Werden heutige Top-Produktionen in 40 Jahren klanglich alt klingen?

Wird heutige Musik in 40 Jahren alt klingen?

  • Ja

  • Nein


Die Ergebnisse sind erst nach der Abstimmung sichtbar.
Ich wage mal die Behauptung, dass jede Pop-Musik irgendwann nicht mehr zeitgemäß klingt, weil sich die Hörgewohnheiten verändert haben.
"Zeitgemäss" ist ein Stichwort.
"Zeitlos" ein anderes.
....in jeder Zeit verlieren sich teile der Produzenten oder ganze Teile derf Musikindustrie.
allenfalls klann man dann im nachhine "daran" messen welches die gute musik war ;-)

Fleetwood Mac, Album: "Rumours"
Pink Floyd
Steely Dan
Ricky Lee Jones
Bob Marley
Supertramp
nebst vielem, -schon angesprochenen-, Jazz und anderen Stilen
(obiges sind schöne Beispiele für die "Pop" kultur)


alles Zeitlose Musik. ........das würde doch niemand in einer anderen "Klangästehtik" haben wollen als so wie es bereits ist ?
gillt btw. für SEHR viel der guten produktionen der 70s.
Die obigen Namen hebeln deine "Behauptung" aus, hätte ich jetzt gemeint ;-)
auch, weil: "Hörgewohntheit" sich hier nicht an einer spezifischen "Klangästethgik" aufhängt, sondern an der Musik selbst.
( obiges IST, was ich vielfach höre btw. )

Dann kamen die 80er, digital kam, ...........und dann höre man sich "Das" heute mal an.
Klingt für mich fast alles "falsch gemixt".


elektronische musik ist da aber anders !
Es gab viel gute elektronische oder technoide Musik in den 90ern.
die hört sich heute aber ziemlich alle, "veraltet" an.
Das trifft aber auf die guten Produktionen der 70er nicht zu !
Dort kann man den Hebel ansetzen um überhaupt zu verstehen worums hier geht.
 
@einseinsnull Naja ich gehe davon aus, dass es sich hier im Thread nur um "normale" Musik dreht, also keine Kinowerbung, keine Filmsoundtracks, kein Audio in Computerspielen usw.

Was den Konzertsaal angeht, natuerlich hat man da eine gewisse Moeglichkeit, die Instrumente zu verteilen, aber letztendlich ist es halt doch so, dass man vor sich eine breite Buehne hat, die eher dem Stereo-Klangbild entspricht (also keinesfalls Mono!), und selbst sitzt man bestenfalls in der Mitte. Natuerlich kann man theoretisch auch noch mehr als nur die Stereo-Verteilung erzielen, aber sowas geht ja ueber Psychoakustik in normaler Stereo-Musik auch. Also auch da sehe ich jetzt keine Notwendigkeit fuer "mehr".
 
klar, ich sage nur, dass die idee, die wahrnehmbare räumliche position einer klangquelle in irgendeiner form auch als musikalisches - oder in einzelfällen gar kompositorisches - element einzusetzen, tatsächlich bereits vor hunderten von jahren im großen orchester umgesetzt wurde; die idee dahinter hat also nicht erst gerzon erfunden oder beruhte nur darauf, dass lucas thx lautsprecher verkaufen will.


ich mache jetzt mal einen sprung. schau dir mal diese bühnenanweisung für das comedy duo "ohne rolf" an:

