Warum wieder Vinyl ?

Jo. Knosti + Reinigungs-Pampe selber ansetzen (70 aqua dest., 30 Isopropanol, 1 Tropfen Spüli). Trau dem alten Analog-Fotografen. Das kommt günstig
Sehr guter Tip! Danke:nihao: Hab hier gerade gesehen in einem Analogforum hat jemand glatt das Verhältniss umngedereht zwischen H2o und Alk
 
Mich würde mal interessieren wie jemand reagiert der von sagen wir von eins bis fünfzig immer nur
mit einem Malpad gemalt hat und dann plötzlich Bleistifte & Radiergummi in die Hand bekommt.
„Scheiße, kein UNDO!?”

Ich kann mitreden, kenne beides, habe meine Magisterarbeit noch vorbildlich auf mechanischer Schreibmaschine getippt (in 3 Durchschlägen, tippex war nix), habe analoge Fotografie gelernt (inkl. SW-Labor, eigene Chemikalien ansetzen usw.) und später Druckvorlagenverstellung noch auf elektrofotografischer Basis, zeichnen konnte ich auch noch am liebsten mit lavierter Tusche usw. Und? und als digitale Fotografie kam, hatte ich längst meinen letzten analogen Film verballert (weiß ich noch, wann und was drauf war) und seit 1993 nutze ich Grafiktabletts, erst mit Image Studio von Letraset, dann mit Painter (der bis heute auf dem Markt ist, leider seit Jahren unter Corel-Marke entsprechend verhunzt), seit iPad Pro nun Pro Create, Fresco & Co. Bei Painter war ich jahrelang um die Jahrtausendwende an der Entwicklung mit beteiligt. Und weißt du was? Und ich habe eine ordentliche Kiste voller Füllfederhalter, von billig bis sauteuer, von Supermarktware bis Montblanc aus den 1920er (!) Jahren, von Massenware bis aktueller Fundraising-Klitschen (mit Titan-Palladium-Federn, solche Scherze) und einer zweiten Kiste voller Tinten für diese Füller. Und ich schreibe mit diesen wunderbaren Scheißdingern am liebsten und zwar im Alltag! Neben dem Tippen auf Tastaturen von Mac (und dienstlich leider auch von Windows) und auf virtuellen Tastaturen des iPad & Co.

will sagen: es gibt nicht ent oder weder, es gibt sowohl als auch! Eine Alternative ist keine Disjunktion, würde ein Logiker sagen, oder informatisch OR != XOR. ;-) Noch nie gab es so viele Möglichkeiten. Mit Bleistift auf der Manschette was skizzieren, mit iPhone einscannen, mit iPad weiter bearbeiten…. Wat ne coole Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
wer hat denn alles eine Schallplatten Waschmaschine?
Ist mir zu nervig - ich kenne das noch aus Zeiten als mein Vater noch so etwas hatte (als kleiner Junge wusch ich manchmal seine Schallplatten).
Hat nie viel gebracht ... :dunno:

Ich mache statt dessen folgendes:
Schritt 1: Plattenteller anwerfen
Schritt 2: Bisschen Isopropanol Alkohol auf das drehende Vinyl träufeln (bekommt man für Nüsse in jeder Apotheke) - aber nur so wenig, dass nix runtersuppt
Schritt 3: Mit einer sauberen (!) Carbonbürste vorsichtig drübergehen (so daß die Flüssigkeit gleichmäßig verteilt wird bzw. alle Rillen gereinigt werden)
Schritt 4 (optional): Warten, bis das Vinyl trocken ist - dauert ungefähr 2-3 Minuten. Dabei unbedingt vermeiden zu rauchen ;-) Nass lässt sich die Platte so auch abspielen (deshalb ist dieser Schritt optional) - dann wird die Nadel auch gleich gereinigt.

