Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modulen

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von Anonymous, 10. Juli 2008.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich würde hier gerne mal eine Diskussion bzgl. Klangunterschieden von Modulen mit 15 bzw 12 Volt Spannungsversorgung los brechen.

    Entweder bilde ich es mir nur ein, oder warum empfinde ich den Klang meines 5HE Modular mit 15 Volt mächtiger? Gibt es dafür einen Grund oder lasse ich mich nur von den schicken Knöpfen und großen Buchsen blenden? Mein derzeitiges Eurorack hat wirklich viele Möglichkeiten der Klanggestaltung , die ich auch zu schätzen weiß, aber jedesmal wenn es um einfachere Sounds geht patche ich diese lieber am großen System, da der Klang dort immer so schön beefy ist.

    Wie sind eure Erfahrungen?
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Nein, sowas ist nur eine kleine Justagefrage. Man kann nicht sagen: Mehr Volt = mehr Klanggewalt. Das ist nur so, dass die Hersteller sich da entscheiden und es dann so auslegen, dass es passt - Man kann aber im Bereich 12-15V genug Anpassungen machen, damit es auch läuft.
     
  3. Wowa wuerde gerne 15V machen - er meint man hat mehr Headroom
     
  4. Moogulator

    Moogulator Admin

    Das stimmt auch, mit 12V hast du nach unten eben weniger Platz.
     
  5. Anonymous

    Anonymous Guest

    Man hat bei normalen OPs und 15V so grob 2,5dB mehr Pegel bevor es clippt.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    dieselbe !!!!

    genau: speziell bei einfachetn Klängen mach(t)en meine 15 Volt module einfach mehr Bauch untenrumk.
    Es wirkte fülliger, breiter, voller, edler.

    mehrere Vergleiche von 15V vs. 12V Modulen endeten allesammt damit adss die 15V module mehr fülle untenrum hatte.
    Es hat Bauch !



    keine chance diesen klangeindruck wegzureden.
    Ich hatte ihn zuoft !
    wobei zu sagen ist dass dotcom eher sehr zahme Pegel hat.
    Der eindruck war immer in verbindung mit dotcom oder Semtex vs. Doepfer.
    Als ich das dass auch mein Harvestman Polivoksfilter und der plan B VCO untenrum die gleuiche schwäche zeigten war für mich klar dsass es am 12V bus liegt.


    Fetzt predigt es unentwegt: die Pegel machen sehr viel aus.
    aber wie egsagt: mein Dotzcom hatte eher konservative Pegel.
    Hab da heute ganz anderer Brüllhälse im System ( Filter )
     
  7. Es kommt halt darauf an, für welche Spannungen ein Modul entwickelt worden ist.

    Abgesehen von Nebenerscheinungen (Verschieben der CV-Bereiche und Reglerstellungen, 1V/Okt Abgleich (eher weniger bei VCOs, da diese über interne Spannungsreferenzen verfügen) usw) sollte deshalb ein Modul grundsätzlich an der vorgesehenen Spannung betrieben werden.

    Module die für 15V vorgesehen sind, *laufen* i.d.R. auch an 12V.
    Allerdings kann es klangliche Einbußen geben, wenn in den Modulen intern mit gewissen Sättigungen oder Clipping gearbeitet wird, oder diese beim Klang eine Rolle spielen.
    Filter oder Waveshaper kommen da in Frage, aber auch VCAs.

    Das Polivoks-Filter ist da ein heißer Kandidat.
    Klingt bei 12V eben nicht so satt.

    Bei linearen Schaltungen (Mixer, Switches usw) sollte (bis auf den Headroom, sie Fetz' posting) kein Unterschied festzustellen sein.

    Daß 15V-Module prinzipiell besser klingen, wage ich zu bezweifeln.

    Allerdings - ich habe in einem Interview mit dem Besitzer dieses belgischen Super-Studios gelesen, daß die sich dort extra Schaltungen entwickeln ließen, die mit 100V (!) Betriebsspannung laufen - aus klanglichen Gründen.
    Glaube? Esoterik? :roll:

    Was natürlich klar ist, daß ein dicker Bauch viel besser durch 6,3mm Klinken passt, als durch diese fiselligen Miniklinken.
    .
     
  8. ACA

    ACA engagiert

    Ich glaube nicht das es auf die Versorgungsspannung an kommt ob ein System fetter, bauchiger, mächtiger klingt.
    Bestes Beispiel ist da der Theiss mit 12V, aber sehr fettem Klang.

    Ich vermute, wenn man ein ähnliches Signal/Klang von einem 12V System und einem 15V System genau gleich in der Lautstärke einstellt dann hört man keinen grossen Unterschied. Ob ein System sich fetter anhört, hat wahrscheinlich viel mit der Lautstärke zu tun.
    Als ich bei Punky40 mit meinem Döpfer war, war meines immer leiser als sein System und ich empfand meines dementsprechend als drucklos.
     