Fläche:
„Blattrand“:.Mindestens5Meter breit x 3.5Meter tief
„Schreibhals“: Mindestens6 Meter breit x 4 Meter tief
"Unferti“& "Seitenwechsel": Mindestens5 Meter breit x 4 Meter tief
Lichte Höhe:Höhe Bühnenboden bis unterkante Schweinwerfer: mindestens2.60 m,
Bühnenhöhe: bei flacher Bestuhlung mindestens. 80cm, bei gestufter, stark ansteigenderBestuhlung kann am Boden gespielt werden, sofern von allen Plätzen bis auf den Bühnenboden gesehen werden kann.Bühne hinten und auf den Seiten in ganzer Höhe mit schwarzem Vorhang abgehängt.Schliessbarer Vorhang auf Bühnenvorderkante willkommen (für den Pausenumbau)Falls die Bühne aus Elementen besteht, diese bitte gut sichern (verschrauben, verspannen...)Falls die Bühne höher als 20cm ist, bedarf es einer Treppein den Publikumsbereich.
Zusätzlich für „Blattrand“:Ein stufenloser, verdeckter vom Publikum nicht einsehbarer Bühnenzugangfür einen „barrierefreien“ Auftritt bei der Vorstellung mit den Plakatständern (Plakatständer müssen auf die Bühne gerollt und können nicht hochgehoben werden). Dieser Zugang kann entweder von den Seiten oder von Hinten stattfinden. Falls dies nicht möglich ist, kann bei genügender Tiefe der Bühnemit einer Stellwand ein verdeckter Bereich geschaffen werden.Zusätzlich für „Unferti“:Ein verdeckter vom Publikum nicht einsehbarer Bühnenzugang(Bühnenseite, links oder rechts). Genügend Platz direkt neben der Bühne, um sich von vornenicht sichtbar umzuziehen, Requisiten bereit zu legen etc(es müssen sich 3 Personen da aufhaltenkönnenundPlatz für einen Tisch haben).Wir benötigen einen Tisch um die Requisiten bereitzuhalten und einen schlichten, schwarzen Bühnenstuhl ohne Armlehnen
(quelle: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=&ved=2ahUKEwjmzpXX1LfwAhXBhv0HHT1qDdsQFjAEegQIFhAD&url=https://ohnerolf.ch/download/178/OR_Buehnenanweisung_2019_02_05.pdf&usg=AOvVaw31OJ5UxUC1nr4k1_RqGJCG)



das licht muss soundso breit sein, und daneben muss ein stuhl stehen, und dienstags darf das licht nicht zu hell sein, und der kameramnn soll sich schon mal darauf vorbeiten, dass die darstellen schwarze mützen aufhaben. und mit milch und zucker bitte.

bei regie- und bühnenanweisungen für papageno und die zauberflöte in der zauberflöte finden sich ähnlich "vollständige" anweisungen über räumliche größen und punkte im raum. und zwar auch außerhalb des "stereofeldes", denn auch in klassischen theatherstücken springen darsteller und instrumentalisten im orchestergraben oder auf der empore herum, in einer fliegen sie sogar durch den raum.

und jetzt reden wir mal darüber, warum man das nicht auch in einem acidcore track mit der 303 so machen sollte, sondern warum die unbedingt mono sein muss. ich behaupte ja das ist reine faulheit. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja dass die Idee nix neues ist, sage ich ja gar nicht. Klar kann ich auch einen gewissen Reiz darin sehen, so umfassend auf mehrkanalige Tonwiedergabe Einfluss zu haben. Und wenn es um Buehnendarbietungen geht, ist eh jedes Mittel recht, welches das ganze zu einem unvergesslichen Erlebnis macht. Soweit alles klar und logisch :)

Wir reden hier aber von Konservenmusik. Musik die im Auto, im Kuechenradio, im Wohnzimmer, im Bad, im Garten, am PC, am Handy, in Bus und Bahn usw gehoert wird. Das ist zu 99% nicht mit dem vergleichbar, was fuer eine Buehnenshow aufgefahren wird. Und darauf bezieht sich meine Aussage, dass ich nicht glaube, dass hier irgendwann auch nur annaehernd irgendetwas anderes vorherrschen wird, als ganz normale Stereo-Aufnahmen. Auch in 40 Jahren nicht :)
 
Ich denke in 20 Jahren werden KIs für jeden persönliche Musik live generieren, die anhand von aisgemessenen Körperparamentern gesteuert werden. „Martin ist gerade depressiv, ich glaube er braucht Ballermannmusik mit lustigem Text“.
 
dass hier irgendwann auch nur annaehernd irgendetwas anderes vorherrschen wird, als ganz normale Stereo-Aufnahmen.

