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432 Hz vs. 440 Hz

über Musik und Musik machen…

Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon serge » 08.01.2017 10:45

Deine Argumente sind die eines Kreationisten – was, nur zur Klarstellung, nicht bedeutet, dass ich behaupten würde, Du seist ein Kreationist:
• Ein Kreationist behauptet, sein Glaube an einen Schöpfergott sei kein Glaube, sondern eine wissenschaftliche Theorie, und als solche den Naturwissenschaften und ihren Erkenntnissen ebenbürtig, speziell der Evolution, die ja auch nur eine wissenschaftliche Theorien sei.

Diese Argumentation fußt auf der missbräuchlichen Gleichsetzung zweier möglicher Bedeutungen des Begriffs "Theorie" seitens der Kreationisten:
• der alltäglichen Bedeutung des Begriffs "Theorie" im Sinne von "Vermutungen", "Vorstellungen", "Behauptungen", basierend auf eigenen Erfahrungen in allerlei verschiedenen Umständen,
• und der wissenschaftliche Bedeutung des Begriffs "Theorie", bei der systematisch allgemein gültige "Erkenntnisse" gewonnen werden, die nicht nur auf eigenen (subjektiven) Erfahrungen basieren, sondern objektiv überprüfbar sind. Damit ist eine wissenschaftliche Theorie solange gültig, bis ein stichhaltiger wissenschaftlicher Gegenbeweis erbracht worden ist.

Die kreationistische Argumentation versucht nun, entweder
• Glaube (an einen Schöpfergott) als eine wissenschaftliche Theorie zu etablieren,
oder (seltener)
• Wissenschaft (im Sinne der Evolutionstheorie) als reine Behauptung und Vermutung zu deklassieren.

In Deiner Argumentation hat der (äußerst unscharfe) Begriff der "Esoterik" die Rolle des Schöpfergottglaubens der Kreationisten übernommen: Du behauptest, Esoterik sei eine Wissenschaft, die Urknalltheorie sei ein Glaube und versuchst, bestimmte Fragestellungen der Naturwissenschaft als "Spielerei" zu deklassieren.

Nun kann man zu Recht fragen, warum ich so vehement gegen diese Argumentationsfigur anschreibe: Dieses Muster, den eigenen Glauben als Wissenschaft, und Wissenschaft als Vermutung darzustellen, ist leider nicht nur in diesem Thread und nicht nur bei Kreationisten anzutreffen, sondern z.B. auch bei Klimawandel-Leugnern. Es kann also nicht schaden, sich dieser Argumentationsfigur bewußt zu sein.

Dabei ist – um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen – der Rückgriff auf Esoterik ja gar nicht notwendig, um zu erklären, warum unterschiedliche Kammertöne und unterschiedliche Skalen auf Instrumenten mit Formanten unterschiedlich klingen können (siehe meine frühere Post).

Hingegen hat ein Musikstück, das mich emotional so sehr berührt, dass ich eine Gänsehaut bekomme, diese Wirkung unabhängig davon, ob ich es über den Lautsprecher eines alten Kofferradios, auf einem nicht ganz auf 33 1/3 UpM laufenden Plattenspieler oder in einem optimal abgestimmten Konzertsaal höre – denn seine emotionale Wucht ist vor allem in meiner Person begründet. Jemand anderen mag das gleiche Stück vollkommen kalt lassen.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon betadecay » 08.01.2017 10:51

@serge: Exzellente Ausführung.

Wissenschaft verkündet keine "endgültigen Wahrheiten " - dafür gibt es die Religion. Da liegt der Unterschied begründet.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Bernie » 08.01.2017 11:01

Ping hat geschrieben:Klar hören die Menschen im direkten vergleich einen Unterschied, der Kammerton A ist schließlich verstimmt. Entscheidend ist aber ob dieser Unterschied die Musik besser klingen lässt für den Zuhörer.

Nicht besser oder schlechter, aber abseits der Hörgewohnheiten.
Ich merke das immer dann, wenn ich Synthesiezer zusammen mit meinen birmanesischen tuned Gongs einsetze.
Diese Gongs, wie auch viele Thai-Gongs, sind oftmals ausgehend von A=443Hz gestimmt, ich muss also alle anderen Synthies etwas anpassen. Das hört man schon und fällt besonders dann auf, wenn man auf 440Hz getunte Stücke direkt davor und danach hört.
Mit 432 Hz werde ich überhaupt nicht warm, das klingt immer etwas befremdlich, dann lieber gleich exotische Skalen.
Wahrscheinlich ist man ein Gewohnheitstier.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Alhambra » 08.01.2017 12:05

serge hat geschrieben:Deine Argumente sind die eines Kreationisten – was, nur zur Klarstellung, nicht bedeutet, dass ich behaupten würde, Du seist ein Kreationist:
• Ein Kreationist behauptet, sein Glaube an einen Schöpfergott sei kein Glaube, sondern eine wissenschaftliche Theorie, und als solche den Naturwissenschaften und ihren Erkenntnissen ebenbürtig, speziell der Evolution, die ja auch nur eine wissenschaftliche Theorien sei.

