absolute Einfluss der Hüllkurve / Polarität ????

Dieses Thema im Forum "SyntheTisch!" wurde erstellt von mintberry crunch, 24. August 2013.

  1. hi leute.

    lese gerade diesen artikel:
    http://www.amazona.de/grp-a4-analogsynt ... oduzenten/

    auf seite vier steht folgendes:

    ich verstehe das nicht. da bin ich doch einfach noch zuwenig mit synthesizern vertraut. was ist denn so schlimm daran, wenn man die polarität, wie z.b. beim mopho, mit einem negativen amount-wert regelt? und was ergibt sich daraus für ein problem bei hochpassfiltern?
     
  2. bugler

    bugler -

    Hochpassfilter steuere ich persönlich meist mit einer Hüllkurve mit negativer Polarität an. Bei dem großen Konkurrenten des A4, dem MFB Nanozwerg (nicht wirklich Konkurrent) ist das möglich mit dem Contour-Regler, mit dem man den hüllkurveneinfluss von Positiv über Null bis Negativ regeln kann. Bei meinem Modular mache ich das über die verschieden gepolten Ausgänge der Hüllkurve und Abschwächer. Die Groppioni-Lösung ist funktional und gut zu bedienen. Technisch sehe ich aber keine Vorteile zu den Lösungen an meinen Geräten.

    Die umgekehrte Polarität braucht man, damit sich auch der Verlauf der Kennlinie genau wie die Filterwirkung umkehrt.
     
  3. Es gibt beim GRP A4 halt einen Schalter für negative CV statt positiver. Dadurch lässt sich das feiner regeln und der Nullpunkt leichter finden als mit einem Attenuverter (0 irgendwo in der Mitte, - bei CCW, + bei CW).

    Mit "Problematik" ist wohl der vorherige Satz gemeint:

    So ganz verstehe ich das allerdings nicht, da es Schalter mit der Beschriftung "Velocity EG" gibt. :dunno:

    Ich denke mal der Abschnitt ist einfach nur falsch formuliert.
     
  4. ach ist das vielleicht so gedacht, dass man die polarität einfach nur kippen kann, wenn man merkt, dass man gerne einen hochpassfilter einsetzen möchte ohne, dass man den betrag des ausschlags der hüllkurve neu hinfummeln muss?
    also, schon ehr ein luxusproblem, oder?
     
  5. bugler

    bugler -

    Velocity EG ist nicht modular genug.

    An einen Attenuverter hatte ich gar nicht gedacht.
     
  6. Doctor Jones

    Doctor Jones Mad Scientist

    Nicht unbedingt. Ist zwar ungewohnt für diejenigen, die von spannungsgesteuerten Amisynths der 70er ausgehen, aber praktisch.

    Hüllkurvenausschlag wird nicht von –maximal bis +maximal geregelt, sondern von 0 bis maximal, also Linksanschlag des Reglers ist 0. Für Polarität gibt's einen Schalter, mit dem der Hüllkurvenausschlag "nach unten umgeklappt" wird.

    Hat zwei Vorteile: Zum einen braucht man wirklich nicht jedes Mal den eigentlichen Ausschlagwert neu einfummeln, nur weil man die Hüllkurve mal umgekehrt ausprobieren wollte. Zum anderen ist der Regler doppelt so fein skaliert bei gleichem Regelweg, weil der ganze Minusbereich wegfällt.
     
  7. ja das ist natürlich richtig. ich danke. wiedermal ein kleiner schritt dem vollen durchblick näher gekommen ;-)
     
  8. Drei Leute erklären es und beim Dritten fällt endlich der Groschen? Na, immerhin. ;-)
     

Diese Seite empfehlen