man stößt halt überall an grenzen.

in den siebzigern wurde stereo zum konsumentenstandard, in den achtzigern dann schließlich full-range (oder fast-full-range)

mehr als 2 lautsprecher werden es aber wie du sagst - jedenfalls außerhalb japans - wohl nicht mehr in die wohnzimmer schaffen.

worauf ich eher hinaus wollte ist, dass eben auch bei stereo produktionen bzw. stereo masters im hintergrund, also während er produktion, die diversen 2d/3d geschichten eine zunehmende rolle spielen könnten, un das verändert ja auch den sound und die hörgewohnheiten.

jedenfalls mal eher als eine neue art von brickwall limitern oder eine neue art von gesangsmikros, denn da geht glaube ich nicht mehr viel.


was außerdem auch passieren wird ist, dass du in 20 jahren wohl beim besten willen nicht mehr hören kannst ob etwas eine akustische aufnahme oder gesampelt und synthetisch erzeugt wurde.

beides zusammen könnte man unter der überschrift "virtuelle realität" zusammenfassen.

wenn du dir dann im vergleich dazu etwas von 2005 anhörst, könnte man merken, dass das damals irgendwie anders war. ("das ist ja gar nicht echt!" - "jo, das hier aber auch nicht...")
 
Ich denke in 20 Jahren werden KIs für jeden persönliche Musik live generieren, die anhand von aisgemessenen Körperparamentern gesteuert werden. „Martin ist gerade depressiv, ich glaube er braucht Ballermannmusik mit lustigem Text“.
Genau das wird zu mehr Selbstmorden führen. Bei Musikern und Depressiven Konsumenten.
 
Ich kann mir vorstellen, dass es in Zukunft dienste ähnlich spotify geben wird in der eine künstliche intelligenz auf knopfdruck in Sekunden Lieder oder Alben nach Wunsch macht und auch andere alte Künstler kopieren kann. So oft man will und so viel man will.
Menschen gemachte Musik wird es dann sicher noch geben und es wird eine philosophische Verständnisfrage sein, was Musik denn eigentlich ist und ob es dazu Menschen braucht.
Dann werden Kollaborationen zwischen Elvis, Mozart und Trent Reznor möglich sein oder eine Superband mit Pink Floyed, Led Zeppelin, Queen und David Bowie, oder einen Random mode in dem die Ki versucht neue musikgenres zu kreieren.


Die Menschen wollen immer alles und das sofort. Sehe sowas kommen. Erste Schritte gibt es heute schon und für die Generation, die damit aufwächst, wird es nichts normaleres geben.
 
Ki in verbindung mit Musik ist ein interessantes Thema für sich selbst...


Ich bin mir auch hundert prozentig sicher, dass jede Musik irgendwann als alt empfunden wird, genauso wie deren Produktionen. Wer hätte mal gedacht das elektronische Musik, wie Kraftwerk oder frühe housemusik mal alt klingen werden. Sowohl von der Art der Komposition, als auch der Produktion an sich.
Was nicht heißt schlecht. Retro wird es auch immer geben und eine schlechte mp3 hat vielleicht mal charme, wenn alle mit quantencomputer rumlaufen. 😄
 
Vor dem ganzen KI-Gedoens habe ich eigentlich nicht so viel Angst... eine KI hat letztendlich keine Kreativitaet und keine Ideen, die kann nur Dinge nachmachen und vielleicht kommt durch Zufall etwas anhoerbares raus. Letztendlich glaube ich aber, dass immer ein Musiker, der eine Idee umsetzt, die Oberhand haben wird, und von den Leuten gehoert werden moechte. Vorstellen koennte ich es mir aber mit Sicherheit im Bereich Nutzmusik, Hintergrundmusik, Werbemusik, usw, also wo es nicht so sehr drauf ankommt, dass es besonders toll ist, sondern eher dass es einem bestimmten Schema entsprechen soll.
 
