Yamaha GX1 gesucht > gefunden

Klaus P Rausch

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Ich hab mir das gerade mal angeguckt...in der ersten Minute von Fleurys Eigenkomposition kam ein Kommentar aus Richtung Küche, der da lautete:

"Ekelhaft!".

Dann ging die Tür zu. :?

Der Clip ist ja auch komplett gruselig.

Interessantere GX1 Sachen hört man beim Abba Titel I Let the Music speak und Stevie Wonder Ghetto Village Land.

Wie schon oben notiert, sind im Instrument auch diese schlimmen Quaksynthsounds drin, mit denen kann man kleine Kinder erschrecken. Braucht keiner. Eine der schon erkannten Charaktersachen sind Layers mit synthorchestralem Touch.

Ich schrieb mal vor langer Zeit hier in einem Minimoog Fred: Ja, es gibt Leute, die schaffen es sogar, einen Minimoog scheiße klingen zu lassen :)
 

Uli_S

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[...] Yamaha hat sich des öfteren getraut, teuere Instrumente in kleinen Stückzahlen zur
Einführung von neuen Technologien zu bauen. Nach dem (der?) GX-1 kamen z.B. noch
DX-1 (für FM-Synthese) und VP-1 (für Modelling).
Nicht zu vergessen: Der ebenfalls sündhaft teure GS-1.

[...]das ist Instrumentenbaukunst ganz alter Schule, supersolide, mit ganz viel Handarbeit.
Sorry, wie konnte ich das große Holzmöbel übersehen.
Hier gab es nun statt der "Speicherschublade" (EX-42, GX-1, EX-1) schon eine modernere
Speicherung mit Magnetkarten

In den 80ern haben (fast) alle versucht, Edo Zankis Sound der "Tänzerin" auf dem
DX-7 nachzubauen, aber es klang immer nur ähnlich Die Wucht des GS-1 ist da nochmal zwei Stufen
drüber. (Mit dem SY-99 bekommt man es halbwegs hin)

Ich bin dem GS-1 aber nur mal kurz begegnet: Bei meinem ersten und letzten Besuch im SSB,
ca. 1986-88, als ich dort meinen MiniMoog kaufte. Dort stand das große Holzding,
aber mir war damals nicht klar, was das eigentlich war. Sah erstmal aus wie ein E-Piano fürs Wohnzimmer.

Der kleinere (und "transporttauglichere" - öhem, 72kg) GS-2 hat die gleiche Technik und ist mir später öfter (naja)
begegnet. Herbert G. hat den gern genutzt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Klaus P Rausch

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Das wird immer gerne in einen Zusammenhang gestellt, weil der CS80 ein ebenso imposantes Instrument ist, das die kleineren Artgenossen immer überschattete -- allerdings finde ich, daß der CS50 dem GX-1 klanglich viel näher steht, was vielleicht der Tatsache geschuldet ist, daß der 80 viel träger zu spielen ist wegen seiner Tastatur und der 50 wesentlich direkter anspricht (und irgendwie noch mehr Schmelz zu haben scheint). Fanfare for the common man jedenfalls klingt auf dem 50 um Längen überzeugender als auf dem 80, und die YC30 klingt eher der EX42 verwandt als der YC45D.

Aber ein bißchen CS80 steckt auch im CS50, also: Paßt schon.

Stephen

Nächsten Montag knöpfe ich mir den CS60 vor. Ich bin da inspiriert von einem Loverboy Titel, wo der im Intro für eine Bass Sequenz hergenommen wurde, gedoppelt gespielt auf 2 Spuren. DAS brauche ich mal, so ein Pfund habe ich selbst im CS80 nicht vorgefunden. Ich werde dir anschließend mal berichten. Dort steht auch eine YC20, der werde ich auch mal auf den Zahn fühlen.
 

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
[...] Ich bin dem GS-1 aber nur mal kurz begegnet: Bei meinem ersten und letzten Besuch im SSB, Ende ca. 86-88 Jahre, als ich dort meinen MiniMoog kaufte. Dort stand das große Holzding,
aber mir war damals nicht klar, was das eigentlich war. Sah erstmal aus wie ein E-Piano fürs Wohnzimmer. [...]
Ging mir genauso -- ich war aber auch abgelenkt durch das Roland 700 in der anderen Ecke des Raumes.

