetable-Technologie in den Degenrator zu integrieren. Leider stoße ich da auf Grenzen die den 8Bit Prozessor im Degenerator sprengen würden.

Heute gibt es im Embedded-Breich allerdings leistungsstärkere Prozessoren als ein ATxmega mit 32Mhz und 8Bit. Ich würde gerne mal ein Teensy-Board mit einem 600MHz ARM Cortex-M7-Prozessor testen.

Und vielleicht mal in den Degenerator einbauen. Das wäre ein großer Leistungsschub und man könnte ohne Probleme Wavetables und Interpolation machen.

•fertige Jeannie (so heißt der neue Synth): https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/tubeohm-jeannie-polyphonic-diy-synthesizer.160564/
•Vorgänger "Degenerator" ist hier: https://www.sequencer.de/synthesizer/threads/degenerator-diy-sampler-synthesizer.87599/post-2304761

Teensy-Board mit 600Mhz ARM Cortex-M7-Prozessor
Teensy4.1.JPG


Ich hab mal ein wenig mit dem Wave Editor von Synthesis Technology rumgespielt. Schon eine sehr interssante Geschichte.
Das Interpolieren der Wellenform-Übergänge gibt dem Sound erst den richtigen Kick (siehe Video).


Gruß Rolf
 
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Moogulator
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Admin
Ggf kannst du auch die Wavetables auf ein anderes Level heben, der Mehrwert wäre es ja, sowas zu tun. ZB längere Samples, andere Methoden und so weiter.
Die große Sache scheint mir ein Syntheseprinzip zu sein, bei dem du sehr verschiedene Spektren und Grundobertonstrukturen mit 2 Parametern effizient nutzen kannst. Idealerweise mit allem drin, was man so braucht.

Microfreak und Mutable zeigen das ganz gut, wie das aussehen könnte-

Kannst du denn eigentlich das so leicht portieren oder muss man da alles neu codieren? Oder läuft der gleiche Code auf dem Teensy?
 
rolfdegen
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Hallöchen..

Ein ganz interesantes Synth DIY Projekt habe ich auf der Website von https://electrotechnique.cc/ gefunden.

Es handelt sich um einen 6stimmigen Synthesizer mit 12 Digitalen Oszillatoren auf Basis eines Teensy 3.6




Für die Teensy-Boards gibts eine Audio System Designe Tool. Damit lassen sich schon grundlegende Audio Funktionen
für die Arduino Entwicklungsumgebung erzeugen.




Hab mir bei Reichelt mal ein Teensy 4.1 Board bestellt. Bin gespannt..

Gruß Rolf
 

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  • Teensy Synth.JPG
    Teensy Synth.JPG
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Bodo
Bodo
Gnabbldiwörz!
Ich war ja in Fischbach 2019 schon ziemlich von dem Degenerator beeindruckt und musste mir mehrfach kräftig mit "mach erstmal angefangenen Kram fertig & eigentlich haste ja schon genug Spielzeug" selbst auf die Finger klopfen :mrgreen:.

Aber wenn das umgesetzt wird und es ein reales HK 2021 in Fischbach gibt, bleibt mir wohl nix übrig, als Dich um Austausch von Bausatz Deinerseits gegen Bargeld meinerseits vor Ort zu bitten... :roll: :selfhammer::cool:.
 
rolfdegen
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Kannst du denn eigentlich das so leicht portieren oder muss man da alles neu codieren? Oder läuft der gleiche Code auf dem Teensy?

Ein wenig Software Anpassung muss schon sein. Hab alles in C geschrieben und die Hardware ist auch etwas anders. Es braucht eigentlich nur ein Austausch des Prozessorboards.
 
rolfdegen
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Ja.. "Habby Knobbing" war geil. Schade das es dieses Jahr nicht funktioniert hat. Wollen hoffen das es 2021 stattfinden kann :)

Andre und ich planen weiter Module. Aber mehr wird noch nicht verraten ;-)
 
Moogulator
Moogulator
Admin
Nach allem was wir wissen sieht das mehr nach "eher nicht" aus, weil 50 Leute, aufm Land im geschlossenen Raum - außer es gibt einen Wirkstoff, dann.. Aber das ist sicher eh bekannt, wir hoffen einfach, bleibt eh nichts anderes..
 
rolfdegen
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Wir können uns ja an den Fischbach setzen (mit Abstand) und chillen und uns an den Fischen im Bächlein erfreuen.. :fisch:
 
rolfdegen
rolfdegen
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Das Teensy 4.0 Board sieht echt niedlich aus. Zum Vergleich hab ich das mal auf ein Shruthi Board gelegt. Geballte 600MHz warten auf ihren Einsatz :achso:

Teensy 4.0 und Audio codec Board
Teensy40.jpg

Werde den Teensy mal auf ein Shruthi Board setzen und die Hardware adaptieren. Mal schaun obs funktioniert.

