Synclavier Regen - neuer Synth

Hätte ich Christopher Currell als Programmer in meinem Studio würde ich mir auch sofort einen bestellen.. :xengrin:

Spass beiseite. Klingt schon toll, einiges davon. Bewundere aber die, die die Geduld zu sowas haben. Habe die Arturia-Variante
und nach ein paar Versuchen, an z.B. ´nem Preset was Interessantes zu machen verliere ich die Geduld. Lichtjahre zuviel Gefrickel
und Menüdiving für mich.

Schade, weil gehen bestimmt tolle Sachen mit. Aber dann müßte er eine excellente, vor Reglern strotzende Oberfläche haben.

Bin, glaube ich, komplett Prophet/DSI - geschädigt :achso:
 
Das L-Video. Nachdem ich´s komplett angesehen habe ist bei mir doch ein gewisses Interesse erwacht. Wenn ich nochmal Zeit habe schaue ich mal nach Sound-Videos.

 
Wenn ich das richtig sehe, dann halte ich den Regen wohl eher nicht für einen Frickelsynthesizer für ungehörte und erstaunliche neue Sounds (trotz FM und Resynthese), sondern eher für arrangementtaugliche, klanglich hochqualitative, aber in der Masse unscheinbarere Klänge (jeder Sound ein Teamplayer, die gesamte Session ein "Objekt mit Ernstcharakter", hinreichend Fleiß, Talent und Geschick der Anwendenden vorausgesetzt).
So wahnsinnig viele Parameter und Klangformungsmöglichkeiten gibt es ja gar nicht - es läuft im Wesentlichen auf Layering hinaus. Für Ende der 80er Jahre war das Synclavier eine klangliche Revolution, heute ist der Regen vielmehr eine Produktionsmaschine mit klanglichem 80er-Jahre-Edelschmelz.

Aber vielleicht sage ich in ein paar Monaten etwas ganz anderes - ich lasse mich gern in jede Richtung überraschen.

Schöne Grüße
Bert
 
Interpretiere ich da Nach wie Vor ungebremste Begeisterung rein?

Was würdest du dem Regen ins Zeugnis schreiben?
Der Regen war immer pünktlich und hat sich stets bemüht?

Teamplayer-Sounds erwartet man auch von einem Soundcanvas.

Soll nicht als „Schlechtreden“ meinerseits verstanden werden, aber Begeisterung hörte sich bei dir schon anders an :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Nein, das war ganz wertfrei gemeint.
Die Begeisterung für den Grundsound ist nach wie vor da, ob das Gesamtkonzept mich nachhaltig begeistern kann, kann und werde ich erst nach einiger Zeit wissen.

Man muss halt wissen, was man will: Ein Regen bedient andere Bedürfnisse als ein Iridium oder ein Minimoog oder ein Klavier. Wenn man an jedwedes dieser Instrumente mit der falschen Erwartung rangeht, wird man enttäuscht werden. Nimmt man es für das her, was es gut kann (gesetzt den Fall, man kann damit umgehen), kommt man dahin, wo man hinwill.
Für das, was ich persönlich mit dem Synclavier (Freudscher Verschreiber - für mich IST der Regen ein Synclavier, wobei ich mir der Unterschiede voll bewusst bin) anstellen will, ist er perfekt - nur ich bin es noch nicht, weil ich noch nicht gut genug damit umgehen kann.

Der Sound-Canvas-Vergleich ist schon okay: Nur muss man als Musiker/Trainer die Spieler in einem Sound Canvas schon erheblich gut einsetzen können, damit das Team aus der Kreisklasse aufsteigen kann. Und Teamplayer auf Bundesliganiveau (die im Regen nämlich) sind natürlich teuer - damit die aber vernünftig zusammenspielen und nicht wieder in die dritte Liga abrutschen, braucht's einen fähigen Trainer.

