Zukunft von Modular Systemen

Dieses Thema im Forum "Modular" wurde erstellt von dstyl, 28. Oktober 2014.

  1. dstyl

    dstyl Tach

    Wie sieht für euch die Zukunft von Modular Systemen aus?

    Meiner meinung nach fehlen Midi Modular Kontroller für DAWs die jetzt mittlerweile auch Modular sind.

    Würde auch bestimmt ziemlich schmuck aussehen, und praktisch zu gleich.
     
  2. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Wenn man bei dem Foren-internen Sprachgebrauch bleibt, dann ist ein Modularsynth ein Koffer mit Modulen, die vom Benutzer mit "echten" Patchkabeln verbunden werden.
    Demnach is Total-Recall prinzipbedingt ausgeschlossen und das Konzept dürfte folglich nicht mit dem einer DAW (deren Stärke das Total Recall ist) vereinbar sein. Zumindest wär das meine Spekulation.

    Ich glaube eher, dass das Modularsystem in Zukunft noch stärker die Bedürfnisse befriedigen wird, die durch die digitale Arbeitsweise verloren gehen. Das würde nach meinem Verständnis bedeuten, dass es mehr Module zur elektromechanischen Klangerzeugung oder -bearbeitung geben wird. Vielleicht sogar ein kleines Ameisenhaufen-Modul oder sowas...
     
  3. dstyl

    dstyl Tach

    Danke für den Hinweis ich füge noch die Definition dazu, ich denke schon das sich da schon alternative gestaltungsmöglichkeiten zB Korg Littlebits. Wegen den Patchkabels muss ich dir leider wiedersprechen ARP 2500 und EMS benutzen steck matritzen und sind trotzdem Modular (Matrizen würden auch ein Speichern ermöglichen zB beim patchladen leuchten die benutzen Matrixplätze auf) und Digitale Modular Synthesizer gibt zb den Airborne. Und einige Buchla systeme haben eine Funktion zum Speichern einzelner Modul einstellungen. Ich hab mir auch überlegt einfach einen ganzen rechner als Modul in einen klasischen Modularsynthesizer zu stecken und der dann einfach die belegten buchsen von Patch X aufleuchten lässt und auch die Modulle einstellt.
    Ein Midi Kontroller der aussieht wie ein Modularsystem und die Modular funktionen einer DAW kontrolliert wäre auch sehr cool ^^
     
  4. Bernie

    Bernie Anfänger

    Die engere Bindung eines Modularsystems mit der DAW macht irgendwie keinen Sinn, ich selbst halte sogar Midi für unnötig (außer für Syncronisation) und bevorzuge ausschließlich CV/Gate.
    Meine modularen Synthesizer sind immer eigenständige Instrumente gewesen, ein altes Rhodes oder eine B3 kann ich auch nicht einbinden.
    Diese ganze Speicherei von Patches braucht doch auch niemand, der sich mit seinem Modularen richtig auskennt, die Sounds sind doch in fast gleicher Form schnell wieder neu erstellt.
    Ist doch nur was für Leute, die eh immer nur den einen Sound gepatcht haben und sich nicht rauen daran etwas zu verstellen.
    Wer solche Modularsysteme live einsetzt hätte da vielleicht einen Vorteil, aber sonst?
     
  5. dstyl

    dstyl Tach

    Ich meinen einen Midi Kontroller für DAWs der aussieht wie ein Modularsystem.
    Hab keine ahnung von Modular synths aber einfach einen Patch speichern zu können und eine Woche später dran zu arbeiten wäre schon nicht schlecht. Und wenn man sich eine Patch Bibliothek hat wirds schwer sich das alles zu merken.
    Einen Rechner als Modul einzubauen würde einfach neue Möglichkeiten ergeben.
    Aber wie gesagt ich habe da keine Praktische erfahrung mit Modularsynths.
    Aber VSTs durch Module zu jagen wird schon manchen ansprechen
     
  6. moondust

    moondust bin angekommen

    für was speichern , ich arbeite dann einfach weiter an meinem Patch . und wenn es totaler Mist ist ,dann alle Kabel raus
    und was neues und genau das liebe ich am Modularsystem . Es ändert sich, auch die Einstellung die ich gewählt habe
    kann in zwei Stunden etwas anders klingen.
     
