Waldorf Quantum - 8 Voice Hybrid Poly Synth

Dieses Thema im Forum "Polyphon" wurde erstellt von reznor, 4. April 2017.

  1. qwave

    qwave KnopfVerDreher

    Linke Hand greift eine Oktave im Bass, darüber mit der rechten 3-4 Tasten. Also 5-6 Stimmen.
    Schon beim Anschlag des nächsten Akkords bei Release-Zeiten über 100 msec. merkt man die Polyphonie eines Instruments deutlich.
    So manche Synths spiele ich daher nicht mit beiden Händen.
     
  2. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Also diese Demo ist doch ein echter Lichtblick - sowohl vom Abwechslungsreichtum als auch vom Spielen her! Die Audioqualität war doch über weite Teile gut, bis an den Stellen wo es geklippt hat (stört wiederum die Beurteilung der anderen Stellen nicht).

    Ich fands gut. Man kann sich natürlich streiten ob manches bereits das Attribut bahnbrechend verdient hat oder nicht... ich finde die Tendenz geht in Richtung positiv / interessant.

    Was mir halt wirklich noch fehlt ist eine etwas eingehendere Betrachtung der Filter. Am besten anhand eines einfachen Sägezahns und dann die Wirkung der einzelen Filterparamter zeigen - inkl. gesättigt und ungesättigt etc. Von dem was man bisher von den Filtern gehört hat (nicht sooo viel) deutet leider vieles auf farblos und zurückhaltend hin - das wäre echt schade. Attribute wie „zupackend“, „brachial“, „krass“... kommen mir bei den Filtern bisher weniger in den Sinn.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. April 2018
  3. fcd72

    fcd72 |||

    Attribute wie „zupackend“, „brachial“, „krass“... kommen mir bei den Filtern bisher weniger in den Sinn.[/QUOTE]

    Schon mal die Idee gekommen, dass "zupackend", "brachial", "krass" den Klang-Character zu sehr in eine Richtung festlegen und es eigentlich fast egal ist was man in so einen Filter vorne reinstopft?

    Waldorf ist im Herzen Wavetable, und Wavetable war im Ursprung die Idee ohne Filter auszukommen weil man ja direkt einen Klang mit weniger Obertönen aus der Wavetable wählen kann.

    Konsequenterweise ist dann im Quantum der Filter mehr "klar", "zurückhaltend", "nicht färbend" wird aber trotzdem wohl Waldorftypisch "das Brett" sein: zupacken kann er, den Klang zusätzlich färben eher weniger.

    Um das zu verstehen muss man sich halt nur klar darüber werden, dass ein Filter mit einem Resonator oder GranularSampler als Klangquelle wesentlich weniger Sinn macht als wenn man nur 3,5 elektrisch einfach zu generierende eckige Wellenformen zur Hand hat. Da ist "Mann" dann froh über jede zusätzliche Möglichkeit due Grundwellenform irgendwie zu formen, und sei es durch die eigenheiten des Filterdesigns. Hat man aber eine Unmenge an möglichen Wellenformen zur Hand, dann ist diese noch weiter mit dem Filter zu formen irgendwie redundant. Bau doch einfach gleich den passenden Klang.

    Für einen krass brachial zupackenden Filter empfehle ich einen PoliVoks, der übrigens mit offenen Filter klingt wie ein Kübel Erbrochenes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
  4. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    @fcd72 : hm ja.... Nein. Ich seh das anders. Die Filtermöglichkeitem wären ja immer zusätzlich- ich könnte darauf verzichten oder für unauffälligere Eingriffe die digitalen einsetzen.. .
     
  5. fcd72

    fcd72 |||

    Und was wenn du den persönlichen Filtergeschmack des Kunden dann nicht triffst?

    Doof, Hardware lässt sich so schlecht nachträglich ändern. Eine Möglichkeit wäre es ja verschiedene Filterflavours (erinnert sich jemand an den "Sound Designers Edition" Mod für den Mutable Instruments Shruthi SMR-4 Filter??) durch andere Beschaltung des Filters anzubieten. Ich fürchte allerdings dass man bei 8 Stimmen und 16 Filtern dann bei OB-X oder Matrix Grösse landet.
    Einen nicht ganz so auffälligen Filter einzusetzen ist also allein schon aus Absatz-/Überlebens- Gründen wichtig. Der gleiche Trick weshalb so viele Golf aber nur so wenig Alfa-Romeo verkauft werden.

