Klaus Doldinger - Das Boot - welche Synths

Sven Blau

Sven Blau

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Mal ne Frage in die Expertenrunde...

Welche Synths hat Klaus Doldinger so alles verwendet, vorallem für den Soundtrack zum "Boot"?

grad die Bässe und Tieffrequenzen klingen moogig..

grüße
 
Beim Boot weiss ich es nicht (das ist Studio und kann alles mögliche gewesen sein). Aber zu der Zeit hat er bei Passport einen Prophet 5 auf der Bühne (ein Bekannter von mir ist Livemischer für ihn geworden, nachdem ich Idiot mir das nicht zugetraut hab und Doldinger abgesagt hab :roll: ).
 
KEYS Magazin stattete ihm mal einen Besuch in seinem damaligen Studio ab (Interview plus paar Bilderz), schätze @ 20 Jahre her. Hab' ich noch das Heft, ich schau später mal nach am Tag.

Hab' mich mal durchgewühlt, ist KEYS Mai/Juni 1991. Das Thema ist leider DAS ENDE DER DEUTSCHEN FILMMUSIK, somit leider keine Fragen Boot/Equipment, auf den Fotos erkenne ich:

Oberheim Xpander, Memorymoog, Minimoog, Emulator II, M 1, glaub' 'nen D-50, Matrix 1000, MPC 60, RE-301, alter Fairlight (II), Waveframe, Otari MTR-90 (24 Spur).
 
Doldinger dürfte beim "Boot" so ziemlich dasselbe Gerödel eingesetzt haben wie bei seinem 1983er "Constellation"-Album, also Fairlight, Oberheim OBX/OBXa, Prophet 5 (hört man an einigen Stellen im "Boot" sehr deutlich heraus, vor allem bei den Bässen) und Mini Moog. Womöglich war hier auch noch ein Emulator 1 am Start, wer weiß?

Stephen
 
ppg360 schrieb:
Doldinger dürfte beim "Boot" so ziemlich dasselbe Gerödel eingesetzt haben wie bei seinem 1983er "Constellation"-Album, also Fairlight, Oberheim OBX/OBXa, Prophet 5 (hört man an einigen Stellen im "Boot" sehr deutlich heraus, vor allem bei den Bässen) und Mini Moog. Womöglich war hier auch noch ein Emulator 1 am Start, wer weiß?

"Constellation" von 1983 ist eines meiner Lieblingsalben. Die Equipmentliste vom Cover:
"Fairlight CMI, PPG, Moog, Oberheim, Roland, Korg and Lyricon."
Der PPG Wave ist auf dem Album auch sehr schön zu hören.
Der Anfang des Stücks "What else is there?" der Gruppe "Röyksopp" aus 2005 ist zum Großteil der Beginn des Stückes "Skyscape" von Doldinger.
 
Danke für die Antworten!

Die Bässe sollen echt aus nem Prophet stammen? Ok, hätt ich nciht vermutet, dass der so druckvoll klingen kann.
 
Ben Blau Recordings schrieb:
Danke für die Antworten!

Die Bässe sollen echt aus nem Prophet stammen? Ok, hätt ich nciht vermutet, dass der so druckvoll klingen kann.
Das war sicher ein Rev2. Der hatte SSM2040 Filter, die ja letzlich eine Moogkaskade darstellen. Der Prophet 5 Rev2 ist bis heute einer der beeindruckendst klingenden Synthis die ich kenne.
 
Ben Blau Recordings schrieb:
Mal ne Frage in die Expertenrunde...

Welche Synths hat Klaus Doldinger so alles verwendet, vorallem für den Soundtrack zum "Boot"?

grad die Bässe und Tieffrequenzen klingen moogig..

grüße

Keine Ahnung.
Hatte aber den alten Fairlight CIIIX von ihm lange Zeit hier in meinem Studio stehen und da waren die ganzen Sounds drauf, die für den Film "Die unendlicher Geschichte" von Michael Ende eingesetzt wurden.
 
Ich hab mir grad die Unendliche Geschichte nochmal in die Ohren gespült. Wahnsinn, wie genial! :)
Zur Titelmusik des Bootes:
Der Bass am Anfang ist ganz sicher ein Moog, vermutlich gedoppelt mit einem... ich sag mal Prophet 5. Obwohl, kann aber auch ganz einfach ein PPG 2.x sein, die SSMs bratzen auch so schön wie die im Prophet, und der PPG macht das ohne Dopplung.
Ich bin mir ziemlich sicher, einen Jupiter 8 rauszuhören, unter den Streichern in den langsam arpeggierten Akkorden (c-g-gis-dis, ihr wisst, was ich meine). Oder ist das auch ein Prophet? Was meint ihr? Man hört es auch ab ca. der Hälfte als Dopplung der Hauptmelodie...
Strings... Emu und FairlightCIIIX, den wo der Bernie ne ganze Zeit im Studio stehen hatte? :mrgreen:
Und, was mich viel mehr wundert, warum eigentlich nimmer? :)

lg,
Barely.