Diese Argumentation fußt auf der missbräuchlichen Gleichsetzung zweier möglicher Bedeutungen des Begriffs "Theorie" seitens der Kreationisten:
• der alltäglichen Bedeutung des Begriffs "Theorie" im Sinne von "Vermutungen", "Vorstellungen", "Behauptungen", basierend auf eigenen Erfahrungen in allerlei verschiedenen Umständen,
• und der wissenschaftliche Bedeutung des Begriffs "Theorie", bei der systematisch allgemein gültige "Erkenntnisse" gewonnen werden, die nicht nur auf eigenen (subjektiven) Erfahrungen basieren, sondern objektiv überprüfbar sind. Damit ist eine wissenschaftliche Theorie solange gültig, bis ein stichhaltiger wissenschaftlicher Gegenbeweis erbracht worden ist.

Die kreationistische Argumentation versucht nun, entweder
• Glaube (an einen Schöpfergott) als eine wissenschaftliche Theorie zu etablieren,
oder (seltener)
• Wissenschaft (im Sinne der Evolutionstheorie) als reine Behauptung und Vermutung zu deklassieren.

In Deiner Argumentation hat der (äußerst unscharfe) Begriff der "Esoterik" die Rolle des Schöpfergottglaubens der Kreationisten übernommen: Du behauptest, Esoterik sei eine Wissenschaft, die Urknalltheorie sei ein Glaube und versuchst, bestimmte Fragestellungen der Naturwissenschaft als "Spielerei" zu deklassieren.

Nun kann man zu Recht fragen, warum ich so vehement gegen diese Argumentationsfigur anschreibe:


Dieses Muster, den eigenen Glauben als Wissenschaft, und Wissenschaft als Vermutung darzustellen, ist leider nicht nur in diesem Thread und nicht nur bei Kreationisten anzutreffen, sondern z.B. auch bei Klimawandel-Leugnern. Es kann also nicht schaden, sich dieser Argumentationsfigur bewußt zu sein.

Dabei ist – um zum eigentlichen Thema zurück zu kommen – der Rückgriff auf Esoterik ja gar nicht notwendig, um zu erklären, warum unterschiedliche Kammertöne und unterschiedliche Skalen auf Instrumenten mit Formanten unterschiedlich klingen können (siehe meine frühere Post).

Hingegen hat ein Musikstück, das mich emotional so sehr berührt, dass ich eine Gänsehaut bekomme, diese Wirkung unabhängig davon, ob ich es über den Lautsprecher eines alten Kofferradios, auf einem nicht ganz auf 33 1/3 UpM laufenden Plattenspieler oder in einem optimal abgestimmten Konzertsaal höre – denn seine emotionale Wucht ist vor allem in meiner Person begründet. Jemand anderen mag das gleiche Stück vollkommen kalt lassen.


-Es gibt immer mehrere wahrheiten-


ja, mag alles sein, klimawandel-leugnern ja, kann man so argumentieren, wenn man möchte.
Mich in der schublade -kreatonist- verorten, der bequemlichkeit wegen, bitte.
Evtl noch was mit verschwörungstheoretikern ? :mrgreen:

Von diesen argumentativen pfeilspitzen mal abgesehen, ich kann all deinen ansichten folgen, ich hab damit kein problem und muss auch nicht widersprechen, widerlegen oder irgendwelche krümmel suchen an denen ich mich abarbeite. Nein, ich schenke deinen ausführungen gerne glauben, allerdings inspirieren sie mich sehr wenig. sorry.


Wie gesagt, ich führe keine grundsatzdiskussionen mehr, mich bringt das nicht mehr weiter und ich muss auch nicht vehement gegen bestimmte dinge oder mir unliebsamen ansichen anschreiben was die unterschiedlichen lebensphilosophien oder metathemen betrifft.
Wenn du meine ansichten nicht teilen kannst/willst oder wenn dich das nicht inspiriert ausser das es dich dazu anregt zu widersprechen oder von mir angesprochene sacheverhalte, deinem weltbild gemäss, richtig zu stellen, bitte. :D Meine, wie ich finde, durchaus plausible meinung hab ich kundgetan und evtl fühlt sich ja ein anderer leser dadurch inspiriert, dass wäre mir lohn genug...