    Da wir alle ja noch nix gehört haben von den Filtern..... darf ich Dieter Nuhr zitieren? Darf ich???? BITTEEE!!!!!
     
  6. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    In dem obigen Video wurde ja mit den 2 Cutoffs der Filter herumgespielt. Auch vorher war schonmal sporadisch was zu hören.

    Ansonsten gilt eher: Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich und nicht alles was an den Haaren herbeigezogen ist, ist ein Argument...

    (Sorry- bin am Handy, sonst hätte ich detaillierter geantwortet)
     
  7. fcd72

    fcd72 |||

    Yups, 2 Minibeispiele. Immer noch tief im Nuhr-Land ;-)

    @kybernaut_01 Fahr vorsichtig!
     
  8. tom f

    tom f Ignoranten können nun ignorieren.


    1. der wave hatte analoge filter - so jeder andere waldorf synth auch filter hat - wie kommt man dann auf die idee man hätte ohne filter auskommen wollen ? hat das mal wer von denen gesagt ?
    vielleicht het leo fender irgendwann auch mal gesagt dass er gerne dudelsäcke bauen will - ist dann eine strat ein dudelsack ohne dudelsack ?

    2. sämtliche waldorfs mit analogen filter haben keine super neutralen filter - im gegenteil.

    3. du regst dich auf dass der kollege was anhand von einer demo beurteilt und erklärst im selben moment der filter beim quantum müsse aus historischen und kommerziellen gründen neutral klingen obwohl man noch nichts von dem gehört hätte - das ist auch kabarett.
     
  9. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Ich glaub das geht auf PPG-Zeiten zurück, wo Wolfgang Palm tatsächlich von irgendjemandem überzeugt werden musste Filter einzubauen....

    Aber für Waldorf irrelevant - wie du schon sagst.
     
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  10. fcd72

    fcd72 |||

    In der Tat hat er das gesagt und es war die ursprüngliche Idee für die Wavetables ( guckt ihr hier ) Der Waveconputer 360 hatte garkeinen Filter aus exakt diesem Grund.

    Ich erklärte übrigens nicht dass der Filter neutral sein müsse, sondern dass es sinnvoll wäre (das ist dann Konjuktiv....) einen eher nicht so stark färbenden Filter einzusetzen, damit sich niemand auf die Füsse getreten fühlt. Was sollen denn all die Oberheim Fans sagen wenn der quantum plötzlich nach MiniMöög klingt? Dass ein neutraler Filter gut funktioniert zeigt die MW2 (ohne allzuviel Resonanz). Den Konkunktiv hätte ich klarer machen können und sollen, der Punkt geht dann an tom_f. Aber nur der.

    Ich persönlich hab lieber ein Filter der mich nicht sofort umhaut, denn dann laufe ich extreme Gefahr, dass es halt immer nach diesem Filter klingt. Nutzt sich halt ab. Bin aber halt auch nur ich und ich kauf auch nur einen quantum. Wegen mir klingts am besten nach quantum und nicht wie Uraltsentimentalsound xyz.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
  11. qwave

    qwave KnopfVerDreher

    Nur zur Vollständigkeit und nicht wegen den Quantum:
    Der PPG 360 Wavecomputer, also der Vorgänger vom PPG wave 2, hatte keine Filter. Einige der PPG Wellensätze sind deshalb auch solche mit Filter weniger ergiebigen Sachen wie Sägezahn zu Sinus (einen Sinus zu Filtern ist extrem langweilig). Der Vorgänger vom PPG 360 war der PPG 340. Und der hatte auch keine Filter. Aber der war ja nie in einem Geschäft zu kaufen und daher nur geschichtlich interessant. Aber alle Waldorf Synthesizer mit Wellensätzen hatten Filter, wenn auch teilweise "nur" digitale, dafür mit verschiedenen Charakter und Kennlinien.
     