  9. Bernie

    Bernie Anfänger

    Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    Da gibts eigentlich keinen Unterschied.
     
  10. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    :lol:
    Und Un-eigentlich?
    Bei allem Respekt, Bernie, aber was willst Du eigentlich damit sagen?

    Eigentlich ( :D ) ist die Diskussion eh überflüssig.
    Es gibt meines Wissens nunmal kein Modul, welches von einem Hersteller in einer 12V und in einer 15V - Variante angeboten wird, so, daß man direkt vergleichen könnte.
    Es sei denn, der Hersteller gibt bei einem Modul an, daß es sowohl mit der einen, als auch mit der anderen Spannung betrieben werden kann.
    Wobei sich hier wahrscheinlich niemand die Arbeit gemacht hat, das zu vergleichen.

    Aber ich denke, Scaff hat das nicht gemeint, sondern eher einen subjektiven Eindruck im Klang und Umgang mit seinen beiden Systemen.
    .
     
  11. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    ...bis auf einige Ausnahmen (Liste siehe Doepfer-Website) können die Doepfer-Module sowohl mit 12V als auch mit 15V betrieben werden...
     
  12. ...ach so, und eine Reihe der Oakley-Module können auch mit 12V betrieben werden...

    ...allerdings gibt es hier die Aussage der Entwickler, daß mit 12V nicht der volle Umfang der Module genutzt werden kann...
     
  13. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    Bitte komplett lesen.

     
  14. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul


    ich hatte mal zeitgleich zwei zeroscillator-module, eines
    als eurorack mit 12 volt und eines als fracrack mit 15 volt,
    aber ich habe den sound der beiden versionen nicht direkt
    miteinander verglichen, weil es mir nicht sinnvoll erschien.
    auf jeden fall hatte die 15 volt variante eine groessere
    modulationstiefe bei fm, weil eben 3 volt mehr hub da sind.

    ich bin bisher immer davon ausgegangen, dass eine hoehere
    versorgungsspannung lediglich dazu fuehrt, dass man theoretisch
    mehr headroom haben kann und die module somit lauter sein koennen.
    ausserdem erhoeht sich der theoretisch moegliche spannungshub
    bei modulationen. es kommt aber immer darauf an, ob und wie die
    pegel in den schaltungen begrenzt werden.
    ob eine hoehere versorgungsspannung auch zu einem fetteren
    klang fuehrt, wage ich zu bezweifeln. mag sein, dass es solche
    effekte gibt, aber das sollte nicht primaer an der hoeheren
    spannung liegen, sondern eher an der art und weise, wie die
    schaltung designt ist, ob und wie stark bestimmte bauteile
    in die saettigung gefahren werden oder eben nicht.
     
  15. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    Bananalogue VCS und WVX sowie Livewire Frequensteiner gibts sowohl in Eurorack (12V) als auch in FracRak (15V).
    Einer unserer Kunden hat sich ein Frequensteiner in Frac bestellt, weil auch er mal gehört hat, dass es besser klänge.
    Mangels persönlicher Erfahrung in punkto 12V/15V-A/B-Vergleich kann ich leider nicht sagen, ob dies auch stimmt.

    Grüsse,
    Paul
     
  16. Ja, danke für die Hinweise.
    Daß Cynthia verschiedene Formate bedient, war mir eigentlich klar, hatte ich nicht mehr dran gedacht.
    Mit Bananalogue und Livefire habe ich mich kaum beschäftigt, da mich die Formate wenig interessieren.

    Bliebe dann noch die Frage, ob solche Module auch wirklich perfekt auf die jeweiligen Spannungen abgestimmt werden, oder ob einheitliche Platinen nur in verschiedenen Formaten bestückt werden.

    Ein Diodenfilter wie das Steiner dürfte auch klanglich anders sein, wenn der Strom durch die Dioden nicht entsprechend angepaßt wird.
    .
     
  17. Ich habe ein frühes Bananalogue VCS PCB-Set von Seth bekommen. Daher gehe ich davon aus, dass die PCBs für Frac (+/-15V) und Euro (+/-12V) identisch bestückt werden. Zumind. in meiner Version sind die Werte der Bauteile direkt auf aufgedruckt und Anschlüsse für einen Doepfer- und MOTM-Steckplatz vorgesehen.
     
  18. Ich weiß. :D

    Das VCS wird in dieser Hinsicht aber nicht kritisch sein, ich glaube eher nicht, daß es da zu klanglichen Unterschieden kommt.
    Da werden sich eher Regelwege und Level ändern.
    .
     
  19. :shock:

    Das VCS ist ja auch ein (Behelfs-)VCO. Ich gehe davon aus, dass es bei den anderen Banalogue-Modulen ebenfalls schlicht zwei unterschiedliche Stromversorungsanschlüsse vorgesehen sind und das macht den Unterschied (neben Frontpanel und Knöpfen). Seth hat ja auch PCBs des VCFs angeboten, ohne auf irgendwelche Unterschiede hinzuweisen.
     
