Hardware oder Software? Syntherkennung?

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AnalogLover

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Hallo,
ich bin noch "neu" hier aber interessiere mich schon seit Dekaden bzw. Jahren für Musik, Remixe, Mixes und v.a. Synthesizer.
Ich bin aber auf jeden Fall noch ein Anfänger und würde mich auch so bezeichnen. Die letzten Wochen, Monate und Jahre habe ich mich ein bisschen
durchgewurstelt. Hier ein wenig gelesen, dort ein bisschen geschnuppert und hier und da noch etwas herumprobiert. Also, eigentlich komme ich eher
aus dem "Heim-DJ-Mixing-Bereich". Nach und nach kam mir eben die Idee auch selbst ein bisschen Musik zu machen. Leider muss ich sagen
dass diverse Geräte einfach viel zu teuer oder den Preis nicht wert sind. Gut, ich will nicht vorab meckern, denn ich will ja "lernen", "wissen" und muss dann eben sparen. Allerdings stelle ich mir da schon die Frage wie man etwas "schaffen" oder "Konkurrenz" werden kann, wenn als Schüler/Student schon vorab die Geldmittel und Chance "dafür" fehlen? Na ja, wie auch immer. Darum geht es ja nicht. Also, da ich hier noch neu bin und es gefühlte 3247324 Kategorien gibt, stelle ich einfach einmal ein paar Fragen. Irgendwo muss man einfach einmal den Anfang machen.

Meine erste Frage wäre z.B. ob denn Software VS. Hardware so "wichtig" wäre/ist und ob man wirklich einen Unterschied hört?
Ich bin ja LAIE und wenn etwas "gesampelt" wird, dann ist es ja von der Hardware. Demnach höre ich da keinen Unterschied.
Abgesehen von ein paar Wuchersoftwarepreisen ist ja Software und Co. schon oft sehr günstig gegenüber Synthesizer.
Jetzt einmal alte "Jahre" vergessen aber "stehen" denn heutige VSTs und Co. im Einklang mit Synthesizern (Hardware) oder kann und wird man dies
nie vergleichen können? Ich durfte ja schon einmal an echten Geräten herumfingern und war begeistert. Allerdings scheinen mir bestimmte Preise zwischen 2500-3000 € und mehr "pro" Gerät schon etwas übertrieben zu sein. Also, wenn man jetzt die kleine Platine, ein paar Plastikknöpfe und Co. betrachtet *g* Nun ja, würde mich eben einmal interessieren ob es Sinn "ergibt" zu sparen (Hardware) oder ob man mit "VST" 1:1 Dinge machen kann.
Voraussetzung hierfür ist ja auch wieder dass man weiß wie *g*

Ja, meine zweite Frage wäre eben ob man denn den Unterschied hört?
Ich tue mir im Moment noch sehr schwer "Synthesizer" zuzuordnen bzw. Anhand von "Klängen" einzuordnen.
Hier und da wird ein neues Gerät gebaut. Dort eben nachgemacht und Software wird auch immer besser.
Nun, ich habe zwar ein paar "Marken", welche ich gerne kaufen möchte aber lasse mich eher von SOUND beeinflussen.

Zum einen mag ich sehr gerne "aggressive" und "ANALOGE" Sounds aber auf der anderen Seite auch "FILMMUSIK".

Jetzt stellt sich mir bei der zweiten + dritten Frage nämlich die Frage, welchen Synth ich kaufen muss/müsste um bestimmten Sound
von diverser Filmmusik hinzubekommen. Klar, der Produzent und Musiker wird ein ganzes Studio und 23984732984732 Synthesizer haben.
Zudem wird auch mit Samples und Co. gearbeitet. Dies ist mir schon klar.

Allerdings habe ich da einen Sound ins Auge gefasst. Kennt eine Person von euch den Film "Gamer" mit "Gerard Butler"?
Also, da gibt es zwei Lieder, welche es mir angetan haben. Ich weiß nicht welcher Synthesizer es ist aber dieser aggressive Klang ist krass.
Einmal der Song "Kable VS. Castle" (Am Anfang) und dann noch der Song "I think it, you do it" (Ab 03:29). Wieder so ein geiler Sound.