[...] Dort steht auch eine YC20, der werde ich auch mal auf den Zahn fühlen.
YC20 ist ganz niedlich, wenn man auf die frühen Pat Metheny / Lyle Mays Sachen steht (American Garage z. B.), oder auf Jasper van 't Hof (mit Copycat und Compact Phasing).

Stephen
 
Abba: The way old friends do, The name of the Game, Let the Music speak, The day before you came, Eagle, Super Trouper (alle Titel außer The Winner takes it all), Lay all your love on me, Does your Mother know,
Name Of The Game und Eagle = Polymoog. :) Der GX-1 kam bei ABBA erst ab 1979 zum Einsatz, das Synthbass-Intro von Does Your Mother Know war der erste Sound, den Benny Andersson auf dem GX-1 gebaut und aufgenommen hat.
 

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Zurück zum Thema:

Soundtrack Night of Doom (1978) von Rick van der Linden
Anhang anzeigen 60524
Thanks to Yamaha Hamburg for the nice co-operation steht in den liner notes der niederländischen Pressung -- meine Vermutung, daß Rick wie alle anderen (Klaus Schulze, Jürgen Fritz, George Fleury, Edgar Schlepper etc.) das Gerät aus Rellingen leihweise verwendet haben, dürfte sich somit immer mehr bestätigen.

Eine Vermutung, was aus dem Rellinger Teil wurde, habe ich allerdings nicht (und auch keine Seriennummer, anhand derer man den Weg nachverfolgen könnte).

Stephen

PS: Obige LP fällt ebenfalls in die Rubrik Wie man 140.000 DM scheiße klingen lassen kann...
 

Klaus P Rausch

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Eine Vermutung, was aus dem Rellinger Teil wurde, habe ich allerdings nicht (und auch keine Seriennummer, anhand derer man den Weg nachverfolgen könnte).
Die ist wahrscheinlich wieder zurück nach Japan geschickt worden. In Rellingen stehen nur wenige Instrumente eingemottet, etwa ein CS80, ein VP1 und ein GS1. Ich wollte da schonmal ran, da wurde abgewunken, weil die das mit eingemottet wörtlich meinen. Nur der CS80 ist vor einer Weile mal an einen Kollegen rausgegeben worden, der hat damit Samples für den Montage gemacht.
 

TMArchiv

......
Triumvirat -- Pompeii (soll angeblich mit dem GX eingespielt worden sein)
Natürlich nicht zu vergessen: Edgar Schlepper an der Electone-Orgel:Anhang anzeigen 60388

Stephen
Ach daher der Begriff "Supersound(s)". Es gab auch mal ein Supersound Recording Studio. Ich hatte mein erstes Soundset im Januar 1983 zusammen mit dem Crumar Stratus im Fachblatt als Supersounds angeboten, ohne zu wissen, dass es diesen Begriff bereits gab. Peter Gorges bot seine ersten DX7-Datenblätter auch als Supersounds an, in Fachblatt 5/1985, habe es neulich erst entdeckt. Nur mal so nebenher. Vermutlich stammt der Begriff ursprünglich aus einem Superman-Heftchen. Seitdem war ja vieles super.
 
Zuletzt bearbeitet:

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Warum ist er so fröhlich?

1.) Es ist noch nichts kaputtgegangen?

2.) Er hat eine gebrauchte Heimorgel zum Schnäppchenpreis ergattern können?

Wir wissen es nicht.

Was ich weiß, ist, daß jedes neue Video den Mythos immer mehr entzaubert. Und warum dieses Schiff unter Electone läuft -- erinnert mich an meine ersten Gehversuche auf einer B-(später C-)35.

ABC Fun Blocks muß man einfach mögen, da kommt Mambo Kurt in Wallung.

