Bitte um Tipps/Kaufberatung

ikonoklast
ikonoklast
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Moin!

Ich such nen Synth :)

Kurze Vorgeschichte: Ich bin Katzendärmer, aber im Grunde meines Herzens ein Synthetisierer. Ich kenne mich hinreichend mit Klangsynthese aus, habe früher mit Elektor Formant / BME Modularsystemen rumgespielt. Meine Vorlieben liegen im Bereich "Berliner Schule" (TD, Schulze etc). Seit zwei Jahren habe ich endlich die Band die ich mir mein ganzes Leben lang gewünscht habe (bin jetzt knapp 50), die Richtung ist so zwischen sehr experimentell und Oldschool.
Ich spiele derzeit meinen Katzendarm in ein Terratec AXON 100 MKII und ein BOSS GT 10, zudem habe ich die üblichen Softsynthies (Moog System V, AAS String Studio, XILS3 etc.).

Alles gut und schön, aber ich möchte "auf meine alten Tage" noch nen "richtigen" Synthesizer :D
Ich hab nen Etat von 2000-3000 Euronen, was die Wahl nicht grad vereinfacht ...

Meine Anforderungen: Ich bin mehr ein Soundtüftler/Schrauber als ein Solist (ich weiss, klingt komisch für nen Katzendärmler). Daher lege ich Wert auf eine umfangreiche Modulationsmatrix. Zudem stehe ich auf klassische Sequenzersounds (Schulze!), da sollte also auch einiges Geboten sein. Ideal wäre ne Maschine mit der sich komplette Produktionen fahren lassen, mit vorproduzierten Teilen, aber dennoch der Möglichkeit des freien Zugriffs - wir sind schließlich ne LIVE-Band. Ach ja: Synchronisierbarkeit steht ganz oben auf der Liste.


Ich habs mal runtergebrochen auf folgende Systeme:

RADIKAL Spectralis 2 - ich habe ein paar von Jörgs Videos gesehen und war sehr beeindruckt. Bisher meine Nummer 1. Habe aber gehört dass auf der Musikmesse ein Nachfolger vorgestellt werden soll?

Arturia Origin - da hat mir - neben dem "modularen" Konzept - das große Display gefallen, wegen der Übersicht. Ich kann mir vorstellen dass das LIVE sehr angenehm ist. Ist das so?

ROLAND Fantom G6 - da hat mir besonders die einfache Samplerei gefallen. Und dass es halt eine komplette DAW ist. Allerdings ist da ja nix zum Schrauben - da müsste wohl ein Controller wie der Behringer mit ran.

Korg Triton - weiss ich noch nix drüber

Aus der Liste rausgefallen - obwohl soundmäßig sehr goil - ist der DSI Poly Evolver, da ich ihn für live-Einsatz nicht so dolle finde: natürlich kann man da viel schrauben, aber man sieht ja nicht wie die aktuellen Einstellungen sind. Bei komplexen Sounds total verwirrend, finde ich ... wie seht ihr das?

Noch Vorschläge? Tipps? Kommentare? Anregungen? Ich weiss derzeit echt nicht was ich machen soll ...

Servus,
Alex
 
Chromengel
Chromengel
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Hallo,

überleg dir mal dies:

Alesis Andromeda + Manikin Schrittmcher. Da sollte der richtige "Schulze-Sound"
rüberkommen.

Gruß

Chromengel
 
Studiodragon
Studiodragon
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ikonoklast schrieb:
Moin!
Alles gut und schön, aber ich möchte "auf meine alten Tage" noch nen "richtigen" Synthesizer :D

Da zählen die bei mir Studio bei den besten, und da hast du auch von jedem etwas richtiges unter der Hand: :supi:


 
tom f
tom f
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ikonoklast schrieb:
Ich dachte der Andromeda wird nicht mehr gebaut?

Servus,
Alex


das stimmt - aber man bekommt "relativ" oft noch einen um die 1700 euronen zu gesicht - ist sicher ein sehr kompletter synth - vielleicht sogar einer der "komplettesten" - ob man dann den sound mag bzw. die art des editierens ist schwer voraussagbar
 
Studiodragon
Studiodragon
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tomflair schrieb:
ikonoklast schrieb:
Ich dachte der Andromeda wird nicht mehr gebaut?