Mit der Methode habe ich schon diverse als verranzt und kaputt geglaubte Platten vom Trödelmarkt wieder fast wie neu ans Laufen gebracht.
(aber auch nur fast)
 
Hab grad mal einen Kumpel gefragt der sich mit Platten gut auskennt bezüglich Reinigungsflüssigkeit selber herstellen. Er meint daß er das Risiko nicht eingeht weil es ja um die Langlebigkeit
der Scheiben geht. Ich werde es wohl auch nicht riskieren 30:70 scheint mir auch kein ausgeklügeltes Verhältniss zu sein. Ich schätz die Firmen die die Reinigungsflüssigkeit für
Schallplatten herstellen werden da schon ihre Tests gemacht haben und weitgehend optimiert haben. Wobei es natürlich auch sein könnte daß da dann noch irgendwelche Zusätze drinn sind.
Einfach nur Alk ,Spüli und Destilliertes Wasser kann aber eigentlich nicht schädlich sein...denke ich zumindest 🤔die Frage ist ob die Platte dabei auch Antistatisch wird .....wie dem auch sei, es gibt was günstigeres als
Knosti:
 
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„Scheiße, kein UNDO!?”

Ich kann mitreden, kenne beides, habe meine Magisterarbeit noch vorbildlich auf mechanischer Schreibmaschine getippt (in 3 Durchschlägen, tippex war nix), habe analoge Fotografie gelernt (inkl. SW-Labor, eigene Chemikalien ansetzen usw.) und später Druckvorlagenverstellung noch auf elektrofotografischer Basis, zeichnen konnte ich auch noch am liebsten mit lavierter Tusche usw. Und? und als digitale Fotografie kam, hatte ich längst meinen letzten analogen Film verballert (weiß ich noch, wann und was drauf war) und seit 1993 nutze ich Grafiktabletts, erst mit Image Studio von Letraset, dann mit Painter (der bis heute auf dem Markt ist, leider seit Jahren unter Corel-Marke entsprechend verhunzt), seit iPad Pro nun Pro Create, Fresco & Co. Bei Painter war ich jahrelang um die Jahrtausendwende an der Entwicklung mit beteiligt. Und weißt du was? Und ich habe eine ordentliche Kiste voller Füllfederhalter, von billig bis sauteuer, von Supermarktware bis Montblanc aus den 1920er (!) Jahren, von Massenware bis aktueller Fundraising-Klitschen (mit Titan-Palladium-Federn, solche Scherze) und einer zweiten Kiste voller Tinten für diese Füller. Und ich schreibe mit diesen wunderbaren Scheißdingern am liebsten und zwar im Alltag! Neben dem Tippen auf Tastaturen von Mac (und dienstlich leider auch von Windows) und auf virtuellen Tastaturen des iPad & Co.

will sagen: es gibt nicht ent oder weder, es gibt sowohl als auch! Eine Alternative ist keine Disjunktion, würde ein Logiker sagen, oder informatisch OR != XOR. ;-) Noch nie gab es so viele Möglichkeiten. Mit Bleistift auf der Manschette was skizzieren, mit iPhone einscannen, mit iPad weiter bearbeiten….
Ah man merkt du hast beruflich damit zu tun :cool: Cool! Ja, ich stimme dir zu...also als Laie :lol: Ich werde das Pad auf keinen Fall aufgeben und immer mal wieder antesten und gucken.
Wat ne coole Zeit.
ja, das auf jeden Fall. Laßt es uns nicht in vollen Zügen genießen und auch nicht im Groll , sondern erfreuen wir uns daran. Es ist ja ein Wunder die letzten 50 Jahre der Entwicklung miterleben zu dürfen.
 
Jetzt, wo ich mir doch mal so ein paar Videos zum Vinyl, Plattenladen und Presswerk angeschaut habe, kribbelt es natürlich wieder. Mir fiel gerade z.B. ein, dass man doch viel eher dazu geneigt ist, eine einmal aufgelegte Platte auch - ob Stücke oder ganze Seiten - wirklich durchzuhören. Man hat sich entschieden, und nun folgt das Ritual gegenüber dem Kunstwerk. Mit der Einführung der CD verblasste der persönliche Bezug zum Album schon etwas, denn Analoges ist - wie bei echten Büchern - doch tatsächlich etwas anderes. Beim Vinyl spielt nie nur das Album alleine eine Rolle. Auch wenn es m. E. einen Unterschied zwischen Mainstream Mucke in hohen Auflagen und Independent/Untergrund in kleinen/kleineren Editionen gibt.

