Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Bass?

Dieses Thema im Forum "Lötkunst" wurde erstellt von living sounds, 2. Februar 2012.

  1. Da der Gebrauchtmarkt mittlerweile preislich wenig attraktiv geworden ist und ich genug Erfahrung mit Elektronik habe und gerne modde und tweake hab ich mich entschlossen selber einen Synth zu bauen.

    Klanglicher Ausgangspunkt ist - wie könnte es anders sein - der Minimoog. Ich hätte gerne ähnlich schnelle, knackige Hüllkurven und satte Bässe. Abgefahrene Modulations- und Frickelmöglichkeiten interessieren weniger, es soll ein Produktionswerkzeug sein, das schnell liefert. Wie ein Studio Electronics SE-1, nur mit satterem Sound und schnelleren Hüllkurven.

    Wüßte da jemand was? Wenn's sein muss baue ich auch Module. Das ganze soll so weit wie möglich diskret sein, Hüllkurven oder Filter mit LM13700 oder Oszillatoren aus TL071ern klingen für meine Ohren nicht genauso gut. Von mir aus kann es auch eine Zusammenstellung von Modulen verschiedener Hersteller sein.

    Das Transistorfilter von Oakley scheint mir den Klangbeispielen nach was zu taugen, die Oszillatoren evtl. auch. Dreickswellen wären schön für Moog-Lead-Sounds usw.

    Danke schon mal!
     
  2. stuartm

    stuartm musicus otiosus

  3. Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Danke, aber das ist klanglich so ziemlich das Gegenteil von dem was ich suche...
     
  4. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Wie wäre z.B. mit dem MFOS Soundlab?
    Der andere fällt mir vom Namen her nicht mehr ein...


    Gruss
     
  5. Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Das Soundlab hab ich auf dem Schirm, ist zwar auch nicht diskret und es gibt wenig (und überhaupt keine passenden) Beispiele, aber der Grundsound scheint gut zu sein. Ich glaub nur nicht so wirklich, dass es diese sehr tiefen und trotzdem sehr schnellen Basstöne hinkriegt.

    Gibt's nicht so was wie Dotcom oder MOS-LAB Module zum selberbauen, also die ganz klassischen Schaltungen?
     
  6. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Ja, viele Bsp.'s gibt's in der Tat nicht, ausser eben ein paar online-Videos...wie z.B.:







    [vimeourl]http://vimeo.com/1383675[/vimeourl]

    Das dritte YT-Video kratzt den Bassbereich ein wenig an (trotz bescheidenen Qualität).


    Gruss
     
  7. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Hat den jemand schon gebaut ? Ist es ein komplettes Kit oder nur die PCB's?.. bin grad im DIY Fieber :lollo:
     
  8. 7f_ff

    7f_ff aktiviert

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Ist ein Kit...einfach mal auf der Seite auf Order klicken.


    Gruss
     
  9. stuartm

    stuartm musicus otiosus

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Jepp :cool: Gibts es as komplettes Kit, vergleichsweise einfach zu bauen.
    siehe
    viewtopic.php?f=3&t=53127
    viewtopic.php?f=13&t=64618

    /on topic:
    Mmh, ok.
    Das Beispiel deckt ein große Bandbreite ab. Der Shruthi kann aber eben auch im Bassbereich ordentlich Druck machen. "Moog-Sound" ist das nicht, klar.
    Vielleicht noch ein Tipp: der Shruthi-1 ist, wie oben schon geschrieben, ein komplettes Kit, das sich sehr leicht aufbauen lässt und zudem recht günstig ist (ca. 165 EUR inkl. Versand), kann man also auch als Einstieg in DIY-Synths sehen.
     