Schöne Grüße
Bert
 
@Feinstrom ich bin ernsthaft an einem direkten Vergleich interessiert. Mich interessiert aber nicht die FM Synthese, (die ist beim Regen noch umfangreicher als beim Synclavier. Alleine schon weil "der, das" Regen 12 Partial Timbres hat im Vergleich zu 4 Partial Timbres im Synclavier) sondern der Output mit Dynamik und Fülle. Beim Synclavier ist der Synthesizerteil mit FM und Resynthese unglaublich dynamisch am Ausgang. Der Sampler ist in meinen Ohren der bestklingenste Sampler, den ich je gehört habe. Alleine schon aufgrund der Materialschlacht von zwei DACS pro Stimme. 32 Polyphonic Sampling Voices = 64 DACs erzeugen Fülle. Sorry, ich schweife vom Regen ab. Ich würde mir den Regen gerne beim HK genauer ansehen und anhören und ein paar Tage später dann gerne mal bei mir 1:1 vergleichen. Kaffee und Kuchen gibt's gratis

Hinterher kommt es noch soweit und ich bestelle mir auch noch Regen um ein Gewitter mit Blitz, Donner und Regen zu haben 🤭😂
 
@Feinstrom ich bin ernsthaft an einem direkten Vergleich interessiert.
Klar, das machen wir!


Der Sampler ist in meinen Ohren der bestklingenste Sampler, den ich je gehört habe. Alleine schon aufgrund der Materialschlacht von zwei DACS pro Stimme. 32 Polyphonic Sampling Voices = 64 DACs erzeugen Fülle.
Genau - und da muss man halt mal schauen, ob das tatsächlich klangliche Vorteile bringt oder damals eben einfach nicht anders zu machen war (das eine schließt das andere ja nicht aus), und/oder ob das im Regen vielleicht nachgebildet worden ist (und wenn ja, wie gut).

Sorry, ich schweife vom Regen ab. Ich würde mir den Regen gerne beim HK genauer ansehen und anhören und ein paar Tage später dann gerne mal bei mir 1:1 vergleichen. Kaffee und Kuchen gibt's gratis
Wenn wir im Juni einen Termin finden, kannst du den Regen auch von Fischbach mitnehmen und in Ruhe testen, und ich hole ihn dann bei dir wieder ab, wenn wir uns treffen.
Zwischen HK und dem 17. Juni muss ich eh einen Gig vorbereiten und werde nicht viel Zeit für anderes haben.
Aber dann auch wiedergeben, hihi!

Schöne Grüße
Bert
 
@Feinstrom : Ich würde einfach denken dass die Möglichkeit Samples in FM einzubauen eine große Spielwiese für experimentelles ist. Je nach dem wie sich das auch modulieren lässt.

Einzigartig ist es aber nicht, z. B. Mein Kronos kann es auch und ich nutze es wirklich viel.

Layern? Da hätte ich ja den Montage. Trotzdem.... G. A. S. bleibt bestehen.
 
Der Sound-Canvas-Vergleich ist schon okay: Nur muss man als Musiker/Trainer die Spieler in einem Sound Canvas schon erheblich gut einsetzen können, damit das Team aus der Kreisklasse aufsteigen kann. Und Teamplayer auf Bundesliganiveau (die im Regen nämlich) sind natürlich teuer - damit die aber vernünftig zusammenspielen und nicht wieder in die dritte Liga abrutschen, braucht's einen fähigen Trainer.