Ganz übel finde ich - weil: erinnert doch arg an die '3 Affen' -, sich den ganzen Tag mit Musik auf den Ohren totzuschlagen. Das ist ähnlich wie: 30 mal hintereinander das selbe Lied zu hören. Man hört es schnell 'kaputt' und wird es leid. Auch per Handy ständig erreichbar zu sein, oder alle paar Sekunden auf das Display zu starren, ohne zu wissen, warum man das wirklich macht. Das erzeugt Neurosen und Zwanghaftigkeit etc. Man nimmt sich keine Zeit mehr, die Sehnsucht fällt weg, weil alles ständig und sofort abrufbar sein muss. Man merkt einem Schreiber oft auch an, ob er Handyzombie ist, weil das in den Charakter einfließt. SMS, am besten in Steno schreiben. 'LG' liest sich doch anders als 'Liebe Grüße'. Man koppelt sich durch die Digitaltechnik selber vom Menschlichen ab, und das ist sogar beabsichtigt. Entfremdung von anderen und auch von sich selbst. Fehlt nur noch die Schlumpfung der Gene.

Ich habe auch immer von einem Plattenladen geträumt, nebst anderen Obskuritäten. Selber Platten rausbringen, Label gründen, der Welt ein besonderes spirituelles Zentrum sein, Radiosender aufmachen, um Botschaften universell zu verteilen, ein Ort des Lichtes zu sein und die geilsten Alben vorzustellen - für eine faszinierendere Welt. Ein Laden mit Zugang zu einer anderen Welt, der heilsame Gegenpart zu dieser geisteskranken Matrix, die über Leichen geht.

Vergleiche ich alleine die Zeit, in denen ich Alben als Vinyl, Kassette oder CD in Händen hielt, hatte die CD eigentlich keine Chance. Ich hatte ja oft erst das eine und dann das andere Medium besessen. Platten und Kassetten lösten viel mehr Kommunikationslust aus. Auch nur alleine mit sich selbst, so findet tatsächlich eine innigere Verbindung mit dem analogen Medium statt. Das fühlte sich - zumindest bei vielen Alben - wie ein 'Du gehörst zu mir' an. Deshalb fing wohl auch das Sammeln an. CDs habe ich später dann zwar auch gesammelt, aber es war ein anderes sammeln. Es fühlte sich wie Massenware an.
Streaming lehne ich generell ab. Damit möchte ich nichts zu tun haben. Downloads haben zwar ihre Vorteile, wie ja auch alles aus Vor- und Nachteilen besteht, denn das Leben ist nie schwarz oder weiß, aber sie entfremden das Kunstwerk.

Das Aussenden bestimmter Musik bedeutet für mich Fühlungnahme mit der Außenwelt, aber auch mit der Innenwelt. Warum hätte ich dann wohl doch nie einen Plattenladen aufgemacht? Weil ich nicht wirtschaftlich genug denke. Um davon leben zu können, müsste ich Sachen verkaufen, die ich nicht mag. Mich damit abzugeben, das empfände ich als Zeitverschwendung. Wahnsinnig spannend fände ich es, wenn ich durch meinen Musikgeschmack oder einen eigenen Laden artverwandte Seelen anzöge, mit denen sich mehr Verstrickungen ergäben. Einfach nur Platten verkaufen, das wäre mir auch zu wenig. Man möchte wesensähnliche Resonanzen erzeugen und sich damit liieren. Ein Netz spinnen und sich organisieren, weil man eine gleichgeartete Gefühls- und Gedankenwelt weitertragen möchte, weil man sie als Segen empfindet, ohne dass sie zu etwas zwingt, aber anbietet. Das ist auch eine Form der Liebe, und Liebe ist heilsam.