Wie ich mich ebenfalls gerne von anderen inspirieren bzw beeindrucken lasse, in welcher form auch immer.


schönen sonntag
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 08.01.2017 13:21

fanwander hat geschrieben:Ich habe mir die Links nicht im Detail angehört, aber: Im elekronischen Pop-Bereich ist das völlig unerheblich. Bei Saiteninstrumenten (egal ob Pop oder Klassik), macht die absolute Stimmung natürlich entscheidend was aus. Da ja die originalen Saitenlängen für eine bestimmte Tonhöhe geplant sind, und tiefere Stimmung bei gleicher Saitenlänge ganz andere Anschlags-Detunings haben.

Alles was darüberhinaus geht ist esoterische Dummschwatz. Dann kann man sich auch gleich einen Kristall in den Popo schieben um ausgeglichener zu pupsen.

:supi:
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Beitragvon starling » 11.01.2017 23:06

serge hat geschrieben:Deine Argumente sind die eines Kreationisten

Das ging nicht an mich und ist OT (?) deswegen bin ich da nicht drauf eingegangen, aber:

Das Wort das Dir fehlt ist Metaphysik. Kreationismus ist doch was anderes.

Die Naturwissenschaft und Physik weiß nichts über den Urknall,
sondern nur über das Universum dannach,
deswegen suchen manche Physiker auch nach Lösungen die ohne Urknall auskommen,
auch wenn das das Problem nur verschiebt:

Warum ist überhaupt irgend etwas und nicht vielmehr nichts?

Naturwissenschaft heute erklärt das explizit *nicht*, sondern das liegt ausserhalb.

Urknall ist eine Hypothese, für die einiges, insbesondere Messungen, spricht, aber Physikern gefällt sie überhaupt nicht,
weil die Erklärung für die Singularität fehlt.

(Die andere Alternative, daß das Universum ohne Anfang ist, macht auch Probleme:
In dem Fall wäre es unendlich alt, das hieße daß alles was möglich ist bereits passiert ist
und das schließt alle möglichen Wiederholungen ein, was bedeutet daß nichts mehr möglich wäre..
und es bliebt die Kernfrage der Metaphysik, warum überhaupt etwas ist)

Laut Physik heute ist alles nur Energie im multidimensionalem Raum,
und die lässt sich laut Physik weder erzeugen noch vernichten,
aber was Energie ist, oder wo sie herkommt, warum sie überhaupt da ist,
oder was Raum ist und warum er da ist, weiß die Physik nicht.
Die heutige weiß das prinzipiell nicht und hält sich auch idR für nicht zuständig was das angeht.

Das ist Metaphysik, und sich darüber Gedanken zu machen hat nichts mit Kreationismus zu tun.
Und sich nie darüber Gedanken zu machen oder das abzustempeln ist irgendwie borniert finde ich.
Vielleicht gibt es irgendwann eine Physik die das erklärt, aber die wird zwangsläufig metaphysisch sein.

Soviel dazu. Und ja, Wissenschaft, insbesondere in dem Bereich, ist per definitionem esotherisch...
.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Alhambra » 11.01.2017 23:09

:supi: :nihao:
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Dark Walter » 11.01.2017 23:19

Es gab in der Vergangenheit schon einige Tests mit denen bewiesen wurde das Frequenzen jenseits des hörbaren einen Einfluss auf Lebewesen haben können. Da hier das wirtschaftliche Interesse fehlt stehen für weitere Forschungen bzw. signifikanten Studien leider keine Gelder zur Verfügung.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 11.01.2017 23:19

Richtig, die Physik arbeitet nur mit bewiesenen Hypothesen und viel Annäherungen. Aber das was bewiesen ist, funktioniert immer. Metaphysik ist halt gut für Lagerfeuerromantik und um die Frage Warum und ob da einer was steuert und so weiter. Sie beantwortet Fragen auf die wir noch keine Antwort haben, aber ob die Antworten richtig sind, ist ohne Bedeutung. Dem Mensch reicht es oft, dass etwas, was man nicht versteht, erklärt wird. Ob die Erklärung Quatsch mit Soße ist, ist da weniger wichtig.