Barely schrieb:
Ich hab mir grad die Unendliche Geschichte nochmal in die Ohren gespült. Wahnsinn, wie genial! :)
Zur Titelmusik des Bootes:
Der Bass am Anfang ist ganz sicher ein Moog, vermutlich gedoppelt mit einem... ich sag mal Prophet 5. Obwohl, kann aber auch ganz einfach ein PPG 2.x sein, die SSMs bratzen auch so schön wie die im Prophet, und der PPG macht das ohne Dopplung.
Ich bin mir ziemlich sicher, einen Jupiter 8 rauszuhören, unter den Streichern in den langsam arpeggierten Akkorden (c-g-gis-dis, ihr wisst, was ich meine). Oder ist das auch ein Prophet? Was meint ihr? Man hört es auch ab ca. der Hälfte als Dopplung der Hauptmelodie...
Strings... Emu und FairlightCIIIX, den wo der Bernie ne ganze Zeit im Studio stehen hatte? :mrgreen:
Und, was mich viel mehr wundert, warum eigentlich nimmer? :)

lg,
Barely.

Wahnsinn, was ich da für einen Müll geschrieben habe - nach etwas Abstand ist mir das endlich aufgefallen - Euch auch? :)
 
Hallo zusammen,

das Blasorchester, in dem ich mitspiele, möchte Das Boot von Doldinger aufführen. In der der Partitur ist eine Synthesizer-Stimme notiert. Inhalt sind Soundeffekte (da erden wir einen Sampler nehmen) und Akkorde. Welche Synths hat Doldinger für die Produktion der Musik im Original eingesetzt?

Bevor sich die Heimorgelfraktion im Verein durchsetzt, würde ich zum Tetra tendieren. Liege ich damit einigermaßen richtig?
 
Interessant, das mit einem Blasorchester spielen zu wollen, wo doch im Original in der Hauptsache Streicher am Werke sind. Ein Tetra ist sicher nicht schlecht, aber mit den DCOs und dem Curtis Filter evtl. nicht brazzig genug. Auf jeden Fall besser als eine Heimorgel :)
 
Lieber Tetra als Wersi. die DCOs als entbratzenden Faktor lasse ich mal nicht gelten, Druck haben die ja schon noch. Der Filterklang ist vielleicht was brav, aber wenn man ein wenig programmiert, sehe ich nichts was dagegen spricht. Die Sounds müssen funktionieren, nicht "original-tm-mit-goldrand" sein.
 
Vorsicht, es gibt geniale Sachen von Wersi, Stage Performer S1 oder Wersivoice oder, oder... Aber in dem Kontext hier lasse ich es mal gelten. Denke trotzdem, dass man einen Tetra auch im Mix von einem Oberheim unterscheiden wird :) Wenn Du schon einen Sampler an den Start bringst, so könntest Du natürlich auch ein Prophet 5 Rev 1 oder Oberheim Sample nehmen, das dann authentisch brazzt 8)
 
bugler schrieb:
Hallo zusammen,

das Blasorchester, in dem ich mitspiele, möchte Das Boot von Doldinger aufführen. In der der Partitur ist eine Synthesizer-Stimme notiert. Inhalt sind Soundeffekte (da erden wir einen Sampler nehmen) und Akkorde. Welche Synths hat Doldinger für die Produktion der Musik im Original eingesetzt?

Bevor sich die Heimorgelfraktion im Verein durchsetzt, würde ich zum Tetra tendieren. Liege ich damit einigermaßen richtig?

Viele Sachen von Doldinger sind mit seinem Fairlight CIIIX entstanden, auch die Musik zur unendlichen Geschichte.
 
ppg360 schrieb:
Doldinger dürfte beim "Boot" so ziemlich dasselbe Gerödel eingesetzt haben wie bei seinem 1983er "Constellation"-Album, also Fairlight, Oberheim OBX/OBXa, Prophet 5 (hört man an einigen Stellen im "Boot" sehr deutlich heraus, vor allem bei den Bässen) und Mini Moog. Womöglich war hier auch noch ein Emulator 1 am Start, wer weiß?

Stephen

Wie geil. Hab das Stück erst heute morgen auf dem Weg zur Arbeit gehört und mich gefragt, mit was er wohl den Bass gemacht hat.

Da muss ich mir am Wochenende ja glatt mal wieder die TV-Fassung am Stück geben. <img src="{SMILIES_PATH}/couch.gif" alt=":chill:" title="Liquid Sky, Abends!! Autechre "Amber".." />
 
Barely schrieb:
Strings... Emu und FairlightCIIIX, den wo der Bernie ne ganze Zeit im Studio stehen hatte? :mrgreen:
Und, was mich viel mehr wundert, warum eigentlich nimmer? :)
lg,
Barely.
Die originalen Sounds und Arrangements von der unendlichen Geschichte hatte ich übrigens auch, das war ein ganzer Wäschekorb voll mit Streamertapes und 8-Zoll Disketten.
Der Fairlight musste irgendwann gehen, weil er mir zu langsam und zu laut war. Die Ladezeiten sind wirklich gräßlich lang und die 5 Lüfter haben einfach nur genervt.
Hatte ja auch noch ein Synclavier und das Kurzweil K-250-System mit Expander und als dann der K-2500 kam hatte ich keine Lust mehr meine kostbare Lebenszeit mit Warten und Nasebohren zu verschwenden.
Sicherlich sind das alles sehr schöne Spielzeuge, aber effektiv arbeiten schaut aus heuter Sicht doch etwas anders aus.
Das ganze Zeugs nahm auch eine Menge Platz weg.
 


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