Würde ich heute noch Platten sammeln, könnte ich mir Musikgeräte erst recht nicht mehr leisten. Ich kenne allerdings auch rein materialistische Sammler, denen die Alben scheißegal sind, die sich nur für Verkaufspreise interessieren. Für mich damals mit ein Grund, diesem Hobby zu entsagen. Sammler suchen aber auch immer Bewunderung im Außen. Ich fand die nie, weil die einen völlig anderen Musikgeschmack hatten. Das macht also erst Spaß, wenn man da was Gemeinsames hat, über das man leidenschaftlich kommunizieren kann. Was gäbe ich noch heute dafür, so gleich empfindende Seelen anzuziehen, oder im engeren Kreis sogar was mit denen aufzubauen. Hat sich leider nie ergeben.
Damals war ich stundenlang in einem Plattenladen drin. Als würde ich am Tropf hängen, so geil fühlte sich das an, wenn der das hatte, was ich liebte. Alleine diese Fundgrube, also 'zufällig' etwas anzuziehen, was emotional zu mir gehörte. Jede Platte wollte ich am liebsten anspielen, um deren Geheimnisse kennenzulernen. Mit digitalem Zeug kam dieses Bedürfnis nie auf.

Auf CDs las ich mir fast nie den Text durch. Auf den Platten interessierte mich jede Info. Das bewirkte alleine schon die Größe und Verpackung des Mediums, das wie der Eingang zur Musik selbst anmutete.

Sollte ich es tatsächlich mal schaffen, doch noch eigene Alben herauszubringen, dann auf jeden Fall auf Vinyl, Kassette, CD und als Download. Ich finde, alle haben eine Existenzberechtigung, und für jeden ist etwas dabei.

Es gibt noch eine Menge Alben, die entweder längst in Vergessenheit geraten sind, oder die nicht mehr - auch nicht auf dem Medium CD - neu aufgelegt werden, weil der Verkauf wahrscheinlich nicht mehr lohnt. Das Risiko ist zu hoch geworden. Wenn man das Geld übrig hat, macht es wohl nicht viel aus.
Ich sehe heute aber zu viele Leute, die sich kaum mehr Zeit nehmen, ein Stück ganz durchzuhören. Sie sind wie verrückt am Zappen, haben vielleicht sogar das Genießen verlernt oder möchten einfach 20 verschiedene Dinge gleichzeitig machen, so dass ihnen die Konzentration für die Qualität abhanden gekommen ist.
Wer weiß.

Die Dinge, über die ich schreibe, fühlen sich wie eine Art Zuflucht an, die das alte Gute in die Zukunft hinüberretten möchte.

Habt Ihr Euch mal Gedanken drüber gemacht, wie das neue Medium aussehen könnte, wenn ein Ruck durch die Gesellschaft ginge, und die Leute vom Streamen lassen würden, weil das neue Medium eine Renaissance einleiten würde? Vielleicht so eine Art Platte, allerdings mit den Vorteilen der CD (Tracks genau ansteuerbar, Vor- und Zurückspulen, höhere Dynamik, aber analogerer Klang, größere Covers, Vinyl 2.0 colorierbar und nicht in der Lade laufend, sondern auf dem Teller)?
 
Das ist ähnlich wie: 30 mal hintereinander das selbe Lied zu hören. Man hört es schnell 'kaputt' und wird es leid.
Also ich habe nur deshalb so wenige Schallplatten weil ich nur die behalte die sich eben niemals kaputthören. Daß ich einiges seit nun 38 Jahren heute noch mit Begeisterung hören kann zeugt von
Quallität. Klar trifft das nicht auf alles von damals zu. Aber auf meinen persönlichen Perlen schon.
 
