Braucht man Aftertouch? (Tastaturtrends)

Aftertouch ist…

  • wichtig

    Stimmen: 73 76,0%
  • unwichtig

    Stimmen: 23 24,0%

  • Umfrageteilnehmer
    96
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

serge schrieb:
Guntersson schrieb:
Meines Erachtens nach ist der AT ein Relikt der 80er und 90er Jahre. Letztendlich ist entscheidend welchem Musikstil ich wie performe. Die klassischen Synthsoli mit Leadsounds, die sich ja gerne des AT bedienten, sind ja bei heutigen vorherschenden eher kurzen und percussiven Sounds gar nicht mehr angbracht bzw. bestimmten Musikrichtungen vorbehalten. Für den klassisch ausgebildeten Pianisten, ist der AT eh nur bedingt als Spieltechnik abrufbar, da eher mit dem erlenten "Handwerk" wenig zu tun hat. Kritisch angemerkt, fördert der Einsatz von AT eine eher unsaubere Spieltechnik und das weniger korrekte aufsetzen der Finger. Insofern kann ich drauf verzichten und bediene mich gerne der Modulationsrades.
Ich kann darin leider nur einen Beleg dafür erkennen, wie wenig "klassisch ausgebildete Pianisten" von den potentiellen Ausdrucksmöglichkeiten eines Synthesizers verstanden haben.

Nicht alle, James Blake, auch ausgebildeter Pianist, zb. schwärmt geradezu davon. Er biezieht sich hier auf sein kennenlernen des Prophet 08 und des Aftertouchs:
James Blake schrieb:
Blake: Es ist ein unfassbares Live-Instrument. Für mich ist es der schnellste Weg von der eigenen Idee zum Klang. Es hat einen tollen Aftertouch, das heißt, wenn man stärker auf die Taste drückt, bekommt man zum Beispiel ein Vibrato. Wenn man vom Klavierspielen kommt, ist so etwas unglaublich: Man gibt dem Ton, den man gerade spielt, noch etwas hinzu, ohne ein Pedal treten oder irgendeinen Effektknopf drehen zu müssen. Als ich das entdeckte, konnte ich es kaum glauben. Mir kam es vor, als ob ich endlich eine Fusion aus Klavier und Gitarre gefunden hätte.
Aus einem "Zeit"-Interview: http://www.zeit.de/2011/22/Ideen-Blake/seite-2
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Moin .-)

Ich könnte mir denken, daß auch der Preis für einen FSR-Streifen (so arbeiten die meisten AT-Schaltungen...druckempfindlicher Widerstand) eine Rolle spielt... Ein 60cm-Streifen kosten bei Völkner um 20 EUR... Wenn man dies im Relation zum Endpreis diverser Kleinsynths sieht ist das dann schon ne Menge Holz... und wird somit weggelassen.

Jenzz
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Es ist sicher richtig, daß es weniger Synthesizer mit Aftertouch gibt, vor allem von grossen Herstellern. Aber anderseits empfinde ich schon auch einen Trend zum Poly-Aftertouch bei Midikeyboards (QueNexus, CME X-Key u. a. ) die nebenbei IMHO wenigstens auch mit durch die Modulationsfeatures eines Animoogs inspiriert wurden.

Dazu bei zb. Thomann: Allein bei den 25 Tasten Midikeyboards gibt es 7 mit Aftertouch.

Ich denke man muss wohl verknusen, daß sich die Synthhersteller Aftertouch im Wortsinne sparen um preislich attraktiver zu sein, und ja: ich denke auch, dass der Mehrzahl der heutigen Synth-Käufer der Aftertouch nicht wichtig ist. Leider, denn auch ich begrüsse jede Modulationsquelle. 2 Mod-Wheels finde ich auch sehr gut, zb.

