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Deutsche Synchronsprecher verweigern die Zusammenarbeit mit Netflix

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Professor Shay ist Java Jim!
Viele deutsche Synchronsprecher*innen verweigern die Zusammenarbeit mit Netflix. Auslöser ist eine Vertragsklausel: Sie erlaubt es dem Streamingdienst, Sprachaufnahmen für das Training Künstlicher Intelligenz zu nutzen. Ob und wie die Sprecher dafür zusätzlich bezahlt würden, ist bislang unklar.

Vertreten unter anderem durch den Verband Deutscher Sprecher:innen fordern sie klare Regeln. Die Nutzung von Stimmen für KI-Zwecke müsse einvernehmlich sein und gesondert vergütet werden. Viele sehen ihren Beruf bedroht – KI-Modelle könnten Stimmen kopieren und menschliche Sprecher*innen langfristig ersetzen.

Netflix weist Vorwürfe zurück und spricht von Missverständnissen. Zugleich deutet der Konzern an, Inhalte notfalls ohne deutsche Synchronfassung zu veröffentlichen – dann nur mit Untertiteln.

Worum geht es in dem Konflikt genau? Welche Rechte haben Sprecher an ihrer Stimme? Und was sagt der Streit über den Umgang mit KI in kreativen Berufen? Darüber spricht Jessica Zahedi bei ZDFheute live mit Patrick Winczewski, der deutschen Synchronstimme von Tom Cruise.


 
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M.i.a.u.: PhonicGate, noise_level_11, betadecay und 2 andere
Bisher übersetzt Netflix oft mit unbekannten Sprechern mit imho schlechter Dialogregie, damit verbrennen sie oft Filme/Serien für den deutschen Markt weil niemand bereit dazu ist, das Geld in die Hand zu nehmen, um noch mal eine gute Synchronisation ins Deutsche zu machen.
 
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M.i.a.u.: treponema
Viele deutsche Synchronsprecher*innen verweigern die Zusammenarbeit mit Netflix.

...das finde ich gut...

...andererseits sehe ich mir Filme wenn nur immer irgendwie möglich in der 'Originalsprache' an - wobei auch das schon immer nicht ganz einfach war, weil oft Schauspieler die Sprache gar nicht sprechen, in der gedreht wird, und dann kommt sowas raus wie bei 'Maria, ihm schmeckt's nicht' (Lino Banfi spricht nicht Deutsch und hat während des Spiels von Lautschrift-Tafeln abgelesen)...

...weniger problematisch ist für mich das - also, bei Ansehen in Originalsprache - wenn ich die Sprache nicht spreche (Finisch, Schwedisch oder sowas), weil man sehr-sehr viel aus Körpersprache und Sprachausdruck lesen/interpretieren kann - bei nicht absolut sprachlastigen Filmen...

...also, mein andererseits lautet: andererseits nutze ich den Synchronsprecherdienst eh kaum...

...ach so - und ich bin auch seit Jahren schon _kein_ Netflix-Abonnent mehr 🤣 ...
 
Werden sicher genug Synchronsprecher übrig bleiben, die dann den Vertrag unterschreiben, da ein scheiß Vertrag immer noch besser ist als gar keiner.

Filme in Originalsprache schaue ich nicht. Schon wenn in einem synchronisierten Film zuviel andere Sprachen eingebunden werden und ich da minutenlang Untertitel lesen muss, dann schalte ich ab.
Ich liebe einfach komplett von vorn bis hinten auf deutsch durchsynchronisierte Filme. Habe schon versucht ein paar 80er Klassiker auf English so schauen, das geht gar nicht. Das zerstört sofort die ganze Nostalgie.

Mir geht das ganze English auf den Sack, reicht schon auf Arbeit.

Ich freue mich immer über alles was komplett auf deutsch geht. Also wirklich Deutsch und kein "das crazy", "cringe", "basically" Denglish YouTube Gebrabbel.

Da merke ich wie alt und festgefahren ich doch bin. Ich mag keine anderen Sprachen, reise nicht gern in andere Länder und ich genieße das.
 