Hier beim 432Hz vs 440Hz bräuchte man erst nach Erklärungen suchen wenn viele normale Menschen da ganz klar einen positiven Unterschied erkennen würden. Ich schaue mal in meine Glaskugel und behaupte so gut wie keiner findet Musik mit 432Hz besser als mit 440Hz, allein schon deswegen weil unsere Hörgewohnheiten volle Kanne auf 440Hz gepolt sind.

Dark Walter hat geschrieben:Es gab in der Vergangenheit schon einige Tests mit denen bewiesen wurde das Frequenzen jenseits des hörbaren einen Einfluss auf Lebewesen haben können.
Wenn etwas bewiesen wurde, dann gibt es eine wissenschaftlich anerkannte Quelle dazu, wo ist diese?
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Dark Walter » 11.01.2017 23:21

Es geht hier nicht ausschliesslich um das Hören.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon SvenSyn » 11.01.2017 23:22

Also ich arbeite jetzt seit Sonntag mit 432Hz als Kammerton.

Bis jetzt lebe ich noch, mal sehen wie es in einer Woche aussieht.
Fühlt sich aber alles sehr gut an :supi:
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Alhambra » 11.01.2017 23:30

Metaphysk am lagerfueer ist eine gute sache, in der regel sind die leute friedlich, guter laune und kommunikativ, so ein lagerfeuer erdet und inspiriert.
Ich denke die leute sollten sich öfters am lagerfeuer zsammenfinden und sich zb in achtsamkeit üben anstatt sich zb im internet über alles und jeden auszulassen.


Zwischen einem internetforum und einem lagerfeuer liegen jedenfalls , wahrlich galaktische unendlich weite welten. ;)


Gute nacht
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Dark Walter » 11.01.2017 23:36

Zero hat geschrieben:
Dark Walter hat geschrieben:Es gab in der Vergangenheit schon einige Tests mit denen bewiesen wurde das Frequenzen jenseits des hörbaren einen Einfluss auf Lebewesen haben können.
Wenn etwas bewiesen wurde, dann gibt es eine wissenschaftlich anerkannte Quelle dazu, wo ist diese?


Schau einfach mal nach Neurofeedback.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Xpander-Kumpel » 11.01.2017 23:44

Der Klavierstimmer der Berliner Philarmonie(betreut dort u.a. 8 verschiedene Konzertflügel, z.B. 3xSteinway, 1xBösendorfer, Bechstein...) hat gesagt, das für ihn sehr schwierig ist das verschiedene Orchester auch leicht unterschiedliche Stimm-Referenzen benutzen. Das bedeutet das er alle Instrumente für einen Auftritt eines anderen Orchesters als des "Home"-Orchester umstimmen muß. Die Flügel sind wohl nicht speziell "nur" für 440Hz oder 432Hz gebaut.
Nur mal als Info zur Dikussion.
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Re: OT

Beitragvon serge » 12.01.2017 00:25

starling hat geschrieben:Das (…) ist OT (?) …

Der Begriff "Esoterik" wurde nicht von mir in diese Diskussion gebracht – ich habe dargelegt, dass erstens ein Rückgriff auf Esoterik gar nicht notwendig ist, um die in diesem Thread gestellte Frage nach den Auswirkungen verschiedener Kammertöne und Stimmungen zu beantworten, und dass es zweitens Unfug ist, Esoterik als Wissenschaft zu bezeichnen.

Das Wort das Dir fehlt ist Metaphysik. Kreationismus ist doch was anderes.

Danke, aber das ist mir beides bekannt. Zur Klarstellung: Weder habe ich geschrieben, dass Alhambra Kreationist sei, noch dass er über Kreationismus sprechen würde. Stattdessen habe ich geschrieben, dass er Argumentationsfiguren benutzt, wie sie auch von Kreationisten benutzt werden:
serge hat geschrieben:In Deiner Argumentation hat der (äußerst unscharfe) Begriff der "Esoterik" die Rolle des Schöpfergottglaubens der Kreationisten übernommen: Du behauptest, Esoterik sei eine Wissenschaft, die Urknalltheorie sei ein Glaube und versuchst, bestimmte Fragestellungen der Naturwissenschaft als "Spielerei" zu deklassieren.


starling hat geschrieben:Und ja, Wissenschaft, insbesondere in dem Bereich, ist per definitionem esotherisch...