EDIT: Bei den Midikeyboards sind es übrigens meist die "besseren" sprich teureren Ausführung, die Aftertouch haben. IMHO ein guter Beleg für die Theorie des "Weglassens aus Kostengründen".
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

VEB_soundengine schrieb:
die Groovebox ist der Tod des körperlichen Musikus :opa:

Dummer sind eh überbewertet, vor allem bei sequencierter Maschienenmusik :lollo:
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

die Mehrheit wird aftertouch in keyboards nicht vermissen die klicken sich eh was in der pianorolle zusammen und wissen nicht das es sowas gibt
was ich interessant finde ist das man bei so "ich kann nicht spielen Konzepten" wie push auf aftertouch setzt
vielleicht lernt die Industrie da ja mal was von :kaffee:
aftertouch macht mich auch mehr an als der ganze für Ausdruck in der luft rumwedeln krams
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Apropos polyphoner Aftertouch:

Kennt das wer?
http://www.indiegogo.com/projects/ndvr- ... board--114

Laut indiegogo haben soe das Kampagnenziel nicht erreicht. :/
Das wär schon sehr interessant! Nicht nur velocity und poly aftertouch sondern auch release velocity.! Im video sieht mans ganz schön.

Mit dem vst plugin, kann man für alle nicht poly at fähigen vsts und hoffentlich auch hw synths "übersetzen" ....sehr praktisch, damit man nicht nur ESQs und SQ80s damit ansteuern kann ;-)
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Oh yes! Auch nicht so uninteressant! http://youtu.be/bIkKMHwXcko

Wobei das auf den tasten herumfahren sicherlich auch erstmal erlernt werden will. Er macht das aber sehr gut im video!



MOD: falscher Tag benutzt, YOUTUBE nur bei Code, nicht YoutubeURL ;-)
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Hi,
für exzess. AT nutz ich ein terratec area 61 keyb.
(obacht tasten können scharf sein)
neupr. ca 500€ (opt. synth)
im ausverkauf für ca 100€ gekauft.
hat 2 AT zonen, klappert, und einige metallaschen unter d. tasten
waren runtergefallen
ansonsten sehr wertig, viel massives alumium
gut dosierbarer AT
wenn Die tastatur kaputtgeht
ist der schaden nicht so hoch.
AT halt ich für "good to have but not essential".
mfg
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Guntersson schrieb:
Meines Erachtens nach ist der AT ein Relikt der 80er und 90er Jahre. Letztendlich ist entscheidend welchem Musikstil ich wie performe. Die klassischen Synthsoli mit Leadsounds, die sich ja gerne des AT bedienten, sind ja bei heutigen vorherschenden eher kurzen und percussiven Sounds gar nicht mehr angbracht bzw. bestimmten Musikrichtungen vorbehalten. Für den klassisch ausgebildeten Pianisten, ist der AT eh nur bedingt als Spieltechnik abrufbar, da eher mit dem erlenten "Handwerk" wenig zu tun hat. Kritisch angemerkt, fördert der Einsatz von AT eine eher unsaubere Spieltechnik und das weniger korrekte aufsetzen der Finger. Insofern kann ich drauf verzichten und bediene mich gerne der Modulationsrades.

Also ich mache keine Musik, die besonders Sololastig ist und hänge sicher nicht in den 80/90ern, dennoch finde ich AT gut, ich glaube eher es ist die Fähigkeit oder Wunsch noch einen Ausdruckskanal zu haben. Allerdings will ich damit niemanden verurteilen, wenn er es nicht nutzt. Mein Thread soll eine Fragestellung sein.

Das stimmt, Pianos sind Pianos. Aber Synthesizer und Controller können ja sogar noch mehr, wenn man es nur will.
Druckempfindlich pro Taste und sogar aufeiner Taste noch ein CoNtroller bereitstellen wie beim Evo Keyboard zB, ich find das super und würde das in normaler Größe auch am liebsten überall haben. Das würde ich noch mehr nutzen als DruckDynamik, auf den Ensoniqs habe ich das pro Taste viel genutzt, da Controller insgesamt knapp waren und man konnte so auch mal nen Hall reinfahren oder diesen Sound etwas abfiltern. Ist für ein Pad ne schöne Sache auch mal hier oder da Vibrato zu haben und auf anderen Tasten nicht.
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

psicolor schrieb:
Die Bezeichnung Aftertouch für dieses geile Feature is einfach scheisse gewählt, insbesondere da Keyboarder per se ein etwas schwules Image haben.

