VCO mit SYNC in versehen - aber wie?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von Anonymous, 1. Juni 2007.

  1. Anonymous

    Anonymous Guest

    hallo,

    ich spiele mit dem gedanken, VCOs basierend auf dem trancendent 2000 design (ELRAD 197:cool: zu bauen. ich frage mich, an welcher stelle ich den sync input einfügen soll und auf welche weise (cap und resistor in series).

    in bezug auf folgenden VCO core: wäre das die richtige stelle? (blau markiert)
    IC12 ist ein CA3080, den ich aber hoffentlich mit einem LM13700 ersetzen kann (ich frage mich, ob es überhaupt ein OTA sein muss und warum?).

    [​IMG]
     
  2. Steff

    Steff -

  3. Den Sync am Komparatoreingang anzusetzen, ist imo ein guter Gedanke.

    IC 12 ist im übrigen kein CA3080, sondern ein LM311 - ein richtiger Komparator also. (hab' in der original Elrad nachgeschaut).
    Ein CA3080 kommt in der Schaltung vom VCO nicht vor.
    IC 11 ist ein CA 3140, die Transistoren CA 3046.
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    vielen dank für die tips, leute.

    dann sollte ich die schaltung wohl mit einem TL074 aufbauen können.

    die transistoren wollte ich mit matched pairs realisieren. bin mal gespannt.

    PS.: war schön mit euch, beim HK!
     
  5. yep, aber Du warst so schnell wieder weg.
    Hab' mir Deine Sachen gar nicht angeschaut (im Detail) - beim nächsten mal.

    Warum willst Du den LM311 durch einen OpAmp ersetzen ?
    Der ist gut erhältlich und ich denke, es wird seinen Grund haben (Geschwindigkeit ?), daß er in vielen VCOs eingesetzt wird.
    Aus dem gleichen Grund wird ja für den FET auch kein BF245 eingesetzt.
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    genau, ich habe ja jetzt ein jahr zeit, meine termine zu planen :D (und das bestehende system mal richtig zu kalibrieren)

    ja, der grund. mir kommt es diesesmal auf die größe der schaltung an. und wenn das ergebnis mit quadops gut ausfällt, spart mir das platinenplatz. wenn ich mich richtig erinnere, verwendet ray wilson im soundlab auch einfache TL0x4?
    ich hoffe, ich finde einen guten kompromiss (ich werde einfach beides ausprobieren und dann entscheiden...).


    BTW: ich bin gerade wieder in einer phase, in der ich dazulernen möchte, deswegen fragen über fragen...

    als sync signal am besten rechteck verwenden, oder? und warum eigentlich?
    was macht eigentlich das sync signal am comparator? hebelt die interne oscillation aus?
    was ist der unterschied zwischen soft und hard sync?
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Der Komparator erzeugt im Normalbetrieb einen kurzen Puls - er würgt sich ja sein eigenes Eingangssignal ab, indem er den Fet durchschaltet, nachdem die Ausgangsspannung die obere Grenze erreicht hat. Das ist die Steile flanke vom Sägezahn. Die Rampe wird erzeugt indem der Ausgangstrom aus dem Exponentiator in C22 aufintegriert wird.

    Der Sync (das darf nur ein kurzer Puls sein, daher der 100pF Kondensator in dem Link von Steff) startet den Entladevorgang einfach früher/zwischendurch.


    Softsync tut das nur, wenn wenn der Oszilator schon 'in der Nähe' des Schaltpunktes ist. Das erreicht man einfach dadurch, das man das Sync-Signal relativ klein macht: dann verschiebt es die Schaltschwelle des Kompeartors nur ein bischen - und das reicht dann eben nur zum tatsächlich umschalten, wenn es sowieso grade in der Nähe ist.
     
  8. In der Praxis macht sich ein (fallender) Sägezahn als Syncsignal oft besser, da ist dann ja auch sichergestellt, daß der Impuls recht kurz ist.

    Danke, Fetz für die Erklärung des Softsync, so habe ich es bisher auch noch nicht verstanden.

    Ich weiß nur, daß es oft ziemlich krank klingt. :D
     
  9. Anonymous

    Anonymous Guest

    danke, ihr beiden. super erklärung!

    zwecks fortbildung habe ich gestern bernie hutchins' Musical Engineer's Handbook und Builder's Guide and Preferred Circuits Collection bestellt (electronotes).

    bin sehr gespannt auf die lektüre.
     
  10. Hast du da Bezugsquellen ? Schick bitte mal -- möchte die auch haben :)
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

  12. opt.X

    opt.X -

    an dem syncpunkt für ein jupiter 4 voiceboard wäre ich auch interessiert ;-) ! schon was gefunden ?
     
  13. Steff

    Steff -

    Hi multidiletant
    Ich bin noch am Zaudern.
    Einen vergleichbaren VCO-Aufbau habe ich bisher nicht gefunden.
    Der Integrator sitzt in einem Regelkreis mit sechs Invertern und einem NE555
    Einfachstenfalls ist mit einem externen Reset am Timer das Thema schon erledigt.
    Messungen und Experimente werden mehr Klarheit liefern.
    Bitte noch etwas Geduld.
    Interessierten Elektrosportlern schicke ich gerne das VCO-Schaltbild als PM.
    Kräftig modifiziert möchte ich die vier Boards als Basis für mein geplantes Modularsystem verwenden.
     
  14. opt.X

    opt.X -

    hi steff,
    wie wirst du den die ad(s)r ansteuerung machen? baust du die des jp4 nach oder wirst du eigene oszis zur steuerung der zeitkonstanten einsetzen?
    ich hab nur ein zusätzliches voice board, mal einfach so als potentiellen ersatz für meinen jp4 gekauft. ist leider ne andere revision. daher hab ich so nen ähnlichen plan wie du aber eben nur monophon ...
    grüße
    m.
     
  15. Steff

    Steff -

    Die Pulsauswertung für die Hüllkurven werde ich deaktivieren und den VCA direkt mit CV anfahren.
    Einen Envelope vom Roland System 700 habe ich schon auf Veroboard aufgebaut, allerdings noch nicht getestet.

    Ein paar erklärende Worte noch, damit alle etwas von den Beiträgen haben:
    Im Jupiter 4 ist für jede der vier Stimmen ein einzelnes Board vorhanden, mit jeweils VCO, HPF, LPF und VCA.
    Die Steuerung erfolgt (Ausnahmen s.o.) über CVs.

    Bitte hetzt mich nicht, ich habe die Boards erst kürzlich in Betrieb genommen.
    Sobald es sich lohnt, stelle ich das Projekt in einem eigenen Beitrag vor.
    Schaltbilder, Layouts, etc. stehen dann jedem zur Verfügung.
     

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