Waldorf Quantum - 8 Voice Hybrid Poly Synth

Dieses Thema im Forum "Polyphon" wurde erstellt von reznor, 4. April 2017.

  1. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    Auf GS bricht sich derweil der Sarkasmus unverhohlen Bahn:

    Autsch!! Das sitzt :fressen:
     
  2. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.

    ich habe eine idee für die werbekampagane:

    quantum - angekündigt seit 1869.
    gelebte tradition von waldorf
     
  3. hairmetal_81

    hairmetal_81 I am Bot in Training...

    Gah, nun putz' mal nicht den Quantum so runter - GUI-technisch gesehen ist der NonLinear C15 die deutlich grössere Zitrone!


    ^^
     
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  4. Der C15 hat ein GUI?... :shock: ;-)
     
  5. hairmetal_81

    hairmetal_81 I am Bot in Training...

  6. Ich habe den C15 übrigens auf der Messe anspielen dürfen. Ein hochwertig verarbeitetes Instrument. Die Presets haben mich allerdings nicht umgehauen. Mehr als Presets und Bänke umschalten habe ich da auch nicht gemacht. Am Quantum habe ich wenigstens Hüllkurven angepasst und die Oszis verstimmt usw. Am Quantum habe ich ein paar gute Sounds erwischt. Klar, Äpfel und Birnen, aber klanglich fand ich den Quantum schon interessanter und besser klingend. Der C15 erschien mir spezieller. Aber mal ehrlich, ein paar E-Pianos und Bell-Sounds usw. kann ich auch mit der Ultranova machen. Und den Rest eben mit der MPC5000 – man braucht lediglich entsprechende Samples, die nicht mal dicht gemappt werden müssen, weil die MPC5000 gut transponieren kann. Aber klar, je mehr Samples für einzelne Töne, um so besser. Wenn man schon bereit ist an Sounds zu schrauben, dann kann man auch Samples mappen und Hüllkurven einstellen. Eine Alternative zum C15 würde ich eher im Yamaha Montage sehen. Und die Möglichkeiten des Quantums sind natürlich nicht mit der MPC5000 zu vergleichen. Ich vergleiche aber trotzdem mit Geräten, die ich habe, und finde, dass ich gut ausgestattet bin und nichts Weiteres brauche. :P
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2018 um 00:01 Uhr
  7. Frank

    Frank |

  8. Endlich ein Demo, wo mal die Presets runtergespielt werden. Auch wenn in schlechter Audioqualität. Leider aber auch in diesem Viedeo wieder vorwiegend Pads und Atmos. Das ganze klingt schon komplex und toll, aber irgendwie auch nichts bahnbrechendes. Vor allem würde ich gerne mal andere Sounds wie derbe Leads, Acidsounds, Filtersweeps, Sequencer Sounds mit tonnenweise Modulationen, Arps etc. hören.

    Irgendwie fehlt mir einfach Charakter und Druck im Sound. Zb. ein Modal 002, so buggig und noisey er auch ist, hat einen einzigartigen und derben Charakter, den man so mit Software nicht hinbekommt. Hingegen das was ich vom Quantum gehört habe, ist immer etwas soft und nicht wirklich charaktervoll und etwas beliebig.
     
  9. Moogulator

    Moogulator Admin

    Die Filter haben einen speziellen Sound, also die analogen wie die digitalen, davon gibt es ja 3 -
    ein Synth der sehr viel kann hat natürlich da auch eine gewisse Offenheit. Dieses gegeneinanderschieben mit etwas Resonanz - hat das keiner mal recorded? Hatte nur ein Handy dabei und das Teil war nur per Kopfhörer zu hören, daher hab ich nichts aufnehmen können und wollen.

    Das ist 1 Minute "Arbeit", also kann ja mal jemand machen.
    Vielleicht ist es bei Herstellern wie John Bowen oder Waldorf, Modor und Exodus etc nötig, dass sie einige Demos machen und so, soweit ich weiss wurden ne Menge Soundleute dran gebeten, wenn Herr Divine fertig ist, wird das mit langweilig vermutlich auch durch sein.

