Wie haben die das in den 90ern gemacht?

Dieses Thema im Forum "Sound" wurde erstellt von Thx2, 12. Juni 2012.

  1. Thx2

    Thx2 Tach

    Weniger eine Klangerstellungsfrage aber mir schien das es hier am besten hinpassenwürde.

    Es gibt wohl kein besseres Beispiel als dieses Video ab 0:07

    src: https://youtu.be/oFmMUu7cgSc


    In meinem aktuellen Projekt hab ich es mit dem "Gross Beat" von FL Studio hinbekommen, mich interessiert aber wie und mit welchen geräten die das in den 90ern gemacht haben.
    Eventuell kann mir da ja einer helfen.
     
  2. dns

    dns Tach

    meinst du das zerhacken wie hier?

     
  3. Thx2

    Thx2 Tach

    Ja genau dieses Zerhacken / Trancegate wie in meinem Video super zu hören bei 0:07
     
  4. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    Vielleicht mit 'nem Side Chain Kompressor, die Kick als Trigger? Man kann natuerlich auch die Amplitdue mit der Sequencer Software automatisieren, was auch schon in den 80ern moeglich war.
     
  5. Zolo

    Zolo Tach

    Haha es gab mit #7 einen Midicontroll Befehl der meistens auf die Gesamlautstärke einer Spur eines Gerätes funktionierte! Damit wurden dann im Sequenzer (z.B. Cubase) Balken in die Spur reingemalt. Grob gesagt: Hoch, niedrig, mittelhoch, niedrig und wieder von vorne :lollo: Ach war das ne kopierei. Man darf auch nicht vergessen das es nicht unbedingt die Zeit der Synthesizer war. Mehr die Zeit der (brandneuen und eierlegenden wollmilchsäuen) Midiexpander wie Quasimidi Technox, Roland Jv1080, Yamaha Mu100R usw. :opa: Die konnten meist ziemlich ausgiebig über Midi CC oder Sysex kontrolliert werden
     
  6. Anonymous

    Anonymous Guest

    ja, wenn die Kisten "schnell" genug waren ging das super mit der Lautstärke, aber meistens waren sie das nicht, wenn sie überhaupt Midi hatten...

    ich erinnere mich noch, sogar mal nen Micro Modular extra nur dafür (miss)braucht zu haben... :floet:

    Kompressoren, Sidechaining....davon hab ich nur geträumt, ich war ja schon froh einen Behringer-Flächenbrandlöscher-Mixer, 2 FX Geräte und ca. 15 Synthis zu haben... :mrgreen:
     
  7. Zolo

    Zolo Tach

    Der Effekt hiess übrigens Trancegate(r)
     
  8. intercorni

    intercorni aktiv

    Mit dem Kurzweil K2000 ging das auch, der hatte teilbare MIDIclock als Modulator.
     
  9. Tom Noise

    Tom Noise Tach

    Genau, da gab es verschiedene Wege. Midi-Controller 7 war auch mein meistgenutzter Weg. Falls das aus irgendwelchen Gründen nicht ging, habe ich das Signal auch gerne durch einen Synthesizer mit Audio Eingang geschickt und diesen als Midi-Gate missbraucht. Später dann habe ich ein externes Gate genommen und das mit einem midi-gesteuerten Audiosignal getriggert. Hach, da könnte man glatt nostalgisch werden ;-)
     
  10. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    ...wir haben, weil uns die CC7-Lösung auf dem Atari zu fummelig war, ein DBX-Noisegate mit Triggereingang über ne 808 getriggert.
    Das konnte man auch schön live umrythmisieren direkt über die Lauflichtsteps der Drummaschine.
     