  12. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Na dann wären ja jetzt erstmal alle Wünsche und Meinungen zu den Filtern ausgetauscht ;-)

    Fehlt noch jemand der sagt, die Filter sollten klingen wie in den Alesis Romplern der frühen 90er. Für mich bleibt es allerdings dabei: Wenn schon den Aufwand für Analoge Filter treiben, dann doch bitte dafür, was analoge Filter gut/besser können als digitale. Fett klingen und färben. Für den Rest gibts ja dann immer noch ... aber wir drehen uns schon wieder mal im Kreis :P
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
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  13. fcd72

    fcd72 |||

    Lass uns das nochmal mit diesen Encodern diskutieren....... :banane:
     
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  14. Frank

    Frank |

    Interessant ist grundsätzlich zu erkennen, dass in Sachen „Neutralität“ bezüglich Klang es verschiedene Positionierungen gibt. Sprich: Der eine findet es gut und der andere nicht. Beides wird seine Berechtigung haben. Die Frage ist jedoch: Aus welchen Grund?

    Möglichst neutral, um eine maximale Bandbreite in der Generierung eines Klangziels zu ermöglichen? Möglichst nicht neutral, da hierbei eher einfach und bewusst ein Ergebnis mit „Charakter“ möglich erscheint?

    Hier prallen unterschiedliche Erwartungshaltungen aufeinander. Kann ein Hersteller jedoch beides zugleich in angemessener Form anbieten? Soll ein „Quantum“ in die eine oder andere Richtung tendieren? Am Ende wird der eine Teil der Interessierten glücklich und der andere Teil wohl die gewünschte Anschaffung canceln müssen…

    Richtig?
     
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  15. Summa

    Summa hate is always foolish…and love, is always wise...

    Ich rechne immer noch mit besseren Presets, im Moment hat das für mich alles noch ein wenig Workshop Charakter :streichel:
     
  16. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Die Erwartungen an neue Geräte sind wohl höher als an historische. Als „Schweizer Messer“ traut man einem Quantum zu, mehrere Felder abzudecken. Das flexible Routing lässt dies ja technisch auch zu.

    Bei aller Verklärung eines (z. B.) MW 1 muss man fairerweise sagen, dass dieser natürlich in erster Linie ein Spezialist ist, der seinerseits auch vieles nicht kann - haben sich damals bestimmt auch zahllose User drüber geärgert.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
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  17. fcd72

    fcd72 |||

    Deshalb hängt er auch im Rack, wird von Zeit zu Zeit mal abgestaubt oder eingeschaltet und ab und an mal ausgeführt. Täglich Benutzt wird der MW2XT . . .
     
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  18. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

    Ich gehe soweit, dem Quantum mal das Attribut "Schweizer Messer bestehend aus mehreren Spezialisten" zu verpassen.


    Resonator, Granular, Wavetable, Sampling... das ist heute alles so weit weg von "Mainstream", dass man bereits hier (jede einzelne Synthese für sich genommen) von Spezialisten-Anwendung sprechen müsste.

    All' diese Spezialisten in einer einzigen Kiste = verdammt potente Allzweckwaffe!
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
  19. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Manchmal bereue ich dass ich beide nicht mehr habe... Gerade der MWII ist/war schon toll und konnte erstaunlich viel.
     
    Zuletzt bearbeitet: 17. April 2018
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  20. Sunwave

    Sunwave |||

    Hoffentlich kann er nicht zu viel bzw. hoffentlich leidet nicht die Bedienung darunter.
     
  21. Moogulator

    Moogulator Admin

    ist ganz gut zu bedienen, aber ein SH01A wird von mehr Leuten verstanden, liegt halt in der Natur der Sache.
     
  22. Frank

    Frank |

  23. hairmetal_81

    hairmetal_81 Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor

    Schreiben kann er ja ...aber WO sind die Soundbeispiele...!? :mad:
     
  24. Lauflicht

    Lauflicht x0x forever

    Tja, wird ja auch "Preview" genannt. Aber Text ohne Klangbeispiele ist hier gerade nicht hilfreich.
     
  25. kybernaut_01

    kybernaut_01 Cybernetic Organism

    Jetzt ist schon von Quantum-Type Sounds die Rede.... dabei weiß doch noch gar niemand was das ist. :)
     
  26. Demnächst: Alle Quantum-Sounds als Plugin für 20 $ mit 680 GB Sound-Content. :P
     
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  27. Bei Thomann ist das Lieferdatum wieder verschoben worden. Diesmal vom 7.5. auf den 29.5. :sad:

    Update: ...uuuuund steht auf 5.6.

    Nerver ending story.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20. April 2018
  28. Frank

    Frank |

    „Der Edle ist ruhig und gelassen, der Gemeine ist immer in Sorgen und Aufregung.“

    Konfuzius

    :xenwink:
     
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