Dazu ein kurzes OT (sorry schon mal dafür).
Einen Champions League Trainer bezüglich Sound Canvas war/ist imho Wally Weiß. Er betrieb seinerzeit als Pächter und Produzent ein solides Mittelklassestudio mit einigen heute gesuchten Peripheriegeräten der End 70er/Anfang 80er (EMT, großen Lexicons etc). Die Geräte wurden vom Eigentümer weniger aus Prestige, eher der damals noch sehr raren Auswahl solcher angeschafft.
Als „Miet-/Lohnarbeits“-Studio schleppte idR die Kundschaft den Schwerpunkt der Instrumente an. Anfang 90er war es bei einem Kunden „nur“ das Soundcanvas mit Atari Sequenzen welches für das Backing Spur für Spur mit großem externen Kompressions und FX-Feuerwerk auf die Bandmaschine gezogen wurde.
Das Ergebnis war atemberaubend, das hörte sich wie eine „große“ Produktion mit den teuersten Synths an. Mit seinem Know-How war es regelrecht „shit in-gold out“.

Ein ehrfürchtiges Chapeau meinerseits für das was er da aus der GM-Dose gemacht hat.

PS:bekannte Referenzen die mir spontan einfallen waren bei ihm von DJ Commander Tom (Weyer) bis zur Volksmusik wie Gaby Seitz & Co
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor es hier ganz ruhig wird.....wie ist die allgemeine Einschätzung :

1. Der Regen ist hauptsächlich für Leute, die die Sounds von früher über Presets abrufen möchten und sich vielleicht maximal daraus Layer erstellen.

2. Der Regen ist ein mächtiges Sound-Design-Tool, der einerseits durch einen speziellen Samples-Vorrat glänzt, andererseits aber auch interessante Möglichkeiten wie sample-basiertes FM mitbringt ?
 
Für mich ganz persönlich:

3. Der Regen ist ein Lieferant für High-Class-Sounds, die aber nicht zwangsläufig modern, nie-dagewesen oder mega-experimentell klingen.
Sicher schlummert da ein immenses Potenzial zur Sound-Synthese, aber ob und wie weit ich mich da hineinarbeiten werde, wird sich noch zeigen.
Schon das Layern von Partials sollte Erstaunliches zutagefördern. In einigen der Werksbänke sind echte Perlen zu finden.

Schöne Grüße
Bert
 
Für mich ganz persönlich:

3. Der Regen ist ein Lieferant für High-Class-Sounds, die aber nicht zwangsläufig modern, nie-dagewesen oder mega-experimentell klingen.
Sicher schlummert da ein immenses Potenzial zur Sound-Synthese, aber ob und wie weit ich mich da hineinarbeiten werde, wird sich noch zeigen.
Schon das Layern von Partials sollte Erstaunliches zutagefördern. In einigen der Werksbänke sind echte Perlen zu finden.

Schöne Grüße
Bert
Modern muss für mich garnicht, Röchelsounds liebe ich. Bei den Samples wäre es aber schon interessant was da mitkommt. Gibt es eine Auflistung ? Ist der weltbeste Vocal-Sound "Sarah/ Arr" oder wie das jetzt heißt dabei ?
 
Ist der weltbeste Vocal-Sound "Sarah/ Arr" oder wie das jetzt heißt dabei ?
Die olle Kamelle kann doch heute Niemand mehr wollen, so ausgelutscht wie die schon ist.
Man kann auch keine Fairlight Shakuhachi mehr verwenden, ohne gleich an Sledge Hammer oder Enigma zu denken.

Warum möchten so viele Leute immer die tollsten Soundmaschinen haben, schreien aber gleichzeitg nach den abgenudelten Samples?
Das wird sich mir nie erschließen.

Ich glaube, das man mit dem neuen Wofi aber intuitiver arbeiten kann.

1. Der Regen ist hauptsächlich für Leute, die die Sounds von früher über Presets abrufen möchten und sich vielleicht maximal daraus Layer erstellen.
... und für Leute, die sich den Mythos mit dem magischen Namen "Synclavier" ins Studio stellen möchten.
 
Ausser dem Namen " Synclavier" begeistert mich da auch nichts und ich hab mir mittlerweile zig, wenn nicht sogar fast alle YT Video Demos gezogen/angehört. Nö.
Ich glaube für den Preis bekommt man interessanters.
 