Ob was in x Jahren alt klingt oder nicht haengt damit zusammen, ob die Tracks Teil seines Lebens waren und inwieweit man Gefuehle / Erinnerungen , etc. damit verbindet. Wenn ich in 40 Jahren einen Track von heute hoere, den ich noch nie gehört habe, koennte ich mir vorstellen, dass der nicht alt klingt.

Ich weiß wie die 70er, 80er und 90 er klingen, aber dann hört es schon auf. Denke in Zeiten von YouTube gibt es diese Trennung auch gar nicht mehr, weil immer alles gleichzeitig zur Verfügung steht... Insofern klingt vermutlich in Zukunft immer alles gleich alt oder neu...
 
KI basiert nicht auf zufälligen Ausgaben sondern es werden auf Basis bestehender Kompositionen neue Ideen generiert. Dienste wie Spotify werden ohne Ende KI produzierte Musik selbst anfertigen und spielen lassen, weil dann kein Geld mehr an Musiker gezahlt werden müssen sondern alles innerhalb der Firma bleibt. KI wird sich nicht von einer menschlichen Komposition oder Produktion unterscheiden lassen. Inkl künstlichen Gesang. Das alles ist jetzt schon möglich und keine Phantasie.
 
Ja, das sagte ich doch. Es werden nur Dinge nachgemacht - und durch ZUFALL kommt vielleicht was gutes dabei raus, aber in den meisten Faellen kommt nur was nachgemachtes raus. Ich glaube nicht dass die KI-Musik mehr "Schmackes" hat als z.B. ein Aufguss-Album einer Band die ihren Zenit bereits ueberschritten hat.
 
Ansonsten finde ich Output-Aspekte nicht irrelevant:

- Ausgabe-Formate (zB Tidal streamt auch HighQaulity und basiert wohl derzeit auf 96 kHz / 24 bit), wobei in 4 Jahrzehnten Maschinelles Lernen dann evtl. auch für Upscaling genutzt werden kann (wenn das überhaupt Relevanz hat),
- Ausgabe-Medium: Es gibt auch sehr gute Soundsysteme (bspw. welches viel Raum und Flächen zwischen Sub-Bässen und Drums hoerbar macht, also viel Atmosphäre bei Ausgangsmaterial nur *Stereo*). Ob eine Produktion zeitgemaess klingt, hängt auch von Ausgabe und Aufbereitung ab.

Bspw. hörte ich letzens "In A Gadda da vida" auf Vinyl von 1968 über Flächenstrahler mit Subwoofer und das klang richtig frisch und lebendig.


https://youtu.be/ZCkHanF4v1w?t=390




PS: Es wird sicher irgedwann so sein wie bei Computer-Games, es ist schaerfer als die Realität und übertrifft jegliche Vorstellungen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Was der KI fehlt, ist die Fähigkeit Sinn und Verstand zielgerichtet oder wahllos zu verändern, wie es Menschen z.B. durch den Gebrauch von Drogen machen. So manch musikalische Idee entstammt ja nicht selten einer psychischen Extremsituation. Daher sehe ich den Menschen nachwievor in Hinblick auf künstlerische Fähigkeiten noch Lichtjahre voraus. Derzeit ist noch nicht abzusehen, wann wirkliche Kreativität von Maschinen geschieht. Und es stellt sich dann auch die Frage, was Kreativität überhaupt ist? Das sind ja schon tief-philosophische Fragestellungen, die man so nicht beantworten wird können. Eine Antwort kann eigentlich nur die Zeit liefern.


Abseits alt klingender Musik - heißt das ja noch lange nicht, dass diese schlecht ist. Die alten klassischen Kompositionen werden ja nicht ohne Grund auch heute noch gespielt. Auch heute hören die Menschen gerne Abba, Michael Jackson und Andre Rieu oder Elvis :)
 
Naja, KI hat ja heute schon Einfluss auf den kreativen Prozess des Menschen, nur das der Mensch sind
die Krone des Prozess selbst aufsetzt.