    Ich sehe da jedenfalls ne Menge Potential,
    ob es das Richtige für jeden ist weiss ich nicht - es ist eben bei so großen Maschinen einfach viel an Zeug, was man tun kann damit.

    Das ist kein Basssynth der auch nur Bass kann.
    Da muss halt einer mal Bassteln.
     
  10. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Ich find 8-Stimmen was eng, für spärische Pads aber auch für ausklingende Saiteninstrumente, da kann man nur hoffen dass das Voice Stealing ordentlich funktioniert, sonst muss man tief in die FX Kiste greifen, damit das abschneiden der Stimmen keinem auffällt.
     
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  11. tsching

    tsching ...

    Das funktioniert gut, ich bin auch so ein "gerne-mal-den-Unterarm-auf-die-Tastatur-Leger" ;-)
     
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  12. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.


    zwei hände haben in der regel 10 finger und es soll so seltsame musiker geben die sogar 10 stimmige akkorde mögen.


    selbst ich als unterdurchschnitlicher keyboarder nutze standardmässig 5 stimmige - und dann sind bei längeren release zeiten 8 stimmen schon mal ab werk zu wenig.
     
  13. rz70

    rz70 öfters hier

    also 4 fand ich immer viel zu wenig für einen polyphonen, 6 gingen so gerade, aber eigentlich auch nicht genug. 8 war schon gut und hat fast immer gereicht. Perfekt fand ich 12 oder mehr. Bin aber schon froh, dass es 8 statt 6 sind. Den Unterschied merkt man beim spielen nach meiner Meinung ziemlich deutlich.
     
  14. Sustain-Pedal fordert die Polyphonie noch mehr, von mir aus zusätzlich zu den vielen Fingern. ;-)
     
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  15. qwave

    qwave KnopfVerDreher

    Linke Hand greift eine Oktave im Bass, darüber mit der rechten 3-4 Tasten. Also 5-6 Stimmen.
    Schon beim Anschlag des nächsten Akkords bei Release-Zeiten über 100 msec. merkt man die Polyphonie eines Instruments deutlich.
    So manche Synths spiele ich daher nicht mit beiden Händen.
     
  16. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    Also diese Demo ist doch ein echter Lichtblick - sowohl vom Abwechslungsreichtum als auch vom Spielen her! Die Audioqualität war doch über weite Teile gut, bis an den Stellen wo es geklippt hat (stört wiederum die Beurteilung der anderen Stellen nicht).

    Ich fands gut. Man kann sich natürlich streiten ob manches bereits das Attribut bahnbrechend verdient hat oder nicht... ich finde die Tendenz geht in Richtung positiv / interessant.

    Was mir halt wirklich noch fehlt ist eine etwas eingehendere Betrachtung der Filter. Am besten anhand eines einfachen Sägezahns und dann die Wirkung der einzelen Filterparamter zeigen - inkl. gesättigt und ungesättigt etc. Von dem was man bisher von den Filtern gehört hat (nicht sooo viel) deutet leider vieles auf farblos und zurückhaltend hin - das wäre echt schade. Attribute wie „zupackend“, „brachial“, „krass“... kommen mir bei den Filtern bisher weniger in den Sinn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2018 um 22:50 Uhr
  17. fcd72

    fcd72 ||

    Attribute wie „zupackend“, „brachial“, „krass“... kommen mir bei den Filtern bisher weniger in den Sinn.[/QUOTE]

    Schon mal die Idee gekommen, dass "zupackend", "brachial", "krass" den Klang-Character zu sehr in eine Richtung festlegen und es eigentlich fast egal ist was man in so einen Filter vorne reinstopft?

    Waldorf ist im Herzen Wavetable, und Wavetable war im Ursprung die Idee ohne Filter auszukommen weil man ja direkt einen Klang mit weniger Obertönen aus der Wavetable wählen kann.

    Konsequenterweise ist dann im Quantum der Filter mehr "klar", "zurückhaltend", "nicht färbend" wird aber trotzdem wohl Waldorftypisch "das Brett" sein: zupacken kann er, den Klang zusätzlich färben eher weniger.