  11. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    ...den hier gabs damals nicht, damit macht man das heute Boss SL-20 Slicer:
    [​IMG]
     
  12. Tom Noise

    Tom Noise Tach

    Ahja, noch vergessen: Wenn man zB. Vocals etwas wilder "zerhacken" wollte, ich habe dafür gerne einen geeigneten Sampler (bei mir war das ein Emu E-64) genommen und den Startpunkt des Samples per Velocity moduliert. Sowas ging dann mit keinem Gate der Welt ;-)

    Hier hört man wie das klang: http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... yE4#t=128s
     
  13. studio-kiel

    studio-kiel bin angekommen

    Wir haben das Mitte der 90er bei Abscess mit dem MAM MB33 realisiert. Dem konnte man ein Audiosignal in den Eingang geben und per NoteOn-Befehl den Signaldurchlass aktivieren. Hat klasse geklappt...wat waren wir happy ;-)
     
  14. Reiman

    Reiman Tach

    Darf ich mal eine Frage dazwischen schmeißen ???
    Ist eigentlich nicht OT sondern es geht darum, wie Ihr das mit Hardware verwirklicht.
    Das wie habt Ihr ja erklärt, meine Frage ist WIE ....
    Blöd nee ???

    Nein, die meisten von Euch haben doch Ihren Gerätepark fest verkabelt und das meiste davon steht doch an der Wand.
    So, jetzt kommt Euch die Idee: "Mensch, der hat doch'n Eingang" .... Zieht Ihr dann alles ab, baut Ihr das Gerät aus (19")
    oder wie macht Ihr das. Legt Ihr da vorher schon'n Kabel raus ???

    Das würde mich mal interessieren. Mir ist das alles immer viel zu eng und umständlich .....

    Viele Grüße
    Fred
     
  15. micromoog

    micromoog bin angekommen

    Die Eingänge auf ein Patchbay - fertisch!

    Ab un zu kommt es vor, dass man es erst Jahre später probieren will, dann krabbelt man halt fluchend hinters Rack und legt die Strippen (für's Patchbay, wohlgemertkt - es sei denn Fluchen macht einem Spass ;-) )
     
  16. Reiman

    Reiman Tach

    Einige sind ja nicht so für Patchbay .....

    Apropos Patchbay, da kommt noch mal ne' satte Frage auf Euch zu ......
    Das Teil haut mir echt'n Brett vorm Kopp, ich hab schon gelesen und gelesen, aufgezeichnet, Gedanken gemacht ...
    Der Klick kommt nicht .... Das mit den ext. Eingängen der Synths über Patchbay hatte ich auch schon bedacht nur dann wird's richtig dunkel bei mir in der Hierse .......
    Naja, später .....

    Viele Grüße
    Fred
     
  17. Feedback

    Feedback Individueller Benutzer

    ich habe Abstand zwischen 19-Zoll-Racks und Wand, früher sowieso gegeben durch eine Dachschräge, jetzt - ohne Schräge - genauso. Natürlich eng und mit zunehmendem Bauch unbequemer, aber besser als rausfummeln. Außerdem kann ich so für permanenente Direktverbinungen (z.B. 19-Zoll-Synths in einen Rackmischer) sehr kurze Kabel und die eben nur hinten verwenden.
     
  18. Gnadenlos - alle paar Monate zerlege ich alles ... restlos. Gut - ist nicht soo viel im Vergleich zu Modular Schrankwänden,
    but ansonsten - macht es doch auch Spaß ein festes System neu zu optimieren .... der fortschritt muss weiter gehen,
    sonst kauft man irgendwann gear gear gear - und findet trotzdem keinen Spaß mehr ... und ist somit Track, Rat & ergebnisslos.

    Von der Sorte geistern hier einige Leute rum ... :mrgreen:
     
  19. Reiman

    Reiman Tach

    Na das ist natürlich genial (auch mit Bauch (c:) nur einige Leute haben das Glück ja nicht.
    Ich behaupte mal, das ich in meiner Raumsonde (bitte nenn mich Major Tom) 80 x 130 cm habe.
    Schwungvoll mit dem Stuhl zurück, ist da nicht.
    Meine Frage ist schon weitergreifend, will aber diesen Thread nicht kaputtmachen ....

    Danke Dir für Deinen "Blick" ins Studio !!!