Ja, wäre echt cool wenn mir eine Person etwas Licht ins dunkel bringen und diverse Synths nennen könnte.
Ich weiß ja nicht einmal ob es Hardware oder Software ist *g* Für mich hört es sich so gut wie "Hardware" an.
Auf jeden Fall würde ich gerne den ersten Synth "kaufen".
 
Vielleicht ist es erstmal ganz gut was zu machen, egal womit. Man kann ja heute schon sehr vielfältig Zeugs kaufen mit wenig Geld, inkl Analoger. Den von dir sicher bemerkten Matrix6 kann man ja immer noch günstig bekommen, wenn du analog wirklich magst. Das ist kein Verlust und sicher gut zu verkraften, so finanziell. Kürzlich gabs ja eine Liste von Analogen und Digitalen, die man um die 250€ bekommen kann. Ist ne ganz gute Menge von tollen Maschinen. Software kostet idR etwas gleich viel.

Steig doch einfach mal ein mit dem, was "geht". :hallo:

Über den Klang von Digital & Software wird hier rel. oft gesprochen, es ist also auch hier umstritten und die eigentliche Idee wäre hier recht eindeutig: Das ist eine Frage des pers. Geschmacks. Die Synths, die du in deiner "Mögenliste" hast sind allesamt nicht verdächtig so wie analoge klingen zu können. Aber das alles ist genau nur deine Entscheidung. DU must damit zufrieden sein, alles andere ist ansich wurscht.

Selbst wenn es dir viele sagen würden, ggf. ist das schon zu tradiert.
Technisch kann man natürlich das was Analoge können auch digital oder mit Software machen, in Teilen kann Software sogar mehr, klanglich kann man streiten. Aber die ganzen Emulationen wäre eins, aber noch mehr die Sachen, die eben nichts nachmachen will. Du hast heute da eine enorme Wahlmöglichkeit!

Das mit dem hören ist deshalb auch genau so - einige hören es sofort, andere niemals ;-)
Wichtiger ist also eher dein Ziel, deine Musik, deine Vorstellungen als die Technik dahinter.

Es gibt eine Menge Produzenten, die fast oder ganz alles mit Software machen. Das ist also alles längst Alltag.
Den entsprechenden Film kenn ich nicht, aber häng doch mal ein Youtubefilmchen rein und nenne den Index, dann kann man schon helfen.
 
AnalogLover schrieb:
(...) denn ich will ja "lernen", "wissen" und muss dann eben sparen.

Am Besten du sucht mal nach einer Lektüre über die "Basics" in der Biblothek,
mit Studenten-/Schülerausweis zum "Nulltarif".

AnalogLover schrieb:
Allerdings stelle ich mir da schon die Frage wie man etwas "schaffen" oder "Konkurrenz" werden kann, wenn als Schüler/Student schon vorab die Geldmittel und Chance "dafür" fehlen?

Das ist Ansichtssache. Statt Geld z.B. für Partys und Klamotten auszugeben kann man sicherlich auch,
wenn man wirklich sein Vorhaben intensivieren möchte, dafür Geld aufbringen...Schüler- und Studentenjobs
sollte es wohl immer noch geben.
In der Regel kauft man sich anschließend nicht ein Porsche, nachdem man zum 18. seinen Führerschein bekommen hat.

AnalogLover schrieb:
Leider muss ich sagen
dass diverse Geräte einfach viel zu teuer oder den Preis nicht wert sind.

Vergleichbar wäre - ein Porsche ist auch teuer (und ist es nicht wert?).
Zum Glück gibt es ja nur Porsche - Smart, VW, Fiat, etc. existieren ja nicht?

Was du nun als teuer abstempelst oder nicht, ist Ermessenssache. Wenn irgendwelche
Sachen teuer sind, muß das grob gesehen sich ja in irgendeiner weise rechtfertigen,
sonst wird der Hersteller das Teil nicht an den Mann bringen...

