Welche Box für diesen (Alp)Raum?

Moin,

ich bin reiner "zum-Spaß-Musiker" und will mir zum ersten Mal aktive Monitore holen. Bisher höre ich über eine alte Yamaha Pianocraft, was aber nicht so doll klingt. Besser sollen sich die Neuen also schon anhören, einen perfekten Mix erwarte ich aber natürlich auch nicht - schon gar nicht bei meinem Zimmer. Die Decken sind sehr hoch, alles ist ungedämmt (inkl. Dielenfußboden) und die Boxen müssen wahrscheinlich - wenn mir nicht doch noch etwas besseres einfällt - auf dem Schreibtisch bleiben. Die Boxen stehen 1,8 m auseinander und haben nach hinten gerade mal 17 cm Luft. Was mich absolut nerven würde, wäre ein Grundrauschen, das wohl - gerade in meinem Segment - nicht so selten ist.

Meine Kandidaten wären diese hier:

https://www.presonus.com/produkte/de/Eris-E5-XT

https://www.rcf.it/de_DE/products/product-detail/ayra-pro5/1022568

Über Tipps oder Erfahrungen mit meinen Kandidaten würde ich mich freuen, mein Budget liegt bei ca. 300 € (An meinem Raum lässt sich übrigens nichts ändern;-))

Martin
 

marco93

Moderator
Die Presonus sind sehr gut für das Geld. Damit machst du nichts falsch. Alternativ JBL 305, Yamaha HS 7, etc.

Würde sie allerdings so weit wie möglich zusammenstellen und so nah ran wie möglich (Stereodreieck). Damit blendest du den Raum etwas aus.
Die Ayra sind bestimmt auch gut.
 
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Und in Bezug auf den Raum: Boxen dicht vor die Wand ist richtig.
Ja genau, es wird leider oft das Gegenteil gesagt.

Ebenso ist ein kleines Stereodreick, also kleiner Abhörabstand richtig. ... Man will also dichter ran, damit man mehr direkt vom Lautsprecher und weniger vom Monitor hört.
Ja, auch das ist richtig. Ganz nahe Abhörpositionen gehen aber nur richtig gut mit Koax. (Ist aber eine andere Preisklasse, wie z.B. KSD C5).

Bei Musotalk gab es vor kurzem eine 3-teilige Serie zu Studio-Monitore und Raumakustik u. a. mit Johannes Siegler von KSD. Fand ich sehr informativ und sympathische Gesprächspartner.
 

GlobalZone

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Und in Bezug auf den Raum: Boxen dicht vor die Wand ist richtig.
Und ja, da wird oft etwas anderes behauptet. Das ist aber komplett gequirlte Scheiße. Ist ein kleiner Prüfstein, ob man Raumakustik begriffen hat. Inkl. der Lacher, wenn ihr begreift, warum die HiFi-Leute auf die 1..2m in den Raum gestellten Boxen schwören. Und natürlich ist da da sinnvoll, auch wenn die es nie machen würden, wenn sie kapieren würden, was sie da machen. Für uns ist das aber nichts.
Apropos Scheiße labern: ob die Reflex-Öffnung vorne oder hinten ist, spielt dabei auch keine Rolle. Der Wandabstand, den der Stecker hinten erzwingt reicht völlig aus. Nur "einbauen" (bzw. ins volle Bücherregal stellen) kann man eine Box mit Reflexöffnung hinten nicht.
Ein Hoch auf die Kammfiltereffekte, die beim TE zwischen 250-300Hz anfangen, die Reflektionen sind gerade mal 2,5dB leiser als das Direktsignal.

Toller Tipp! ;-)

Ein größerer Abstand zur Wand ist "fast immer" die bessere Wahl. Pauschal ist da gar nichts, eine wandnahe Aufstellung kann ebenso Sinn machen,
da hilft experimentieren, aber so Pauschalaussagen wie von dir da oben sind schlichtweg falsch!
 