Gruß Rolf
 
rolfdegen
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Hallöchen..

Ich habe für den Shruthi 2 jetzt ein LCD gefunden. TFT 2.2 Zoll, konstengünstig (ca. 6 Euro), klein und kompakt. Ideal fürs neue Shruthi case.
Sehr guter Kontrast mit hohe Auflsöung von 240x320 Pixel. Serieller Anschluss mit hohe Übertragunsrate von 30-60MHz.

2.2" TFT Display
TFT22.JPG

Shruthi2_2 (1).jpg
Shruthi2_2 (2).jpg

Link: https://www.shotech.de/de/tft-240x320-2-2.html


Link:


https://www.amazon.de/LCD-Display-Modul-240x320-ILI9341/dp/B01DXBI3I8



Kleines Demo Video von mir mit dem Teensy4.0 Board und TFT Display


Gruß Rolf
 
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rolfdegen
rolfdegen
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"Shruthi 2" ist der Name meines nächsten Synthi Projektes. Der Shruthi 2 bekommt einen neuen Prozessorkern bestehend aus einem Teensy 4.0 Board oder Teensy 4.1 mit 600MHz.
Damit hat er viel mehr Leistung und auch mehr Möglichkeiten wzB Granular Synthese oder Digitale Filter, Mixer. Das Gehäuse wird den gleichen Formfaktorhaben, damit man die alten
Filterboards weiter benutzen kann. Abgerundet wird das Ganze durch ein schönes 2.2 Zoll großes farbige TFT Display und eine SD CARD für Wellenformen und Samples.

Entwickelt wird das Ganze von Andre Laska (Tubeohm.com) und mir. Morgen mach ich mal etwas Sound mit dem Teil. Hab mir dafür das passende Audio-Board gekauft.

Teensy Audio-Board
Teensy-Audio[1].jpg
 
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aven
aven
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Sehr gut! Bin gespannt....
Wenn es spruchreif ist, bitte dazu einen neuen Beitrag eröffnen. ?
 
J
Jens Groh
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Das Teensy 4.0 Board sieht echt niedlich aus. [...]
In der Tat, Teensy4 sieht sehr reizvoll aus, auch für mich. Man sieht auch immer mehr Synth-Projekte mit Teensy. (Wobei es eigentlich ein Teensy-Funkempfänger-Projekt war, das mich angefixt hatte.)

Ich habe bisher mit Axoloti gebastelt. Für bestimmte Dinge komme ich da schon an die Leistungsgrenze, vor allem den Speicher betreffend mit der serienmäßigen Entwicklungsumgebung. Auf der anderen Seite muss man bei Axoloti für die meisten typischen Audio/MIDI-Sachen keine Zeile Code schreiben.

Nur, wenn ein Vorhaben dann doch mal etwas untypischer wird, ist es auch nicht mehr bequemer als etwa mit einem Teensy, der von vornherein für den Selberprogrammierer gedacht ist. Außerdem gibt es beim Teensy reiche Peripherie-Unterstützung, Libraries bis zum Abwinken und coole Möglichkeiten wie z. B. Multichannel-Audio.

Na ja, an der Programmiererfahrung sollte es bei mir nicht scheitern. (Höchstens an der Lust, wieder die nächste neue Systemprogrammierung zu lernen, wenn mich doch eigentlich nur die Anwendungsprogrammierung interessiert.)

Ich persönlich würde für Audiosachen auf jeden Fall Teensy4.1 wählen, weil man da den Speicher erweitern kann.

Was denkst du, braucht man für ernsthafte Audio/MIDI-Projekte ein richtiges RTOS (z. B. ChibiOS), oder kommt man mit TeensyThreads aus?
 
rolfdegen
rolfdegen
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Hallo Jens

Keine Ahnung. Steig auch gerade in die Teensy Programmierung ein. Was ich früher beim Degenerator alles in C zu Fuß programmiert habe (128KB Flash) ist beim Teensy ein Kinderspiel.

In Bezug auf die Teensy 4.0 Version denke ich auch das ich später auf Teensy 4.1 wechseln werden. Weil dieser mehr Portleitungen zur Verfügung stellt und einen größeren Flash Speicher von 128MByte hat.

Wem 600MHz Taktrate im Teensy Prozessor zu wenig sind, dann kann man ihn mit geeigneter Chip-Kühlung auf 1GHz programmieren. Allerdings hatte ich gestern bei meiner Freiluftverdrahtung Empfangsstörungen in meinem DAB+ Radio. !

Gruß Rolf
 
J
Jens Groh
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Und umgekehrt, wenn man bei einem portablen Gerät die Batterielaufzeit optimieren will, kann man ihn langsamer takten. Irgendwo habe ich gelesen, das gehe sogar dynamisch.
 
rolfdegen
rolfdegen
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Na.. bei der Leistung sollten mehr als eine Stimme drin sein. Mal schaun wieviel Oszillatoren der Teensy so schafft. Zwei Oszillatoren pro Stimme müssens aber schon sein.
 
rolfdegen
rolfdegen
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Kleines Update..

