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Synthesetipps - Wie ansetzen?

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Kleine Rubrik für Tipps wie man ansetzen kann, etwas Klangforschung zu betreiben..

Getriggert durch diesen Thread http://www.synthesizerforum.de/synthesizer/viewtopic.php?t=9765&start=30&postdays=0&postorder=asc&highlight=

Synthese

  • Stringsounds und Resonatoren bauen: Karplus Strong: Nimm einen Synthesizer mit Kammfilter oder Delay, stelle das Delay kurz ein und setzte den Feedback hoch, nun triggere dies durch einen kurzen Impuls per Rauschen (Oszillator mit VCA Hüllkurver oder pre Mixer, wie zB im Waldorf Q), Dies ist die Grundlage für Physical Modeling und Stringsimulationen..


  • Bei Modulsysteme, wenn kein hochwertiges Highpassfilter zur Hand ist: Ausgang vom Tiefpassfilter 180 Grad phasenverschoben zum Originalsignal mischen. Filter öffnen und die Pegelverhältnisse so einstellen, dass der Klang verschwindet - dann filtern.


  • Böse:

In Modularsystemen kann man das Ausgangssignal eines Filter bearbeiten und in den Eingang zurückführen. Waveshaper und Verzerrer machen so das bravste Filter böse.


  • Klicks werden Sounds:

nutze doch mal schnelle Hüllkurven als "Klangerzeuger" für Multiklicks oder sowas wie Grainwolken.. imo ist das hier sicher nicht so gedacht, das man bahnbrechende ideen hat.. aber sicher kann man dann auch ein delay nehmen und es zum schwingen bringen und das als klang nutzen - karplus strong / physical modeling.. nicht neu, aber mancher hats noch nicht gemacht.. kann man aber. -Multiklicks mach ich mit runtergepitchten Oszillatoren, zumindest bei den "guten" Synths geht das


  • Klicks nochmal (modular):

-Noisegenerator als Trigger für schnelle Hüllkürven nutzen, ergibt Random Gebritzel/ -Klickerrhythmus


-LFO Sequencer: CV-Ausgang eines StepSequenzers im Cycle-Mode durch einen Slew-Limiter ergibt einen gesyncten LFO mit "programmierbarer" Wellenform... Sequenzerstop nach einmaligem Durchlauf und man hat so etwas ähnliches wie eine 16 Stage Hüllkurve. dazu: wenn man dann noch einen VC Slew Limiter hat, kann man mit einer weiteren Reihe noch die Steige- und Fallzeigen variieren


- Ein Osc => mehrere Filter (anstatt z.B. mehrere OSC => ein Filter)

- FM mit obertonreicher Modulator=>Filter=>Carrier-Verschaltung

- LFOs durch (wenn vorhanden & gewünscht modulierbare) Waveshaper gibt interessante(re) Modulationsverläufe


  • schräge sounds:

ich route gerne mein pitch-wheel auf 2 von insgesamt 3 oszillatoren. den einen osz. mit + 12 halbtönen, den anderen mit - 12. wenn man dann "am rad dreht" ergeben sich in den zwischenstufen metallsich-schräge sounds und auf vollausschlag isses wieder in tune ... da kann man als modquelle natürlich auch was anderes nehmen, stepSequenzer oder so ...


  • FM - Klänge einfach erstellen:

die Eckfrequenz eines Filter kann man auch mit schnellen Modulationsquellen wie einem Oszillator modulieren. Operator + Feedback -> 0Hz Operator + Feedback, moduliert man die Phase des Shaper-Operators erhaelt man PWM. Das Signal, bevor es in den Waveshaper reingeht mit VCA und Hüllkurve modulieren: macht u.a. schöne Attack-Phasen irgendwo zwischen FM und Filtersound. (und spart das Filter ein - wenn man nicht so viele davon hat. Gut klingt's auch wenn man den Shaper per Envelope pitchmoduliert und dann auf die 0Hz "runterlaufen" laesst, es gibt leider viel zu wenige FM-Synths die einzelne fixed frequency Operatoren pitchmodulieren koennen.


