Vocoder / Robovox / etc

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von SvenSyn, 16. Oktober 2008.

  1. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Was für Geräte gibt es, um meine Stimme robotermäßig zu verfremden, ohne dabei gleichzeitg keyboard spielen zu müssen?
    (also zB. bei den klassischen vocodern wie zB im microkorg)

    danke und grüße
     
  2. Moogulator

    Moogulator Admin

    Boss VT1, Nord Micro Modular, und alle Synthesizer mit Vocoder.
    Verschieben kann man natürlich auch andere Dinge.

    Allerdings musst du beim Vocoder sehr wohl "spielen", da das Gerät die Tonhöhe nicht erkennt.

    Was aber geht, wären Intonationskorrekturen wie Antares Autotune oder Celemony Melodyne.
     
  3. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Ich hab aber bei einem konzert einen sänger gesehn, der einfach in sein mikrofon reingesungen hat und ohne irgendwas andres zu tun hatte er die vocoderstimme!
     
  4. Anonymous

    Anonymous Guest

    Einige Modulationseffekte bieten einen 'Vocoder' Sound. (Heftige Delaymodulation mit 10..20Hz)
    Dafür braucht man dann kein Trägersignal.
     
  5. Moogulator

    Moogulator Admin

    Ein kurzes resonierendes Delay wie zB Cabaret Voltaire benutzt haben geht schon, aber ist auch sehr "industrial"..
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

  7. Möglicherweise kam das Carrier-Signal von einem Synthesizer, der per Sequencer gesteuert wurde.

    Votrax und Co sind ja synthetisierte Stimmen, keine verfremdeten - weiß nicht, ob das gefragt war.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    Votrax ist Bestandteil vom Robovox, und der wurde in der Überschrift erwähnt.
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    Auch nur ein Vocoder, aber ein guter, steckt im V-Synth. Dazu gibts im nächsten Heft was zu lesen. (#11).
     
  10. ossi-lator

    ossi-lator aktiviert

    der boss vt-1 wurde bereits erwähnt. das gesamte gerät steckt mit allen funktionen auch im boss vf-1 effektgerät drin. das gibts viiieeel günstiger als den vt-1 und die anderen effekte sind soundtechnisch auch spitzenklasse. man muss natürlich über ein display und menüs die sounds editieren und abspeichern - den vt-1 kannste realtime quälen und hast 4 speicherplätze.

    ein anderes hardwaregerät ist die electrix warp factory. die kannste ohne synthesesignal benutzen und robovoices erzeugen, die halt immer in gleicher tonhöhe erklingen. damit bekommt man wirklich die etwas rauschigen kraftwerk robovoices hin.
    das gerät kann aber auch als klassischer vocoder mit synthesignal für die tonhöhe benutzt werden.

    das electrix teil ist eigentlich das einzige gerät am markt, dass beides in sehr guter quali beherrscht.
     
  11. Bernie

    Bernie Anfänger

    von Alesis gibts den kleinen Metavox
     
  12. Der MAM VF-11 hat auch einen internen Oszillator als Träger, falls kein Synthesesignal anliegt.
     
  13. klangsulfat

    klangsulfat Gut druff

    Der aber sowas von würgs klingt ;-)

    Zur Ausgangsfrage: Den Radias kannst du so einstellen, dass du vocoden kannst, ohne eine Taste zu drücken. Beim Microkorg klemmst du halt eine Taste fest.
    Einige Vocoder, z. B. der Elrad, haben einen zuschaltbaren Festoszillator als Carrier, da kannst du auch reinquatschen ohne was zu tun. Der VT-1 ist kein Vocoder, sondern ein auf Sprache spezialisierter Pitchshifter (mit Formantengedöns).
     
  14. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Danke für die vielen Hinweise!

    also benötige ich einen Vocoder mit internem Oszillator um zu vocoden ohne dabei ein Trägersignal erzeugen zu müssen.

    Hier als Bepsiel wie es meine mit dem Vocoder:

    www.myspace.com/mikrowellenreiter

    --> zweites Lied "Nachtgeister"

    Ich kenn die band sehr gut, der Typ singt in sein Mikro und raus kommen ohne dass er eine Trägermelodie spielt, diese Vocodergesänge.

    So hab ich's gemeint gehabt...
     
  15. ossi-lator

    ossi-lator aktiviert

    das alesis metavox teil ist für lo-fi geschichten aber brauchbar und kostete nur 35 euro.............wat willzte mehr für die asche???

    der vf-11 ist aber ohne synthesesignal nicht geeignet - der vco wackelt die ganze zeit rum und es kommt nix verständliches dabei rum bzw. hinten raus.
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wüsste nicht wie das gehen sollte. Ich vermute mal folgendes: Mag sein, dass er nicht spielt, während er singt, dann läuft halt ein Computer im Hintergrund dazu oder jemand anders spielt das. Oder er selber auf der Klampfe. Das klingt auch mehr nach Klampfe als Signal. Spielt er dabei Gitarre?
     