Servus,
Alex


das stimmt - aber man bekommt "relativ" oft noch einen um die 1700 euronen zu gesicht - ist sicher ein sehr kompletter synth - vielleicht sogar einer der "komplettesten" - ob man dann den sound mag bzw. die art des editierens ist schwer voraussagbar

Jawohl ich spreche vom Gebrauchtmarkt also noch zu finden.Ich finde das editieren eines sounds beim A6 sehr einfach dank dem grafischen Display dem ausführlichen Bedienpanels und dem ausgezeichnetem Handbuch das mitgeliefert wurde.Beim Andromeda ist alles was man braucht sofort unter der Hand.Hier dazu noch einen kleiner Testberricht.
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=636&page_num=2

Den Voyager dagegen findest aber noch neu in vielen verschieden versionen.Der fett klingende Monophoner aber auch gut erweiterbar durch vielen Moogerfoogers pedalen.
Hier der ein Testberricht vom Voyager:
http://www.amazona.de/index.php?page=26&file=2&article_id=254
Wenn du beide nimmst bist schon im Himmel deiner Vorstellungen. :mrgreen:
 
klangsulfat
klangsulfat
format c: /y
ikonoklast schrieb:
ROLAND Fantom G6 - da hat mir besonders die einfache Samplerei gefallen. Und dass es halt eine komplette DAW ist. Allerdings ist da ja nix zum Schrauben
Zum Schrauben vielleicht nicht, aber zum Schieben ;-) Die G6 taugt gut für dein Vorhaben - die LFOs kannst du sogar als Stepsequenzer zweckentfremden.
 
C
changeling
Guest
ikonoklast schrieb:
RADIKAL Spectralis 2 - ich habe ein paar von Jörgs Videos gesehen und war sehr beeindruckt. Bisher meine Nummer 1. Habe aber gehört dass auf der Musikmesse ein Nachfolger vorgestellt werden soll?

Es kommt kein Nachfolger, sondern irgendwas mit Tasten. In die Bedienung von dem Teil muss man sich aber erstmal reinarbeiten und -denken. Pattern umschalten per MIDI geht und Geschwindigkeitsänderung geht nur manuell, die wird nicht gespeichert.
 
ikonoklast
ikonoklast
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klangsulfat schrieb:
ikonoklast schrieb:
ROLAND Fantom G6 - da hat mir besonders die einfache Samplerei gefallen. Und dass es halt eine komplette DAW ist. Allerdings ist da ja nix zum Schrauben
Zum Schrauben vielleicht nicht, aber zum Schieben ;-) Die G6 taugt gut für dein Vorhaben - die LFOs kannst du sogar als Stepsequenzer zweckentfremden.

Ich hab mir jetzt nochmal die features durchgelesen - hat das Teil nur preset-sounds? Oder hab ich was übersehen?

Servus,
Alex
 
weinglas
weinglas
Tube-Noise-Maker
ikonoklast schrieb:
klangsulfat schrieb:
ikonoklast schrieb:
ROLAND Fantom G6 - da hat mir besonders die einfache Samplerei gefallen. Und dass es halt eine komplette DAW ist. Allerdings ist da ja nix zum Schrauben
Zum Schrauben vielleicht nicht, aber zum Schieben ;-) Die G6 taugt gut für dein Vorhaben - die LFOs kannst du sogar als Stepsequenzer zweckentfremden.

Ich hab mir jetzt nochmal die features durchgelesen - hat das Teil nur preset-sounds? Oder hab ich was übersehen?

Servus,
Alex

Ne, Du kannst den G6 schon auch programmieren, auch wenn er ein Rompler ist. Es gibt halt aber nur eine begrenzte Anzahl Bedienelemente. Daüfr hast Du halt das große Display. Ist halt ne Brot und Butter-Workstation der Oberklasse (wie auch M3 und Motif). Für Live schon gut. Wenn Du aber die Standardsounds (Streicher, Piano, Rhodes, Orgel, ...) nicht brauchst, würde ich ihn erstmal genau antesten, ob Dir die Bedienung, die Möglichkeiten und der Sound für Synthese zusagt.
 
ikonoklast
ikonoklast
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weinglas schrieb:
Wenn Du aber die Standardsounds (Streicher, Piano, Rhodes, Orgel, ...) nicht brauchst, würde ich ihn erstmal genau antesten, ob Dir die Bedienung, die Möglichkeiten und der Sound für Synthese zusagt.