  7. Zotterl

    Zotterl Guest

    Radio Eriwan: im Prinzip ja...
    ...wie jedoch moondust schon angedeutet hat, kann sich der gleiche Patch einen Tag später schon wieder
    etwas anders anhören; je nach Komplexität des Patches und "Stimmung" des Modularsystems. Gerade bei
    besonders feinen Einstellungen oder Klängen, die sich "am Grat" bewegen ein Thema.
     
  8. Anonymous

    Anonymous Guest

    ich möchte nicht alle zeit der welt darauf verschwenden sounds die ich schon mal hatte nochmal zu bauen,
    ohne speichern, ohne mich :kaffee:
    deswegen gibts hier auch nur noch software :D
     
  9. Zotterl

    Zotterl Guest

    Mit einem Modularsystem bewegst Du Dich nun mal mit einem anderen Zeitverständnis
    in einem zeitlich anders verlaufenden Paralleluniversum. Gerade das mögen viele Modularisten. ;-)
     
  10. tomk

    tomk bin angekommen

    Naja.... wenn man mit dem Modular einigermaßen umgehen kann bekommt man gedachte Klänge auch schnell hin. Wenn man keine Presetwurst ist und gewünschten Synth auf Init stellt, fängt man auch bei einem Grundklang an und arbeite sich zum Wunschklang vor. Der einzige Unterschied ist die Speicherbarkeit. Arbeitet man aber mit beidem, ist genau dies vielleicht einer der Reize der ein Modular ausmacht. Ein Quell an Inspiration & Möglichkeiten, was kein normaler Synth so bietet.

    Fazit: Was der Bauer nicht kennt frisst er nicht... und ist folgend noch stolz darauf, da er ja den Gral der Erkenntnis sein eigen nennt. :mrgreen:
     
  11. Anonymous

    Anonymous Guest

    08/15 patches hat man schnell wieder, die spannenden sachen aber nicht :mrgreen:
    und für diese 08/15 patches brauch man dann auch nix modulares :invader2:
     
  12. tomk

    tomk bin angekommen

    @Walla :mrgreen:
    Hast du gar Angst dass der nächste Klang nicht mehr gut wird?! Vielleicht hilft es dir Klänge nicht zu speichern, sondern sich folglich in Reproduktion zu üben. Dann erübrigen sich solch Ängste.
     
  13. Anonymous

    Anonymous Guest

    ich will einfach keine zeit auf krams verschwenden den ich schon mal hatte,
    ich übe auch keine Tonleitern mehr
    zurück auf ohne speichern springen ist für mich als wollte mir jemand erklären wie toll Kultur doch ohne Schrift ist :mrgreen:
    ich find das nach wie vor primitiv und das kann mir auch keiner schön reden
     
  14. tomk

    tomk bin angekommen

    Das wäre auch das letzte was ich wollte, bewege ich mich schließlich schließlich glücklich und zufrieden in beiden Welten. :nihao:
     
  15. Zotterl

    Zotterl Guest

    Sex ist auch primitiv ;-)
     
  16. Anonymous

    Anonymous Guest

    siehste hat nur ein paar Sekunden bis zum schön reden gedauert :lol:
     
  17. Denkfehler! Wie willst Du den physikalischen Recall längst gezogener Patchkabel am Controller realisieren?

    Das merkt man an Deiner Frage.
     
  18. tomk

    tomk bin angekommen

    @Walla
    Bleiben wir doch bei der Klangerzeugung :mrgreen:
    Presets sind primitiv. (auch ein solches als Grundlage zu nutzen)
     
  19. Anonymous

    Anonymous Guest

    :roll:
    ich mach alle sounds selbst, ich möchte trotzdem nicht jedesmal das rad neu erfinden ;-)
     
  20. dstyl

    dstyl Tach

    Ich rede das man bei modular synths mit einer steckmatrix einfach besagter steck platz dort aufleuchtet wo die steckplatz bei patch x belegt war (wenn man presets an einem prophet 5 lädt bewegen sich auch nicht die Regler) bei patchkablen könnte einfach die belegte buchse aufleuchten. Übrigens konnte bereits der EMU von 1972 schon werte bestimmter module speichern. Und ich denke bei Modularsynths mit steck matrix (ARP, EMS etc) wäre das bestimmt realisierbar gewessen.
     