@Es war einmal... nur nebenbei:
hab hier nen denon tabletop cd player, der hat nen motorgetriebenen teller,
also quasi cd mit platten teller feeling.. gibt es also schon (länger)...
(ersetzt bei mir nicht den turntable, aber als zuspieler, gelegentliche cd schleuder nen super gerät)
 
Habt Ihr Euch mal Gedanken drüber gemacht, wie das neue Medium aussehen könnte, wenn ein Ruck durch die Gesellschaft ginge, und die Leute vom Streamen lassen würden, weil das neue Medium eine Renaissance einleiten würde? Vielleicht so eine Art Platte, allerdings mit den Vorteilen der CD (Tracks genau ansteuerbar, Vor- und Zurückspulen, höhere Dynamik, aber analogerer Klang, größere Covers, Vinyl 2.0 colorierbar und nicht in der Lade laufend, sondern auf dem Teller)?
Ich finde das Medium Cd ok. Fürs Auto auch. Das sind kleine Packs mit Coverinfo und zudem macht es mir Spaß cds zu suchen und reinzustecken..doch ehrlich :cool: das meine ich nicht ironisch
Die Dynamik einer Wav auf Cd ist schon o.k. Das Problem war glaube ich daß die ganzen Cds in den 80er und 90er Jahren nicht gut aufgenommen wurden, also da haben Frequenzen gefehlt.
Heutzutage ist das nicht mehr so und ich sage ganz ehrlich daß ich auch mit mp3's unterwegs beim laufen meinen Spaß habe und ich höre da auch keinen gravierenden Unterschied. Dennoch ist beim Auflegen einer
Platte etwas dabei das es anders macht. Das kommt durch die analoge abtastung. Und da spielt es keine Rolle ob der Sound von ner Wav reingeschnitten wurde oder nem reudigen Band :cool: Direkt am Teller entsteht
Magie.
 
... die damaligen Wandler wurden ja auch gerne mit Brotschneidern verglichen, wo nach dem Schnitt zu viele Krümel übrig blieben (um noch dem Original zu entsprechen).

(wg. Shannon- Theorem)
 
Ich sehe heute aber zu viele Leute, die sich kaum mehr Zeit nehmen, ein Stück ganz durchzuhören. Sie sind wie verrückt am Zappen, haben vielleicht sogar das Genießen verlernt oder möchten einfach 20 verschiedene Dinge gleichzeitig machen, so dass ihnen die Konzentration für die Qualität abhanden gekommen ist.
Wo siehst Du diese vielen Leute?
Ich könnte jetzt spontan überhaupt nichts über das Musikhörverhalten meiner Mitmenschen irgendeine Aussage machen. Außer dass viele mit Kopfhörer hören, aber dadurch bekomme ich weder mit was sie hören noch ob sie "zappen".
 
Wo siehst Du diese vielen Leute?
Ich könnte jetzt spontan überhaupt nichts über das Musikhörverhalten meiner Mitmenschen irgendeine Aussage machen. Außer dass viele mit Kopfhörer hören, aber dadurch bekomme ich weder mit was sie hören noch ob sie "zappen".
Ich sehe eben mehr als Du Dir vorstellen kannst.
 
ohne jetzt allzu dolle ins esoterische abzudriften..:)
Die Wandler mögen Esotherikern Nährboden bieten um fachzusimpeln, die Tatsache der analogen Abstastung beim Plattenspieler ist Fakt und somit Apfel gegen Birne wenn man es mit CD oder Wav am Computor vergleicht.
Man hört einfach den Unterschied weil da halt einfach noch mehr da ist als bei einer simplen Wave. Man hört das sobald man die Nadel auf die Einlaufrille setzt. Deshalb nehme ich ne Platte immer nochmal auf, auch
wenn ich einen Code für die Digitalen Wavs habe die nie über einen Plattenspieler gelaufen sind. Ich bevorzuge das. Und das selbe gilt auch für Tapes und Magnetbänder. Die kann man auch als Wav verewigen so daß
man als Plattenfreak das uw wenigstens ne Wav hat wo der Sound von einer analogen Abtastung und Verstärkung kam.
 
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wer hat denn alles eine Schallplatten Waschmaschine?

Ich!

Nicht weil ich Nerd bin, sondern weil ich in den letzten 2 Jahren ca. 5k€ ausgegeben habe, um meine Techno/Trance 1992-95 Sammlung zu vervollständigen.

