Wav Samples anfetten - Hardware

Dieses Thema im Forum "DAW / Komposition" wurde erstellt von seriousgroove, 10. August 2010.

  1. Hello, Such eine Hardwarelösung um den AKAI S5000 output aufzupeppen resp. irgendwie fetter hinzukriegen. Ich hab alle gängigen VST Lösungen probiert und bin noch nicht überzeugt. Kriege ich das mit Röhren-Verstärkern hin? Ich bin vorerst auf den SPL Charisma gestossen. Budget max. 750.-- Euro. Danke!
     
  2. JB

    JB -

  3. Hi! :D

    Sag doch erst einmal genauer, was du dir unter "Anfetten" vorstellst. Mehr Druck? Mehr Bass-Fundament? Breiterer, schiebender Sound? Größere Durchsetzungsstärke im Mix? Eher Wumms - oder mehr Bumms? ;-) Und, das wäre auch hilfreich, poste doch mal ein Youtube bzw. MP3, wo es deiner Meinung nach genau so fett zugeht, wie du es dir vorstellst. Und - bezieht es sich auf einzelne S5000-Instrumente (Bass, Drums, Synth usw.), oder auch auf bereits fertige Mischungen?

    Denn: Die Möglichkeiten sind unfassbar vielfältig - sogar ein schöner Chorus könnte Wunder bewirken, zumal in Verbindung mit einem geschickt eingestellten Mehrbandkompressor. Es gibt Produzenten, die ihre fetten Spuren zunächst durch einen DBX 120XP, dann durch einen Röhren-EQ, und zu guter Letzt durch einen guten Eventide-Harmonizer jagen. Manchmal hilft sogar eine geschicktere Verteilung von Sounds im Stereospektrum. Andere wiederum schwören auf übersteuerte Pulteingänge (das richtige Modell vorausgesetzt). Und: Welche VST-Lösungen hast du denn probiert (ohne Erfolg)? Auch das würde helfen, um dir einen guten Tipp zu geben.

    Denn, wie gesagt: Die Zahl der Möglichkeiten für peppes Fett sind sehr zahlreich...
     
  4. tom f

    tom f Moderator


    na vielleicht ist aber schon was ausgeloetet und darum klingts dünn :fawk:
     
  5. Danke an se alle for se warm welkom :)

    Ich hab schon einige Inputs gekriegt welche mich sicher weiterbringen...
    In dem einen geposteten Link/Tread las ich:

    'Fat' is 30% timbre and 70% proportion. Maybe you should focus more on the proprotion? Just a thought...

    +
    - Chorus hab ich tatsächlich noch nicht ausprobiert.
    - mit der Klang Proportion sehe ich noch Potential

    - Einige der vorgeschlagenen Hardware Teile übersteigen zur Zeit mein Budget
    - Den Sampler kenne ich relativ gut und hab auch jene Settings ausgelötet/lotet.
    - VST arbeite ich mit Waves (ultramax, C1-C4, GTR Amps, Soundforge native fx, Yamaha Final Master
    - Ich hab nach dem S5000 auch schon einen Autocom installiert der das Signal Stärker macht (ja ich weiss Behringer, aber er lag halt noch halb tot in meinem Keller rum)

    Im wesentlichen benutze ich den Sampler für Strings und Pads. Kaum für Bass...

    Was mir im direkten Vergleich zum Analogen Synth auffällt, dass der Sound aus dem Sampler immer etwas nach Kantine schmeckt. Ergo, egal was Du isst, immer die gleiche Geschmacks-Farbe. Ev. ist das einfach subjektiv. Etwa so wie sich die Geister zwischen Qualität von Software und Hardware Synths scheiden.

    Im wesentlichen suche ich eine Möglichkeit um den Samples einen warmen Analogen Charakter zu verleihen. Wesshalb ich auf das Thema Röhren stiess...
    Der output muss nicht Sauber klingen. Kann durchaus 12bit Charakter haben...

    Schau mir diesbezüglich auch immer mal wieder gear von Zvex an...

    Ich werde mal diese Woche einige Sound-Beispiele pasten...

    Nochmals danke für all die Inputs. Wurde Zeit, mich hier anzumelden. Schau mir täglich hier die News Seite an.