    Um das zu verstehen muss man sich halt nur klar darüber werden, dass ein Filter mit einem Resonator oder GranularSampler als Klangquelle wesentlich weniger Sinn macht als wenn man nur 3,5 elektrisch einfach zu generierende eckige Wellenformen zur Hand hat. Da ist "Mann" dann froh über jede zusätzliche Möglichkeit due Grundwellenform irgendwie zu formen, und sei es durch die eigenheiten des Filterdesigns. Hat man aber eine Unmenge an möglichen Wellenformen zur Hand, dann ist diese noch weiter mit dem Filter zu formen irgendwie redundant. Bau doch einfach gleich den passenden Klang.

    Für einen krass brachial zupackenden Filter empfehle ich einen PoliVoks, der übrigens mit offenen Filter klingt wie ein Kübel Erbrochenes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018 um 08:08 Uhr
  18. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    @fcd72 : hm ja.... Nein. Ich seh das anders. Die Filtermöglichkeitem wären ja immer zusätzlich- ich könnte darauf verzichten oder für unauffälligere Eingriffe die digitalen einsetzen.. .
     
  19. fcd72

    fcd72 ||

    Und was wenn du den persönlichen Filtergeschmack des Kunden dann nicht triffst?

    Doof, Hardware lässt sich so schlecht nachträglich ändern. Eine Möglichkeit wäre es ja verschiedene Filterflavours (erinnert sich jemand an den "Sound Designers Edition" Mod für den Mutable Instruments Shruthi SMR-4 Filter??) durch andere Beschaltung des Filters anzubieten. Ich fürchte allerdings dass man bei 8 Stimmen und 16 Filtern dann bei OB-X oder Matrix Grösse landet.
    Einen nicht ganz so auffälligen Filter einzusetzen ist also allein schon aus Absatz-/Überlebens- Gründen wichtig. Der gleiche Trick weshalb so viele Golf aber nur so wenig Alfa-Romeo verkauft werden.

    Da wir alle ja noch nix gehört haben von den Filtern..... darf ich Dieter Nuhr zitieren? Darf ich???? BITTEEE!!!!!
     
  20. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    In dem obigen Video wurde ja mit den 2 Cutoffs der Filter herumgespielt. Auch vorher war schonmal sporadisch was zu hören.

    Ansonsten gilt eher: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und nicht alles was an den Haaren herbeigezogen ist, ist ein Argument...

    (Sorry- bin am Handy, sonst hätte ich detaillierter geantwortet)
     
  21. fcd72

    fcd72 ||

    Yups, 2 Minibeispiele. Immer noch tief im Nuhr-Land ;-)

    @kybernaut_01 Fahr vorsichtig!
     
  22. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.


    1. der wave hatte analoge filter - so jeder andere waldorf synth auch filter hat - wie kommt man dann auf die idee man hätte ohne filter auskommen wollen ? hat das mal wer von denen gesagt ?
    vielleicht het leo fender irgendwann auch mal gesagt dass er gerne dudelsäcke bauen will - ist dann eine strat ein dudelsack ohne dudelsack ?

    2. sämtliche waldorfs mit analogen filter haben keine super neutralen filter - im gegenteil.

    3. du regst dich auf dass der kollege was anhand von einer demo beurteilt und erklärst im selben moment der filter beim quantum müsse aus historischen und kommerziellen gründen neutral klingen obwohl man noch nichts von dem gehört hätte - das ist auch kabarett.
     
  23. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    Ich glaub das geht auf PPG-Zeiten zurück, wo Wolfgang Palm tatsächlich von irgendjemandem überzeugt werden musste Filter einzubauen....

    Aber für Waldorf irrelevant - wie du schon sagst.
     
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  24. fcd72

    fcd72 ||

    In der Tat hat er das gesagt und es war die ursprüngliche Idee für die Wavetables ( guckt ihr hier ) Der Waveconputer 360 hatte garkeinen Filter aus exakt diesem Grund.