  21. nullpunkt

    nullpunkt bin angekommen

    Ich persönlich habe in Ableton Live eigentlich grundsätzlich jeden Sound (meist in Operator) für jeden Track neu und von grundauf aufgebaut. Mir macht das Spaß und ich erhalte hierdurch eine "persönlichere Bindung" zum Stück.

    Seit ich vor drei Jahren zum ersten Mal selbst an einem Modularsystem herumgepatcht habe, war klar: Genau das will ich auch!

    Mein Ziel ist es jedoch eigentlich auch nicht einen fertigen Track zu machen. Ich will herumspielen, Synthesizer-Komponenten verstehen und in "fettem Sound baden". Das kann ich mit dem Modular meines Gefühls nach besser, als mit Software - die hat dafür andere Vorteile.

    Zur Speicherbarkeit glaube ich aber, dass es in Zukunft immer mehr "Spezialmodule" geben wird, die "für sich" speicherbar sein werden. Gerade bei Seuqencern à la "Circadian Rhythm" oder "Sequencer 1" (oder wie das "Audio Damage"-Modul heißt) macht das für mich auch Sinn. Komplette Patches zu speichern mag für den ein oder anderen hilfreich sein - ich brauche es tatsächlich nicht.
     
  22. Steckmatrix-Synths laufen für mich nicht unter "modular". Modular ist, wenn ich über die Verwendung eines Moduls frei entscheiden kann. Bei keinem der mir bekannten Steckmatrix-Systeme kann ich ein VCF hinter einen ADSR hängen, um in den Bässen den Klick auf dem Attack wegzunehmen. Das ist modular.

    Ein bisschen umfangreicheres Zuordnung von typischen Modulationsquellen an typische Modulationsziele wie im EMS oder dem ARP hat nix damit zu tun.
     
  23. psicolor

    psicolor Busfahrer und Bademeister

    Ich glaub dstyl meint was anderes.

    Prinzipiell hat ja jedes Modul nur eine endliche Anzahl von Ein- und Ausgängen am Frontpanel, an das Modul selbst kommt man ja nicht so einfach ran. Das heist, man kann sowieso nicht wirklich frei entscheiden, sondern hat eine Vorauswahl. Jetzt könnte man ja prinzipiell die ganzen Strippen in ne digitale Schaltmatrix stecken, wo man (zB auf dem Bildschirm) angezeigt bekommt, was grad mit was verbunden ist. So hätte man Total-Recall und die gleiche Flexibilität wie beim normalen Modular.

    Wie schon oben gesagt, ich glaube dass der Modularsynth heute die Bedürfnisse befriedigt, die bei er DAW zu kurz kommen. Würde man hier wiede rmit Total Recall anfangen, dann hat man die gleiche "Eindimensionalisierung" wie bei der DAW. Und wenn man sich schon mit der Beschneidung abgefunden hat, kann man auch gleich sowas komplett virtuelles wie zB VAZ Modular (imo ein sehr guter Software-Modular Synth!) verwenden.
     
  24. Cyborg

    Cyborg bin angekommen

    Firmen die es mit "programmierbaren" Systemen versucht haben, haben damit keinen Erfolg gehabt. 360° Systems oder war's EMU? hatten früher mal ein System bei denen es sowas wie eine analoge Speicherung gab. Realisiert wurde das mit einer Vielzahl von "Sequenzern" die dann mit voreingestellten CVs die Parameter der Module steuerten. Sehr aufwändig aber damals ging es nicht anders. Ich kenne jemanden, der viel später ein programmierbares, analoges Modularsystem fertig entwickelt quasi "in der Schublade" hatte. Ich hatte ihn des öfteren teils ungläubig, teils fasziniert darüber ausgefragt. Zur Produktion kam es aber nicht, das System wäre teurer gewesen als es der Markt zulässt, es wäre ein finanzielles Fiasko geworden. (also lässt man es ganz und verrät keine Details....könnte ja sein, dass sowas doch nochmal gefragt ist)
    Die preisgünstigste Speicherung ist immer noch ein Blatt Papier, farbige Stifte und ein System mit Blockschaltbildern (symbolen) und ein paar notierte Reglerstellungen. So hat man wenigstens das Patch nicht vergessen..
     