  20. moondust

    moondust aktiviert

    curetronic module kann man mit 12 , oder auch 15v betreiben .
     
  21. Warum sollte er?
    Es wird sich wohl kaum jemand die Mühe machen, zwei identische Module zu kaufen, um dann bei gleichen Testbedingungen (!) herauszufinden, ob die an verschiedenen Spannungen auch verschieden klingen.

    Die meisten Module kann man mit beiden Spannungen betreiben.
    Identische Module in verschiedene Komplett-Systeme einzusetzen dürfte in Bezug auf Klangunterschiede keinen Sinn machen.
    Die Rahmenbedingungen wären zu verschieden und herauskommen würde nur ein subjektiver Klangeindruck, der nichts aussagt.
     
  22. Weil es keine Dokumente mit den PCBs gibt, sondern nur deren Bestückungsaufdruck. Daraus schließe ich, dass die Banalogue-Module unabhäng. von d. Betriebsspann. identisch aufgebaut sind.

    => Die Bananalogue-Module - hier vor allem das Filter - wären Kandidaten für einen Direktvergleich, da sie für die beiden üblichen Betriebsspannungen explizit angeboten werden.

    Ansonsten gibt es ja oft den Satz "while untested should work on +/-12V", das lässt eine Optimierung an +/-15V erwarten, die es so bei Bananalogue nicht geben sollte.
     
  23. Re: Unterschiede im Klang zwischen 15 Volt und 12 Volt Modul

    na ja, der alte minimoog läuft auf 10V. wird ja wohl keiner behaupten wollen, das der nicht "fett" klingt. Beim Moog modular untenherum nur mit -6V, finde auch nicht, das der sich "mager" anhört. hier sollte man Pegel nicht mit Bauch gleichsetzten.
     
  24. Anonymous

    Anonymous Guest

    Bei OPs wird intern das meiste mit Stromquellen gemacht: daher funktionieren die prima in einem recht weiten Betriebsspannungsbereich.

    Bei diskreten Schaltungen stellt man viele Ströme mit Widerständen ein, das ist schon variabler. Da kommt es dann auf die Schaltung an, sehr viele Schaltungen laufen natürlich von 12-15V ohne dolle Parameteränderungen - aber eben nicht alle.

    Die o.g. 120V Technik ist vermutlich generell etwas zweifelhaft (optimale NF-Transistoren bekommt man m.W. nicht für 120V) - aber ausserhalb absoluter Profistudios, die den verbesserten Störabstand nutzen können sicher unnötig.

    Und irgendeine Klangwuppdizität jenseits des Störabstandes ist da eigentlich nicht anzunehmen - ohne seriöse Untersuchung darf man solche Behauptungen daher dann auch erstmal getrost unter 'p' wie pseudoaudiophilem Bullshit abheften.
     
  25. Anonymous

    Anonymous Guest

    Ich habe gestern einen regelbaren booster gebaut mit amplifikation von 1:1 bis ca. 7:1.
    Jetzt kann ich sinuswellen schön an die grenze des clippings verstärken, und natürlich darüberhinaus.


    Ich hab mir das im Oszilloskop mal angeschaut.
    Dabei ging das zuerst imnmer durch meinen DIY mixer der an 12V läuft.
    Der Booster selber läuft an 15V.
    Als ich dann das Signal direkt vom Booster aus ins Oszilloskop gesendet habe war das schon interssant.
    Also die unterschiede im Pegel und clipping sind nicht wenig wenn man das so auf dem Skop sieht.
    Ich denke man sollte das nicht unterschätzen, speziell wenn man 12V und 15V Systeme mixt.
     
  26. XCenter

    XCenter Stimmungsmacher

    Ist Curetronic denn tatsächlich ohne weiteres am Doepfer-Systembus zu betreiben? Schneider schreibt dazu auch klar "Der Modulanschluss erfolgt über Pfostenstecker, ist also Doepfer-Systembus-kompatibel", aber ich habe das hier im Forum nicht ein einziges mal erwähnt gesehen. Und mechanisch kompatibel heisst ja nicht elektronisch kompatibel.

    :roll:
     
  27. moondust

    moondust aktiviert

    als ich meine ersten module von curetronic gebaut hatte. nahm ich die ans hk mit da um testen zulassen, da ich noch kein eigenes netzteil dafür hatte. matthias hat die dann an einem doepfer koffer angeschlossen und kontriliert
     
  28. Gut dass mein Technosaurus 18 V ist :lol:
     
  29. Moogulator

    Moogulator Admin

    SEM ist 18Volt.
     
  30. Hab bei Curetronic mal irgendwo gelesen dass man die Module auch mit 12V bekommen kann.

    Generell bin ich kein Freund davon Geräte welche wie in diesem Fall mit 12V laufen mit höheren Spannungen zu versorgen, da is mir unwohl bei.
    Für 100 prozentig gesund halte ich das nicht. Bin aber auch kein Elektroniker.
     

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