"Bald wird wieder Musik gemacht.." :cheer:

Ich habe das 2.2 Zoll große TFT Display gegen ein kleineres 1.8 Zoll
Display ersetzt. Ich bin der Meinung das passt besser zu dem kleinen Shruthi Format.
Das 2.2 Zoll Display hat doch etwas überladen ausgesehen.
Wellenformdarstellungen und Menütexte passen auch auf so einem kleinen
Farbdisplay mit einer Auflösung von 128 x 160 Pixel.

20200919_154108.jpg

Das Teensy 4.0 Board habe ich auf die Rückseite gesetzt. Was noch fehlt
ist der 16Bit 2Ch. DA-Wandler PT8211. Dieser ist bestellt. Mit den 4
Potis steuert man die Parametereinstellung. Der Encoder ist mit einer
Tastenfunktion ausgestattet und steuert die Menüfunktionen. Es gibt 4
analoge Eingänge für Modulation. Midi-Buchsen und 6 Tasten und 8 LED's.

20200919_154130.jpg

Es wird die Möglichkeit geben, den "Shruthi 2" mit oder ohne Filterboard
zu betreiben. Man hat dann die Möglichkeit, die digitalen Filter im
Teensy zu nutzen.

Gruß Rolf
 
rolfdegen
rolfdegen
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First sound on my Teensy Synth "Shruthi 2" . Der Sound ist nicht besonders gut da er vom Handy aufgenommen wurde.
Die Hardware besteht jetzt aus einem Teensy 4.1 Board und SGTL5000 2ch. 16Bit DAC.

SynthBlock für eine Stimme
Synth-Block[1].jpg



Gruß Rolf
 
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rolfdegen
rolfdegen
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Hallöchen..

Zur Zeit beschäftige ich mich viel mit der Entwicklung des kleinen "Shruthi 2" Synthesizer. Ein
häufiges Problem bei Entwicklungen von Musikelektronik Projekten am PC, ist ein störendes 50Hz
Brummen im Audiosignal. Schuld ist eine Masseschleife die durch eine Doppelerdung durch das
Tonsignalkabel zwischen PC, Mischpult, USB-Schnittstelle und Oszilloskop, sowie dem Schutz-
kontaktleiter in der Elektroanlage entsteht.

Um das Brumm-Problem an meinem Arbeitsplatz in den Griff zu kriegen, habe ich einen NF-Über-
trager (Niederfrequenz-Übertrager) und USB Isolator benutzt. Beide Geräte trennen das Signal
galvanisch vom Synth zum Mischpult und der USB-Schnittstelle am PC. Jetzt kann ich ohne
störendes Brumm mit dem geerdeten Oszilloskop am Synthesizer messen. Der vewendete USB-
Isolator von Meilhaus ist USB-1 und USB-2 kompatibel und funktioniert unter Windows 10
problemlos. Ohne Probleme konnte ich auch mein Teensy 4.1 Board über den USB-Isolator
programmieren.

USB Isolator

Link: https://www.reichelt.de/meilhaus-usb-iso...l?search=ME+USB


NF-Übetrager

Link: https://www.monacor.de/produkte/beschall...erung/fga-40hq/

Gruß Rolf
 
rolfdegen
rolfdegen
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Ab heute tanzen wir mehrstimmig :cheer:

Synth Block
SynthBlock2.JPG


Der "Shruthi 2" hat jetzt 6 Stimmen und spielt polyphon. Ich denke man kann das noch auf 8 Stimmen ausbauen, da die Prozessorauslastung inklusiv der Filterberechnung unter 6% liegt.
Zur Zeit gibt es nur einen Oszillator pro Stimme. Es werden später aber 2 pro Stimme. Die Oszillator Funktionen sind noch nicht integriert. Das ist jetzt mein nächster Schritt.
Am Klang wird noch gearbeitet. Es ist halt noch viel zu programmieren. Packen wirs an ;-)

Video


Gruß Rolf
 

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stuartm
stuartm
organisateur de bataille
Spannende Entwicklung ! :supi:

Sind die Oszillatoren intern vom Teensy oder kann man auch eigene implementieren (also z.B. die OSCs vom Shruthi-1) ?
 
rolfdegen
rolfdegen
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Das sind Teensy Waveform Oszillatoren (siehe Synth Block). Später wird man eigene Wellenformen von SD Karte implementieren können. Eine DDS-Synthese wie im Shruthi ist noch nicht möglich. Aber das verwendete Teensy 4.1 Board hat jede Menge Potential und lässt sich gut erweitern.

Gruß Rolf
 
stuartm
stuartm
organisateur de bataille
Danke für die Erläuterung !

Wenn der Teensy mit geringer Prozessorlast fährt, ist doch sicher noch was für Effekte übrig ... :cool: :sowhat:
 

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