Ich glaube, das man mit dem neuen Wofi aber intuitiver arbeiten kann.
Danke für den Tip, für einen Teil meiner Sounds nutze ich wirklich häufig Samples. Da ist natürlich genügend vorhanden, aber eigentlich hat jedes meiner Geräte seine Einschränkungen.

Montage :
+ generelle Suchfunktion

- neue Samples auf´s Gerät bringen schwierig/ mühsam/ absturzgefähdet (bei mir), Speicherplatz zu klein

Kronos :
+ mehr Platz für Libraries, man kann die Samples auch für FM/ Plucked String nutzen

- eigene Samples eher mühsam, keine globale Suchfuntion, nur per Library

Iridium (meine Version) :

+ Sampleaufspielen unkompliziert, granular d.h. man kann mehr mit den Samples machen

- zu wenig Speichplatz, keine Suchfunktion

XV 5080 : -
+ teilweise (für mich) schöne Retro-Samples

- Bedienung nur per Editor bei mir, keine eigenen Samples, nur über die relativ teuren Karten

Richtig glücklich bin ich eigentlich nur mit dem Sample-Angebot und Handling bei Omnisphere.

Wobei man natürlich z.B. am Montage eigentlich auch schon mit dem vorhandenen ohne Libraries gutes (genügend ?) Material hat. Dann wäre aber granular und vielleicht FM mit Samples nett.
 
Zuletzt bearbeitet:
... und für Leute, die sich den Mythos mit dem magischen Namen "Synclavier" ins Studio stellen möchten.
Das kann und sollte man nicht verallgemeinern.
Der Regen ist für Leute, die der Meinung sind, einen Regen haben zu wollen. Alles andere sind Geschichten, die sich andere Leute erzählen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Minimoogs, Timbre Wolfs, fette Modularsysteme, Mokkamaschinen, schwarze Socken und Oldtimerfahrräder.

Schöne Grüße
Bert
 
Mal ehrlich, würde da Firle&Fanz oder Mayer draufstehen, würde sich doch kaum einer dafür interessieren.
Abgesehen davon bleibt mir noch die Frage, wieviel von NED noch übrig ist oder ob nur wieder jemand den Namen gekauft hat.
 
Es interessiert sich doch eh schon kaum jemand dafür.
Mein Regen hat die Seriennummer 85 und ist aus der zweiten Batch.
Ein Massenseller wird das nicht...

Hinter der aktuellen Firma Synclavier steht Cameron Jones. Und dem traue ich zu, den Klangcharakter des Synclaviers im Regen einzufangen.
Ehrlich gesagt fand ich es eher merkwürdig, dass der Name des einstigen Instruments nun der Firmenname ist ("Synclavier Regen" von "Cameron Jones Instruments" oder so hätte ich logischer gefunden). Aber das ist ja nicht meine Entscheidung und auch letztlich egal...

Schöne Grüße
Bert
 
Für ein Kleinserienhersteller ist der Preis ok. Und der Originalentwickler des Synclavier betreibt die Firma selber, so wie bei Buchla, als der Don noch lebte.
 
Das Sample ist doch von Kurt, oder? Der sollte ja wissen, wem er es verkauft bzw. lizensiert hat.

Schöne Grüße
Bert
 
Das kann und sollte man nicht verallgemeinern.
Der Regen ist für Leute, die der Meinung sind, einen Regen haben zu wollen. Alles andere sind Geschichten, die sich andere Leute erzählen.

Dasselbe gilt übrigens auch für Minimoogs, Timbre Wolfs, fette Modularsysteme, Mokkamaschinen, schwarze Socken und Oldtimerfahrräder.
So ist es und bleibt armselig, wie einige sich immer wieder genötigt sehen, pauschalierend werten müssen.
 
Auch das würde ich nicht überbewerten oder beurteilen wollen.
Jeder hat seine Gründe, zu urteilen oder es bleiben zu lassen, da stecken wir nicht drin.

Schöne Grüße
Bert
 


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