  10. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Fuck, 165€ für das komplette Kit, sogar mit Gehäuse.. ich dreh ab :D .. also weiß ich bescheid was nach dem Summierer gebaut wird ..
    Nun halte ich mich geschlossen und höre auf mit offtopic gelaber
     
  11. Nоrdcore

    Nоrdcore deaktiviert

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Der Soundlab ist ja vom Aufbau genau das, was du nicht willst. (Ob die Forderung auf den Verzicht auf bestimmte IC-Typen nun sinnvoll ist, sei mal dahingestellt. m.E. kommt das immer auf den Einsatztfall an - und an ganz vielen Positionen wird die Musik woanders gemacht. )

    Ab ca. April gibt es zwei neue Fertig-Monophone - die sollte man vorher antesten. Der Moog triit mit dem Claim auf, genau deinen Anspruch zu erfüllen.

    Beim Selbstbau würde ich Modular-Platinen hinter eine große Front schrauben und die fest verkabeln. Dann kannst du die Struktur des Synths so erstellen, wie es dir passt, die einzelnen Komponenten auswählen, und hast dennoch nicht eine komplette Eigenentwicklung am Hals.

    VCO: J.H. Living VCOs. ( http://www.jhaible.de/living_vcos/jh_living_vcos.html ) Eventuell nur 2 VCOs bestücken.
    Filter: MOTM 440 (http://www.bridechamber.com/MOTM_440.html, du brauchst das "extra Part Kit", die SSM-Doppeltransistoren sind sonst arg nervig.. )
    VCA: Bei Yusynth gibt es einen der diskret Aufgebaut ist. http://yusynth.net/Modular/index_en.html, allerdings würde ich dir einen mit optional exponentieller Ansteuerung empfehlen. Da lohnt sich auch rumexperimentieren mit Mischformen. Die Expo-VCA an Expo Hüllkurve ist ein Kandidat für (analogen) Kompressoer, der einem den übertrieben Peak unauffällig an seiner Übersteuerung platt macht.
    Hüllkurve: gefallen mir alle nicht so, schnell bekommst du die aber, indem du den Kondensator tauschst. Der ist meistens etwas groß. Yves hat den Umschaltbar gemacht: http://yusynth.net/Modular/index_en.html (Wobei ich einen zu schnell und den anderen zu langsam finde, aber das ist natürlich Geschmackssache. ) Die Schaltung ist auch sonst nicht so schön, die hält den Sustain pegel nicht sauber und man kann den Sustain-Pegel auch nicht bei gedrückter Taste einstellen. Das können die mit CMOS-Schaltern besser.
    Beim "Attack-Design" hat man zwei kritische Stellen: Null-Anschlag, der Strom ist da begrenzt durch die Halbleiter. Das begrenzt die Kondensatorgröße. Und "das erste, was nicht Null ist", das Poti macht da durchaus einen leichten Sprung. Das setzt Limits beim größten Poti-Wert, sich da Mühsam ein >1MOhm Poti zu beschaffen lohnt nicht unbedingt.
    Ein ADSR mit expoentiellem Attack hat einen freien (nicht einstellbaren) Parameter, hier ist das das die Schaltschwelle vom 7555. (Der C wird per R an der Versorgung geladen, bei - nicht einstellbaren - 2/3 davon ist Attack zu Ende. R12 und P4 doppeln dieses Verhältnis, damit der Rechtsanschlag von P4 100%, in einem guten ADSR würde man das aus einer Referenzspannung ableiten.
     
  12. Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Meine Empfehlung: die Moog Prodigy Hüllkurven. Defacto diskret (FETs in 4007er-Arrays), und mit wirklich der geradezu perfekten Dimensionierung zwischen Poti-Werten und Kondensator.
     
  13. Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Danke an alle!

    Ich hab jetzt einen Micromoog gekauft (den ich hoffentlich repariert bekomme). Dazu baue ich dann noch zwei Oakley VCOs und einen Mixer.

    Damit sollte es eigentlich klappen. :)
     
  14. Anonymous

    Anonymous Guest

    Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Einen Waldorf Pulse gebraucht kaufen ist nicht gut genug?
     
  15. Re: Welcher DIY Synth mit schnellen Hüllkurven und fettem Ba

    Klingt halt anders.
     

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