Stephen
 

Klaus P Rausch

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Oje, die 70er waren schon recht brutal, was die armen „Orgeln“ so alles an Ergüssen über sich ergehen lassen mussten. ;-)

Und überleg mal: Ich habe in einem Klavier- und Orgelladen gearbeitet zu jener Zeit. Nicht ganz, ab Dezember 1980. Ausgerechnet ich :) Aber man hat mir ein gutes Angebot gemacht, konnte nicht widerstehen. Die Kundschaft wollte beim Beratungstermin Schneewalzer und Ein bisschen Frieden hören und all sowas. Hab ich nicht gemacht. Aber Kollegen taten das, teils waren das Alleinunterhalter oder haben in Tanzbands gespielt. Die haben oft diese Moves gemacht, also während des Spielens an den Registern gezoppelt. Völlige Hingabe ans Instrument.

Mein Vorteil war, dass das ein autorisierter Yamaha Stützpunkt war, davon gabs nicht so viele. Und da kam dann der DX7, mein Glück, und ab da habe ich dort eine Synthesizerabteilung geleitet, davor war das nur Nebenkram.

Aber: Diese Orgeln, auch Yamaha D85 und Technics U90 und Elka X705, da geht was. Darf man halt keine Schlager spielen. Und das gilt grade für die GX1, die haben damals um die Synthesizertechnik herum eine Orgel gebaut, auch die CSY1 ist so eine. Sieht aus wie Heimorgel, ist aber ein Synthesizer. Das haben die später mit FM auch so gemacht, die FX1 und HX1 sind Hammerinstrumente mit FM drin. Die muss ich auch noch sampeln :)
 

serge

*****
Die großen Technics Orgeln in der 15000 DM und höher Liga waren schon der Hammer.

One-man-Disco vom feinsten!
Mein Stiefvater hatte sich 1981 eine Technics U-90 gekauft, eines der letzten Schlachtschiffe mit analoger Klangerzeugung (mit frei programmierbarem Drumcomputer!). Die Demo-Schallplatte von Steven Becks (u.a. mit einer Version von "Timm Thalers Thema") habe ich auf die Schnelle nicht finden können, daher müssen Interessenten hiermit vorlieb nehmen:
https://www.youtube.com/watch?v=5z6bwCA-5_w
 

Klaus P Rausch

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Auf der Pompeji ist sehr wohl die GX-1 erwähnt! Ich Doof hatte auf der 'Spartacus' nachgesehen... mea culpa :selfhammer:
Hab mich in der Zwischernzeit mit Jürgen Fritz unterhalten. Die GX1 hatte er seinerzeit für ein Jahr bekommen, dann ist die wieder zurück zu Yamaha. Was mit dem Instrument heute ist, ist momentan noch unklar.
 

Miks

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Hab mich in der Zwischernzeit mit Jürgen Fritz unterhalten. Die GX1 hatte er seinerzeit für ein Jahr bekommen, dann ist die wieder zurück zu Yamaha. Was mit dem Instrument heute ist, ist momentan noch unklar.
Wundert mich immer wieder, das derartige 'Trümmer' von der Bildfläche verschwinden können. So'n großer Apparillo muß doch, auch beim 'einfach nur irgendwo rumstehen' auffallen!

Eine aktualisierte Liste, zusammengestellt von Ulf Soderlund:

 

ppg360

fummdich-fummdich-ratata
Wundert mich immer wieder, das derartige 'Trümmer' von der Bildfläche verschwinden können. So'n großer Apparillo muß doch, auch beim 'einfach nur irgendwo rumstehen' auffallen!

Eine aktualisierte Liste, zusammengestellt von Ulf Soderlund:

Der wird schon nicht von der Bildfläche verschwunden sein -- das Ding ist nach Japan zurück und dort bei Yamaha gelandet und dann irgendwann mal beim großen Kehraus...

Irgendwo im Netz geistert ein Bild eines japanischen Orgelsammlers herum, auf dem drei (!!!) GX-1 zu sehen sind. Es würde mich also nicht wirklich wundern, wenn einer dieser GXe der wäre, der seinerzeit von Rellingen aus in Europa rumgereicht wurde zu Reklamezwecken.

Hätte man die Seriennummern, könnte man es nachvollziehen.

Stephen
 


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