  17. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Laut der Seite ist er für Gitarren, Vocoder und Elektronik zuständig.
    So wie sich das anhört,
    tippe ich mal darauf dass er mit der Klampfe und nem Guitar-to-MIDI-System den Vocoder anspielt.

    Karl Hyde von Underworld macht das genauso.
     
  18. SvenSyn

    SvenSyn aktiviert

    Ja, er spielt gitarre dabei. Und garantiert keine MIDI gitarre.. er spielt ne Fende rMustang.. hab selbe rschon drauf gespielt beim soundcheck. Dummerweise hab icc ihn nie gefragt bezüglich des vocoders..

    der hat aber imme rein großes rack dabei und vieleicht ist da der vocoder ja drinne..

    und aus der konserve kommt auch nix...
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    Wie gesagt, wenn man genau hinhört kann man das Absetzen der Finger von der Saite beim Umgreifen manchmal hören. Dieses seltsame Klicken halt... Das könnte also sehr gut das Eingangssignal des Vocoders sein. Wahrscheinlich geht das von einem Mikro vor dem Amp direkt in den Vocoder. Einige Bendings und Glides beim Vocodergesang deuten imo auch darauf hin. Naja, eigentlich könntest Du ihn ja selbst mal fragen ;-)
     
  20. Dafür braucht man kein Guitar-to-MIDI und auch keinen Synth. Ein klassischer Vocoder ist ein rein analoges Effektgerät mit je einem Eingang für Träger- und Modulator-Signal.

    So, wie sich das anhört, ist das eine verzerrte... argh! Hier wird das böse G-Wort immer automatisch in "Katzendarm™" umgewandelt!...... also eine verzerrte Klampfe als Träger und eben seine Stimme als Modulator.
     
  21. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    War das Robovox nicht aus Medizin oder Militär? Meine Erinnerung ist da etwas vage, aber ich meine, irgendwas in der Art wäre damit gewesen.

    Votrax? Klingt, als wäre das ein Pitch/Voltage-Konverter oder dergleichen. Gibt´s irgendwo ein Bild vom Robovox?

    Stephen
     
  22. jepp... ich tippe auch auf eine e-guirtarre als trägersignal, das funktioniert problemlos. manchmal hört man auf dem track das typische "saitenquietschen".

    was auch funktioniert (habs eben ausprobiert): in einen signal-prozessor reinsingen. mit dem korg x911 in verbindung mit dem mam vocoder klappt das z.b. relativ gut. nur: wer schief singt, erzeugt auch schiefe steuerspannungen...

    jaul...
     
  23. mookie

    mookie B Nutzer

    kenn nur den vf 11, aber der is übel, nicht wirklich zu gebrauchen
     
  24. dann machst du was verkehrt.
     
  25. mookie

    mookie B Nutzer

    naja so viel is ja nicht dran, aber im vergleich zu svc 350, vc 1 oder dem ding von ems klingt er schon eher dürftig. (die andern kenn ich leider nur vom "hören") dafür isser deutlich billiger.
    für mich ist halt der massstab für einen vocoder effekt das oldschool electro anfang der 80er...
     
  26. was stimmt ist, dass die bedienung der mam-effekte allgemein etwas kniffelig ist, da die ein- und ausgangsverstärker sehr schnell verzerren. man muss da schon mit etwas feingefühl an die signaleinspeisung rangehen.

    beim vf 11 ist allein schon die formanten-filterbank geilo, damit kann man super synth-chöre machen... :D
     
  27. Anonymous

    Anonymous Guest

    Robovox
    Florian Schneider, Gert Ott and Gert Jalass patented a new invention, a method of Synthesized Singing in Real Time called Robovox, and you can read the first Page of the register below.

    [​IMG]

    http://kraftwerk.technopop.com.br/data_technology.php

    Votrax
    http://en.wikipedia.org/wiki/Votrax
     
  28. ppg360

    ppg360 fummdich-fummdich-ratata

    Danke!

    Stephen
     
  29. Ursprünglich war der Vocoder (nicht das Robovox) dazu gedacht, Sprachbotschaften zu codieren, in dem man einen Text in den Vocoder spricht, aufzeichnet und danach nur die Hüllkurven der Bandpassfilter ohne das Trägersignal übermittelt. Es wird also kein Audio übertragen. Um es erneut abzuspielen, benötigt man lediglich ein neues Trägersignal.

    Aber das mit dem Votrax/Robovox ist mir neu. Faszinierend! Eine Spracherkennung und Sprachsynthese in Echtzeit... wow. Gab es da nicht ziemliche Latenzzeiten?
     
  30. Guest

    Guest Guest

    bißchen offtopic, aber :

    wie klingt den der G2 vocoder im vergleich zum microkorg/ms2000 vocoder?
     

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