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Die klingen doch schon nach ihrem Preis. Und nicht so nach Spaß. Also eher resonierend (das hat die Preisklasse zwangsläufig) und angestrengt auf "linear" getrimmt.
Nicht falsch verstehen, für den Preis sind die schon wirklich OK.
Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. 100€ pro LS und sie klingen weit ausgewogener als alles andere in der Riege. Der Spaß-Faktor ist extrem hoch und dennoch zeigen sie jeden Fehler und sofort jede schlechte Produktion auf. Die "Bühne" schön breit und auch in der Tiefe lassen sich Instrumente wunderbar platzieren. Zum Produzieren/Mischen muss die Raumanpassung der Höhen auf "+2" gestellt werden - sobald die Höhen weh tun, geht man etwas zurück und hat damit genau das richtige Maß an Höhen in seinem Mix. Zum "Hören" von bereits gemasterter Musik muss die Anpassung auf "0" - sonst ermüden die Ohren zu schnell. Klasse ist auch, dass man selbst bei 180cm Abstand immer noch eine schöne Mono-Mitte hat - gut für Jam-Sessions. Bei der Entfernung verschwindet dann auch das leichte Eigenrauschen durch die verwendeten Class-D Amps (ist bei den Presonus noch schlimmer). Zum Mischen habe ich ein gleischenkligen Dreieck von 1x1x1 Meter - da höre "ich" zwar wieder das Eigenrauschen, aber sobald auch nur ein Instrument angespielt wird, ist das nicht mehr wahrzunehmen (bin da sonst extrem empfindlich). Weiterhin kann man später mit dem LSR 310S Subwoofer das System nochmal ordentlich und günstig aufwerten. Ein gesamtes 2.1 System für 550€ - und es klingt und leistet klanglich mehr als das Doppelte. Zudem ist es das erste 2.1 System welches richtig ausgewogen klingt - dank der erstmals tollen und klar definierten Anleitung! Die wandnahe Aufstellung der Monitore, ohne dass die Bassentlüftung nach vorne heraus ist, sorgt schon für mehr Bass beim Abhören und kann das Material verfälschen, ABER das kann man durch die dreistufige Raumanpassungsmöglichkeiten der LSR305 wieder ausgeglichen werden. Inzwischen haben in meinem Umfeld drei Leute das JBL LSR-2.1 System und sehr zufrieden damit. Mehr Monitorsound gibts für das Geld einfach nicht! Da muss man sich dann schon in der 500-600€ Preisklasse (pro LS) umschauen. Die beste Kontrolle und um den "echten" Sound der LS bzw. die Verfälschung durch den Raum zu hören ist komplett kostenlos: Hände zu einer Halbmuschel formen und die Fingerspitzen hinter die Ohren legen - in den meisten unoptimierten Räumen wird es dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern ;-) Wenn man seinen Raum und seine LS kennt, kann man auch so gut mischen und macht mit den "Muscheln" ab und an mal ne Kontrolle - spart viel Geld! Alternativ kann ich auch diese Stellwände empfehlen (https://tinyurl.com/y783g2gc) - für den Preis echt klasse und stabil. Die stellt man hinter sich (auch leicht wegzuräumen, wenn man sie nicht dauerhaft stehenlassen kann), kauft sich noch drei grünstige Fleece-Decken und hängt je eine Decke doppelt gelegt über je eine Stellwand. Das hält wunderbar die rückwärtigen Reflektionen ab ;-) P.S.: Ich hatte vorher die Adam A7X und bin mit dem JBL 2.1 System nicht weniger zufrieden
 
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GlobalZone

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Speziell für Genelecs mag das stimmen. Ich kenne die Lautsprecher nicht, um das zu beurteilen, aber die scheinen eh einen besonderen Wert darauf gelegt zu haben, dass die LS nicht so nach hinten abstrahlen.

Es wäre töricht, die Empfehlung eines Herstellers als Gesetzmäßigkeit auf alle zu übertragen, so empfiehlt Adam >40cm und Yamaha 1,5m Wandabstand.
 

marco93

Moderator
Das hat nichts mit den Lautsprechern oder der Marke zu tun als vielmehr mit der Zielgruppe. Genelec empfiehlt die LS an die Wand zu stellen, da man davon ausgeht, dass Leute, die sich Genelec kaufen, auch etwas den Raum optimiert haben. Steht der LS an der Wand kommt es zu einer Bassüberhöhung. Yamaha empfiehlt z.b. für die HS Serie die LS von der Wand weit wegzustellen, um eben die Bassüberhöhung zu minimieren (bei unbehandelten Räumen).

Ich habe die Frage mal bei gearslutz gestellt: https://www.gearslutz.com/board/stu...92868-speakers-near-front-wall-bass-port.html
 

GlobalZone

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Die Bassüberhöhung, sofern der Raum symmetrisch ist, ist weniger das Problem.

Wer seinen Raum optimiert, benötigt keine Abstandsempfehlung ;-)
 
Hallo Hausmartin

Wenn dein Raum akustisch unbehandelt ist empfiehlt es sich,
möglichst nahe an die Speaker heranzukommen
um das zeitliche Verhältnis vom Direktschall zu den Erstreflexionen günstig zu gestalten.
Stärker bündelnde Lautsprecher sind auch vorteilhaft.
Ungeachtet der hier anklingenden "Glaubenskriege" und des "rauen Tones"
gebe ich Kollegen Nordcore (З456778674) recht die Speaker möglichst nahe an die Rückwand zu plazieren.
Für kleine Speaker kann die "Bassunterstützung" durch die Rückwand durchaus von Vorteil sein.

Bassreflex Öffung vorn oder hinten?

Ganz nahe Abhörpositionen gehen aber nur richtig gut mit Koax
Die liegen etwa im Budget.
Ich würde diese an deiner Stelle mal probehören.
 
 


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