Allen vorrand Tools, die sämtliche Einstellungen, aus denen jemand selbst kreativ seinen Sound kreieren könnte,
übernimmt, wie z.B. Ozone, Neutron, Sooothe, Gullfoss EQ und auch Instrumente, die schon so gut sind,
dass sie Signale "Ready to Use" bieten. Ist zwar keine KI, verhindert aber, dass ein Künstler eigenen Sound kreiert.

Aus dem Grund habe ich bsp den Nexus wieder verkauft, und weil das Ding ständig an´s Netz will, also min
einmal im Monat, aber auch bei jedem Start nach Hause telefoniert, sowie der ganze izotope Käse es niemals
über den Elements Status bei mir hinauswachsen wird.

Ich klinge lieber scheiße und eigen, als toll und wie alle.
 
ok, das war auch kein gutes Beispiel, aber bei elektronischer Musik wird es irgendwann schwer.
Bspw. Suzanne Cianni 1975, wo soll man da hören ob das nicht von gestern oder heute war?


Suzanne Ciani ‎– Buchla Concerts 1975 (full album)

https://youtu.be/7vZGeHBfxU0?t=517
 
Find lustig dass die Leute hier glauben dass in 40 Jahren noch einer Musik macht !
1 Mio Albumverkäufe für 2 Euro.
Konzerte für 3 Freibier.
Da zieht keiner mehr nach und die Kids wissen nicht wen und was sie nachmachen sollen.
Da in 40 Jahren das Denken ohnehin komplett ausgeschaltet ist erfreut man sich dann an harmonischen Furzkissengeräuschen zum Download.
 
Zuletzt bearbeitet:
ok, das war auch kein gutes Beispiel, aber bei elektronischer Musik wird es irgendwann schwer.


man könnte auch ganz unabhängig von der frage ob man das jahrzehnt tendenziell raushört und ob das auch in zukunft noch so sein wird mal fragen "wieviele verschiedene sounds/aufnahmetechniken, die man voneinander abgrenzen gibt es eigentlich?"

denn natürlich kannst du auch in 2020 einfach musik in mono auf kupfer aufnehmen - oder neuartige techniken benutzen die sonst keiner hat - du kommst halt nur nicht in die charts damit und die kopfhörerkinder werden es hassen.

um 1965 herum gab es eine ganze reihe von alben, die man wahlweise in mono oder stereo kaufen konnte, oder als "live" und als "studio" album.
 
Bspw. Suzanne Cianni 1975, wo soll man da hören ob das nicht von gestern oder heute war?

oh, jetzt habe ich die frage gar nicht beantwortet.

zunächst ist es erkennbar mit analogen geräten gemacht, insbesondere sind die sequenzen geradezu typisch für buchla oder EMS.

aber auch die reine aufnahmetechnik um die es hier geht, kann eigentlich kaum von heute sein.

- stimmen sind alle monophon

- keine dynamikbearbeitung

- keine nur digital möglichen effekte

- platten- oder folienhall oder live aufgenommen (klingt am laptop alles gleich)

- keine stereobasisverbreiterung

- brillianzbereich kaum vorhanden, bei 8-10 khz ist schluss

- es rauscht


wir können ja mal die gegenprobe versuchen.

2. warum ist das hier erkennbar neuer als das ciani von 1975?



https://youtu.be/B-0wX3g-8t8?t=195



https://youtu.be/tJXy6b0F1Kg?t=185



https://youtu.be/tNUukaU4LJ8?t=318
 
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Es gibt ein großes Missverständnis generell - es gibt natürlich viel Gebrauchsmusik und Funktionsmusik. Dh - die musst und sollte man abziehen und dann noch einrechnen, dass nun viel mehr Player da sind - Es gibt irre viel Neues - und davon ist natürlich auch vieles schlecht - wie so oft - aber es gibt doch dabei nicht nur Gutes sondern auch zeitlosere Sachen, sogar bei Ambient und Techno-Spielarten im weiteren Sinne. Da gibt es auch Sachen, wo die 90er nicht übel sind und die Sachen noch heute "funktionieren". Es gibt auch Wiederkehr von Stilen, die heute ein bisschen wie das klingen, was es gab - aber mit einem anderen Twist so wie - Stranger Things - das waren die 80er nicht, was da gezeigt wird - sie waren schlechter - aber sie haben es schön gemacht. So wie Röyksopp vielleicht oder ein paar Sachen von Trentemøller - natürlich wird dieser Sound auch mal überholt sein. In 40 Jahren passiert echt viel - aber auch sowas mit einer guten Stimme im Kern wie Massive Attacks Teardrop könnte durchaus noch funktionieren, ohne zu schlimm zu sein - es ist ja auch sparsam.