Frisch gekauft wandern die Scheiben direkt in die Knosti Waschmaschine mit selbst angemischter Reinigungssuppe (1/3 99%igen IPA/ Rest dest. Wasser + 1 Tropfen Spüli)
Nach dem Trocknen (max 1. Std.) fliegen sie dann sofort auf meinem 1210er und werden nach WAV digitalisiert.
Die bei Knosti mitgelieferte Flüssigkeit ist eine Vollkatastrophe. Nach dem Trocken bleiben Reste in der Rille. Nach dem Abspielen ist die ganze Nadel so voller weißer Pampe.
Die Alk-Mische ist völlig rückstandsfrei, da kann ich 20 Platten danach abspielen und die Nadel ist absolut clean.
Das Waschen bringt wirklich extrem viel, vieles Knistern und Knacken bekommt man weg, nur eben keine physischen Kratzer:
 
wer hat denn alles eine Schallplatten Waschmaschine?
Ich auch! Seit langer Zeit eine Knosti, aber da hatte ich auch immer das Problem, dass beim Abspielen nach dem Waschen die Nadel ziemlich schnell zugekleistert war. Ich hatte irgendwann auch mal versuchsweise eine alternative Reinigungsflüssigkeit angemischt (Rezeptur ungefähr wie schon an anderer Stelle erwähnt), aber der Effekt war derselbe. Ich habe mir daher im letzten Jahr eine gebrauchte Gläss-Ultraschallmaschine zugelegt. War immer noch relativ teuer, aber es hat sich gelohnt. Ich höre sehr viel Vinyl, digitalisiere mir die Platten auch für unterwegs und bekomme hin und wieder Remastering-Aufträge, bei denen die Originalbänder nicht mehr vorhanden sind und daher Schallplatten digitalisiert werden müssen. Da möchte ich keine "Staubknackser" haben, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt.

Die Gläss vollbringt natürlich auch keine Wunder und dickere Staubpartikel, die fest auf der Platte haften, bekommt sie auch nicht weg. Da hilft nur die bewährte Methode mit Lupe, Wattestäbchen, reichlich Isopropanol, spitzem Zahnstocher und ruhiger Hand. :) Aber man bekommt mit der Gläss sehr gut den Feinstaub aus der Rille, der auf älteren Platten auch bei noch so guter Lagerung immer vorhanden ist. Das konnte die Knosti mit ihren Bürsten nicht. Wenn ich Platten digitalisiere, mache ich das mittlerweile auch direkt nach der Wäsche und ohne sie vorher wieder in die Plattenhülle zu stecken. Die PE-gefütterten Innenhüllen sind leider auch Staubmagneten...

[...] Das Problem war glaube ich daß die ganzen Cds in den 80er und 90er Jahren nicht gut aufgenommen wurden, also da haben Frequenzen gefehlt.
Heutzutage ist das nicht mehr so [...]
Da verwechselst Du was. Oberhalb von ca. 20 kHz ist bei einer CD generell Schluss - das liegt weder an der Aufnahmequalität noch am Alter der CD, sondern an der Abtastfrequenz von 44,1 kHz. https://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-Abtasttheorem

In den 80ern waren die Analog-Digital-Wandler sicherlich noch nicht so gut wie heute, aber dafür wurden damals einfach die Masterbänder ohne große Nachbearbeitung auf CD überspielt. Heutzutage wird praktisch alles, was auf CD erscheint, komplett überarbeitet, totkomprimiert/-limitiert und so etwas wie Dynamik gibt es nicht mehr (es sei denn, man hat das Glück, dass Steven Wilson oder ein paar wenige andere an der Produktion bzw. am Remastering beteiligt waren). Das wird leider auch fast immer bei Remasters von alten Aufnahmen gemacht, die eigentlich auf Dynamik gemischt wurden - die Ergebnisse sind regelmäßig gruselig. Da höre ich mir doch lieber eine vielleicht nicht ganz so gut gewandelte CD aus den 80ern an. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie in der Anfangszeit der CD die Dynamik gegenüber der Vinylplatte angepriesen wurde. Inzwischen hat sich die Situation um 180° gedreht und es ist mittlerweile so, dass man sich bei Neuerscheinungen fast immer die Vinylplatte statt der CD kaufen muss, wenn man ansatzweise so etwas wie Dynamik haben möchte! Es ist nur noch absurd...