  25. Moogulator

    Moogulator Admin

    allgemein haben modulare systeme gute chancen - und zwar in alle richtungen . bei den euros würde ich mir klangliche verbesserungen wünschen gegenüber einigen sehr guten 5HE sachen gibt es da noch dinge die man aufholen muss, ggf- geht es auch einfach nicht.

    aber generell - modular ist vergangenheit, gegenwart und zukunft. was auch sonst?
    so wie die anderen kategorien auch.

    modularisiert und teilmodularisiert bei controller und steuerung - das liegt eher an der umfänglichkeit der benötigten technik - aber ein wenig digitalzauber sieht man an monomes letztem sequencerdingsi was über monome und ein modul die cv welt mit lautlicht beglückt - das ist m.e. noch besser als ein ipad interface.

    ipads wären fürs patchen ganz cool und für ein paar dinge die touchscreen gut machen, als performance sehe ich jedoch bei echten controllern mehr potential, ggf. mit mehr interkonnektivität. braucht aber etwas infrastruktur und wenn es fein und gut ist, wird es auch aufwendiger mit modularen bedienelementen.
    das ist aber eher ein controller-thema-

    ich denke ein generischer synth controller wie das system1 das zeigt ist ein guter schritt, einfach speziellere controller für ein paar bekannte zwecke - das würde es bringen und wäre auch übersichtlich(er) ..
    modular wird aber offen bleiben müssen - kann aber bestimmte baugruppen dennoch generisch abdecken wie hüllkurven oder sowas..


    da geht schon was, richtig.
     
  26. SvenSyn

    SvenSyn bin angekommen

    naja so einen Standalone-Controller für den Moog Modular von Arturia, mit Patchkabeln und auch Lauflicht-Sequencer wäre schon geil...

    Ähnlich hats ja Korg mit der Legacy-Collection udn dem passenden Controller gemacht.
     
  27. Wenn ich mir UHE Bazille anschaue und ein 30 Zoll Aufwärts Touchscreen ohne Augenkrebsgefahr auf 30cm wäre das eine Alternative wenn es den speicherbar sein soll.

    Ansonsten wird wohl alles, bis auf ein paar Trends, beim alten bleiben.
     
  28. Bernie

    Bernie Anfänger

    Das braucht man nicht. Wer Autofahren kann, der klebt sich auch keine gelben Post-It Zettel an Gas, Bremse, Kupplung und Blinkerhebel.
     
  29. Anonymous

    Anonymous Guest

    speicherbarkeit ist teuer, viel aufwand und sehr beschränkt im modularbereich... buchla hat es vorgemacht

    dass da eurorack hersteller was selber entwicklen und dann noch ein paar andere mitziehen ist sehr unwahrscheinlich.

    das buchla konzept ist schlussendlich auch nur was für live. die werte der module wird gespeichert, verkabelungen werden nur gespeichert wenn sie durch das speichermodul gehen und stehen gelassen werden. dadurch verkompliziert sich das ganze extrem für jeden patch der hinzu kommt.

    das sieht dann so aus, Richard Lainhart (RIP)

    src: https://youtu.be/0cVpK8xdM_I
     
  30. Xpander-Kumpel

    Xpander-Kumpel bin angekommen

    Hier wird irgendwie nur über Speicherbarkeit diskutiert.

    Im Ausgangsthread war das garnicht Thema :D .

    Ich finde die Zukunft sieht blendend aus und hat schon begonnen.

    Geräte wie der Elektron Analog Four, Minibrute, Microbrute, Dominion1, Akai Max, etc. läuten die Verbindung zwischen Analog und DAW/Digital ein und zeigen wo es hingehen wird. Parameterlocks für Modular als schönstes Beispiel. Die totale Speicherbarkeit so wie Richtung Buchla wird imho nicht kommen zu kleines Nischengeschäft.
     

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