    Viele Grüße
    Fred
     
  20. Reiman

    Reiman Tach

    Kalle, da bin ich ganz auf Deiner Seite !!! Immer wieder gerne gemacht. Alles schön abgewaschen und neu sortiert.
    Ich bin heute mal angefangen, die Aufstellung in meiner Wohnung in RE aufzuzeichnen, wie ich das alles vernünftig aufstellen könnte und ich komme da in Schwierigkeiten. Dann habe ich bestimmt keine Lust mehr, das alle paar Monate neu aufzustellen .....
    Naja, wird OT ... 'n andermal

    Viele Grüße
    Fred
     
  21. Denke bei mir hat das eher mit extremen Kabelwegen zu tun,
    wenn ich erst einmal 2 oder 3 Monate abwirsche -
    entstehen so dicke Tau ähnliche Kabelrollen ^^
    Stromkreisläufe, Midi und Audiokabel vermischen sich.

    Scheiße,ich vermisse den MS20 ...
     
  22. Thx2

    Thx2 Tach

    Also habt ihr das damals mit Volume Automation gemacht? Gabs da nicht ein spezielles gerät dafür? Nen Sidechain Kompressor (VST) nutz ich ja auch, aber Sidechain klingt doch ganz anders ?
     
  23. Auf dem Vocal hier ist auch eine Art Slicer ...
    weckt mein Interesse... top10 evergreen vinyl ...

     
  24. tronique

    tronique Synthesist

    Viele hatten auch in den 90ern wieder Analogsynthies - und die wurden recht häufig mit Audioeingängen modifiziert um externes Material zu filtern.
    MIDI-Interface an den Gate-IN, 16tel-Trigger drauf, Signal in den Audioeingang, VCO-Pegel runter (damit man nur das Einganssignal hört), Filter auf oder bei Bedarf modulieren, Attack der VCA-Hüllkurve auf null, den Rest nach Lust und Laune und überhaupt ...
    So konnte man auch ganz einfach Zerhackereffekte produzieren. ;-)

    Stimme zerhackt (ab 1:16):

     
  25. Reiman

    Reiman Tach

    Cooool, das ist ja mal ein geiler Tip !!!!!
    Danke !!!

    Viele Grüße
    Fred
     
  26. Tom Noise

    Tom Noise Tach

    Nicht Kompressor, sondern Gate nehmen.
     
  27. Summa

    Summa wibbly wobbly timey wimey

    CC #7 grafisch eingezeichnet


    Ich denke das bezieht sich auf mein Posting, ist was das ich noch nie genutzt oder gebraucht habe, daber auch das "Vielleicht", aber ich hatte angenommen dass man durchs ducking das Pad gaten/ausblenden koennte.
     
  28. Das haben wir typischerweise mit einem NoiseGate mit Sidechain gemacht. Die Sidechain wurde von einem Mono-Synth gefüttert, der (meist per MIDI) die entsprechende rhythmische Phrase vom Sequencer geliefert bekam. Als Sound für den Monosynth hat man üblicherweise einen straighten Sägezahn mit Gate-Hüllkurve genommen (der Sidechain sound ist ja nicht selber hörbar).
    Der Vorteil am Noisegate war, dass das meist Stereo-Gates waren, man also bereits aufbereitete Sounds (mit Hall und Chorus und Schnickschnack) zerhacken konnte.
     
  29. Thx2

    Thx2 Tach

    Interessant und welche (Noise)Gates waren da damals Typisch also wurden da oft eingesetzt?
    Mir ist übrigens klar das man damit verschiedene "Zerhackmuster" erzeugen Kann, ich benötige aber am besten genauso oder möglichst nah an dem aus meinem Video bei 0:07 !
     
  30. Keine Ahnnung was Scooter benutzt haben, aber Behringer waren zu dem Zeitpunkt in D schon weit verbreitet. Und die heutigen Behringer sind gut. International waren es damals wohl eher Ashley, 4D, BSS oder Drawmer.
     

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