Abschreckendes Beispiel: Als vor ein paar Jahren das neue ABBA-Album rausgekommen ist, habe ich mir mal den Spaß gemacht und die Platte digitalisiert, auf die gleiche Lautstärke wie die CD gebracht und die Wellenformen verglichen. Das ist das Ergebnis:
abba-voyage_flat.jpg
Die hellere Wellenform ist die LP, die dunklere die CD. Ohne Worte, oder?
 
Oberhalb von ca. 20 kHz ist bei einer CD generell Schluss - das liegt weder an der Aufnahmequalität noch am Alter der CD, sondern an der Abtastfrequenz von 44,1 kHz. https://de.wikipedia.org/wiki/Nyquist-Shannon-
Wie ich jetzt erfahren habe ist das mit den bis 20 Khz Begrenzung nicht schlimm ,weil man Frequenzen die Oberhalb liegen sowieso nicht wahrnimmt. Ein Kumpel von mir schneidet deshalb
bei der Summe alles was drüber liegt immer weg bzw. schon über 15Khz
Was die Samplingfrequenz beim aufnehmen betrifft meint er daß 44,1 kHz Samplingfrequenz generell ausreichend sind.
Eine Cd bildet mit bis 22Khz wesentlich mehr ab und bei einer Schallplatte ist ab 15Khz Schluss. Er meint daß bis 15Khz aber vollkommen ausreichend ist.
Also ich wußte das auch nicht daß letztendlich das Medium CD mehr Frequenzen abbildet und tatsächlich auch Dynamischer als Vinyl. Letztendlich bieten Abtastgeräusche und gewisse Verwaschenheit
aber doch den gewissen Charme bei der Schallplatte.
24Bit Tiefenstaffelung sind völlig ausreichend beim aufnehmen. Das weiß ich nun schon länger. Da kann ne Cd allerdings nur bis 16 Bit
 
24Bit Tiefenstaffelung sind völlig ausreichend beim aufnehmen. Das weiß ich nun schon länger. Da kann ne Cd allerdings nur bis 16 Bit
Die 16 bit sind allerdings auch vollkommen ausreichend. Die 24 bit beim Aufnehmen bieten jedoch Vorteile wenn danach noch viel mit dem Material gemacht wird, z.B. gemischt, mit Effektn versehen, gebounced, komprimiert, normalisiert, usw, denn jeder dieser Schritte kann Aufloesung kosten. Das finale Ergebnis dann aber in 16 bit auf CD zu pressen ist ueberhaupt kein Problem, das bietet mehr als genug Aufloesung.
 
[...] Ein Kumpel von mir schneidet deshalb
bei der Summe alles was drüber liegt immer weg bzw. schon über 15Khz
Ich will Deinem Kumpel wirklich nicht zu nahe treten, aber das ist Quatsch, sorry! Es ist natürlich richtig, dass das menschliche Gehör frequenzmäßig seine Grenzen hat, aber was soll es bringen, alle Frequenzen oberhalb einer willkürlich gesetzten Grenze abzuschneiden, die bei einigen Menschen noch im hörbaren Bereich liegt? Warum nicht den vorhandenen Frequenzrahmen bis gut 20 kHz (nicht 22 kHz) ausschöpfen? Manche Leute kommen echt auf komische Ideen...
:denk:

Eine Cd bildet mit bis 22Khz wesentlich mehr ab und bei einer Schallplatte ist ab 15Khz Schluss.
Das ist auch Unsinn. Theoretisch gibt es bei Schallplatten gar keine Grenze (analoges Medium), die Grenze setzt nur die Technik: Am Anfang die Aufnahme, dann der Schneidekopf und am Ende der Plattenspieler. Ich finde es leider nicht wieder, aber ich habe mal in einem Interview mit Miles Showell/Abbey Road Studio gelesen, dass der Schneidekopf seiner Neumann-Schneidemaschine maximal 24 kHz packt. Showell macht Half-Speed-Mastering, somit kann er also theoretisch bis zu 48 kHz schneiden. Ist nur die Frage, ob so hohe Frequenzen im ursprünglichen Material überhaupt vorhanden sind.