    Grüsse aus Zürich
     
  6. fab

    fab -

    würde eher vermuten, dass das am sampling sound liegt, gerade bei den "streichern". es wird halt immer dieselbe datei abgespielt. da würde ich eher schauen, welche modulationen du verwenden könntest, um das lebendiger zu machen (velocity, pedale, automation), evtl. auch mehrere ähnliche klänge samplen und die abwechselnd abspielen. subtiler chorus/ensemble effekt und hall sollte da auch helfen.

    es gibt kein gerät, in das man vorne klang hineingiebt und hinten kommt er einfach "besser" raus. schon gar nicht röhren. du musst dich vorher entscheiden, wie du bearbeiten willst, damit es "wärmer" oder "fetter" (das heißt ja auch nur "besser") wird und dann überlegen, was du dafür brauchst.
     
  7. Bei Pad- und Stringsounds aus dem Sampler können analoge Effekte wie z.B. ein schöner Chorus Wunder bewirken!
     
  8. fab

    fab -

    "hineingiebt" autsch --> hineingibt (leider kann man ja die posts nach ein paar minuten nicht mehr bearbeiten)
     
  9. tom f

    tom f Moderator

    zum anfetten eigent sich:

    rapsöl - bei "hot signal"

    olivenöl - für musik um 120bpm (gut fürs herz)

    kernöl - für techno im allegmeinen (kernkraft)

    schmalz - für elektrolore & schlager

    wd40 - für glitch (nicht zum everzehr geeignet)

    bp-ölprodukte - für industrial & gabba
     
  10. tom f

    tom f Moderator


    danke r. du hast vollkommen recht - der spaß sollte sich ja keinesfalls gegen den fragenden richten - sondern der auflockerung des themas dienen.
    ich nehme dankend zur kenntnis daß es ja wahrlich nicht dem stand meiner expertise entspricht nicht konkret auf die frargen einzugehen - allerding möchte ich im konkreten fall gar nichts posten da ich es als unzulässigen eingriff in das kreative potential des neuen kollegen empfände hier mit "rezepten" aufzuwarten.
    man kann dem op nur den guten rat geben selber zu experimentieren - sowohl was die gain structure von eingangs und aussgangsignal anbelangt als auch das material an sich zu überdenken - sowie natürlich die subtilen modulationen...viele wege fürhren nach rom - einige auch über ein leicht angezerrtes mischpultasignal - aber das ist mir jetzt schon wieder zuviel des determinismus..die kunst ist frei wie ein vogel

    a revoir und gutes gelingen - liebe gruesse besonders an dich damdura-darm
     
  11. Wir hatten vor vielen Jahren genau dieselbe Idee, und hingen einen 8-fach Charisma hinter die Einzelausgänge des Samplers (EMU). Das Ergebnis war nicht sooo der Bringer. Bei dezenter Aussteuerung hörte man (ausser mehr Rauschen) kaum einen Effekt. Wenn man mehr aufdrehte, hörte man zwar einen Unterschied, aber die Röhre ging gleichzeitig auch spürbar in die Sättigung, Transienten gingen flöten, Drumsamples verloren an Punch und matschten den Mix zu. Ausserdem habe ich schon schönere Röhrensättigung gehört als die des Charisma. Dazwischen, zwischen "zuwenig" und "zuviel" gab's irgendwie nichts. Wie gesagt, das war lediglich unsere Erfahrung, basierend auf unserem Geschmack und unseren Erwartungen. YMMV.
     
  12. Ich schätze das Kernproblem ist eben diese Verwendung. Heutzutage hört man wieder so viele "echte" Synthi-Pads, dass die prinzipbedingte repetitive Gleichförmigkeit der Samplewiedergabe halt (wieder) auffällt.
    Der Rat von Lothar und Intercorni einen guten, dezenten Chorus zu benutzen, halte ich auch für das geeignetste Hilfmittel - abgesehen, von der Verwendung "echter"Synthis. ;-)
     
  13. Bedanke mich für alle konstruktiven Hinweise. Ich erkenne den Zusammenhang nun im besseren Licht und werde mich als nächstes auf das Thema Chorus fokussieren...gebe dann einen feedback...

    Danke heisst Merci
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Da der S6000 mühelos voll und mit Breitseite klingen kann, liegt das Problem möglicherweise eher woanders.

    Die Fragen lauten dann:

    - Gegen welche Sounds müssen die Strings und Pads antreten, um sich zu behaupten?
    - Welche Samples sind es denn?
     
  15. Die Strings und Pads welche ich mit dem S5000 einspiele "konkurrieren" meist nur mit einer analogen Bass Sequenz, Perkussion und allenfalls einer Gesangsspur...

    Ich befasse mich seit etwa 14 Jahre mit Sampling, den beschriebenen Eindruck wurde ich bislang nicht los.

    Werde in diesem Kontext einige der Samples posten...allenfalls gibt dies einen besseren Eindruck.
     
  16. JB

    JB -

    Jo mach ma. Aber bitte nicht so riesig.
     

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