Ich befürchte eher, dass Front242 verdammt alt aussehen könnte in 40 Jahren - bei Skinny Puppy wäre ich mir wieder nicht sooo sicher, da diese Komplexität zumindest diesen Faktor bremst - eher der Umgang mit Stimme ist very Post-Punk. Das Szene-Zeug ist nämlich mehr Opfer von Zeitenwenden.
Dh, so ein Son Lux überlebt vielleicht etwas besser - es klingt auch organisch. Es ist jetzt also ein wilder Ratespuk. Vielleicht kann man auch ein paar Sachen aus der Art-Pop Ecke noch hören, wie 2-3 Stücke von Japan oder Roxy Music.

Versuchen wir doch mal, so Stücke zu finden. Funktioniert zB Thom Yorke noch? Das ist schon auch nicht 80er, nicht 90er, aber schon 2000er, …
Wie gut die Dark Sachen von Lorn oder so in 20 Jahren wirken oder mehr? Keine Ahnung. Oder Haxan Cloak?
Versuchen wir das doch mal konkret.
Wir nageln jetzt fest und verabreden uns, wenn das Forum die 19 Jahre die es schon alt ist nochmal älter ist - oder - halt - sagen wir 5-10 Jahre? dann treffen wir uns und prüfen das mal? Alle 5 Jahre, okay? Und das anhand einiger gut gewählter Stücke.

Die müssen wir hier dann mal sammeln.
Ich denke, dass es eher organische und morphende Musik ist - nicht zwangsweise mit Gesang, aber gerne.
Mit Akkorden, mit allem, wo der Synth oder so nicht total vorn ist aber auch vor 10 Jahren und in 10 Jahren noch ok ist.
Come on - wir kennen solche Sachen.

Ich hab mich getraut ein paar Namen zu sagen. Es geht mehr.
 
Es geht doch aber hier nicht um die Musik selbst, sondern mehr um die Aufnahmetechnik bzw Produktion, oder habe ich den Ursprungs-Post falsch verstanden?

Ergo geht es auch nicht drum, ob man irgendwelche Musik in 40 Jahren noch hören kann/will, sondern nur darum, ob wir in 40 Jahren anhand der Klangqualität erkennen können, ob ein Song vor 40 Jahren aufgenommen wurde oder erst gerade rauskam.
 