Aber wie kommst du darauf, dass die Sachen es nicht wert sind?

AnalogLover schrieb:
Allerdings scheinen mir bestimmte Preise zwischen 2500-3000 € und mehr "pro" Gerät schon etwas übertrieben zu sein. Also, wenn man jetzt die kleine Platine, ein paar Plastikknöpfe und Co. betrachtet *g*

Wie schon oben geschreiben, mußt du nicht, Alternativen existieren (glückerlichweise).

AnalogLover schrieb:
Meine erste Frage wäre z.B. ob denn Software VS. Hardware so "wichtig" wäre/ist und ob man wirklich einen Unterschied hört?

Das ist sehr relativ. Heutzutage gibt es einiges auf dem Softwaremarkt, dass alte Geräte emuliert,
je nach Programmierung des Herstellers und deinem Gehör - mal gut bis sehr gut, mal ist das murks.
Bei aktuellen (digitalen Hardware) Synthesizern, sollte das uninteressant sein, da kann man schon
Software am Rechner benutzen um dasselbe Ergebnis zu zaubern.
Wichtig wäre hierbei die Frage: Möchtest du am/mit dem Rechner musizieren, oder soll der "aus dem Spiel"
bleiben?
Du kannst über sogenannte Midi-Controller (Midi-Keyboards, quasi "Geräte ohne Klangerzeugung") Parameter in der
Software (am Rechner) schrauben, die sozusagen sehr universell, flexibel und preisgünstig sind, wenn
man nicht nur die Maus schubsen möchte.
Im Gegensatz dazu gäbe es eben (Hardware) Synthesizer, Drumcomputer, Sampler, etc. (alt, neu, teuer, günstig).

AnalogLover schrieb:
Zum einen mag ich sehr gerne (...) und "ANALOGE" Sounds aber (...)

Wie erkennst du, dass es sich dabei um analoge Sounds handelt, oder meinst du soetwas wie Klavier, Streicher etc.?


Gruss
 
Was wohl niemand bestreiten kann, macht analoges und hardware an sich schonmal mehr Spass , da man die Sachen anfassen kann und nicht nur klicken kann. Man muss sich auch nicht mit Treiberproblemen und den ganzen Aergernissen die ein Computer so mit sich bringt rumaergern.
Allerdings bekommt man fuer unter 100Euro zB den Karmafx Modularsynth als Software. Der kann im wesentlichen alle Synthesearten (subtraktiv, additiv, sampling,fm) ausser besonders exotischen Sachen uns man lernt wenn man damit arbeitet sehr viel ueber den Signalfluss und Moeglichkeitn bei Synthesizern. Und klingen tut das Programm fuer meinen Geschmack auch gut. Um zu lernen wie ein Synthie funktioniert kann ich mir wenig besseres vorstellen. Wenn dich dann irgendwann das auf den Bildschirmglotzen nervt kannst du dir immer noch ein Eurorack voll mit deinen Lieblingsmodulen aus dem Programm kaufen, auch wenn das dann eine andere Liga ist. Nich nur finanziell sondern auch klanglich. Aber ob man fuer 2x,5x,10x,100x mehr Kohle einen 2x,5x,10x,100x besseren Klang kriegt, ist ne offene Frage. Deswegen spricht meiner Meinung nach als Anfaenger erst mal viel fuer Software. Ein kleines Hardwarekaestlein laedt halt mehr zum dranrumschrauben ein, ist aber erstmal eingeschraenkter und man erhaelt nicht so den Ueberblick.
 
Naja, was Spaß macht ist sicher die Bedienung, so gesehen machte auch ein VA Spaß. Der gute Klang ansich macht vielleicht auch "Spaß", klar. Aber für 200€ bekommst du nichts mit Knöpfen. Das ist schon sicher. Am schnellsten käme man da wohl mit einem MIDI Controller zum Drehspaß.
 
Karmafx 95Euro + Nanocontrol oder Akai LPD8 jeweils um 50 Euro.

Wenn schon ein Midikeyboard da ist kann man dann spaeter nachnem Synthlite ausschau halten oder so.

