DSP vs. Emulation(SOM, FPGA, ARM..)

Rupertt

Rupertt

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Es kommen ja immer mehr Geräte die anscheinend keine eigenen DSP mehr nutzen sondern in denen ein SOM/SOC(MPC) oder nur ein Atom CPU drin ist.
Ich denke ja immer ein dedizierter DSP ist immer besser, weil halt auf unterster Ebene nur für die eine Aufgabe gerechnet wird. Bei einer Emulation spielen ja noch andere Faktoren wie OS, Schnittstellen und so rein.
Ein Forumkollege sagte das die Dinger heute eh so schnell das das nichts mehr ausmacht.
Wie ist das bei MPC und Quantum, macht da die ganze Arbeit die CPU?
Ich habe ja die Hoffnung das der Quantum den ARM nur für die GUI nutzt...
Im Peak ist ja ein FPGA, kann man sich das wie Roland Aira Kram vorstellen?

Einiges wird ja hier behandelt, bin aber nocht nicht durch:

https://synthmorph.com/blogs/news/access-virus-future-kemper-amp-virus-ti3
 
microbug

microbug

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Im Aira stecken Custom DSPs, das mit den angeblichen FPGAs hat der Fuller fälschlicherweise verbreitet.


Ein FPGA ist kein Prozessor, sondern ein programmierbares Gate Array, also eine Ansammlung an Programmierbaren Logikzellen, die alles sein können, was die komplette 74xxx und 40xxx Bausteinfamilie je hervorgebracht hat:

AND/NAND, OR/NOR oder XOR Gatter
Flipflops
Schieberegister
Binäre Addierer
Latches
Zähler-Teilerbausteine

Im Gegensatz zu einem DSP, der ein auf Fließkommaoperationen optimierter Prozessor ist, kann man beim FPGA viel höhere Geschwindigkeiten erreichen und sogar komplette Rechnerarchitekturen incl Prozessor emulieren, siehe zB MIST Board.
Ein FPGA läßt sich sogar im laufenden Betrieb unkonfigurieren.
Die meisten FPGAs muß man allerdings erst mit ihrer Konfiguration beladen, im Gegensatz zu CPLDs, die die Konfig bzw. Programmierung in einem EEPROM gespeichert haben. Inzwischen gibts auch FPGAs, die solch einen Speicher haben.

Heute würde man den Digitalteil eines PPG Wave in einen FPGA oder CPLD packen, ebenso das TTL-Grab des Jomox SunSyn. Wäre auch, wenn gewollt, sogar besser als das Original.

Novation macht ja nichts Anderes als daß es die Technik, die schon der PPG Wave nutzte, modernisierte, indem die Ausleserate variabel statt fest macht, und mit einer Geschwindigkeit, die kein normaler Prozessor, sondern nur Gatter erreichen können, die sauberste Lösung.

FPGAs fanden in Synths oder Musikinstrumenten bisher nur als programmierbare Kundenchips Verwendung, um die Einzelbausteine zu sparen, zB bei den neueren MPCs.

Im Quantum stecken Quadcore ARMs mit DSP, und zwar Dickschiffe, keine Kleinteile wie sie für DIY-Sachen benutzt werden. Welche genau hat Rolf mir leider nicht verraten.

Bei den letzten MPCs fanden SH3-MCUs mit DSP Einsatz, die allerdings wirklich alles machen mußten, was ein Fehler war. Man wollte offenbar Bauteile sparen.
 
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hairmetal_81

hairmetal_81

Mitglied in Capt. Obvious' Lambada-Testlabor
@microbug


"Wir sind unwürdig...!"

:adore::adore:
 
microbug

microbug

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Bitte vertiefen. Danke.
Ich hab Bilder vom Innenleben des SunSyn gesehen. Die digitalen Oszillatoren wurden aus einzelnen TTL-Bausteinen aufgebaut, so wie damals beim PPG Wave, und das im Zeitalter von FPGA und CPLD. Teuer, aufwendig und braucht einen Lüfter.
 
T

tulle

...
DSP brachten früher einen Vorteil da sie bestimmte Operationen in wenigen Taktzyklen gerechnet haben. Das hat sich gelegt, weil die normalen CPUs deutlich schneller geworden sind und es kamen Erweiterungen im Befehlssatz. Gerade die SSE Erweiterungen haben einige Schmankerl für Signalverarbeitung. Da ist man nicht mehr auf Floating des 387 angewiesen.
FPGA ist ne andere Sache, aber da werden beoi größeren Designs auch gerne mal IPs gekauft und reingeklatscht. Einfach weil die Entwicklung sonst zu lange dauert.

Aber natürlich hört sich DSP oder FPGA besser an wie nochnx86. Auch wenn es technisch Gleichwertig wäre.
 
microbug

microbug

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DSPs haben nach wie vor den Vorteil, daß man zum Steuern keine dicke CPU braucht, siehe Blofeld.
 
 


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