Find lustig dass die Leute hier glauben dass in 40 Jahren noch einer Musik macht !
1 Mio Albumverkäufe für 2 Euro.
Konzerte für 3 Freibier.
Da zieht keiner mehr nach und die Kids wissen nicht wen und was sie nachmachen sollen.
Da in 40 Jahren das Denken ohnehin komplett ausgeschaltet ist erfreut man sich dann an harmonischen Furzkissengeräuschen zum Download.
Geld ist nicht alles. Man kann auch drei Studioalben rausbringen, relativ bekannt sein, Konzerthallen füllen und immer noch Zeitungen an Ampeln verkaufen, damit man etwas zum Überleben hat. So erging es einer Band aus Kroatien (Hladno Pivo). Seit dem 4. Album können sie von Musik leben, sie hätten aber auch weitergemacht, wenn es nicht so gekommen wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Geld ist nicht alles. Man kann auch drei Studioalben rausbringen und immer noch Zeitungen an Ampeln verkaufen, damit man etwas zum Überleben hat. So erging es einer Band aus Kroatien. Seit dem 4. Album können sie von Musik leben, sie hätten aber auch weitergemacht, wenn es nicht so wäre.
Es gibt nur wenige verrückte die Musik über Jahre oder Jahrzehnte hinweg veröffentlichen ohne daß es sich irgendwie finanziell lohnt.
Leute die das sogar als physische Tonträger produzieren über Jahre hinweg ,ohne für diese Arbeit finanziell belohnt zu werden gibt es noch viel weniger.
Leute, die das tun, und zudem noch Zeitlose Musik machen die an keinen Trend gebunden ist gibt es wahrscheinlich noch weniger.
Meine Vermutung ist, daß die Werke solcher Künstler in 20-40 Jahren Musikgeschichtlich schon etwas besonderes darstellen werden bei
Sammlern und Kennern von Physikalischen Tonträgern. Ich könnt mir vorstellen daß in der Zukunft solche Tonträger, besonders Schallplatten ,weil es
für dieses Medium wieder wachsender Beliebtheit erfreut auch wieder Nachgepresst werden könnten wenn eine entsprechende Nachfrage bestehen würde. Die Usprünglichen Pressungen
werden dann etwas ganz besonderes sein, und sie werden immer erkennbar sein an ihren eingravierten Nummern, Form der Schallplatte durch jeweilige Presswerke, Aufdruck/Jahresbezeichnung auf
dem Label (wenn es kein Bootleg ist) und auch anderen Merkmalen.
Genauso ist das für mich als Schallplattensammler wenn ich eine 40 Jahre alte Schallplatte ergattern kann die vieleicht alle 2 Jahre mal bei Discogs angeboten wird. Da geht das Herz auf für einen
Sammler und Musikliebhaber.
Schallplatten sind wie Gemälde. Sie entstehen nur wenn jemand verrückt genug ist Geld für die aufwendige Produktion zu investieren und dann die Einheiten in mühseliger Arbeit an Liebhaber zu
verteilen um die Kosten gerade so wieder rauszubekommen. Ein normaler Mensch macht so etwas nicht. Dafür muß man Leidenschaft mitbringen und auch den Ehrgeiz etwas besonderes für die
Zukunft zu schaffen. Ein digitales Album wird in 40 Jahren wohl vergessen sein. Eine Schallplatte wird immer irgendwo gelistet sein oder hier und da einem Secondhandshop oder auf einem Flomarkt
auftauchen.
 
Bei allem Respekt.. Deine Schreibweise macht mich wahnsinnig.

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Die Wörter fallen nicht vom Rand ab, wenn du nicht Enter drückst. :guckstdu:
 
Ergo geht es auch nicht drum, ob man irgendwelche Musik in 40 Jahren noch hören kann/will, sondern nur darum, ob wir in 40 Jahren anhand der Klangqualität erkennen können, ob ein Song vor 40 Jahren aufgenommen wurde oder erst gerade rauskam.
Ich glaube nicht daß unser Zeitalter lange nicht so Charakteristisch ist wie z.B. die 70er und 80er Jahre. Damals gingen viele Musiker in Studios
in denen alles mit entsprechenden Klangquellen und Masteringequipment aufgenommen wurde. Da erkannte man genau was wo gemacht wurde.
Heutzutage wir in vielen Kleinen Studios und Heimstudios alles mögliche zusammengewürfelt aus der Elektronischen Entwicklung der letzten 40-50 Jahre.
 
Ich gehe davon aus, dass das Medium, also wie die Musik zu einem kommt, weniger eine Rolle spielen wird. Vermutlich wird aber viel gar nicht mehr zu haben sein, weil es die Musik so wie sie mal war, bzw. angeboten wurde, schlicht nicht mehr geben wird. Physische Medien werden sich wohl bis dahin wohl gänzlich erledigt haben. Und wenn es keinen gibt der von dem ganzen Kram ein Backup hat, ist es eh weg - hoffe ich natürlich nicht und es wird ja immer auch Sammler von LPs und CDs geben. Ob die Sachen dann klanglich alt klingen wird aber wohl keinen stören.
 
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