Ich freu mich über jeden Film der nicht auf Netflix und wie sie alle heißen kommt sondern erst im Kino läuft und dann
als Dvd oder Blue Ray erhältlich ist. Momentan scheint es sich noch zu lohnen für die Industrie denn es werden immer noch analoge Filmträger produziert.
Die Tatsache daß die Sprecher sich von den StreamStromern abwenden kommt gelegen. Die haben Recht! Wenn jetzt noch Produktionsfirmen nachziehen und erkennen daß Streaming abzocke für die Macher beudeuted dann wäre das gut. Es ist doch irgendwie auch so daß man eigentlich als Produzent nie genau wissen kann wieviel tatsächlich gestreamt wird. Bei Blueray und DVD Verkauf dagegen weiß man genau wieviel produziert und an den Filmfreund gebracht wurden. Aber mir ist schon klar daß die Zukunft im streaming liegt, also darin daß es eigentlich das selbe Dilemma ist wie bei Musik. Einzig und allein das
Verhalten der Konsumenten könnte die Sache noch ändern. Aber die Massen sind mitlerweile zu bequem ne DVD einzulegen bzw. auch zu geizig.
 
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M.i.a.u.: PhonicGate und Miks
...andererseits sehe ich mir Filme wenn nur immer irgendwie möglich in der 'Originalsprache' an -
Hier in CH lieben die Leute das, meine Kinder auch. Mir ein Graus. Ich war vor Jahren mit Studienfreunden in Paris im Kino. Bladerunner in OmU, aber U war Französisch. Harrison Ford nuschelte und dank permanentem Regengeprassel hat man auch sonst nichts verstanden.

Synchronisation ist gut. So muss das.
 
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M.i.a.u.: Die Iden des Maerz, Feedback, Miks und 2 andere
An David Duchovny bin ich gescheitert. Ich hatte die X-Akten in Norwegen gesehen - ohne norwegische Untertitel wär ich verloren gewesen. Und ich kann kein Norwegisch. Es ist dem Deutschen nur sehr, sehr entfernt ähnlich. Aber immer noch besser, als Fox Mulder im Original.

Soweit zum Thema „ausländische Filme natürlich nur im Original“.
 
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M.i.a.u.: Dagalos, VEB Synthesewerk und Kick
Körpersprache und Sprachausdruck

...keine Untertitel! - würde ja total ablenken...

...Ihr dürft das gerne alle anders machen: synchronisiert und mit Untertiteln...habe ich auch gemacht, und bei vielen Filmen gemerkt, dass _mir_ da was verloren geht...

...Eure Haltung ist aber wohl die Norm, weil mir auch mein näheres Umfeld immer wieder mal signalisiert, dass sie das nicht so empfinden wie ich...
 
Harrison Ford nuschelte

Meine Jungs und ich schauen hin und wieder auch gerne Filme in Originalsprache.

Aber genau die oft undeutlich oder mit dem sonstigen Sound verschmelzenden Passagen verstehe ich als auch nicht.

Meine Empfehlung an die Schauspieler, geht mal zu

Logopädio di Caprio
 
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M.i.a.u.: Dagalos
  • #10
Zugleich deutet der Konzern an, Inhalte notfalls ohne deutsche Synchronfassung zu veröffentlichen – dann nur mit Untertiteln.

Eben. Das kann man nämlich so ohne weiteres nicht mit KI machen, wenn man keine Sprecher bzw. Beispiele hat, mit denen man die KI trainieren kann. Ätsch.

Und jetzt übertragen wir das mal auf Musik, die einer von uns erst in 5 Jahren machen wird.
 
  • #11
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M.i.a.u.: wirkel und micromoog
  • #12
Ich sehe das Problem allerdings nicht nur bei Netflix allein. Ich kenne genügend Leute, die sich gerne für einige wenige Euro diesen Dienst gönnen, ohne auch nur ansatzweise daran zu denken, welche Folgen das mit sich bringen könnte. Das erscheint mir persönlich als Teil des Problems. "Weniger ist mehr." gilt zumindest bei einigen Online-Diensten.
 
  • #13
Die Synchronsprecher haben ja eh Angst davor durch KI ersetzt zu werden, denn die Technik und die Abläufe mit den entsprechenen Lösungen arbeiten inzwischen ganz passabel.

Dass man sich da jetzt querstellt, wenn man da bei Netflix auch noch dafür unterschrieben soll, dass die eigene Stimme dafür geklaut werden darf, ist absolut nachvollziehbar.
 

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