Autsch, mein Bauch schmerzt vor lachen :lollo:

Zum Thema:
Linke Hand spielt Orgelakkord, rechte ein Synthsolo. Ohne AT ist keine Modulation des Solos möglich. Vermisse das schmerzlich beim Mininoog.

Linke Hand spielt Fläche, rechte einen Lead. Für mehr Abwechslung im Teppich kann mit AT der/das Filter etwas moduliert werden.

Von Daher: Aftertouch - ja gerne!
 
Sprachliche OT Einlage noch:

Poly/Monophonic Key Pressure oder Force Sensor gäbe es da noch.
Kann man also auch anders…

In Deutsch Druckdynamik, Druckstärke oder Drucksensor. Wer mag auch Druckabhängiges Eingabeelement und Kombinationen daraus. Wird alles verstanden.

ich weiss, das war nen Witz, aber ich sags mal.
Für Anschlagdynamik (nicht Anschlagsdynamik, das klingt nach NSA) oder Dynamik könnte man auch noch andere Worte nennen. Geschwindigkeit sagt man im Deutschen lustigerweise nicht.
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Pappenheimer schrieb:
Linke Hand spielt Fläche, rechte einen Lead. Für mehr Abwechslung im Teppich kann mit AT der/das Filter etwas moduliert werden.

Von Daher: Aftertouch - ja gerne!

:supi:

ausserdem hat man die flossen eh auf den tasten :mrgreen:
- da auf einen kontrollweg zu verzichten ist doof -
entweder man braucht dann die andere hand fürs modwheel oder muss auf ein pedal latschen obwohl man das alles mit einer hand regeln könnte :selfhammer:
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

Saftpackerl. schrieb:
Oh yes! Auch nicht so uninteressant! http://youtu.be/bIkKMHwXcko

Wobei das auf den tasten herumfahren sicherlich auch erstmal erlernt werden will. Er macht das aber sehr gut im video!



MOD: falscher Tag benutzt, YOUTUBE nur bei Code, nicht YoutubeURL ;-)

auf den tasten hoch und runterfahren funzt prima
mach ich gerne auf dem ipad
dann kann man schön mit einem finger ausdrucksstark spielen ohne draufzuhauen wie blöd
 
Ich persönlich würde mir Aftertouch wünschen. Allerdings ist mir in den letzten Jahren keine Tastatur mehr untergekommen bei der Aftertouch nicht zu leicht und zu früh ausgelöst wird. In der Regel auch nicht dosierbar, sondern wie ein Schalter entweder Aus oder Maximum.

So wie das zur Zeit meistens realisiert ist, ist es eher ärgerlich und überflüssig.
 
Instrumente mit Tastaturen ohne AT fallen bei mir sofort aus der "erstmalnix"-Kaufen-Liste. NL4 wäre sonst spannend gewesen, oder auch der KingKorg, schade drum. Noch schlimmer: Mini-Tasten (bin da einfach physisch nicht kompatibel).
Ich hätte im Gegenteil gerne Tastaturen mit polyphonem AT (aber kein Laptop-Spielzeug wie das CME-X und das QuNexus), sondern "normal" große Tasten, davon bitte mindestens 61 (besser 88), gute Mechanik und Verarbeitung, wertige Materialien, gerne auch ein paar endlos-Encoder und Displays für die damit gesteuerten Parameter (Novation hat dafür eine wirklich coole Idee gehabt, aber leider mit extrem billig wirkender Haptik und Optik umgesetzt). Und so weiter.
Andreas
edit: Hatte natürlich "polyphonen" AT gemeint...
 