Ich kann Dir aus eigener Erfahrung jedenfalls versichern: Wenn ich eine Platte digitalisiere, die von einer analogen Quelle geschnitten wurde und einen anständigen Höhenanteil hat, geht der Frequenzgang weit über den der CD hinaus - durchaus auch mal bis 30 kHz.
 
Ich bezweifle, dass man im Blindtest ein bei 15khz abgeschnittenes Musikstück von einem bis 20khz unterscheiden kann.
Und jetzt dürft ihr mich rösten :kiffa:
 
finde die cds aus ende 80er - ende 90 ern einigermassen gut von der dynamik
(sade, fugees, stereo mcs, rockers hifi, the orb ua.)
ist aber nur mein subjektives empfinden, hab da nicht nachgemessen.

was ich aber sicher sagen kann, ein cd spieler mit besseren wandlern
macht auch nen unterschied.

bei den platten spielern sinds ja eher die nadeln und systeme (tonabnehmer).


und, ach ja...:
die boxen....:)
 
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Warum nicht den vorhandenen Frequenzrahmen bis gut 20 kHz (nicht 22 kHz) ausschöpfen?
doch doch 22Khz. Bei einer CD konkret bis 22 Khz und nicht 20. Um die anderen Punkte zu bereden muß ich erst mal meinen Kumpel fragen. Und bitte nicht Wörter wie Quatsch und Unsinn benutzen. Ist jetzt nicht bös gemeint aber "Nicht richtig" klingt besser und dann wird es an mir sein das entweder zu widerlegen oder zu akzeptieren :cool:
(bei "Audiotechnik"stehts)



Was anderes...ich habe heute endlich mal geschafft mit meinem Canon Drucker ne bedruckbare CD zu bedrucken. Sieht richtig schön aus. Ich hab von meinen alten Vinyl Alben step by step auch ne
Cd-r Version zumachen in ganz kleiner Microaufnahme. Will damit auch sagen daß ich die CD als Medium sehr schätze. Für zu Hause die Schallplatte, fürs Auto die CD und beim walken die flac oder wav.
 
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doch doch 22Khz. Bei einer CD konkret bis 22 Khz und nicht 20. Um die anderen Punkte zu bereden muß ich erst mal meinen Kumpel fragen. Und bitte nicht Wörter wie Quatsch und Unsinn benutzen. Ist jetzt nicht bös gemeint aber "Nicht richtig" klingt besser und dann wird es an mir sein das entweder zu widerlegen oder zu akzeptieren :cool:
(bei "Audiotechnik"stehts)
Ich mag solche Wörter eigentlich auch nicht, tut mir leid. Aber das ist halt der klassische Weg, auf dem fehlerhafte Informationen über das Internet in die Welt gelangen und darauf reagiere ich empfindlich. Wie gesagt, tut mir leid. Also: Die Aussage Deines Kumpels, dass der Frequenzgang einer Vinylplatte nur bis 15 kHz geht, ist nicht richtig. Definitiv nicht. Und warum Dein Kumpel Frequenzen über 15 kHz abschneidet, statt sie einfach da zu lassen, erschließt sich mir nicht. OK?

Bei der Maximalfrequenz einer CD habe ich die Formel aus dem Wikipedia-Artikel zum Nyquist-Shannon-Abtasttheorem benutzt (siehe Abschnitt "Tiefpass zur Verhinderung von Aliasing"). Da komme ich bei 44,1 kHz auf 20.045 Hz.
 
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Frage: Wie sehen eure Vinyl-Digitalisierungslösungen aus? Ich habe noch einen freien Ausgang an meinem Vorverstärker. Da steht zufälligerweise sogar "Rec-out" drauf. ;-)
 


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