Wie ich neulich schon schrieb, ist der Begriff "Esoterik" äußerst unscharf. Wenn Du nun das Adjektiv "esoterisch" im Sinne von "nur Eingeweihten verständlich" (lt. Duden), "unverständlich" oder "versponnen" (lt. Wikipedia) verwendest, ist das etwas anderes, als zu behaupten, dass Esoterik eine Wissenschaft sei…was nach wie vor Mumpitz ist.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Alhambra » 12.01.2017 00:34

hab ich so nicht gesagt, ich meinte das esoterik durchaus eine -art- diziplin der geisteswissenschaft ist und ich verstehe ehrlich gesagt nicht warum man da grossartig widersprechen muss.
Man kann durchaus in einem philosophischen rahmen das portal der esoterik betreten,
ich weiss nicht was daran verwerflich sein soll.

Diziplin impliziert da ja auch was, gell.

Dh man kann sich auch als esoteriker einer wissenschaftlichen ordnung fügen , ich nenne das dann der einfachheit wegen : - gesunder menschenverstand-
Und um es zu betonen, ich würde mich selbst nicht als einen esoteriker bezeichen aber ich bin durchaus ein spiritueller mensch, vielleicht sogar mehr als alles andere.
Ich denke wir haben einfach aneinander vorbeigeredet. Internet ist halt einfach kacke, am lagerfeuer lässt es sich besser reden, gerade bei solchen metathemen die hundert nebensätze zulassen um halbwegs klarheit zu schaffen was man eigentlich gemeint hat.
Und was den kreatonisten betrifft, wenn überhaupt dann würde ich mich am ehesten den -agnostiker- zugehörig fühlen, wobei... das wäre auch nur eine promille dessen was mich als individium ausmacht.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 12.01.2017 01:43

Dark Walter hat geschrieben:Es geht hier nicht ausschliesslich um das Hören.

Es geht hier um Hören und Fühlen. Wenn ich bei 432Hz mich nicht besser fühle beim Hören, denn bringt mir das nichts. Leider kann ich nur für mich sprechen und nicht für andere.

Ich sehe auch bei 432Hz nicht die Verbindung zu Neurofeedback, denn wo ist da das Feedback?
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Beitragvon starling » 12.01.2017 01:52

Vielleicht sind wir drei uns heute ausnahmsweise halbwegs einig.

Ich würde übrigens zB Astrologie auch als Geisteswissenschaft bezeichnen, der/die Astrologin schaut ja nur wie die Sterne sind und schaut sich dazu die Charaktere und Schicksale an, das ist ein Stück weit empirisch, unabängig davon obs am Ende stimmt oder nicht, und unabhängig davon ob und warum das so ist wie er/sie beobachtet.

Ein Gedankengebäude, das in sich relativ stimmig ist - Geisteswissenschaft.
Aber halt erstmal nur in sich stimmig.
Ich seh da nicht so den Unterschied zu anderen Geisteswissenschaften ausser Mathematik falls die dazu gehören soll.

Es sind Modelle mit denen man ein Stück weit Komplexität reduzieren kann.
zB glaub ich zwar eigentlich nicht an Horoskope, es wär für mich aber interessant das Sternzeichen von jemand zu wissen
(und was da noch dazu gehört) - das könnte mir dann als einfaches Modell dienen (bzw als Vorurteil, anders gesagt).

Wenn das arrogante und verkopfte Arschloch (wie ick zB) Steinbock ist - gibt Sinn, laut Astrologie.
"Hätte man sich denken können". Ein Modell halt, das dann passt, oder mit dem sich zumindest arbeiten lässt.

Vielleicht weiß man in 50 Jahren daß es genetische Zyklen gibt oder jahreszeitliche frühkindliche Prägungen die
zu so was ähnlichem wie die Charakterisierung von Sternzeichen führt. Denkbar.
Heute kann man mit Sternzeichen arbeiten, wenn man will, und damit was anfangen kann.
Man kann es auch ablehnen, auch aus guten Gründen.

Das nur als Beispiel, es lassen sich ne Menge "esotherischer" (im Sinne von Freak-) Ideen rationalisieren
und zumindest auf die Stufe von anderen Geisteswissenschaften stellen.
Weils halt nur in sich stimmige Gedankenmodelle sind erstmal.
Jede Naturwissenschaft hat so angefangen, übrigens.
Und je tiefer man bohrt, desto unsicherer wird man was man eigentlich wissen kann und was denkbar ist-
Und ich persönlich finde es interessanter das denkbare auszuloten.