Sequenzer Abteilung / Bounce Ball Effekt: Sinus LFO als Trigger für einen Drumsound verwenden und den Sinus LFO mit einer Hüllkurve oder einem zweiten Saw LFO modulieren. Ergibt den Bouncing Ball Effekt. In einem Step Sequenzer Steps als Clock für einen zweiten StepSequencer verwenden. Ergibt ein spezielles Groove Feeling.


  • Powerchords - Katzendarm:

Grundton und Quarte/Quinte über die Oszillatoren als feste Intervalle einstellen, richtig ordentlich Distortion draufgeben, und fertig ist der HeavyMetal Katzendarm™


Steeldrums:

  • 1) mind 4-6 Bandpässe mit an einen Rauschgenerator anschließen und fest stimmen, das Ergbnis ist sowas wie eine "Wellenform", die als Steel Drum genutzt werden kann..


Hihats und Cymbals:

  • 2) Hihats : 3-6 Töne schräg verstimmen und mit Highpass bearbeiten, etwas Resonanz drauf: Zack! TR-style Hihats oder Cymbals..


  • Space und Britzel mit Delays - Roboter bis Chorus:

Delaytime mit LFO oder Hüllkurve modulieren könnt ganz Spacige Effekte geben Delayeffekt mit ultrakurzer Delayzeit (zB 1 ms) benutzen, das klingt dann zB so: http://home.arcor.de/einton/messiaen.mp3 von Roboter über Dopplungen bis SciFi und Schepperklang. Macht speziell beim Evolver Sinn, da lassen sich sogar Oszillatoren zur Modulation der Delays einsetzen, also so eine Art DelayFM... Ansonsten entstehen auch Chorus und Flanger Effekte auf diese Art... Extrem kurze Delay Zeiten mit hohem Feedback Wert und Modulation ist ja zur Zeit extrem im Trend. Nicht immer LFOs als Modulatoren nehmen sondern ENVs oder S/H, gerade bei Beats interessant. Ich steh gerade auf Layer Sounds. Vor allem mit Granular Sampler von Reaktor. Vocal laden, Loop definieren, schön Jittern und mit anderen Oszis ein Layer basteln. Für Pads ist auch die Kombination (in Stereo) Flanger -> Reverb (100%) -> Delay schön.


Bassdrums:

  • Bassdrum und Basssound durch den gleichen Kompressor jagen. (muss kein guter sein, ich machs mit der Electribe) wenn beide Signale eher Obertonarm sind (Tri/sin) bzw. die Bassdrum nicht verzerrt, dann klingts als ob der Bass von der Bassdrum gespielt wird. erinnert sogar an Jazzigen Kontrabass der fummelig gefingert wird. Da muss man natürlich die beiden Sachen etwas "In tune" bringen.


  • spectralis, oder(Software)Modularsynth:

Mehere OSCs ultratief stimmen (so das es nur noch ab und zu knackt) und diese dann per Ringmodulation,FM, Sync(,...) zu mehr oder weniger chaotischen Rhythmen oder Klanglandschaften formen. Wenn die OSCs jetzt nicht freilaufend schwingen, sondern sie auf einen Keyboard oder Sequencer trigger gesynct werden, kann man durch regelmäßiges antriggern (z.B. alle 1-2 Takte, o.ä.) lustige Clicks'n'Cuts Rhythmen/Rhythmische Texturen erstellen, die teilweise sehr komplex klingen können. Jetzt kann man durch Pitch Modulation einzelner OSCs z.B durch das Modwheel interessant Breaks erzeugen. Das ganze bleibt durch die gesyncten OSCs aber in einem großen Bereich steuerbar. Noch größer wird die Spielwiese wenn man die Startphase der Oszillatoren einstellen kann... Zusätzlich sollte man natürlich das Ganze noch filtern, das Filter von einem oder mehreren der Oszillatoren dabei frequenzmodulieren lassen ........