    Ich erklärte übrigens nicht dass der Filter neutral sein müsse, sondern dass es sinnvoll wäre (das ist dann Konjuktiv....) einen eher nicht so stark färbenden Filter einzusetzen, damit sich niemand auf die Füsse getreten fühlt. Was sollen denn all die Oberheim Fans sagen wenn der quantum plötzlich nach MiniMöög klingt? Dass ein neutraler Filter gut funktioniert zeigt die MW2 (ohne allzuviel Resonanz). Den Konkunktiv hätte ich klarer machen können und sollen, der Punkt geht dann an tom_f. Aber nur der.

    Ich persönlich hab lieber ein Filter der mich nicht sofort umhaut, denn dann laufe ich extreme Gefahr, dass es halt immer nach diesem Filter klingt. Nutzt sich halt ab. Bin aber halt auch nur ich und ich kauf auch nur einen quantum. Wegen mir klingts am besten nach quantum und nicht wie Uraltsentimentalsound xyz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018 um 21:16 Uhr
  25. qwave

    qwave KnopfVerDreher

    Nur zur Vollständigkeit und nicht wegen den Quantum:
    Der PPG 360 Wavecomputer, also der Vorgänger vom PPG wave 2, hatte keine Filter. Einige der PPG Wellensätze sind deshalb auch solche mit Filter weniger ergiebigen Sachen wie Sägezahn zu Sinus (einen Sinus zu Filtern ist extrem langweilig). Der Vorgänger vom PPG 360 war der PPG 340. Und der hatte auch keine Filter. Aber der war ja nie in einem Geschäft zu kaufen und daher nur geschichtlich interessant. Aber alle Waldorf Synthesizer mit Wellensätzen hatten Filter, wenn auch teilweise "nur" digitale, dafür mit verschiedenen Charakter und Kennlinien.
     
  26. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    Na dann wären ja jetzt erstmal alle Wünsche und Meinungen zu den Filtern ausgetauscht ;-)

    Fehlt noch jemand der sagt, die Filter sollten klingen wie in den Alesis Romplern der frühen 90er. Für mich bleibt es allerdings dabei: Wenn schon den Aufwand für Analoge Filter treiben, dann doch bitte dafür, was analoge Filter gut/besser können als digitale. Fett klingen und färben. Für den Rest gibts ja dann immer noch ... aber wir drehen uns schon wieder mal im Kreis :P
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018 um 21:29 Uhr
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  27. fcd72

    fcd72 ||

    Lass uns das nochmal mit diesen Encodern diskutieren....... :banane:
     
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  28. Frank

    Frank |

    Interessant ist grundsätzlich zu erkennen, dass in Sachen „Neutralität“ bezüglich Klang es verschiedene Positionierungen gibt. Sprich: Der eine findet es gut und der andere nicht. Beides wird seine Berechtigung haben. Die Frage ist jedoch: Aus welchen Grund?

    Möglichst neutral, um eine maximale Bandbreite in der Generierung eines Klangziels zu ermöglichen? Möglichst nicht neutral, da hierbei eher einfach und bewusst ein Ergebnis mit „Charakter“ möglich erscheint?

    Hier prallen unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander. Kann ein Hersteller jedoch beides zugleich in angemessener Form anbieten? Soll ein „Quantum“ in die eine oder andere Richtung tendieren? Am Ende wird der eine Teil der Interessierten glücklich und der andere Teil wohl die gewünschte Anschaffung canceln müssen…

    Richtig?
     
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  29. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Ich rechne immer noch mit besseren Presets, im Moment hat das für mich alles noch ein wenig Workshop Charakter :streichel:
     
  30. kybernaut_01

    kybernaut_01 Gähnende Katze

    Die Erwartungen an neue Geräte sind wohl höher als an historische. Als „Schweizer Messer“ traut man einem Quantum zu, mehrere Felder abzudecken. Das flexible Routing lässt dies ja technisch auch zu.

    Bei aller Verklärung eines (z. B.) MW 1 muss man fairerweise sagen, dass dieser natürlich in erster Linie ein Spezialist ist, der seinerseits auch vieles nicht kann - haben sich damals bestimmt auch zahllose User drüber geärgert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018 um 21:52 Uhr
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