Re: Kein Aftertouch? Heutige Tastaturentrends.

leedoeslala schrieb:
Saftpackerl. schrieb:
Oh yes! Auch nicht so uninteressant! http://youtu.be/bIkKMHwXcko

Wobei das auf den tasten herumfahren sicherlich auch erstmal erlernt werden will. Er macht das aber sehr gut im video!
....

auf den tasten hoch und runterfahren funzt prima
mach ich gerne auf dem ipad
dann kann man schön mit einem finger ausdrucksstark spielen ohne draufzuhauen wie blöd

find/fände das auch eher intuitiv - vielleicht liegts dran, dass ich von der gitarre komme, aber ich erwisch mich öfter mal dabei, wie ich auf meinem 08/15-keyboard auf den tasten rumfahre und mich wundere, dass nix passiert :roll:
 
Bluescreen schrieb:
Ich persönlich würde mir Aftertouch wünschen. Allerdings ist mir in den letzten Jahren keine Tastatur mehr untergekommen bei der Aftertouch nicht zu leicht und zu früh ausgelöst wird. In der Regel auch nicht dosierbar, sondern wie ein Schalter entweder Aus oder Maximum.

So wie das zur Zeit meistens realisiert ist, ist es eher ärgerlich und überflüssig.

Ja, das nennt man dann doch "Afterswitch" ... ;-)
 
Ein Großteil der hier geschilderten Anwendungsbeispiele ließen sich sehr viel differenzierter mittels eines, leider viel zu oft vergessenen, Expressionpedals umsetzen. Einfach mal probieren. Dennoch gebe ich gerne zu, dass das fehlen eines eigentlich standardisierten Features bei aktueller Hardware nicht gerechtfertigt scheint.
 
Ja, aber die Expressinpedaleingänge werden doch min. genauso oft weggelassen wie Aftertouch, oder irre ich? Ich persönlich habe auch mehr Fingerspitzengefühl in den Händen als den Füssen (höhö), da wirds nix mit gefühlvollen Filtersweeps...
 
AndreasKrebs schrieb:
Instrumente mit Tastaturen ohne AT fallen bei mir sofort aus der "erstmalnix"-Kaufen-Liste. NL4 wäre sonst spannend gewesen, oder auch der KingKorg, schade drum. Noch schlimmer: Mini-Tasten
Volle Zustimmung.
Genauso wie ich gerne Breathcontroller mal wieder sehen würde.
Nach dem Minibrute von Arturia hätte ich z.B. als Nachfolger ein ernstzunehmendes Instrument für "spielende Musiker" erwartet: mind. 3Okt normalgroße Tasten, AT, BreathCtrl, zweiten Oscillator, speicherbar, LED-Encoder usw. und gerne die Sounderweiterungen des Microbrute. Denn den Sound finde ich gar nicht schlecht.
Eben einen *richtigen* typischen 3Okt. Solo-Aufsatz.

AndreasKrebs schrieb:
Ich hätte im Gegenteil gerne Tastaturen mit polyphonem AT (aber kein Laptop-Spielzeug wie das CME-X und das QuNexus), sondern "normal" große Tasten, davon bitte mindestens 61 (besser 88), gute Mechanik und Verarbeitung, wertige Materialien, gerne auch ein paar endlos-Encoder und Displays für die damit gesteuerten Parameter
Bluescreen schrieb:
Allerdings ist mir in den letzten Jahren keine Tastatur mehr untergekommen bei der Aftertouch nicht zu leicht und zu früh ausgelöst wird. In der Regel auch nicht dosierbar, sondern wie ein Schalter entweder Aus oder Maximum.
Dann habt ihr beide noch nicht den NordStage 2 SW (73 Tasten) angespielt.
Das ist das erste Board seit vielen Jahren, wo mir AT wirklich gut gefällt, nicht zu schwer, nicht zu leicht, gut dosierbar.
Allerdings muss man auch sagen, daß über die größeren Stages (76 bzw 88 Tasten) im Nordforum ständig geklagt wird, daß man für deren AT auch vorher Muskelaufbautraining braucht.
Ich verstehe das nicht. Alle Boards kommen von Fatar, ist das so schwer, eine konstante (AT-) Qualität zu produzieren?