Basedrum: Klugscheissmode on: Bassdrum = Basedrum .. Der Engländer an sich sagt gerne "Bais" = Bass, es gibt keine Basistrommel, klingt nur gut..


  • Sampler

Ich bin immer total auf die rauhen/hauchigen 80er Fairlight- oder PPG-Sounds abgefahren. Also hab' ich mir dann mit meinem EMU ESI-32 'n Fairlightsound für Arme gebaut: Der klassische AAAAAAAAAAAAHHHH-Sound: Mikrofon in Sample-IN. Samplelänge im Sampler definieren, und zwar gaaaanz kurz. Und, los geht's. Aufnahmelevel ziemlich niedrig einstellen. Einmal AAAAAAAAHHH machen. Jetzt diesen ziemlich leisen Sample auf max normalisieren. (Kommt schon 'n bisschen Rotz mit hoch Smile) Jetzt den Sample loopen - mögl. kurzer Loop - nun hört man einen extrem statischen Sound. Mit der Looplänge kann man jetzt auch noch die Klangfarbe und die Tonhöhe verändern. Darauf jetzt noch eine VCA-Hüllkurve und eine Prise LFO um ganz leicht die die Tonhöhe zu modulieren. Ach ja, den Sound noch tunen, nicht vergessen. Und schon isser deiner - der Fairlight.


produktion basslinie: ist weniger soundmäßig aber trozdem lustig: wenn ich drumtracks als midispur habe, dann kopiere ich die noten in die Midispur der Basslinie, so daß ich sie im pianoroll habe. Dann schalte ich sie Stumm und kann dann ne basslinie bauen, die genau auf die drums passt. gerade bei den Breaks ist das aber ziemlich geil. und bei frickel breakbeats ist das schon ne Hilfe. In VST5 reicht es mit gedrueckter Shift Taste Parts von mehreren Spuren auszuwaehlen und dann in den Editor zu gehen, SX kenne ich nicht. Einfaerben der Spuren wird in SX wahrscheinlich auch irgendwie funktionieren...

Nochwas für Lauflichter wie ich eines bin. bei der electribe tempo 150 - 180 32er beat, also doppelt so schnell. Einen Beat des Vertrauens Programmieren am besten frickliges, erstmal alles nur auf ungeraden Steps (1/32 sind bei dem Tempo ja sehr schnell) dann sämtliche Steps in den Takten 3-5 um einen Step (1/32) nach vorne verschieben. Damit das Ohr diesen "Fehler" kompensiert am besten vor und nach diesen "falschen" Takten eine kleine pause von ca. 1/4 - 1/3 Takt machen. Die Akzente sind dann immer minimal zu früh, das bleibt aber in einem Bereich der vom Taktgefühl des Hörers ausgeglichen wird. Diese Abweichung kann mit dem Swingfaktor noch etwas verkleinert werden. Das kann grooven wie die Sau und gibt dem ganzen etwas Jazziges.


  • HPF durch LPF ersetzen:

Bei Modulsysteme, wenn kein hochwertiges Highpassfilter zur Hand ist: Ausgang vom Tiefpassfilter 180 Grad phasenverschoben zum Originalsignal mischen. Filter öffnen und die Pegelverhältnisse so einstellen, dass der Klang verschwindet - dann filtern. Bei aelteren, nur mit LP-Filter ausgestatten Sampern, funktioniert das uebrigens auch. Man muss vorher 'ne invertierte bzw. an der X-Achse gespiegelte Version des Samples erzeugen (sollten die meisten Audio-Editoren schaffen) und es brauch halt 'ne Stimme mehr... - korrekt, man muss aber im modulsystem auch einen inverter haben, damit das geht, einige pulte haben auch einen phasendreher, aber in unserem umfeld ist das immer weniger der fall, daher ist es wichtig, da ein passendes modul zu haben.. ist ne gute sache, da ja grade ältere teile keinen hpf haben. oder kabel mit inverter basteln.


  • sämtliche parameter auf "random" !


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