Standardsounds benötige ich nicht, höchstens als Ausgangsbasis. Mir geht es schon primär darum, eigene Klänge zu entwickeln. Daher vielen Dank für den Hinweis. Hab mir daraufhin das Review bei Amazona.de durchgelesen - das hört sich in der Tat gewöhnungsbedürftig an. Gottseidank steht der G6 bei Thomann rum, werde also mal hinfahren und das Teil quälen ...

Danke,
Alex
 
klangsulfat
klangsulfat
format c: /y
ikonoklast schrieb:
Standardsounds benötige ich nicht, höchstens als Ausgangsbasis. Mir geht es schon primär darum, eigene Klänge zu entwickeln.

Viele denken bei "Workstation" erstmal an Band, Bühne und Chartmucke. Wirf mal einen Blick ins Manual, die Synthese-Features der Fantom sind schon sehr vielseitig, da geht einiges, auch krass-experimentelle Dinge. Das Schrauben an der Fantom macht (durch das große Display) mehr Laune als man zunächst annehmen sollte. Nimm dir die Zeit und schau dir die Kiste mal vorurteilslos an.
 
ikonoklast
ikonoklast
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klangsulfat schrieb:
ikonoklast schrieb:
Standardsounds benötige ich nicht, höchstens als Ausgangsbasis. Mir geht es schon primär darum, eigene Klänge zu entwickeln.

Viele denken bei "Workstation" erstmal an Band, Bühne und Chartmucke. Wirf mal einen Blick ins Manual, die Synthese-Features der Fantom sind schon sehr vielseitig, da geht einiges, auch krass-experimentelle Dinge. Das Schrauben an der Fantom macht (durch das große Display) mehr Laune als man zunächst annehmen sollte. Nimm dir die Zeit und schau dir die Kiste mal vorurteilslos an.

Danke. So ne Kombination "Schrauberkiste" + DAW wärs ja. Ich fahr am Freitag mal zum Thomann ...

Servus,
Alex
 
A
Anonymous
Guest
ikonoklast schrieb:
Danke. So ne Kombination "Schrauberkiste" + DAW wärs ja. Ich fahr am Freitag mal zum Thomann ...

Servus,
Alex

Tipp: Dann sieh Dir auch mal das Korg M3 an. Nach Möglichkeit mit Radias Board. Die Kombination ist ziemlich gut.
 
Moogulator
Moogulator
Admin
Das mit dem Speckie Nachfolger stimmt nicht, es wird ein neues Produkt vorgestellt, ein Synthesizer, keine Groovebox! So'n Ding mit Keyboard halt ;-)
Man deutet an was damit gehen wird. 3 OSCs und so mit Arper etc.

M3 ist nicht übel, weil es doch viele neuere Gedanken mitgenommen hat inkl Audiozeugs. Bessere Workstation.
 
ikonoklast
ikonoklast
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Erstmal Danke für alle Beiträge! War wirklich hilfreich!

Wollte euch noch erzählen was dabei rausgekommen ist:

Fürs Schrauberherz: Korg Radias - goil!

Zwecks DAW/Produktion/Live-Produktion: Akai APC 40, Motu midi express 128, M-Audio Delta 1010, kommt noch ein Quad Core PC / Laptop dazu.

Ausschlaggebend war der Umstand, dass ich bereits einige gute VSTs besitze: AAS Ultra Analog + String Studio, Arturia Moog V, NI Reaktor etc.

Daher haben wir den Etat für den Synth zugunsten der DAW reduziert und da sprang dann der Radias ins Auge, äh, Ohr.

Das Beste: Den brauchen wir nur abfilmen und projizieren, dann haben wir auch gleich die Lightshow :D :D :D

Servus,
Alex
 
 


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