*nach-drückliche* Grüße,
Bernd
 
professorSimon schrieb:
Ja, aber die Expressinpedaleingänge werden doch min. genauso oft weggelassen wie Aftertouch, oder irre ich? Ich persönlich habe auch mehr Fingerspitzengefühl in den Händen als den Füssen (höhö), da wirds nix mit gefühlvollen Filtersweeps...
Das ist wohl individuell unterschiedlich.
Ich zum Beispiel konzentriere mich mit den Fingern zumeist auf die korrekten Töne zum korrekten Zeitpunkt mit der korrekten Velocity, und die Nachbearbeitung mache ich per Pedal (hab mir beim JD-800 den Aftertouch aufs Expression-Pedal umgeroutet).
Beim SY-2 mach ich Vibrato per Aftertouch und Filtersweeps per Pedal.
Beim SYB-5 (der bei mir von einer Drummachine getriggert wird) hab ich fürs Filter eine Art D-Beam als Einzelgerät (wird leider nicht mehr hergestellt), das in den Expressionpedal-Eingang gesteckt wird. Sieht super aus, das Rumgewedele.
Gerne nutze ich live auch Wahwah-Pedale oder meinen heißgeliebten Mike Matthew's Soul Kiss (was beknackt aussieht, aber super klingt).

Unterm Strich kann man sagen, dass es für etliche Musiker bedauerlich, aber offenbar für manche Hersteller trendy ist, auf vieles zu verzichten, das für nuanciertes Spielen hilfreich wäre. Schade eigentlich, aber für die, die's noch brauchen, gibt es ja noch genug Add-ons.

Schöne Grüße,
Bert
 
Aftertouch ist gut, aber nur, wenn die Tastatur so gut ist, dass man ihn nicht versehentlich auslöst. Und es muss einen vernünftigen Widerstand geben, sodass der Aftertouch auch einigermaßen dosierbar ist. Beim Studiologic Slege finde ich das recht gut gelöst, beim NM G2 und Nord Stage fand ich das z. B. nicht so gut.

Aftertouch funktioniert m. E. besser mit ungewichteten Synth-Tastaturen als mit "Piano-Tastaturen" - und er ist in der Tat m. E. einfacher spielerisch zu beherrschen, wenn man Aftertouch und Velocity in einem Patch nicht (oder nur sehr dosiert) kombiniert einsetzt.
 
Problematisch ist in vielen Fällen tatsächlich auch die Umsetzung des Aftertouch von Herstellerseite.

Mein NordLead 3 z.B. hat einen dermaßen kleinen Regelweg für die 128 Werte des MonoAT, daß man
eigentlich eher von einem Switch sprechen muß.
Mit sowas lässt sich natürlich niemals nuanciert gestalten.

Dies ist bei ziemlich vielen moderneren Tastaturen der Fall.

Wer nie die pure haptische Freude "großer", oder einzigartiger Tastaturen, wie z.B. Kurzweil
Midiboard, Prophet T8 oder Synclavier erlebt hat, wird Aftertouch auch nicht vermissen.
Bei diesen Instrumenten hat man eine dermaßen feinfühlige Kontrolle über jeden einzelnen Midiwert
des Regelwegs, daß man nie wieder darauf verzichtet.

Mein (teuer restauriertes) Kurzweil Midiboard ist eine Bitch, in Bezug auf Midiprogrammierung, aber
zum spielen das beste und intuitivste, was ich je unter den Fingern hatte (neben dem Haken Fingerboard).
Das an einen V-Synth GT oder Alchemy hängen, und mit Poly AT evolvierende Texturen SPIELEN, statt über dämliche Multistage ADSRs oder Kurvenzeichnen programmieren.

Genau in DIESEM Moment findet das Musikmachen statt, die Verschmelzung von Technik und Willen des Musikers.

Alles andere ist Firlefanz...

Grüsze vom Tonvater
 
Da fällts mir wieder ein: Der fehlende Aftertouch war doch damals der Grund, weshalb ich mir den Moog Litle Phatty nicht gekauft habe! Ein kleiner monophoner Synth und kein Aftertouch: Das ging für mich garnicht, erst recht nicht bei dem Preis :selfhammer:
 
aftertouch rockt! ich wills nicht missen in meinem s90es :phat:
aber es muss echt vernünftig spielbar sein, so on/off geschichten
durch schlechte skalierung oder schlechte technische umsetzung
sind blöde...
 


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