Deswegen interessiert es mich nicht zu denken: egal wie etwas transponiert ist spielt keine Rolle - ich weiß ja schon daß das nicht stimmt.
Dann frag ich lieber, welche Rolle könnte es spielen, und da finde ich erstemal jeden Gesichtspunkt interessant genug um den zumindest ein bischen auszuloten, auch wenn vieles nicht weiter führt.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 12.01.2017 05:50

Ohhhh nein nicht Astrologie :mrgreen: Das hat meine Frau mal richtig gelernt, weil sie davon überzeugt war. Dann kam der Punkt an dem sie erkannte, dass letzten Endes sie die wirklich wichtigen Sachen selbst hineininterpretieren muss. Ab den Punkt hat selbst sie mit dem Kopf geschüttelt und sie glaubt nun wirklich an viele Sachen.

Wie dem auch sei. Für mich muss auch nicht alles wissenschaftlich bewiesen sein. Ich muss aber eindeutig einen für mich positiven Nutzen aus einer Sache ziehen können, ansonsten ist es für mich nicht relevant.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon intercorni » 12.01.2017 09:23

Esotherik ist keine Wissenschaft sondern Bullshit. Es spielt keine Rolle, ob man für sein Musikstück den Kammerton auf 432 oder exakt auf 440Hz stimmt. Für die Musik ist das nicht relevant.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon F.A.B. » 12.01.2017 10:48

intercorni hat geschrieben:Esotherik ist keine Wissenschaft sondern Bullshit. Es spielt keine Rolle, ob man für sein Musikstück den Kammerton auf 432 oder exakt auf 440Hz stimmt. Für die Musik ist das nicht relevant.


Esoterik ist erst Bullshit, wenn die Wissenschaft das
Gegenteil bewiesen hat. Andererseits ... hat die Wissenschaft schon oft genug sich selbst als Bullshit
dargestellt. Finde den Fehler ;-)
Manchmal braucht man nur neue Möglichkeiten,
um das festzustellen ... Bin schon gespannt ob und wann
der Mensch Einblick in weitere theoretische Dimensionen
findet, laut Stephen Hawking sind es 11, oder andere Dinge, die theoretisch Möglich sind,
unser Kopf sich dem gedanklich aber sträubt.

Die Tonhöhe ist für die Musik immer relevant !

Wenn etwas komplexes besser klingt, kann man
versuchen es zu erklären oder es ein als göttlich oder als eins mit dem universum betiteln. es gibt viele großartige Musiker aus der Klassik die überzeugt von 432Hz sind.

Ich kann nicht sagen, was besser ist, kann es aber auch nicht mangels Erfahrung und vlt auch mangels wahrnehmerischen Möglichkeiten als Bullshit, nur weil ichs nicht verstehe, betiteln.

Nur der Schwachsinnige bildet sich ein absolutes Urteil.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 12.01.2017 11:13

Entschuldigung, aber wo hast du so viel Unsinn in deinem Leben aufgeschnappt?
F.A.B. hat geschrieben:Die Tonhöhe ist für die Musik immer relevant !
Intervalle machen die Musik relevant. Wenigstens das solltest du wissen.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon F.A.B. » 12.01.2017 11:20

Zero hat geschrieben:Entschuldigung, aber wo hast du so viel Unsinn in deinem Leben aufgeschnappt?
F.A.B. hat geschrieben:Die Tonhöhe ist für die Musik immer relevant !
Intervalle machen die Musik relevant. Wenigstens das solltest du wissen.


Und ein Intervall besteht nicht aus zwei Tonhöhen?
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Alhambra » 12.01.2017 11:41

Was man mir absoluter sicherheit behaupten kann ist das ignoranz und elitäres denken bullshit ist.

Goldkabel sind zweifelslos auch bullshit.
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Re: 432 Hz vs. 440 Hz

Beitragvon Zero » 12.01.2017 12:31

F.A.B. hat geschrieben:Und ein Intervall besteht nicht aus zwei Tonhöhen?

Doch aber die Tonhöhe des Grundtons ist dabei irrelevant. Der Intervall dazu macht die Musik.

Relevant ist der Grundton nur wenn ein Musikinstrument damit besser klingt, beim Synth wäre dann der Grundton da am besten wo man in einem Sweetspot ist, oder bei einem akustischen Instrument wo es am schönsten schwingt. Das kann man unmöglich nur an einer Frequenz von 432Hz festmachen, sondern das ist bei jedem Instrument anders. Deswegen wird ja nicht alles in C gespielt, weil z.B. eine Sängerin mit E als Grundton viel besser klingt, eine andere mit F und so weiter. Ich hoffe es ist klar worauf ich hinaus will.
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