Wollte mein Posting auch ehr als Plaedoyer fuer Software verstanden wissen, kamm wohl nicht so an.
 
AnalogLover schrieb:
Ich bin aber auf jeden Fall noch ein Anfänger und würde mich auch so bezeichnen.
(...)
Leider muss ich sagen
dass diverse Geräte einfach viel zu teuer oder den Preis nicht wert sind.

Für einen Anfänger lehnst du dich aber verdammt weit aus dem Fenster...
 
Moogulator schrieb:
Aber für 200€ bekommst du nichts mit Knöpfen.

Na klar. Den "Shruthi-1". Für 150.-Euro. Den muß man aber dann auch selbst zusammen löten.

Oder der "MeeBlip". Bausatz für 79.- oder fertig für 129.-.
 
buttrock schrieb:
Deswegen spricht meiner Meinung nach als Anfaenger erst mal viel fuer Software. Ein kleines Hardwarekaestlein laedt halt mehr zum dranrumschrauben ein, ist aber erstmal eingeschraenkter und man erhaelt nicht so den Ueberblick.

Das sehe ich anders. Gerade weil Software soviele Möglichkeiten bietet, sind viele Anfänger schnell frustriert. Ein kleiner Synth, wie MFB Nanozwerg oder auch Doepfer Dark Energy, oder die anderen beiden oben genannten Kistchen, sind zwar eingeschränkter, aber man erhält gerade deswegen einen guten Überblick, wie das Teil funktioniert und wie man mit dem vorhandenen Klänge bastelt. Das ist direkter und greifbarer als Mäuschen schubsen. Selbst ne olle Electribe ist besser zum lernen von Synthese geeignet, als Software.

Meiner Ansicht nach.
 
kann ich beipflichten. Meinen ersten Song habe ich mit einem Kawai 100F realisiert. Schlagzeug, Melodie, Sequenz, alles von Hand auf 4-Spur-Tape eingespielt. Klar, heute würde ich auch eher ein Netbook nehmen, da hätte ich viel mehr Möglichkeiten mit Gratissoftware und so. Aber ich habe das von der Pike auf gelernt, Anfänger haben mit Software viel mehr Mühe, musikalisch und synthtechnisch gesehen. Es fehlt die Erfahrung, die man nur mit einem Hardwaresynth und beschränkten Mitteln machen kann, wo man gezwungen ist, alles herauszufinden. Ist zwar auch nur meine Meinung, allerdings habe ich noch niemanden getroffen, der mich vom Gegenteil überzeugt hat, d.h. ein Anfänger, der sofort loslegt mit Software und einen guten Song in einem Tag fertigstellt. Mit einem Nanozwerg oder so ist das aber möglich für Anfänger, weil so ein Ding intuitiv und selbsterklärend ist.
 
Bin halt die Generatiom die Synthese mit ner gecrackten Rebirth version gelernt hat :mrgreen: Anderseits stimmt es schon: Das Geld fuer Software erstmal sparen, sich mal 2-3 gute Freeware Plugins ansehen (nicht 2-300!!!!!) und sich nen gebrauchten Synthlite oder sonstwas aus der unter-200-Euro Klasse anschaffen. So kann man vergleichen wie einem welche Arbeitsweise liegt.
 
Ich hab die Materie substraktive Synthese erst so richtig verstanden als ich mir damals einen MacBeth M3X geholt hatte. Das Ding konnte nicht viel, hatte aber für alles einen Regler, so daß ich das ganze im wahrsen Sinne "begreifen" gelernt habe. Vorher mit AN1x, TG33 oder auch Evolver war das irgendwie immer nebulös für mich.

Daher mein Rat. Kleiner Synth mit vielen Reglern. MFB oder Doepfer. Software kann man immer noch dann dazu nehmen um die Sachen damit zu machen, die mit der Hardware nicht geht (polyphone Flächen).

215.- für den Nanozwerg ist SEHR günstig für einen Synth. Und selbst der DE für 399 noch ein Schnäppchen.
 
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